DE534320C - Einrichtung zum Anfahren von ventilgesteuerten Gleichstrommotoren - Google Patents

Einrichtung zum Anfahren von ventilgesteuerten Gleichstrommotoren

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DE534320C
DE534320C DEA56698D DEA0056698D DE534320C DE 534320 C DE534320 C DE 534320C DE A56698 D DEA56698 D DE A56698D DE A0056698 D DEA0056698 D DE A0056698D DE 534320 C DE534320 C DE 534320C
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BBC Brown Boveri AG Germany
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BBC BROWN BOVERI and CIE
Brown Boveri und Cie AG Germany
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Description

Es sind Einrichtungen zur Kommutierung von Strömen in Mehrphasenwicklungen bekannt, bei denen verschiedene Speisepunkte einer solchen Wicklung nacheinander über Doppelventile mit der Stromzu- oder -ableitung verbunden werden. Die Stromzu- oder -ableitungen sind in je zwei parallele Leiter aufgelöst, zwischen die eine Hilfswechselstromquelle gelegt ist, die einen, dem Arbeitsgleichstrom überlagerten Wechselstrom erzeugt, so daß die Teilströme in den Zu- oder Ableitungen gezwungen werden, periodisch durch Null hindurchzugehen. Die Gitter der als Ein- und Auslaßventile wirkenden Doppelventile werden periodisch auf ein Plus- oder Minuspotential gegenüber der Kathode umgeschaltet. Die Gitter werden über Schleifringe und Bürsten mit dem Plus- oder Minuspol der Gittersteuerbatterien verbunden.
Der Gegenstand der Erfindung besteht nun
ao darin, eine solche Einrichtung unter Vermeidung eines besonderen Hilfswechselstromes zum Anfahren von ventilgesteuerten Gleichstrommotoren verwendbar zu machen. Zu dem Zweck wird gemäß der Erfindung parallel zu den gesteuerten Ventilen ein Stromwender mit Bürsten geschaltet und die Anzapfungen der Mehrphasenwicklung zu den Stromwenderstegen geführt, während die Zu- oder Ableitung mit den Bürsten verbunden ist, zu dem Zweck, das Anlaufen der Einrichtung als Gleichstrommotor zu ermöglichen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schemafisch dargestellt. Es ist* angenommen, daß das Feld a, b rotiert und der Anker f feststeht, wobei das Feld außerhalb des Ankers liegt. Mit dem Feld rotiert der Kommutator c, dessen Belegungen x, y über die Schleifringe d, e und ihre feststehenden, als Pfeile dargestellten Bürsten mit dem Plus- bzw. Minuspol der Gittersteuerbatterien B1, B2 verbunden sind. Die Ankerwicklung f ist beispielsweise in acht Teile unterteilt, und ihre Anschlußpunkte I bis VIII sind zu den Ventilen gt bis gs geführt, deren Steuergitter über ebenfalls als Pfeile gezeichnete Bürsten zu dem Kommutator c geführt sind. Die Elektroden der Ventile sind durch die Sammelleitungen h verbunden. Die Anzapf punkte I bis VIII der Ankerwicklung sind aber erfindungsgemäß zu den Lamellen des Stromwenders k geführt, dessen rotierende Bürstefi W1, m2 über nicht dargestellte Schleifringe an die Stromzu- und -ableitung η, ο angeschlossen sind. Auf diese Weise ist es ermöglicht, die Einrichtung in normaler Weise als Gleichstrommotor anzulassen und zu betreiben. Die Einrichtung kann weiterhin so getroffen werden, daß bei Erreichen einer bestimmten Gegenspannung im Anker die Zu- und Ableitung zum Stromwender automatisch oder von Hand unterbrochen wird, so daß die Funktion des Stromwenders von den gesteuerten Ventilen übernommen wird. Wird dabei die Einrichtung so getroffen, daß die Bürsten mx, mz, die den Betriebsstrom führen, rotieren, so kann die Unterbrechung der Stromzu- und -ableitung zum . Stromwender in einfachster Weise dadurch er-
zielt werden, daß die rotierenden Bürsten drehbar gelagert und so ausbalanciert sind, daß sie_ bei einer bestimmten einstellbaren Drehzahl des Gleichstrommotors infolge der Fliehkraft automatisch vom Stromwender abgehoben werden. Der Stromwender k ist nur zum Anwerfen des Motors auf eine ganz kleine Drehzahl von einigen Prozent der Normaldrehzahl notwendig, wobei die am Strpmwender liegende Spannung
. to auch nur wenige Prozent der Normalspannung beträgt, während der weitaus größte Teil der angelegten Spannung am Anlaßwiderstand liegt. Sobald der Rotor eine ganz geringe Drehzahl hat, beginnt der Motor selbst zu kommutieren mit Hilfe der Lichtbogenventile, und der Stromwender tritt durch Abheben der Bürsten außer Funktion. Die Anlaufverhältnisse sind genau die gleichen wie bei einer normalen Kommutatormaschine, da ja beim Anlauf die Ventile noch nicht arbeiten. Der Stromwender k ist feststehend angeordnet, die Anlaufbürsten rotieren mit dem Feldsystem und sind über zwei Schleifringe mit dem Gleichstromsystem verbunden. Die Darstellung in der Zeichnung ist vereinfacht. Die magnetischen Verhältnisse und das Anlaufdrehmoment entsprechen genau denjenigen beim normalen Kommutatormotor mitdem Unterschied1, daß der Anker feststeht und das Feld rotiert.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Einrichtung zum Anfahren von ventilgesteuerten Gleichstrommotoren, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zu den gesteuerten Ventilen ein Stromwender mit Bürsten geschaltet und die Anzapfungen der Mehrphasenwicklung zu den Stromwenderstegen geführt sind, während die Zu- und Ableitung mit den Bürsten verbunden sind. 40 _
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Erreichen einer bestimmten Gegenspannung im Anker die Stromzu- und -ableitung vom Stromwender getrennt werden, so daß die Funktion des Stromwenders durch die gesteuerten Ventile übernommen wird.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei feststehendem Anker die umlaufenden Bürsten drehbaT gelagert und so ausbalanciert sind, daß sie bei einer bestimmten einstellbaren Drehzahl der Gleichstrommaschine vom Stromwender infolge der Fliehkraft abgehoben werden.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
DEA56698D 1929-01-29 1929-01-29 Einrichtung zum Anfahren von ventilgesteuerten Gleichstrommotoren Expired DE534320C (de)

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