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Salz- und Pfefferstreuer Die Erfindung bezieht sich auf einen Salz-und
Pfefferstreuer mit zwei an einem gemeinsamen Deckel angeordneten und nach entgegengesetzten
Seiten gekrümmten Streuröhren. Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß die beiden
Streuröhren sich nebeneinanderliegend derart kreuzen, daß beim Streuvorgang nur
der Inhalt der jeweils oben befindlichen Kammer zur Entleerung gelangt. Die nach
links weisende Streuröhre endet hierbei also in einer Öffnung der rechten Deckelseite
und die nach rechts weisende Röhre in einer Öffnung der linken Deckelseite.
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Bekannt. waren bisher zwei Einzelgefäße, die mit langen Hälsen derart
nebeneinanderlagen, daß sich diese Hälse kreuzten. Hier hatte man also nicht ein
einteiliges gemeinsames Gebilde nach Art eines gewöhnlichen Salzstreuers, sondern
zwei nebeneinandergelegte Fläschchen mit gekrümmten Hälsen, die erst wieder durch
besondere Mittel, z. B. durch einen Untersatz, zusammengehalten werden müssen, wenn
sie gebraucht werden sollen. Bei den bekannten Salz- und Pfefferstreuern mit gemeinsamem
Deckel und nach entgegengesetzten Seiten gekrümmten Streuröhren führte jede Streuröhre
zu derjenigen Kammer des Streuers; welche ihrem Ausflußende am nächsten lag. Diese
Streuröhren ragten infolgedessen erheblich über den Umfang des Gefäßes heraus, wenn
man diesen in üblicher Weise prismatisch öder zylindrisch. ausbildete. Beim Gegenstande
der neuen Erfindung läßt es sich aber erreichen, daß die freien Enden der Streuröhren
mit diesem äußern Umfang abschließen, ja ihm gegenüber sogar noch zurücktreten.
Da derartige Streuer beim Anfassen und beim Servieren leicht umgerissen werden können,
wenn sie hervorstehende Teile besitzen, so ist das Fehlen solcher Teile bei dem
neuen Streuer ein weiterer. Vorteil. Hinzu kommt noch, daß bei einem in zwei Kammern
geteilten Gefäß das -Herausschleudern des In-. halts aus einer oben befindlichen
Kammer besser erfolgt als aus der tiefer liegenden Kammer; weil dem Inhalt mehr
Schwung mitgeteilt wird.
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Auf der beiliegenden Zeichnung zeigen: Abb. i einen neuen Gewürzstreuer
im Schnitt und den Deckelteil in Ansicht, Abb. 2 eine seitliche Ansicht des -Streuers,
Abb. 3 den Streuer im Gebrauch; Abb. 4 einen Längsschnitt durch den Streudeckel,
Abb. 5 und 6 die Verschlußklappen nach der Erfindung in Oberansicht und in Seitenansicht.
Mit ä ist ein Gefäß aus Glas, Porzellan oder ähnlichem Baustoff bezeichnet, das
eine mittlere Scheidewand b besitzt. Diese unterteilt das Gefäß in zwei Kammern
c, d, von denen die eine beispielsweise Salz imd die andere beispielsweise Pfeffer
enthält.
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Der Streudeckel dieses Gefäßes ist mittels einer mit Gewinde versehenen
Hülse e, die oben einen Rand f besitzt, aufschraubbar.
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Dieser Streudeckel besteht aus einer Platte-g, welche zwei hornartige
Ansätze h und i aufweist, die röhrenförmig gestaltet sind, wobei die Öffnungen
nach unten zu derart angeordnet sind,
daß bei richtiger Einstellung
die eine Öffnung, z. B. die von h, über dem Kammerraum d liegt und die andere
Öffwüng,- die-° von i, über .dem Kammerräum c. Diese Röhren können entweder in die
Plätte g eingesetzt sein, wie die Zeichnung dies darstellt, oder die Teile g,
h, i können zusammenhängend aus einem Stück; beispielsweise aus Porzellan,
Celluloid oder auch aus Metall, bestehen. ° Wenn man nun diesen Teil- -richtig.
auf das Gefäß a aufsetzt und durch einen runden Dichtungsring k mit Steg dafür sorgt,
daß eine gute Abdichtung zwischen den Kammern d und c besteht, so kann man entweder
Salz oder Pfeffer streuen. Kippt man das Gefäß z. B. in die Läge gemäß der Abb.
3. und befindet sich in der Kammer d Salz, so wird Salz herausgestreut, mittlere
Leiste b gelegt. Die beiden Klappen o und P nehmen gewöhnlich die Stellung gemäß
Abb. i bzw. 2 ein. Streut man aber (Abb. 3), so verschließt die untere Klappe, im
vorliegenden Fall P, die Öffnung des nach oben zeigenden Rohres i, während die obere
Klappe o in -ihrer alten Lage bleibt. Die Kammer e ist also durch die Klappe _P
verschlossen, während die Kammer d offen ist.
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Wenn man das, Ausflußrohr i nach unten hält, so findet der umgekehrte
Vorgang bezüglich der Kammern statt.
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Die Ausflußrohre i und h kann man verschiedenfarbig gestalten und
sie auch mit Inschriften; z. B. Salz, Pfeffer, versehen, so daß der Gebraucher sofort
im Bilde ist, wie er die Streuvorrichtung zu handhaben hat. während Pfeffer aus
der Kammer c sich nicht streuen läßt, weil die Röhre i in diesem Fäll nach oben
weist. Bei m (Abb. q.) sind die Streulöcher angedeutet.
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Nun zeigt sich aber bei diesen Vorrichtungen, daß man die Röhren
h und i verhältnismäßig lang gestalten und weit,umbiegen muß, wenn
man zu einem einwandfreien Ziel gelangen will. Damit man nun verhältnismäßig kurze
Röhren verwenden kann, wie die Zeichnung sie etwa in Naturgröße zeigt, wobei sie
so kurz gestaltet sein müssen;, daß man den Ring f von oben nach unten hinüberschieben
kann, sind noch kleine Verschlußklappen vorgesehen, welche diejenige Öffnung beim
Streuen .abschließen sollen, deren Inhalt jeweils nicht ausgestreut werden soll.
Diese Klappen sind in der nachstehend beschriebenen Weise gestaltet.
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Auf einem Lappen n aus biegsamem Stoff, z. B. aus einem Webstoff,
sind zwei Plättchen o und P so angebracht, daß ein Stoffstreifen in der Mitte frei
bleibt, wie die Abb. 5 und 6 zeigen. Diese Vorrichtung wird gemäß Abb. i auf die