DE537260C - Selbstkassierer zur Abgabe von unter Druck stehenden Fluessigkeiten - Google Patents
Selbstkassierer zur Abgabe von unter Druck stehenden FluessigkeitenInfo
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- DE537260C DE537260C DEF68193D DEF0068193D DE537260C DE 537260 C DE537260 C DE 537260C DE F68193 D DEF68193 D DE F68193D DE F0068193 D DEF0068193 D DE F0068193D DE 537260 C DE537260 C DE 537260C
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Description
Die Erfindung betrifft einen Selbstkassierer zur Abgabe von unter Druck stehenden Flüssigkeiten
mit Ventilanordnung, der nach Einwurf einer Münze die Verabfolgung einer bestimmten
Flüssigkeitsmenge ermöglicht.
Zweck der Erfindung ist die Schaffung eines leicht zu bedienenden, möglichst einfachen
Selbstkassierers. Erreicht wird dies dadurch, daß die Ventilanordnung aus einem nach Einwurf
der Münze von Hand beeinflußbaren Hilfsventil und einem von diesem und dem Flüssigkeitsdruck abhängigen Hauptventil besteht.
In den Abbildungen ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung dargestellt. Abb. ι veranschaulicht einen Vertikalschnitt durch den Selbstkassierer, Abb. 2 einen senkrecht dazu verlaufenden Vertikalschnitt durch denselben, Abb. 3 eine Draufsicht des Selbstkassierers in teilweisem Horizontalschnitt und Abb. 4 eine Einzelheit des Selbstkassierers. ι ist der beispielsweise als Scheibenmesser ausgeführte Volumenmesser mit Anschlußstutzen 2 für die Flüssigkeitsleitung und die nach dem Ventilgehäuse 3 führende Verbindungsleitung 4. In dem Ventilgehäuse 3 ist ein nach Art eines Spülventils ausgebildetes Hauptventil 5 angeordnet, welches von einer Membran 6 getragen wird und sich auf einen rohrförmigen Ansatz 7 des Ventilgehäuses 3 auflegt. Ein zentral in dem Hauptventil 5 angeordneter Durchlaßkanal 10 wird gegenüber dem Raum 11 oberhalb des Hauptventils 5 durch ein nach Art eines Tellerventils ausgebildetes Hilfsventil 9 abgeschlossen. Der Raum 11 steht durch eine Bohrung 12 im Hauptventil 5 mit der Einmündungskammer 8 für die Flüssigkeitszuleitung in Verbindung. Das Hilfsventil 9 besitzt eine Spindel 13, die an ihrem unteren Ende ein Anschlagstück 14 trägt.
In den Abbildungen ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung dargestellt. Abb. ι veranschaulicht einen Vertikalschnitt durch den Selbstkassierer, Abb. 2 einen senkrecht dazu verlaufenden Vertikalschnitt durch denselben, Abb. 3 eine Draufsicht des Selbstkassierers in teilweisem Horizontalschnitt und Abb. 4 eine Einzelheit des Selbstkassierers. ι ist der beispielsweise als Scheibenmesser ausgeführte Volumenmesser mit Anschlußstutzen 2 für die Flüssigkeitsleitung und die nach dem Ventilgehäuse 3 führende Verbindungsleitung 4. In dem Ventilgehäuse 3 ist ein nach Art eines Spülventils ausgebildetes Hauptventil 5 angeordnet, welches von einer Membran 6 getragen wird und sich auf einen rohrförmigen Ansatz 7 des Ventilgehäuses 3 auflegt. Ein zentral in dem Hauptventil 5 angeordneter Durchlaßkanal 10 wird gegenüber dem Raum 11 oberhalb des Hauptventils 5 durch ein nach Art eines Tellerventils ausgebildetes Hilfsventil 9 abgeschlossen. Der Raum 11 steht durch eine Bohrung 12 im Hauptventil 5 mit der Einmündungskammer 8 für die Flüssigkeitszuleitung in Verbindung. Das Hilfsventil 9 besitzt eine Spindel 13, die an ihrem unteren Ende ein Anschlagstück 14 trägt.
