DE535737C - Wandernder Ausbau fuer Abbaustoesse in der Grube - Google Patents
Wandernder Ausbau fuer Abbaustoesse in der GrubeInfo
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Classifications
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- E21D23/0481—Supports specially adapted for use in combination with the placing of filling-up materials
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Description
- Wandernder Ausbau für Abbaustöße in der Grube Der wandernde Ausbau besteht aus starken Flachseilen, Rundseilen, Stahlblechstreifen, Drahtgeflecht oder ähnlicher Schalung, die, endlos verspleißt, verflochten, vernietet, verschraubt oder in anderer Art dauerhaft verbunden, mit Hilfe der bekannten wiedergewinnbaren Stahlstempel unter das Hangende der Lagerstätte gespannt und erforderlichenfalls in bekannter Weise verzogen wird. Das endlose Schalungsband erhält eine überschüssige Länge, durch welche die unverzügliche Abstützung des freigelegten Hangenden bei fortschreitendem Abbau ermöglicht wird. Die am Versatz geraubten Stempel werden unter Voranwickeln des endlosen Schalbandes am Kohlenstoß wieder neu aufgestellt.
- Die Stempel unter dem Arbeitsstreifen am Stoß, unter dem sich die Hauer und Abbaufördermittel bewegen, werden nicht gelöst, und wo das Nebengestein gebräch oder quillend ist, kann das Pfändungsseil erforderlichenfalls durch Kopfhölzer zwischen Band und Stempel versteift werden.
- Wo auch das Liegende angebaut werden muß, läßt sich dieses durch ein zweites endloses Pfändungsband unter den gleichen Abbaustempeln bewerkstelligen.
- Auf der Seite des alten Baues kann das Schalband mit dem bekannten Versatzdraht zur Auffangung des Trockenversatzes oder mit Verschlägen bekannter Art zur Abgrenzung des Spülversatzes versehen werden, die mit dem Fortschreiten des Abbaues und dem Wandern des Ausbaues ebenfalls wandern und neu befestigt werden.
- Der bisherige Stand der Ausbautechnik in Abbauräumen ist kurz folgender: Es werden starre Holzstempel mit kurzen Kopf- oder langen Schalhölzern gestellt, die das Hangende abstützen, zum Teil schon während der Abbauzeit brechen und zum anderen Teile im alten Bau verlorengehen. Gebräuchlich sind auch schwach nachgebende Holzstempel mit dicken Quetschpolstern unter dem Fuß und über dem Kopf. Auch diese Stempel brechen trotz der Nachgiebigkeit vielfach und gehen zum großen Teile samt Schalung und Verzug im Versatz verloren, weil sie wie auch die ganz starren Stempel unter dem Gebirgsdruck nur schwer, kostspielig und unter Gefahr zu rauben sind. In Benutzung sind ferner nachgebende Eisenstempel oder gemischte Holz- und Eisenstempel mit Quetscheinlagen, Reibungswiderständen in Klemmbändern oder Keilwirkung durch konische Gestaltung einzelner Teile. Diese nachgebenden Stützen tragen in der Regel ebenfalls Kopfhölzer oder lange Schalhölzer mit Verzug. Sie werden mit fortschreitendem Abbau an der Seite des alten Baues geraubt und am Kohlenstoße wieder aufgestellt. Ihre Kopf- und Schalhölzer sowie die Quetscheinlagen sind aber nicht wieder verwendbar, weil sie an den Stützstellen zerdrückt und geschwächt sind. Weitere Ausbauarten benutzen lange Pfändungseisen, die raubbare Stempel erhalten und nach dem Lösen sämtlicher Stützen zum Abbaustoß hin vorgetrieben werden, worauf man die Stützen wieder darunter befestigt. Dieser Ausbau gestattet zwar die fortlaufende Wiederbenutzung der Pfändungsschienen und des Verzuges, beunruhigt aber das Nebengestein durch das sich bei jedem Meter Verlieb und in jeder Stempelreihe ständig wiederholende Lösen der Stützen und bringt damit Steinfall und Bruchgefahr. Zweckmäßiger ist schon der wandernde Ausbau mit Pfändungseisen, die aus einzelnen Stücken bestehen, welche an der Versatzseite geraubt und am frischen Stoß einerseits in die Kohle getrieben, anderseits mit den übrigen Pfändungsgliedern wieder verbunden werden. Hierbei brauchen die Unterstützungen nicht bei jedem Wandern gelöst zu werden, die Auflagering der Gliederspitzen aber auf die spröde Kohle und die verschleißenden Hakenschraubenverbindungen der Glieder stellen schwache, gefahrbringende Stellen des Ausbaues dar. Außerdem kann dabei immer nur dann eine neue Stütze gestellt werden, wenn der Stoß wieder auf die Länge eines Schalgliedes verhauen ist. Man stützt vereinzelt auch durch sogenannte Holzpfeiler ab, doch wird dieser Ausbau an Material und Arbeitslohn sehr teuer, auch wenn er wiedergewonnen wird. Das aber geschieht nicht immer.
