DE535976C - Elektrische Zuendmaschine zum Abtun von Minen, Sprengladungen u. dgl. - Google Patents

Elektrische Zuendmaschine zum Abtun von Minen, Sprengladungen u. dgl.

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DE535976C
DE535976C DEZ18512D DEZ0018512D DE535976C DE 535976 C DE535976 C DE 535976C DE Z18512 D DEZ18512 D DE Z18512D DE Z0018512 D DEZ0018512 D DE Z0018512D DE 535976 C DE535976 C DE 535976C
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explosive charges
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ZUENDERWERKE ERNST BRUEN AKT G
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  • Elektrische Zündmaschine zum Abtun von DIinen, Sprengladungen u. dgl. Bei der Entzündung von Sprengladungen oder Minen sind besondere Vorsichtsmaßnahmen erforderlich, um zu verhindern, daß die Betätigung der Zündmaschinen von Unbefugten vorgenommen wird. Erfindungsgemäß wird dies dadurch vermieden, daß sich in dem Zündstromkreis, unabhängig von der Betätigungsvorrich= tung, ein durch einen abnehmbaren Schlüssel zu bewegender Schalter befindet, der so ausgebildet ist, daß der Schlüssel nur dann abgenommen werden kann, wenn der Zündstromkreis unterbrochen ist. Eine Zündung kann dann, selbst wenn die Maschine aus Unachtsamkeit betätigt wird, nicht mehr bewirkt werden. Der durch den Schlüssel zu betätigende Schalter ist zweckmäßig als mit Metallsegmenten belegter Walzenschalter ausgebildet, der in der Normalstellung den Zündstromkreis unterbricht und in dieser Stellung die Einführung eines Schlüssels gestattet, durch dessen Drehung der Stromkreis geschlossen bzw. wieder geöffnet werden kann. Der Schlüssel kann jedoch nur bei geöffnetem Stromkreise aus dem Walzenschalter herausgezogen werden.
  • Durch eine solche Vorrichtung sind Unfälle durch zufälliges Betätigen unmöglich gemacht, da eine Zündung nur dann erfolgt, wenn der Walzenschalter vorher mit Hilfe des Schlüssels in die zum Schießen erforderliche Stellung gebracht worden ist. Bei der Verwendung des Schlüssels wird die Aufmerksamkeit des Bedienungspersonals stets noch einmal darauf gelenkt, daß nunmehr Vorsicht geboten ist. Durch das Stecken des Schlüssels in der Maschine ist dem Bedienungspersonal auf eine einfache Weise kenntlich gemacht, daß eine Betätigung der Maschine die Schußabgabe herbeiführen kann.
  • Es ist bereits bekannt, bei einer Zündmaschine den Endkontakt mit Hilfe eines Schlüssels zu öffnen. Der Schlüssel kann aber nach dem Öffnen herausgenommen werden, ohne daß dadurch die Auslösung der Zündung irgendwie beeinflußt wird. Es ist ferner bekannt, Federzugmaschinen durch einen Schlüssel aufzuziehen und durch denselben Schlüssel sodann, nachdem er auf die Abzugachse gesetzt ist, die Spertklinke auszulösen und die Maschine abzufeuern. Die Ausgestaltung der neuen Vorrichtung in der Weise, daß der Schlüssel zur Bedienung eines besonderen, in den Zündstromkreis eingebauten Schalters benutzt wird und nur dann aus der Maschine entfernt werden kann, wenn der Schalter in eine solche Stellung gebracht ist, daß bei der Betätigung der Maschine eine Zündung nicht erfolgen kann, ist demgegenüber wesentlich vorteilhafter.
  • In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht.
  • Fig. z und 2 zeigen Schaltungsschemen der Maschine.
  • E ist ein Walzenschalter, auf welchem die Metallsegmente e1, e2 aufgebracht sind; f, g, h, i sind Abnahmefedern, welche auf den Segmenten e1, e, aufliegen. Bei Schaltung der Maschine nach Fig. r fließt der Strom vom Anker A der Maschine über die Bürste cal, den Endkontakt F, die Leitung k, die Feder i, das Segment ea, die Feder h, die Leitung o zur Maschinenklemme c, durch die Zünder Z zur Maschinenklemme b, die Leitung na, die Feder f, Segment e1, Feder g, Leitung 1, Bürste a2 zum Anker A. Nach Umlegen des Schalters E in Stellung Fig. 2 sind die Federn i und g von den Segmenten abgerückt und somit der Stromfluß unterbrochen.
  • Fig. 3 und q. zeigen eine beispielsweise Ausführung des Walzenschalters.
  • Unterhalb des Deckels i des Maschinenkastens liegt unmittelbar die Schaltscheibe E mit den Segmenten e1 und e2. Der Deckel i besitzt ein Schlüsselloch 2 zur Einführung eines passenden Schlüssels 3. Dieser Schlüssel greift mit seinem Barte in eine Ausnehmung q. der Schaltscheibe E ein. Die Schaltscheibe E sitzt verschiebbar auf einem Stift g und wird durch eine Feder 6 gegen die Unterseite des Deckels i gedrückt. Nach dem Einführen des Schlüssels kann die Schaltscheibe E mittels eines leichten Druckes entgegen der Federwirkung nach unten von der Deckelinnenseite wegbewegt werden. Dadurch tritt die Scheibe E aus dem Eingriff eines Stiftes 7 in eine Bohrung 8 derselben heraus und wird frei, so daß die Scheibe E sich nun in Richtung des in Fig. 3 eingezeichneten Pfeiles drehen läßt, bis der Stift 7 am anderen Ende 9 einer Nut io, in die er hineinragt, anschlägt und eine Weiterdrehung verhindert. Beim Loslassen des Schlüssels wird die Scheibe E durch die Feder 6 wieder gegen die Unterseite des Deckels i gedrückt, wobei der Stift 7 bei 9 in eine zweite Bohrung in der Scheibe E eintritt und hierdurch die Scheibe festhält. In dieser Stellung ist die Maschine auf Schießen geschaltet. ` Da der Bart des Schlüssels 3 in dieser Stellung unter der Deckelplatte i liegt, so kann derselbe bei auf Schießen geschalteter Maschine nicht aus dem Maschinenkasten herausgezogen werden. Um den Schlüssel abziehen zu können, muß man unbedingt die Scheibe E wieder in ihre Anfangsstellung zurückdrehen, also den Stromfluß der Maschine unterbrechen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: x. Elektrische Zündmaschine zum Abtun von Minen, Sprengladungen u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß sich in dem Zündstromkreis unabhängig von der Betätigungsvorrichtung ein durch einen abnehmbaren Schlüssel zu bewegender Schalter befindet, der so ausgebildet ist, daß der Schlüssel nur dann abgenommen werden kann, wenn der Zündstromkreis unterbrochen ist.
  2. 2. Zündmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der durch den Schlüssel betätigte Schalter als mit Metallsegmenten (e1, e2) belegter Walzenschalter (E) ausgebildet ist, der in der Normalstellung den Zündstromkreis unterbricht und ausschließlich in dieser Stellung die Einführung bzw. das Herausnehmen eines Schlüssels_(3) gestattet, durch dessen Drehung der Stromkreis geschlossen und wieder geöffnet werden kann.
DEZ18512D 1929-08-01 1929-08-01 Elektrische Zuendmaschine zum Abtun von Minen, Sprengladungen u. dgl. Expired DE535976C (de)

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