Das umlaufende Meßorgan des Volumenmessers ι treibt in bekannter Weise über ein
Räderwerk 15 mit Kupplung 16, Welle 17 und
ein Zahnräderpaar die Welle 18 und über ein weiteres Räderwerk das Zeigerwerk 19 zur Ablesung
der das Meßgerät durchfließenden Flüssigkeitsmenge an. Die Welle 18 ist mit einem
Schneckengewinde 20 ausgerüstet, das mit dem Schneckenrad 21 auf einer horizontal gelagerten '
Achse 22 in Eingriff steht. Die Welle 22 ist axial verschiebbar gelagert. Sie legt sich mit
einem Ende gegen eine unter dem Einfluß einer Feder 24 in der Ruhelage gehaltenen Stange 23,
die mit dem Anschlagstück 14 der Ventilspindel 13 in Berührung steht. Neben dem
Schneckenrad ist auf der Welle 22 eine Scheibe 26 mit einer Eindrehung 25 und axialem Vorsprung
27 angeordnet. In dem Messergehäuse ist außerdem ein Zahnrad 29 drehbeweglich und
axial verschiebbar gelagert, durch dessen zen-
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trale Bohrung die Welle 22 hindurchgeführt ist. An der dem Vorsprung 27 gegenüberliegenden
Stirnseite besitzt das Zahnrad 29 eine entsprechende Aussparung 28, in welche der Vorsprung
27 hineinpaßt. Die Welle 22 ist durch die Messergehäusewandung hindurchgeführt und
trägt auf ihrem äußeren Ende einen Druckknopf 30 sowie einen Zeiger 31, der über einer
am Messergehäuse angebrachten Skala 32 spielt.
Mit der Eindrehung 25 in der Scheibe 26 steht eine Sperrvorrichtung in Verbindung, die im
wesentlichen aus einem Winkelarm 33 besteht, der federnd in die Eindrehung 25 der Scheibe 26
eingreift und mit einem Vorsprung 34 mit einer parallel zu der Welle 22 verlaufenden Welle 35
zusammenarbeitet. Die Welle 35 besitzt einen Längsschlitz 36, welcher hinsichtlich seiner Breite
und Lage mit einem zum Einwurf einer Münze bestimmten Schlitz 37 im Messergehäüse übereinstimmt.
Die Welle 35 wird durch eine Schraubenfeder 38 in der Weise beeinflußt, daß sie die Welle 35 entgegen der Uhrzeigerdrehrichtung
zu drehen sucht. Außerhalb des Messergehäuses trägt die Welle 35 einen Knopf 39, um sie von Hand bedienen zu können.
Unterhalb der Welle 35 befindet sich ein Münzsammelbehälter 40.
Die Wirkungsweise des neuen Selbstkassierers ist folgende:
Normalerweise befinden sich die Kupplungsteile 27 und 28 zwischen Scheibe 26 bzw. Welle
22 einerseits und Zahnrad 29 andererseits im Eingriff, wobei die Welle 22 am weitesten aus
dem Messergehäuse herausragt. In dieser Stellung wird die Welle 22 durch den in die
Eindrehung 25 eingreifenden Winkelhebel 33 festgehalten. Die Stange 23 wird hierbei unter
dem Einfluß der Feder 24 in ihrer Ruhelage gehalten, in welcher die Spindel 13 des Hilfsventils
9 die senkrechte Lage einnimmt, wobei das Ventil 9 den Durchlaßkanal 10 des Hauptventils
5 abschließt. Zu beiden Seiten der Membran 6 herrscht mit Rücksicht auf den Verbindungskanal 12 im Hauptventil 5 der
gleiche Wasserdruck, während in dem nach dem Messer 1 führenden Verbindungsrohr 4
keine Flüssigkeit ist. Das Hauptventil 5 wird unter dem Einfluß der geschilderten Druckverhältnisse
gegen den rohrähnlichen Ansatz 7 gedrückt, so daß keine Flüssigkeit zum Meßgerät
ι gelangen kann. Soll nun eine bestimmte Flüssigkeitsmenge durch den Messer 1 in irgendeine
Verbrauchsleitung geschickt werden, so wird die Welle 35 mit der Hand so weit gedreht,
bis der Durchlaßschlitz für die Münze mit dem Münzeneinwurf 37 in der Gehäusewandung
übereinstimmt, was durch das Einschnappen einer Raste 42 (Abb. 2) nach außen hin bemerkbar
gemacht wird. Danach wird die der gewünschten Flüssigkeitsmenge entsprechende Münze durch den Schlitz 37 in den Schlitz 36
der Welle 35 eingeführt. Die Münze nimmt hierbei eine Lage ein, in welcher sie zu beiden
Seiten der Welle 35 aus dieser herausragt. Bei der Drehung der Welle 35 wird die Feder 38
gespannt. Die eingesteckte Münze wirkt mit ihrem vorspringenden Teil auf den Vorsprung 34
des Winkelhebels 33 ein und bewegt diesen aus der Rille 25 der Scheibe 26 heraus. Dadurch
wird die Scheibe 26 und die damit verbundene Welle 22 entsperrt. Die Welle 22 kann nunmehr
durch Drücken auf den Knopf 30 auf die Stange 23 zu bewegt werden, die sich bei ihrer axialen Verschiebung entgegen dem Druck
der Feder 24 gegen den Anschlag 14 der Ventilspindel 13 legt und das Hilfsventil 9 öffnet.
