DE537789C - Aus vier in Graetz-Schaltung angeordneten Gruppen hintereinandergeschalteter Einheiten bestehender Kupferoxydplattengleichrichter - Google Patents
Aus vier in Graetz-Schaltung angeordneten Gruppen hintereinandergeschalteter Einheiten bestehender KupferoxydplattengleichrichterInfo
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- DE537789C DE537789C DES89491D DES0089491D DE537789C DE 537789 C DE537789 C DE 537789C DE S89491 D DES89491 D DE S89491D DE S0089491 D DES0089491 D DE S0089491D DE 537789 C DE537789 C DE 537789C
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
6.N0VEMBER1931
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21 g GRUPPE
bestehender Kupferoxydplattengleichrichter
Kupferoxydplattengleichrichter, deren Zellen aus abwechselnden Schichten eines Me-
■ tails und einer festen Metallverbindung bestehen, werden häufig unter Hintereinanderschaltung
einer Mehrzahl solcher Zellen zum Gleichrichten von Wechselstrom höherer
Spannung verwendet, und es werden, um beide Halbwellen der Wechselstromspannungskurve
ausnutzen zu können, vier Gruppen
«o hintereinandergeschalteter Einheiten in der
bekannten Graetz-Schaltung miteinander vereinigt. Dabei werden in der Regel die Gleichrichtereinheiten
zu einer oder mehreren Säulen zusammengeschichtet und unter verhältnismäßig
starkem Druck gegeneinandergepreßt. In den unter Druck zusammengeschichteten Gleichrichterplatten entstehen beim
Betriebe des Gleichrichters Stromwärmeverluste, die Wärmeausdehnungen der Platten
und damit Drucksteigerungen zur Folge haben. Wird der Gleichrichter überlastet, so
können sich auf diese Weise örtliche Wärmestauungen bilden, die zum Durchschlag der
einzelnen Gleichrichterplatten und letzten Endes zum Kurzschluß einer ganzen Gleichrichtergruppe
führen können. Sind mehrere der in Graetz-Schaltung miteinander verbundenen Gruppen von Gleichrichtereinheiten zu
einer Säule vereinigt, so kann es vorkommen, daß alle an den Gleichstromverbraucher angeschlossenen
Gruppen und damit dieser selbst kurzgeschlossen werden.
Ist nun der Gleichstromverbraucher eine Sammlerbatterie oder ein anderes empfindliches
Gerät, das vor Kurzschluß bewahrt werden muß, so muß bei der Bildung der Gleichrichtersäulen mit besonderer Vorsicht
verfahren werden. Man kann z. B. nicht in der an sich bekannten Weise alle vier Gruppen
der Graetz-Schaltung zu einer einzigen Gleichrichtersäule vereinigen, da es sich in
diesem Falle nicht vermeiden läßt, daß beim Schadhaftwerden mehrerer Gruppen ein
Kurzschluß über den Gleichstromverbraucher zustande kommt.
Ebensowenig wäre es zweckmäßig, in ebenfalls an sich bekannter Weise die Gleichrichterplatten
auf zwei gleichachsige Säulen zu verteilen, zwischen denen zwecks Ausübung des Anpressungsdruckes eine mit Vorspannung
versehene Druckfeder angeordnet ist. Denn auch in diesem Falle könnte wegen
der mechanischen Abhängigkeit der beiden Säulen voneinander in allen Gleichrichtereinheiten
eine solche Drucksteigerung eintreten, daß bei starker Überlastung des Gleichrichters
ein Kurzschluß beider Säulen und damit eine Gefährdung des Gleichstromverbrauchers
nicht zu vermeiden wäre.
Verteilt man dagegen gemäß der Erfindung
'*] Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dipl.-Ing. Otto Irion in Erfurt.
die Gleichrichtergruppen der Graetz-Schaltung auf zwei in an sich bekannter Weise
gebildete mechanisch voneinander unabhängige Gleichrichtersäulen, deren jede aus zwei
Gruppen unter Druck zusammengeschichteter Gleichrichterplatten besteht, zwischen deren
Verbindungspunkten der Gleichstromverbraucher angeschlossen ist, so ist der vorerwähnte
Nachteil vollständig vermieden. ίο Tritt nämlich - jetzt in einer der" beiden Säulen
ein Kurzschluß innerhalb einer Gleichrichtergruppe auf, so kann sich dieser nur auf
die zu derselben Säule gehörige zweite Gleichrichtergruppe, nicht aber auf die Gleichrichtergruppen
der anderen Säule ausdehnen. Infolgedessen kann zwar die Wechselstro-mquelle,
beispielsweise die Sekundärwicklung eines den Gleichrichter speisenden Transformators,
kurzgeschlossen und dadurch der Gleichstromverbraucher zeitweise außer Betrieb gesetzt werden. Dagegen kann es nicht
vorkommen, daß der Kurzschlußstrom über den Gleichstromverbraucher fließt und diesen
beschädigt, oder daß die Gleichrichtereinheiten der vom Kurzschluß nicht betroffenen
Säule der doppelten Betriebsspannung wie vor dem Kurzschluß ausgesetzt sind, dadurch
überlastet werden und ebenfalls durchschlagen.
