DE53218C - - Google Patents

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DE53218C
DE53218C DENDAT53218D DE53218DA DE53218C DE 53218 C DE53218 C DE 53218C DE NDAT53218 D DENDAT53218 D DE NDAT53218D DE 53218D A DE53218D A DE 53218DA DE 53218 C DE53218 C DE 53218C
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    • D—TEXTILES; PAPER
    • D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05C—EMBROIDERING; TUFTING
    • D05C11/00—Devices for guiding, feeding, handling, or treating the threads in embroidering machines; Machine needles; Operating or control mechanisms therefor
    • D05C11/24—Devices for guiding, feeding, handling, or treating the threads in embroidering machines; Machine needles; Operating or control mechanisms therefor incorporating devices for dyeing or impregnating the threads

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 62: Nähmaschinen.
in PARIS.
Stickmaschine.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung an Heylmann'schen oder Schiffchen-Stickmaschinen irgend welchen Systems, durch welche beim Sticken ein Bedrucken der bestickten oder zu bestickenden Stoffe ermöglicht wird, ohne dafs an der Stickmaschine selbst etwas geändert zu werden braucht.
Die Vorrichtung besteht im Wesentlichen aus einer der Anzahl der Nadeln entsprechenden Zahl von Druckplatten oder Formen, welche die zu druckende Zeichnung enthalten und auf einer drehbaren Schiene des einen Wagens so angeordnet sind, dafs sie bei heruntergeklappter Schiene sich vor den Nadeln, bei zurückgeklappter Schiene aufserhalb der Nadeln befinden und in keiner Weise das Spiel derselben beeinträchtigen. Wenn die Druckplatten mit der Schiene zurückgeklappt sind, sind sie in dem Bereich einer Farbvorrichtung, welche sie mit der nöthigen Farbe versieht. Soll nun mit der Vorrichtung gedruckt werden, so werden die Schienen mit den Druckplatten heruntergeklappt, so dafs sich die mit Farbe versehenen Druckplatten vor den Nadeln befinden. Wird dann der Wagen dem Stoff genähert, so treffen die Druckplatten auf den Stoff und bedrucken denselben. Damit die Druckplatten beim Drucken ein Widerlager haben, sind auf der anderen Seite des Stoffes eine gleiche Anzahl von Druckkissen angeordnet, welche gleichfalls zurückgeklappt werden können, um die Zangen oder Schiffchen etc. in ihrer Thätigkeit nicht zu behindern, während sie sich in heruntergeklapptem Zustande den Druckplatten gegenüber befinden und den von denselben auf den Stoff ausgeübten Druck aufnehmen.
Auf den Zeichnungen ist eine mit der Vorrichtung versehene Heylmann'sche Stickmaschine in verschiedenen Ansichten und Einzeltheilen dargestellt und zeigt insbesondere Fig. 1 in Seitenansicht die Druckvorrichtung in etwa natürlicher Gröfse, Fig. 2 einen Verticalschnitt durch die Druckplatte und das Widerlager, Fig. 3 in Seitenansicht die mit der Vorrichtung versehene Stickmaschine in ihren wesentlichen Bestandteilen. Um an Uebersichtlichkeit zu gewinnen, ist die Zange nur an dem oberen Theil des linken Wagens dargestellt, während die übrigen Zangen fortgelassen sind. Fig. 4 zeigt eine heruntergeklappte Schiene mit den Druckplatten in Vorderansicht, Fig. 5 ist eine obere Ansicht von Fig. 4, Fig. 6 eine hintere Ansicht von Fig. 4 und Fig. 7 bis 10 zeigen Einzeltheile der Vorrichtung.
Auf der Schiene A des Wagens, welche die Zangen G, Fig. 3 und 5, trägt, sind in geeigneten Zwischenräumen Winkel a, Fig. 1, angebracht, welche bei a1 mittelst der Stellschrauben <22, Fig. i, befestigt werden. In diesen Winkeln α sind Arme b drehbar, auf deren Endplatten bl die Schiene c angebracht ist, welche die Druckplatten e aufnimmt (Fig. 1 und 2). Die Druckplatten oder Formen e, von denen ebenso viele vorhanden sind, wie Zangen auf demselben Wagen (Fig. 5), werden von den abgeschrägten Leisten e \ Fig. 7 und 8,
gehalten, welche mittelst der Schrauben e2 an der Schiene c befestigt sind. Auf ihrer Unterseite werden die Druckplatten e von um d drehbaren Unterstützungsplatten cl getragen, welche mittelst der Bügel d2 und Schrauben dl in ihrer Lage festgehalten werden. Durch Zurückklappen der Unterstützungsplatten lassen sich auf diese Weise die einzelnen Druckplatten leicht auswechseln. Befinden sich die Arme b in der' in Fig. ι dargestellten heruntergeklappten Lage, so liegt jede Druckplatte genau vor der ihr entsprechenden Zange und wird beim Einfahren des Wagens den bestickten Stoff bedrucken.
