DE537408C - Antrieb fuer Luftschiffe - Google Patents

Antrieb fuer Luftschiffe

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DE537408C
DE537408C DESCH91824D DESC091824D DE537408C DE 537408 C DE537408 C DE 537408C DE SCH91824 D DESCH91824 D DE SCH91824D DE SC091824 D DESC091824 D DE SC091824D DE 537408 C DE537408 C DE 537408C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64BLIGHTER-THAN AIR AIRCRAFT
    • B64B1/00Lighter-than-air aircraft

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Structures Of Non-Positive Displacement Pumps (AREA)

Description

  • Antrieb für Luftschiffe Bekanntlich erzeugt die Bewegung eines Körpers in einem Medium, wie Wasser oder Luft, infolge der Reibung Wirbel, deren fortschreitende Bewegung in ihrer Gesamtheit mit der Fahrtrichtung zusammenfällt. Die in der Zone aller dieser Wirbel aufgespeicherte Energie nennt man Reibungsarbeit. Theoretisch könnte ein dein Körper nächstliegender Teil dieser Zone bei genügender Reibung und ausreichender..Länge des Körpers eine Geschwindigkeit gleich der des Körpers annehmen. Praktisch erfolgt dies aus mancherlei Gründen nicht, so daß diese Zone an einem gewissen Querschnitt des Körpers keine Geschwindigkeitszunahme mehr erreicht. Dieser Ort ist eine Funktion der Form und Art der Oberfläche des Körpers, seiner Geschwindigkeit und der Art des Mediums, in dem er sich bewegt. Er ändert sich ferner mit der Stellung des Körpers zu seiner Bewegungsrichtung. In bezug auf den bewegten Körper nennt man diese Strömung Nachstrom, in bezug auf den Propeller Vorstrom. Im allgemeinen kann man vom Propeller sagen, daß sein Nutzeffekt um so größer ist, je größer der Vorstrom ist, in dem er arbeitet. Aber oft wird nur ein Teil derjenigen Energiemenge durch den Propeller wiedergewonnen, die zur Erzeugung dieses Vorstromes aufgewendet werden mußte. Die Erkenntnis dieser Strömungserscheinung hat zu allerhand Propellerhinterschiffs- und Ruderformen und zu den verschiedenartigsten Anordnungen von Leit- und Stabilisierungsflächen geführt.
  • So wurden bereits ringförmig um das Heck hinter dem Leitwerk angeordnete Propeller mit ihren Flächen senkrecht zur Schiffslängsachse vorgeschlagen. Eine solche Anordnung, bei der nicht auf die Wirkung des Nachstroms Rücksicht genommen war, hat aber den Nachteil, .daß die Flächen des Propellers nicht senkrecht zur Richtung des Nachstroms des Schiffs liegen und die Propeller, besonders bei schneller Fahrt, in die Wirbelzone geraten. Es kommt hinzu, daß der Nachstrom am Heck durch die Wirkung der Ruder gestört wird.
  • Bei der vorliegenden Erfindung wird nun eine rationelle Ausnutzung des Nachstromes und damit eine Verbesserung des Vortriebswirkungsgrades dadurch erzielt, daß eine Anzahl Propeller so am Schiffsrumpf verteilt ist, daß diese an der geeignetsten Stelle und unter den günstigsten Verhältnissen im Nachstrom arbeiten. Mit Rücksicht auf die Größe und Eigenschaften des Nachstromes, den Durchmesser der Propeller und die Verteilung der Gewichte auf den Schiffsrumpf wird dies am besten dadurch erreicht, daß am hinteren Teil des Luftschiffes in einem passenden Abstand vor dem Leitwerk über den ganzen oder den größten Teil des Schiffsumfanges Propeller angeordnet werden; deren Abstand voneinander und von dem Schiffsrumpf so klein wie möglich gemacht wird. Der Durchinesser der Propeller bestimmt sich dabei wesentlich nach der Dicke des an der betreffenden Stelle zu erwartenden Nachstromes. Die Anordnung von Propellern vor den Leitflächen und Rudern bietet, wie die Praxis ergeben hat, .den weiteren Vorteil, daß die Steuerfähigkeit des Schiffs wesentlich verbessert wird.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung veranschaulichen Abb. i und a. In Abb. i ist das Heck eines Luftschiffes mit dem Leitwerk dargestellt, während Abb. z den Querschnitt des Hecks nach der Linie A-A wiedergibt. Die Zone des Nachstromes ist in Abb. i durch die Stromlinien a, a angedeutet, welche das Schift im Querschnitt A-A ringförmig mit der Dicke B umgeben. In Abb. z ist dieser ringförmige Bereich nach außen durch die Kreislinie d abgegrenzt. Hinter dem Schiff geht der ringförmige Querschnitt in einen vollen Kreis vom Druchmesser E über. Im Querschnitt A-A ist nun außen am Schiffsrumpf eine Anzahl Propeller p gelagert, die zweckmäßig so bemessen sind, daß sie einen größeren, gegebenenfalls den größten Teil der Ringfläche des Nachstromes bedecken. Der Antrieb der Propeller kann dabei in beliebiger Weise erfolgen. In Abb. a sind beispielsweise, und zwar im Schiffsinneren, im unteren Teil des Schiffsquerschnittes A-A zwei Motore na, m angeordnet, die je eine Welle w antreiben, die vermittels der Gelenke g im Schiffsinneren längs des Umfanges bis an den First weitergeführt sind. Zwischen je zwei Gelenken g, g ist ein Kegelradantrieb k angeordnet, der zu je einem Propeller p führt. Da die Einzelleistungen der Propeller infolge ihrer Zahl verhältnismäßig klein sind, so bietet eine derartige Kegelradübertragung keine nennenswerten Schwierigkeiten. Ferner können die Wellen zu mit den Gelenken g und den Kegelradantridben k in einem festen, begehbaren. fachwerkartigen Gerippering sicher gelagert werden. Man könnte aber auch die Motore außen in einer Gondel anordnen, mit kardanisch gelagertem, verschiebbarem Gestänge und Kegelrädern bis in die Mitte 0 des Ringes gehen und von hienaxiit gleich langen Gestängen und Kegelrädern auf die Propeller wirken. Schließlich könnte man jeden Propeller wie beim Flugzeug mit einem Motor versehen oder den Antrieb von einer Kraftzentrale elektrisch machen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Antrieb für Luftschiffe mit ringförmig um das Heck angeordneten Propellern, dadurch gekennzeichnet, daß die Propeller im.-,vesentlichen im Ringraum des Nachstromes, aber vor dem Leitwerk angebracht sind, so daß sie nicht mehr in die Wirbelschleppe hineinreichen. a. Antrieb nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Propellerkreise zusammen den größeren Teil der Ringfläche des i\Tachstromes bedecken. 3. Antrieb nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Propeller in einem Abstand vom Leitwerk kleiner als dessen Tiefe angeordnet sind.
DESCH91824D 1929-10-13 1929-10-13 Antrieb fuer Luftschiffe Expired DE537408C (de)

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