DE535863C - Kurzwellensender grosser Leistung - Google Patents

Kurzwellensender grosser Leistung

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DE535863C
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    • H—ELECTRICITY
    • H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04B—TRANSMISSION
    • H04B1/00—Details of transmission systems, not covered by a single one of groups H04B3/00 - H04B13/00; Details of transmission systems not characterised by the medium used for transmission
    • H04B1/02—Transmitters
    • H04B1/03—Constructional details, e.g. casings, housings
    • H04B1/036—Cooling arrangements

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  • Signal Processing (AREA)
  • Management, Administration, Business Operations System, And Electronic Commerce (AREA)
  • Physical Or Chemical Processes And Apparatus (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN Al
15. OKTOBER 1931
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
M 535863 KLASSE 21a4 GRUPPE
C. Lorenz Akt-Ges. in Berlin-Tempelhof
Kurzwellensender großer Leistung Patentiert im Deutschen Reiche λοιτι 6. November 1930 ab
Bei Sendern für Kurzwellen mit großer Leistung ergeben sich bekanntlich Schwierigkeiten dadurch, daß die inneren Röhrenkapazitäten in die Abstimmung der Schwingungskreise mitbestimmend eingehen. Es ist daher nicht möglich, zur Erzielung großer Leistungen beliebig viele Röhren parallel zu schalten, da die parallel geschalteten inneren Röhrenkapazitäten sich summieren. Hierdurch wird der für die Abstimmung noch zur Verfügung stehende Selbstinduktionswert der notwendigen Spulen so klein, daß die Spulen konstruktiv nicht mehr bewältigt werden können oder keine genügende Kopplung mehr bei induktiven Kopplungsanordnungen erzielt werden kann. Man muß daher in all diesen Fällen zu besonderen Schaltungsanordnungem greifen, von denen eine beispielsweise in der Abb. r dargestellt ist. Es ist nur rein schematisch die Endstufe eines Senders für große Leistungen mit acht Röhren dargestellt, und zwar ist der Übersichtlichkeit halber lediglich der Anodenkreis gezeigt. 'Die Röhren sind mit 1 bis 8 bezeichnet und in einer speziellen Schaltungsanordnung so geschaltet, daß je zwei Röhren (1, 2; 3, 4 . . .) direkt parallel geschaltet sind. Im übrigen erfolgt die Verbindung über die Selbstinduktionsspulen 9 bis 12 und die Kondensatoren 13 und 14. Die Kondensatoren 13 und 14 sind in bekannter Ausführung so angeordnet, daß innerhalb zwei feststehender Platten bzw. Plattensätze 'eine dritte Platte drehbar angeordnet ist. Gleichzeitig sind auch noch Neutralisierungskondensatoren 15, 16, 17 und 18 vorhanden, die mit den Kondensatoren 13 und 14 gemeinsame Belegungen besitzen. Durch die Induktivität 19 erfolgt die Abnahme der erzeugten Schwingungen dadurch, daß dieselbe mit den Spulen 11 und 12 induktiv gekoppelt ist. Die Anodenspannung wird am Punkt 20 zugeführt. Es ist selbstverständlich möglich, hier eine geeignete Drossel- bzw. Widerstandsanordnung zwischen den Induktivitäten 9 und 10 bzw. 11 und 12 anzuordnen, durch welche die Anodenspannung dem elektrischen Mittelpunkt zugeführt wird.
Beim Aufbau einer derartigen Sienderanordnung ergeben sich jedoch bei der Verwendung der bisher üblichen Aufbaumethode mittels Gestellen, in denen die Röhren bzw. die Abstimmittel untergebracht sind, Schwierigkeiten, da einerseits die Kapazitäten gegen Erde durch die zum Gestellaufbau notwendigen Metallteile sehr groß werden, anderseits die oben schon angedeutete Forderung nach kurzen Verbindungsleitungen nicht erfüllt werden kann. Die sich hieraus ergebende Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die sämtlichen stromführenden Teile (Röhren, Kondensatoren) durch eine allen Teilen gemeinsame Säule aus Isoliermaterial getragen werden. Irgendwelche zusätzlichen Tragkonstruktionen aus Metall fallen bei der erfindungsgemäßen Anordnung weg.
Der Erfindungsgegenstand sei zunächst an
58586a
Hand der beispielsweisen Abb. 2, 3 und 4 erläutert. In den Abbildungen ist ein und derselbe Sender in zwei verschiedenen Seitenansichten und in einer Aufsicht dargestellt. Die einzelnen Teile sind mit denselben Bezugszeichen versehen wie ihre Symbole in der Abb. i. Auf einem Fuß 21 aus Isoliermaterial (vorzugsweise Steinzeug oder Porzellan) ruht gemäß der Erfindung eine Säule
22. Es ist selbstverständlich möglich, die Teile 21 und 22 aus einem Stück zu bilden. Im dargestellten Beispiel sind die Wandungen des Fußes 21 gleichzeitig als Wasserwiderstände für das Anodenkühlwasser ausgebildet. Zu diesem Zweck sind in dem runden Körper spiralige Durchflüsse für das Kühlwasser einge'schnitten. Das Kühlwasser wird an der Stelle 23 zu- bzw. abgeführt und durch die nur scliematiscli angedeuteten spiraligen Kanäle den einzelnen Röhren zugeführt. Am oberen Ende sind zu diesem Zweck Verbindungen 24 und 25 mit den Anoden der Röhren vorgesehen. Die Röhren selbst sind direkt an den festen Platten der Anodenabstimmkondensatoren 13 bzw. 14 anmontiert, so daß zusätzliche Verbindungsleitungen zwischen dem Anodenkühlmantel und den festen Platten der Kondensatoren, in Fortfall kommen. Die Kondensatoren selbst sind direkt an der Säule 22 befestigt. Zu diesem Zweck besitzt die Säule 22, wie insbesondere aus der Aufsicht der Abb. 4 ersichtlich ist, Arme 26, an denen die Kondensatoren direkt befestigt sind. Die Wellen der Rotoren sind direkt an den Stellen 27 im Isoliermaterial! gelagert. Es ergibt sich also ein ganz' gedrängter Aufbau ohne die Verwendung besonderer Verbindungsleitungen. Die Bewegung der Rotoren erfolgt mit Hilfe eines durch eine gemeinsame Welle betätigten Schneckenradantriebes. Dadurch, daß die festen Platten der Kondensatoren parallel zueinander stellen, kann der Abstand der Kondensatoren voneinander verringert werden und ist im wesentlichen lediglich durch die Dicke der Arme 26 bestimmt. Die Neutralisierungskondensatoren sind in gleicher Weise an den Armen befestigt, wie insbesondere aus der Abb. 3 ersichtlich, ist. Die Platten 29 der Anodenkreiskondensatoren sind, wie oben schon angegeben, gemeinsam mit den festen Platten für die Neutralisierungskandensatoren. Die Kopplungsspule 19 ist ebenfalls drehbar in Armen 31 aus Isoliermaterial gelagert. Zur Abschirmung der Anodenkreise gegenüber den Gitterkreisen ist ein dachförmiges Abschirmblech 32 vorgesehen, welches in dem oberen Teil der Säule 22 gelagert ist. Um ein Auswechseln der Röhren zu ermöglichen, kann der äußere Rand des Bleches mit Hilfe von Scharnieren hochgeklappt werden. Der Kopf 33 der Säule besitzt wiederum Arme, in denen die Gitterkreiskondensatorien und die Gitterkreisabstimmittel gelagert sind, jedoch ist diese Lagerung nur schematisch in den Abbildungen angedeutet. Zweckmäßigerweise wird man selbstverständlich den Kopf nicht aus einem Stück mit der Säule herstellen, sondern zusammensetzen. Das Innere der Säule ist, wie aus der Abb. 4 ersiehtlieh, hohl ausgebildet, um die Stromzuführungsleitungen (Anodenspannung) im Innern der Stufe hochzuführen.