- Die zwei Skizzen der Zeichnung veranschaulichen die Art des neuen Ausbaues, das Wandern des Stoffes, des Ausbaues, der Versatzabkleidung und des Abbaufördermittels.
- Die für das an sich bekannte ungeteilte Umlegen des Förderers vorübergehend zu stellenden Hilfsstempel sind gestrichelt gezeichnet. Sie werden so angebracht, daß sie ein allmähliches seitliches Verschieben des Förderstrangs gestatten, ohne ihn zu zerlegen und ohne das Nebengestein zu beunruhigen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Ein wandernder Ausbau für Abbaustöße in der Grube, dadurch gekennzeichnet, daß die Abfangung des Nebengesteins bei Abbaufortschritten jeder Breite durch starke Flach-oder Rundseile o. dgl. erfolgt, die endlos und fest miteinander verbunden sind und mehr als die doppelte Länge der auszubauenden Abbaubreite haben.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE535737T | 1930-06-01 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE535737C true DE535737C (de) | 1931-10-15 |
Family
ID=6557024
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930535737D Expired DE535737C (de) | 1930-06-01 | 1930-06-01 | Wandernder Ausbau fuer Abbaustoesse in der Grube |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE535737C (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE760324C (de) * | 1941-07-19 | 1953-01-26 | Franz Berghoff | Verfahren zum Ausbau der Abbaustreben im Untertagebetrieb unter Benutzung von durch Stempeln getragenen Drahtseilen |
| DE942381C (de) * | 1948-10-02 | 1956-05-03 | Hermann Schwarz Kommanditgesel | Verfahren und Einrichtung zum Ausbau von Abbaustreben |
| DE969664C (de) * | 1946-08-10 | 1958-07-03 | Alexander Schmidt Dr Ing | Ausbau zur Sicherung des Hangenden fuer den Bergbau |
| DE970192C (de) * | 1952-03-26 | 1958-08-28 | Dr Walther Matthiass | Verfahren und Einrichtung zum wandernden Strebausbau |
| DE1281978B (de) * | 1965-04-21 | 1968-11-07 | Karl Maria Groetschel Dipl Ing | Verfahren zur grossflaechigen Sicherung des im Zuge des Verhiebsfortschrittes freigelegten Hangendbereichs in Abbaubetrieben |
-
1930
- 1930-06-01 DE DE1930535737D patent/DE535737C/de not_active Expired
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE760324C (de) * | 1941-07-19 | 1953-01-26 | Franz Berghoff | Verfahren zum Ausbau der Abbaustreben im Untertagebetrieb unter Benutzung von durch Stempeln getragenen Drahtseilen |
| DE969664C (de) * | 1946-08-10 | 1958-07-03 | Alexander Schmidt Dr Ing | Ausbau zur Sicherung des Hangenden fuer den Bergbau |
| DE942381C (de) * | 1948-10-02 | 1956-05-03 | Hermann Schwarz Kommanditgesel | Verfahren und Einrichtung zum Ausbau von Abbaustreben |
| DE970192C (de) * | 1952-03-26 | 1958-08-28 | Dr Walther Matthiass | Verfahren und Einrichtung zum wandernden Strebausbau |
| DE1281978B (de) * | 1965-04-21 | 1968-11-07 | Karl Maria Groetschel Dipl Ing | Verfahren zur grossflaechigen Sicherung des im Zuge des Verhiebsfortschrittes freigelegten Hangendbereichs in Abbaubetrieben |
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