DE537688C - Stangenschraemmaschine mit Kapselwerkantrieb - Google Patents
Stangenschraemmaschine mit KapselwerkantriebInfo
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21C—MINING OR QUARRYING
- E21C31/00—Driving means incorporated in machines for slitting or completely freeing the mineral from the seam
- E21C31/02—Driving means incorporated in machines for slitting or completely freeing the mineral from the seam for cutting or breaking-down devices
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Description
Die Erfindung folgt dem Leitgedanken, die Abmessungen und das Gewicht einer Stangenschrämmaschine
durch eine gediegene Bauart _so zu verkleinern, daß ohne Inkaufnähme
einer unzulässigen Werkstoffbeanspruchung oder einer geringeren Leistungsfähigkeit
eine Maschine für die Verwendung im Strebbau entsteht, deren in dem als Schlitten
ausgebildeten Grundgestell drehbar gelagertes Oberteil bei normalem Stempelschlag innerhalb
des Feldes zwischen Kohlenstoß und der den Maschinenschlitten führenden Stempelreihe
aus der Mittelstellung mit in dem Kohlenstoß eingeschwenkter Schrämstange beiderseits um 900 unbehindert geschwenkt
werden kann. Dies wird dadurch erreicht, daß unter Verwendung eines an sich bekannten
Kapselwerkantriebes, durch Lagerung der Schrämstange in dem Zwickel zwischen den
beiden Läufern und Anordnung der Haspeltrommel parallel zu letzteren die Möglichkeit
geschaffen wird, Motor, Schräm-, Schwenk- und Vorschubmechanismus zu einem äußerst
gedrängten, einheitlichen schwenkbaren Ganzen zusammenzubauen. Hierbei ist auch von
Wichtigkeit, daß das Schwenken der Schrämstange einfach durch die Kupplung eines in
dem Grundgestell der Maschine lose drehbar gelagerten, mit dem Motorritzel in Eingriff
stehenden Zahnkranzes mit dem Maschinengehäuse erfolgen kann, wobei neben der willkürlichen
Ver- und Entriegelung des Zahnkranzes auch eine selbsttätige Ausrückung der Verriegelung durch das sich drehende
Schrämgehäuse in den Endlagen möglich ist.
Neben solchen Schrämmaschinen, bei denen z. B. das Gewicht und die Abmessungen auf
Kosten geringer Leistung und hoher Werkstoffbeanspruchung niedrig gehalten werden,
sind z. B. Schrämmaschinen bekannt geworden, bei denen der Motor und der Schrämmechanismus
auf einer verschwenkbaren Grundplatte, das Vor schub windwerk jedoch als Einheit für sich hiervon unabhängig gelagert
ist. Können hierdurch schon bei gleieher Leistung und Werkstoffbeanspruchung
die Abmessungen der Maschine nicht mehr so gering wie nach der Erfindung gehalten
werden, so wird dieses Verhältnis noch dadurch ungünstiger, daß hierbei zum Antrieb
ein Drehkolbenmotor dienen soll. Daran ändert auch die Lagerung der Schrämstange unmittelbar
neben diesem Motor nichts, auch dann nicht, wenn, wie dies anderweitig bekannt ist, der eine Motor durch zwei die
gleiche Leistung erbringende, nebeneinanderliegende Drehkolbenmotore ersetzt wird und
in dem Zwickel zwischen beiden die Schrämstange gelagert wird.
Es sind zwar auch schon Schrämmaschinen bekannt geworden, bei denen Motor-,
Schräm-, Schwenk- und Vorschubmechanismus auf einer schwenkbaren Grundplatte als
einheitliches Ganzes aufgebaut sind. Diese Ma-
schinen unterscheiden sich jedoch vom Enfindungsgegenstand
dadurch, daß sie infolge des ihnen zugedachten Verwendungszweckes für die Gewinnung der Kohle besonders im Pfeilerbau
ohne Rücksicht auf gedrängte Bauart durchgebildet sind und z. B. um ein Vielfaches
langer sind als der Erfindungsgegenstand. Diese Schrämmaschinen sind daher für die Verwendung im Strebbau nicht geeignet.
Bei neben dem Kohlenstoß verlagerten Maschinen dieser Art müßte · z. B. für ein Schwenken um 90°, der längeren Bauart entsprechend,
erst genügend Platz geschaffen werden, was meist nur durch eine Aussparung des Kohlenstoßes oder aber ein Fortnehmen
von das Hangende stützenden Stempeln möglich ist.