Claims (6)

-Patentansprüche :
1. Kurzwellensender großer Leistung, dadurch gekennzeichnet, daß die sämtlichen stromführenden Teile (Röhren, Kondensatoren) an einer einzigen Säule aus Isoliermaterial (Porzellan) angeordnet sind.
2. - Kurzwellensender nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Fuß der Säule als Wasser wider stand für das Anodenkühlwasser ausgebildet ist. $5
3. Kurzwellensender nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kondensatoren, an welchen direkt die Anoden der Röhren befestigt sind, derart an der Säule angebracht sind, daß die. Kondensatorplatten parallel zueinander stehen.
4. Kurzwellensender nach Anspruch 1, .dadurch gekennzeichnet, daß die Isoliermaterialsäule Arme besitzt, in welchen die Drehachsen der Abstimmittel (Kondensatoren, Spulen) gelagert sind.
5. Kurzwellensender nach Anspruch 1, dadurch gekennzeiclmet, daß die Säule im Innern hohl ausgebildet ist zwecks Durchführung der Stromzuführungsleitungen. ...
6. Kurzwellensender nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kopf der Säule ein Abschirmblech trägt, welches die Anodenkreise von den Gitter- kreisen trennt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DE1930535863D 1930-11-06 1930-11-06 Kurzwellensender grosser Leistung Expired DE535863C (de)

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GB372212A (en) 1932-05-05
FR722806A (fr) 1932-03-26

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