An Hand der Zeichnung soll das vorstehend Gesagte näher erläutert werden. An ein
Wechselstromnetz 1 ist über einen Ausschalter 13 die Primärwicklung 2 eines kurzschlußsicheren Transformators angeschlossen.
Die Klemmen der zugehörigen Sekundärwicklung 5 sind an zwei gegenüberliegende
Eckpunkte 4 und 5 eines aus vier Gleichrichtergruppen 6, 7, 8 und 9 zusammengesetzten
Vierecks angeschlossen, während die beiden anderen Eckpunkte 10 und n des Schaltungsvierecks
mit einer Sammlerbatterie 12 verbunden sind. Die vier Gruppen sind nun
in der Weise zu zwei Gleichrichtersäulen vereinigt, daß die im Punkte 10 zusammenstoßenden
Gleichrichtergruppen 6 und 7 die eine und die im Punkt 11 zusammenstoßenden
Gleichrichtergruppen 8 und 9 die andere Säule bilden. Die Einheiten jeder Gruppe
sind so angeordnet, daß sie in den jeweils zu einer Säule gehörigen Gruppen den Strom
in zueinander entgegengesetzten Richtungen durchlassen.
Tritt nun beispielsweise in einer Gleichrichtereinheit der Gruppe 6 ein Kurzschluß
auf, so kann sich dieser unter Umständen zwar auf alle Einheiten der Gruppe 6 und
gegebenenfalls auch der zu derselben Säule gehörenden Gruppe 7 fortpflanzen, so daß.
schließlich die Sekundärwicklung 3 des Transformators kurzgeschlossen ist und der Trans- So
formator spannungslos wird. Dasselbe kann sich auch ereignen, wenn etwa eine Einheit
der Gruppe 8 durchschlägt und nun nach und nach alle Einheiten der Gruppen 8 und 9, die
zusammen eine Gleichrichtersäule bilden, kurzgeschlossen werden. Dagegen kann es
nicht vorkommen, daß beispielsweise ein Kurzschluß der Gruppe 6 sich auf die Gruppe 9 oder ein Kurzschluß der Gruppe 7
sich auf die Gruppe 8 ausdehnt, da die Gruppen 9 bzw. 8 anderen Gleichrichtersäulen angehören
als die Gruppen 6 bzw. 7. Es ist also ausgeschlossen, daß die Sammlerbatterie 12
in einem Kurzschlußstromkreise liegt und daher der Gefahr der Zerstörung durch völlige
Entladung ausgesetzt ist, wie es z. B. der Fall sein würde, wenn die beiden Gleichrichtersäulen
durch Zusammenfügen der Gruppen 6 und 9 einerseits bzw. 7 und 8 andererseits gebildet
wären. In diesem Falle wären nämlich in jeder Säule die Gruppen so miteinander vereinigt, daß die Anschlüsse für den Gleichstromverbraucher
an den Enden der Gleichrichtersäulen liegen müßten, statt an den Verbindungspunkten
der Gruppen, die jeweils zu einer Säule gehören. Werden dagegen die Gleichrichtergruppen gemäß der Erfindung zu
Gleichrichtersäulen vereinigt, so kann es niemals vorkommen, daß der Gleichstromverbraucher,
im vorliegenden Falle also die Sammlerbatterie 12, an dem Kurzschluß beteiligt
ist und beschädigt wird.
Claims (1)
- Patentanspruch:Aus vier in Graetz-Schaltung angeordneten Gruppen hintereinandergeschalteter Einheiten bestehender Kupferoxydplattengleichrichter, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Vermeidung von Beschädigungen des Gleichrichters und damit der an diesen angeschlossenen Gleichstromverbraucher die Gleichrichtereinheiten auf zwei in an sich bekannter Weise gebildete mechanisch voneinander unabhängige Gleichrichtersäulen verteilt sind, deren jede aus zwei Gruppen unter Druck zusammengeschichteter Platten besteht, zwischen deren Verbindungspunkten der Gleichstromverbraucher angeschlossen ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES89491D DE537789C (de) | 1929-01-19 | 1929-01-19 | Aus vier in Graetz-Schaltung angeordneten Gruppen hintereinandergeschalteter Einheiten bestehender Kupferoxydplattengleichrichter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES89491D DE537789C (de) | 1929-01-19 | 1929-01-19 | Aus vier in Graetz-Schaltung angeordneten Gruppen hintereinandergeschalteter Einheiten bestehender Kupferoxydplattengleichrichter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE537789C true DE537789C (de) | 1931-11-06 |
Family
ID=7515150
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES89491D Expired DE537789C (de) | 1929-01-19 | 1929-01-19 | Aus vier in Graetz-Schaltung angeordneten Gruppen hintereinandergeschalteter Einheiten bestehender Kupferoxydplattengleichrichter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE537789C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE963708C (de) * | 1945-02-08 | 1957-05-09 | Aeg | Anordnung zur Ladung von Kleinsammlern aus einem Wechselstrom- oder Gleichstromnetz |
-
1929
- 1929-01-19 DE DES89491D patent/DE537789C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE963708C (de) * | 1945-02-08 | 1957-05-09 | Aeg | Anordnung zur Ladung von Kleinsammlern aus einem Wechselstrom- oder Gleichstromnetz |
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