In den beiliegenden Zeichnungen ist in Abb. ι im senkrechten Schnitt, in Abb. 2 in
Ansicht auf das schematisch dargestellte Getriebe, in Abb. 3 im waagerechten Schnitt und
in Abb. 4 in zwei Längsschnitten eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes
dargestellt. Abb. 5 zeigt eine Grundrißanordnung, während Abb. 6 eine Einzelheit im teilweisen
Schnitt erkennen läßt.
Die beiden Pfeilradläufer 1 und 2 üblicher Ausführung geben ihre Leistung durch das
Ritzel 3 über Zahnrad 4, Ritzel 5, Zahnrad 6, Ritzel 7 an. das Zahnrad 8 ab, das auf der
Schrämstange 8' sitzt. Das Zahnrad 8 ist auf der Schrämstange verdrehbar und kann mittels
einer Kupplung mit dieser fest verbunden werden. Zum Antrieb der Haspel trommel 21
wird die Kraft vom Ritzel 7 abgenommen und über Zahnrad 9, Ritzel 10 auf das Zahnrad
11 übertragen. Dieses Zahnrad 11 ist fest
mit der Kurbelwelle 12 verbunden, durch die das Klinkengetriebe 13 betätigt wird. Das
Klinkenrad 14 ist mit dem Ritzel 15 verkeilt, das mit dem Zahnrad 16 in Eingriff steht.
Dieses versetzt wiederum mittels der Hohlwelle 17 das Ritzel 18 und Zahnrad 19 in
Drehung. Das Zahnrad 19 ist fest auf der Trommel welle 20 verkeilt, die in bekannter
Weise durch Doppelkegelkupplung die Seiltrommel 21 mitnimmt.
Der eben beschriebene Kraftweg stellt die Kraftübertragung beim Schrämen der Maschine
dar, wobei mittels des Klinkentriebwerks eine Regelung der Vorschubgeschwindigkeit
in weitesten Grenzen möglich ist. Zum Leerherunterfahren der Maschine ist ein Schnellvorschub vorgesehen, der die Seiltrommel
mit hoher Geschwindigkeit anzutreiben gestattet und so die Maschine mit einer vielfach erhöhten Geschwindigkeit bewegt.
Zu diesem Zweck wird das Zahnrad 11 mit dem Ritzel 18 mittels einer Kegelkupplung
durch die Schlagmutter 22 fest gekuppelt, so daß der Kraftweg unter Umgehung des Klinkentriebwerks
und der Zahnräder 15, 16 unmittelbar vom Zahnrad 11 auf das Ritzel 18
und 19 erfolgt.
Zwecks Auswechselns der Schrämwerkzeuge sowie zum Leerherunterfahren der Maschine
ist es notwendig, die Schrämstange um 900 zu ihrer Schrämstellung zu schwenken;
dies geschieht hier selbsttätig durch Ableitung von dem Motor aus. Das Schrämgehäuse
mit dem Antriebsmotor, Schrämwerkzeug und Haspelantrieb ruht auf einem besonderen
Untergestell 23, das gleichzeitig zur Seilführung und Abstützung der Maschine gegen
Kohlenstoß und Stempelre'ihe dient. Infolge
Kupplung zwischen dem Gehäuse und dem Untergestell 23 ist es möglich, das Schrämwerkzeug
in seiner Schrämlage festzuhalten; andererseits kann durch Lösen der Verbin-.
dung die Verdrehung der Schrämstange mit dem gesamten Getriebekasten ermöglicht werden.
Zu diesem Zweck ist im Tragrahmen 23 ein Ring 24 mit Innenverzahnung frei drehbar
gelagert; dieser trägt auf der Außenseite Keilnuten, in die der verschiebbare Riegel 25
eingreift, der durch Federdruck normalerweise in der Eingriffslage gehalten wird, der
aber mit Hilfe der Mutter 26 im Bedarfsfalle herausgezogen werden kann. Die Kraftableitung
zum Schwenken erfolgt vom Zahnrad 19 durch ein dauernd damit verbundenes
Kegelrad 29 über das Kegelrad 30, Ritzel 31 auf den Ring 24. Beim üblichen Längsschrämen
der Maschine ist der Riegel 25 herausgezogen, so daß der Ring 24 lose, entsprechend der Drehgeschwindigkeit des
Trommelzahnrades 19, mitläuft. Soll nun geschwenkt werden, so wird die Trommelkupplung
durch die Schlagmutter 32 gelöst und der Riegel 25 mit dem Ring 24 zum Eingriff gebracht, so daß dieser festgehalten
wird. Jetzt erfolgt je nach der Drehrichtung des Ritzels 31 ein Schwenken der Schrämstange
im Rechts- oder Linksdrehsinne. Es ist dabei vorgesehen, jeweilig dasAusschwenken
der Schrämstange vermittels des Schnellvorschubes erfolgen zu lassen, während ihr
Einschwenken über das Klinkentriebwerk entsprechend langsam vor sich geht.