Dabei wird gleichzeitig der Eingriff zwischen den Kupplungsgliedern 27 und 28 aufgehoben.
Mit ihrem nach oben aus der Welle 35 vorspringenden Teil greift die Münze in eine Zahnlücke
des Zahnrades 29 ein und bewegt unter dem Einfluß der durch die Feder 38 bewirkten
Drehung der Welle 35 das Zahnrad um eine Zahnteilung weiter, um im Anschluß hieran
in den Sammelbehälter 40 zu fallen. Das Zahnrad 29 wird in dieser Stellung durch eine
Sperrklinke 43 gehalten. Durch die Drehung des Zahnrades 29 sind die Kupplungsteile 27, 28
so zueinander verstellt worden, so daß sie nicht mehr miteinander im Eingriff stehen, go
Der Vorsprung 27 legt sich also nach Loslassen des Knopfes 30 gegen die Stirnseite des
Zahnrades 29 und hält die Welle 22 sowie die Stange 23 in ihrer das Ventil 9 öffnenden Stellung
fest. Im Anschluß hieran können noch mehrere Münzen in der beschriebenen Weise in den Schlitz 37 eingeführt werden. Die Zahl
der Münzen darf jedoch die Zahl der Zähne des Zahnrades 29 nicht überschreiten.
Durch die Öffnung des Ventils 9 erfolgt in dem Raum 11 oberhalb der Membran 6 eine
Druckabnahme, da durch den verhältnismäßig engen Kanal 12 nicht mehr so viel Flüssigkeit
in die Kammer einströmen kann, als durch den Kanal 10 nach dem Messer 1 hin abfließt.
Infolge des jetzt auf der unteren Seite der Membran 6 entstehenden Überdruckes wird
diese zusammen mit dem daran sitzenden Hauptventil 5 nach oben bewegt. Das Ventil 5
entfernt sich von seinem Sitz auf dem rohrförmigen Ansatz 7 und läßt die Flüssigkeit
jetzt direkt aus der Vorkammer 8 in die Verbindungsleitung 4 strömen. Das Meßorgan
des Volumenmessers 1 wird durch die diesen durchströmende Flüssigkeit in Umdrehung versetzt
und überträgt die Bewegung über das Räderwerk 15, die Kupplung 16, Welle 17,Welle
18 mit Schnecke 20 auf das Zeigerwerk 19 und gleichzeitig über die Schnecke 20, Schneckenrad
21, Scheibe 26 auf die nach links verschobene Welle 22. Nachdem die der Münze
entsprechende Flüssigkeitsmenge den Volumen-
messer ι passiert hat, gelangt der Vorsprung 27 der Scheibe 26 wieder in den Bereich der Vertiefung
28 des Zahnrades 29, so daß er unter dem Einfluß der Feder 24, welche über die Stange 23 und die Welle 22 einen axialen Druck
auf die Scheibe 26 ausübt, wieder in die Aussparung 28 einfällt. Dadurch gelangt die Wrelle
22, die Stange 23 und die Scheibe 26 wieder in ihre Ursprungslage zurück, in welcher der
Winkelhebel 33 in die Eindrehung 25 der Scheibe 26 einfällt und die Welle 22 bis zum Einwerfen
einer weiteren Münze gesperrt hält. Bei der Rückbewegung der Stange 23 in ihre Ruhestellung
hört die Beeinflussung der Ventilspindel 13 durch die Stange 23 auf. Die Spindel
13 kann sich also wieder unter dem Einfluß ihres Schwergewichts in die senkrechte Lage
einstellen, in welcher das Hilfsventil 9 den Durchlaßkanal 10 im Hauptventil 5 abschließt.
