DE537601C - Vom Verbrauchsdruck gesteuerter Membrangasdruckregler - Google Patents
Vom Verbrauchsdruck gesteuerter MembrangasdruckreglerInfo
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- G05D—SYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
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- G05D16/06—Control of fluid pressure without auxiliary power the sensing element being a flexible membrane, yielding to pressure, e.g. diaphragm, bellows, capsule
- G05D16/063—Control of fluid pressure without auxiliary power the sensing element being a flexible membrane, yielding to pressure, e.g. diaphragm, bellows, capsule the sensing element being a membrane
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- G05D16/0655—Control of fluid pressure without auxiliary power the sensing element being a flexible membrane, yielding to pressure, e.g. diaphragm, bellows, capsule the sensing element being a membrane the membrane acting directly on the obturator using one spring-loaded membrane
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Description
in Dessau
Die Erfindung betrifft einen vom Verbrauchsdruck gesteuerten Membrangasdruckregler.
Bei den bekannten Reglern dieser Art zeigt sich zunächst der Übelstand, das insbesondere
bei geringer Gasentnahme oder bei einer großen Druckdifferenz zwischen Hoch- und Niederdruckraum das Regelventil nur
wenig geöffnet ist und dann flattert, so daß eine unregelmäßige Gaslieferung entsteht.
ίο Andererseits haben die bisher bekannten
Membrangasdruckregter den Nachteil, daß bei hohen Vordrücken das Regelventil ganz
abschließt und die Gasflammen erlöschen.
Gemäß der vorliegenden Erfindung sollen
ig daher die erwähnten übelstände dadurch beseitigt werden, daß zwischen der zu regelnden
Gasdurchtrittsöffnung und dem regelnden Teil des Druckregelventils ein Ringspalt vorgesehen
ist, der bei Schließstellung des Ventils bei steigendem Vordruck noch freibleibt.
Durch diese Anordnung wird mit einfachen Mitteln erreicht, daß das Regejorgan des
Ventils nicht, wie bei den bisher bekannten Druckreglern der in Frage stehenden Art die
a5 Gasdurchtrittsöffnung bei Überschreiten eines
bestimmten Vordruckes völlig abschließt, sondern frei innerhalb des Ringspaltes liegt, so
daß ein Flattern des Ventils nicht 'aehr zu befürchten ist und auch bei höheren Vordrücken
eine störungsfreie Reglung stattfindet.
Es ist bei vom Hinterdruck gesteuerten Membrangasdruckreglern, bei denen beim
Aussetzen des Gasdruckes ein oder mehrere Ventilteller in Schließstellung übergehen, bereits
bekannt, in der hohlen Ventilstange oder im Ventilteller Löcher vorzusehen, die beim
Wiedereinsetzen des Gasdruckes etwas Gas in die Verbrauchsleitung strömen lassen, damit
die Membran wieder unter Gasdruck kommt und das Regelventil in Betrieb setzt. Im Gegensatz zu diesen bekannten Reglern ist
bei dem Erfindungsgegenstand die Anordnung so getroffen, daß in der Schließstellung des
Ventils bei steigendem Vordruck noch ein Ringspalt zwischen der zu regelnden Gas-.
durchtrittsöffnung und dem regelnden Teil des Ventils freibleibt, wodurch die obenerwähnten
Vorteile erzielt werden.
Um den Hub des Ventilkörpers nach oben zu begrenzen, wird zweckmäßig ein verstellbarer
Anschlag mit Feder vorgesehen. Der Ventilkörper oder die Öffnung oder beide Teile erhalten eine besondere Form, und zwar
wird vorzugsweise der Ventilkörper in Form eines Rotationskörpers mit etwa parabelförmigem
Querschnitt ausgeführt. Die Kraft, welche das Ventil steuert, setzt sich ja zusammen
einerseits aus dem geregelten Druck, multipliziert mit der Membränfläche und dem
Druckunterschied von geregeltem Druck und Vordruck auf den wirksamen Querschnitt des
Ventilkörpers, der etwa in der Eintrittsebene der Öffnung liegt, andererseits aus der Membranbelastung,
die durch eine Feder oder ein Gewicht ausgeübt werden kann. Der Druck S auf die Membranfläche bleibt bei demselben
geregelten Druck immer konstant, während sich der Druck auf den wirksamen Ventilquerschnitt
je nach der Größe des Druckunterschiedes von geregeltem Druck und Vordruck ίο ändert. Erhöht sich beispielsweise der Vordruck,
so wird der Druck auf die eben genannte Fläche größer. Das System, Membran und Ventil, wird jetzt also so lange gehoben,
bis durch die entgegenwirkende Membranbelastung, die zunehmen muß, Gleichgewicht
eingetreten ist. Beim Heben des Ventilkörpers wird außerdem die wirksame Fläche des Ventilkörpers vergrößert und hierdurch
eine weitere Kraftzunahme bewirkt. Ist jetzt ao wieder Gleichgewicht eingetreten, so soll der
freie Durchgangsquerschnitt zwischen Ventilkörper und Sitz so weit verengt sein, daß der
geregelte Gasdruck und damit die Gasmenge auf der Niederdruckseite nicht geändert
worden ist. Ist also eine von den drei Größen: Ventilkörper, Ventilhub, Membranbelastung,
festgelegt, so sind durch den eben gekennzeichneten Regelvorgang auch die anderen beiden bestimmt. Ist beispielsweise
die Membranbelastung durch die Charakteristik einer Feder angenommen, so ist, da der
Hub durch die Charakteristik bereits festliegt, auch die Ventilform festgelegt. Ist umgekehrt
die Form des Ventilkörpers angenommen, so ist, da der Hub auch wieder festliegt,
die Veränderlichkeit der Membranbelastung bestimmt.
Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung, und zwar
ist
Fig. ι ein Schnitt durch den Gasdruckregler bei annähernd voll geöffnetem Ventil
und
Fig. 2 ein Teilschnitt bei Schließstellung des Ventils.
Bei der dargestellten Ausführungsform ist α das Ventilgehäuse, welches einen Stutzen &
zur Zuleitung des Hochdruckgases und einen Stutzen c zur Ableitung des Niederdruckgases
aufweist. Die beiden Stutzen sind durch eine Ventilöffnung d miteinander verbunden, in
welcher sich ein Ventilkörper e bewegen kann. Der Durchmesser der öffnung d ist
größer als der größte Durchmesser des Ventilkörpers b, so daß bei jeder Stellung des
Ventilkörpers ein Ringspalt zwischen diesem und der öffnung d freibleibt. Der Ventilkörper
ist an einer Platte/ aufgehängt, die vorzugsweise mit Hilfe einer Gegenplatte g
an einer Membran h befestigt ist. Von oben wirkt gegen die Membran h eine Feder i, die
vorzugsweise durch eine einen Anschlag tragende Stellschraube k eingestellt werden
kann. Außerdem ist die Membran h und die Feder/ von einem Deckel, der entlüftet ist,
abgeschlossen.
Die Wirkungsweise des Gasdruckreglers ist demnach folgende:
Das Gas strömt durch den Stutzen b zu und muß durch die öffnung d hindurch. Es
wird dadurch der Druck herabgedrosselt und in dem mit dem Stutzen c verbundenen Raum
der gewünschte gedrosselte Druck hergestellt. Dieser Druck wirkt auf die Membran h und
stellt das Ventil e entsprechend ein.
Es soll nun darauf geachtet werden, daß nach Möglichkeit der Druck in dem Niederdruckraum
konstant bleibt. Wird der Druck in dem Stutzen h größer, so wird der Ventilkörper
e angehoben werden, und zwar geschieht dies dadurch, daß von unten auf demj
enigen Querschnitt des Körpers e, der in der Mitte der Bohrung d liegt, also durch die in
der Zeichnung angedeutete strichpunktierte Linie c herausgeschnitten wird, der Druck im
Raum b, dagegen von oben nur der geringere Druck des Niederdruckraumes wirkt. Zu
diesen Drücken kommt noch von unten der im Niederdruck herrschende Druck, multipliziert
mit der Mernbranfiäche, von oben dagegen der Druck der Feder i. Der Druck der
Feder i steigt proportional dem Betrage, um den sie zusammengedrückt wird. Richtet man
demnach die Form des Ventilkörpers e im senkrechten Querschnitt so ein, daß bei jeder
Stellung des Ventilkörpers der Druckunterschied von geregeltem Druck und Vordruck
auf den wirksamen Querschnitt des Ventilkörpers zusammen mit der konstant bleibenden
Kraft, die durch den Niederdruck gegen die Membran ausgeübt wird, der entsprechenden
Spannung der Feder gleich ist, so ergibt sich ein stets gleichbleibender Druck im
Niederdruckraum. Es finden also im Niederdruckraum überhaupt keine Druckänderungen
statt, und die Einstellung des Ventils wird nicht durch die Wirkung des Niederdruckes
gegen die Membran, sondern durch die Wirkung des Hochdruckes gegen das Ventil hervorgebracht.
Die Form des Ventils wird demnach je nach der Charakteristik der Feder i oder je
nachdem, ob man eine oder mehrere Federn oder mehrere Gewichte nimmt, die der Reihe
nach in Tätigkeit treten, eine verschiedene sein und kann in jedem Falle durch Rechnung
leicht ermittelt werden. Bei dem einfachsten Fall, nämlich der Verwendung einer einfachen Feder, wird die Form des Ventilkörpers
im senkrechten Querschnitt etwa die einer Parabel.
Auf alle Fälle muß der Ventilkörper e so
Auf alle Fälle muß der Ventilkörper e so
ausgebildet sein, daß er frei durch die öffnung d hindurchschwingt, und sein größter
Durchmesser muß um so viel geringer sein als der Durchmesser der öffnung d, daß auch
bei Schließstellung des Ventils die kleinste zu regelnde Gasmenge noch durch den Ringspalt
hindurchgelassen wird.
Claims (4)
1. Vom Verbrauchsdruck gesteuerter Membrangas druckregler, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen der zu regelnden GasdurchtrittsÖffnung und dem regelnden
Teil des Druckregelventils ein Ringspalt vorgesehen ist, der bei Schließstellung des
Ventils bei steigendem Vordruck noch freibleibt.
2. Membrangasdruckregler nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein ao
verstellbarer Anschlag mit Feder den Ventilhub nach oben begrenzt.
3. Membrangasdruckregler nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der größte Querschnitt des Ventilkörpers gegenüber dem Querschnitt der GasdurchtrittsÖffnung so bemessen ist, daß
bei Schließstellung des Ventils die kleinste noch zu regelnde Gasmenge durch den
Ringspalt hindurchtritt.
4. Membrangasdruckregler nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der
Ventilkörper derart kurvenförmig, z. B. in Form einer Parabel, gestaltet ist, daß die
Membranbelastung sich um den gleichen Betrag mit dem Ventilhub ändert; um den sich die auf den Ventilkörper einwirkende
Kraft ändert.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE537601T | 1930-03-19 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE537601C true DE537601C (de) | 1931-11-05 |
Family
ID=6557792
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930537601D Expired DE537601C (de) | 1930-03-19 | 1930-03-19 | Vom Verbrauchsdruck gesteuerter Membrangasdruckregler |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE537601C (de) |
-
1930
- 1930-03-19 DE DE1930537601D patent/DE537601C/de not_active Expired
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