Neben der willkürlichen Unterbrechung des Schwenkvorganges ist auch eine selbsttätige
vorgesehen, sobald die Schrämstange ihre Endlage erreicht hat, indem ein in dem schwenkbaren Gehäuse der Maschine angegossener
Nocken 27 mit seiner schrägen Fläche sich gegen den Stift 28 im Riegel 25 legt,'um ihn zwangsläufig auszurücken. Die
Maschine kann in unveränderter Form sowohl am rechts- als auch am linksliegenden
Kohlenstoß arbeiten. Es ist aber mitunter xwünscht, anStelle einer rechtsgängigen eine
linksgängige Stange zu verwenden, um
entweder ein überschnittiges oder unterschnittiges Arbeiten zu verbürgen. Zu diesem
Zweck ist das Rad 4 des Antriebsmechanismus derart symmetrisch zwischen den beiden
Läufern 1 und 2 gelagert, daß es sein Drehmoment auch von einem auf der Welle
des Läufers 2 angeordneten Ritzel 3 erhalten kann. Durch die umgekehrte Drehrichtung
des Rades 4 ändert sich nämlich die Drehrichtung der Schrämstange 8', während der durch
die Kurbel 12 betätigte Vorschub hierdurch nicht beeinflußt wird. Die in dem Schnellvorschub
zum Einziehen der Maschine ebenfalls umgekehrte Drehrichtung kann durch ein zwischengeschaltetes Stirnrad wieder aufgehoben
werden.
Claims (4)
- Patentansprüche:ao i. Stangenschrämmaschine mit Kapselwerkantrieb zum Schrämen im Streb durch Einschwenken der Schrämstange in den Stoß und folgendes Entlangfahren der Maschine am Strebstoß mit quergestellter Stange mittels Seilhaspels, dadurch gekennzeichnet, daß der Motor mit der parallel zu seinen Läufern angeordneten und unter Vermittlung einer Zwischenwelle (12) von ihm angetriebenen Haspel tr ommel (21) zu einem einheitlichen, auf dem als Schlitten ausgebildeten Grundrahmen schwenkbaren Ganzen in einem Rahmen von solcher Form und Größe des Grundprofils zusammengebaut ist, daß dieses schwenkbare Oberteil bei normalem Stempelschlag innerhalb des Feldes zwischen Kohlenstoß und der den Maschinenschlitten führenden Stempelreihe aus der Mittelstellung mit in den Kohlenstoß eingeschwenkter Schrämstange beiderseits um 90 ° unbehindert geschwenkt werden kann.
- 2. Schrämmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schrämstange (8') parallel zu den Achsen der Zahnradläufer (1, 2) in dem sich unterhalb dieser ergebenden dreieckigen Zwikkel angeordnet ist und über Stirnradpaarungen angetrieben wird, so daß sich für den eigentlichen Antrieb eine Grundform kleinster Abmessung und Gewichte ergibt.
- 3. Schrämmaschine nach Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch einen im Grundgestell (23) lose drehbaren Zahn-, kranz (24), in den das von dem Motor dauernd angetriebene Ritzel (31) eingreift, so daß beim Arbeiten der Schrämmaschine der Zahnkranz (24) lose mitläuft, während durch seine Kupplung mit dem Gehäuse (23) das Einschwenken der Schrämstange vermittelt wird.
- 4. Schrämmaschine nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß neben der willkürlichen Betätigung der Verriegelung des Zahnkranzes (24) auch eine selbsttätige Ausrückung der Verriegelung durch das sich drehende Schrämgehäuse in den Endlagen erfolgt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM97104D DE537688C (de) | 1926-11-24 | 1926-11-24 | Stangenschraemmaschine mit Kapselwerkantrieb |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DEM97104D DE537688C (de) | 1926-11-24 | 1926-11-24 | Stangenschraemmaschine mit Kapselwerkantrieb |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE537688C true DE537688C (de) | 1931-11-05 |
Family
ID=7323430
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM97104D Expired DE537688C (de) | 1926-11-24 | 1926-11-24 | Stangenschraemmaschine mit Kapselwerkantrieb |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE537688C (de) |
-
1926
- 1926-11-24 DE DEM97104D patent/DE537688C/de not_active Expired
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