Um die Druckplatten mit neuer Farbe zu versehen, werden die Arme b zurückgeklappt, so dafs sie die in Fig. ι punktirt dargestellte Lage erhalten, in der sie Farbe aufnehmen können. Zu diesem Zwecke ist auf der hinteren Seite des Lagerbockes c, in welchem die zum Oeffnen der Zangen dienende excentrische Rolle R gelagert ist, ein Farbekasten f angebracht, in welchem eine Walze g umläuft. Die Drehung der Walze wird mittels einer Schnur g·2, Fig. 3, von der auf der Achse des vorderen Wagenrades P angebrachten Schnurscheibe gs bewirkt. Diese Walze g überträgt die in dem Farbekasten enthaltene Farbe auf die mit einem weichen Ueberzug versehene Walze h, welche in ihrem Lager i verschiebbar ist. Gegen die untere Seite ihres Lagergleitklotzes drückt die Schraubenfeder i \ Fig. 9, während auf die obere Seite desselben die Schraube i wirkt. Auf diese Weise kann man den von der Walze h auf die Walze g ausgeübten Druck ganz genau regeln. Gegen die Walze h legt sich das Farbkissen k, Fig. 1, welches mit Gleitstiften Z in dem Schlitz p1 der Führungsschienen ρ verschiebbar ist. Die Führungsschienen p, welche an ihrem oberen Ende durch die Schiene/*2 verbunden sind, sind an ' ihrem unteren Ende mittels der Zapfen ρ 3 in den Lagern p4 der Stelleisen ps drehbar. Durch die mit Gegengewinde und Mutter versehene Zugstange pd werden die Führungsschienen ρ gegen den an dem Lagerbock C angeordneten Kautschukbuifer u geprefst. Auf der inneren Seite des Färbkissens befindet sich ein Bügel m, der mit Oesen m2 versehen ist, in welche Zapfen n2 der Schubstangen η greifen. Diese Schubstangen sind an dem Ansatz 0 des die Excenterwelle- R bethätigenden Hebels E1 angebracht. Durch die Auf- und Abwärtsbewegung des Hebels wird also das Färbkissen k in eine auf- und abgehende Bewegung versetzt, dasselbe kann aber die Druckplatten e nicht berühren. Sollen nun die Druckplatten e mit Farbe versehen werden, so drückt man von Hand auf die Verbindungsstange p2 der Führungsschienenp. Dadurch wird der Gummibuffer u so zusammengedrückt, dafs das Färbkissen k bei seiner Aufwärtsbewegung mit den Druckplatten e in Berührung kommt und seine Farbe an dieselben abgiebt.
Um den von den Druckplatten e auf den Stoff χ ausgeübten Druck aufzunehmen, sind auf der anderen Seite des Stoffes den Druckplatten e entsprechende Kissen angeordnet. Diese Kissen sind an den Armen ^3 angebracht, welche sich in den Winkeln q drehen. Die Arme q 3 laufen in Ansätze q1 und q 2 aus, gegen welche sich der Winkel r legt. An diesem ist drehbar die U - förmige Unterlage rl angebracht, auf welcher mittels der Platte s'2 das Druckkissen s festgehalten ist. Auf der Platte s2, welche mittels des in den Schlitz des Bolzens s4 greifenden Keiles sa fest gegen die Unterlage rl geprefst wird, ist eine Kautschukplatte s angeordnet, um das Druckkissen nachgiebiger zu machen.
Wenn mit der Vorrichtung nicht gedruckt wxrden soll, so werden die Arme qs mit den Druckkissen s und die Arme b mit den Druckplatten e zurückgeklappt. Die Zangen G werden dadurch frei und die Stickmaschine kann in ihrer bekannten Weise arbeiten. Soll dagegen gedruckt werden, so werden die Druckplatten e eingefärbt, indem man das Färbkissen mittels der Führungsschienen ρ gegen die Druckplatten prefst. Dann werden die Arme b mit den mit Farbe versehenen Druckplatten des einen Wagens und die Arme q3 mit den Druckkissen s des anderen Wagens heruntergeklappt. Beim Einfahren der Wagen legen sich dann einerseits die Druckplatten e, andererseits die Druckkissen s gegen den Stoff χ und bewerkstelligen auf diese Weise den Druck.

Claims (1)

  1. Pa T E NT-A NSP RUCH:
    Bei einer mit Druckvorrichtung versehenen Stickmaschine: Die Verbindung der auf einer zurückklappbaren Schiene (c) des einen Wagens angeordneten Druckplatten (e) mit den, den Druckplatten (e) entsprechenden, auf der anderen Seite des Stoffes zurückklappbar angeordneten Druckkissen (s) und der Färbvorrichtung mit dem durch den Excenterhebel (E) bethätigten Färbkissen (k).
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
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