Es kann nunmehr wieder Flüssigkeit durch den Kanal 12 in den Raum n oberhalb der Membran
6 strömen. Sobald zwischen den Räumen 11 und 8 Druckgleichheit hergestellt ist, legt
sich das Hauptventil 5 wieder auf den rohrförmigen Ansatz 7 und unterbindet die Flüssigkeitszufuhr
nach dem Verbindungsrohr 4 vor dem Messer 1. Beim kurz hintereinanderfolgenden
Einwurf mehrerer Münzen kann durch Beobachtung der Stellung des Zeigers 31
über der Skala 32 leicht festgestellt werden, wieviel von der gewünschten Flüssigkeitsmenge
den Meßapparat bereits passiert hat. Man kann also vor der Einstellung des Zeigers 31
auf die mit Null bezeichnete Marke der Skala 32 rechtzeitig eine neue Münze einwerfen und dadurch
verhindern, daß die Zufuhr der gewünschten Flüssigkeitsmenge vorübergehend unterbrochen wird. Das Zeigerwerk 19 bietet
eine Kontrolle für die den Messer 1 durchströmende Gesamtflüssigkeitsmenge.
Claims (6)
- Patentansprüche:i. Selbstkassierer zur Abgabe von unter Druck stehenden Flüssigkeiten mit Ventilanordnung, der die Verabfolgung einer bestimmten Flüssigkeitsmenge ermöglicht, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventilanordnung aus einem nach Einwurf der Münze von Hand zu beeinflussendem Hilfsventil (9) und einem von diesem sowie dem Flüssigkeitsdruck abhängigen Hauptventil (5) besteht.
- 2. Selbstkassierer zur Abgabe von Flüssigkeiten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Hauptventil ein Membranventil (5) mit Verbindungskanal (12) zwischen den Räumen (8 und 11) zu beiden Seiten der Membran (6) und als Hilfsventil für eine Durchlaß öffnung (10) im Hauptventil (5) ein tellerartiges, mit Spindel (13) ausgerüstetes Ventil (9) vorgesehen sind.
- 3. Selbstkassierer zur Abgabe von Flüssigkeiten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für die Hilfsventilspindel (13) Steuerorgane (23, 22, 26) und für diese eine durch Münzeneinwurf auslösbare Sperrvorrichtung (33, 34) vorgesehen sind.
- 4. Selbstkassierer zur Abgabe von Flüssigkeiten nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerorgane (23, 22, 26) durch eine Feder (24) in der Ruhelage gehalten werden.
- 5. Selbstkassierer zur Abgabe von Flüssigkeiten nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein Steuerorgan (26) und ein ihm gegenüberstehendes Zahnrad (29) mit zusammenwirkenden Sperr- und Kupplungsgliedern (27, 28) versehen sind.
- 6. Selbstkassierer zur Abgabe von Flüssigkeiten nach Anspruch 5, dadurch gekenn- zeichnet, daß die Steuerglieder (22, 26) von dem umlaufenden Meßorgan des Messers (1) derart angetrieben werden, daß sie nach Verabfolgung der den eingeworfenen Münzen entsprechenden Flüssigkeitsmenge in bekannter Weise in die Ruhelage zurückgeführt werden, in der sie das Hilfsventil (9) zur Schließung freigeben.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| SE537260X | 1928-12-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE537260C true DE537260C (de) | 1931-10-31 |
Family
ID=20311515
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF68193D Expired DE537260C (de) | 1928-12-28 | 1929-04-11 | Selbstkassierer zur Abgabe von unter Druck stehenden Fluessigkeiten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE537260C (de) |
-
1929
- 1929-04-11 DE DEF68193D patent/DE537260C/de not_active Expired
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