DE537997C - Verfahren zum Spinnen von Kupferseide - Google Patents

Verfahren zum Spinnen von Kupferseide

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DE537997C
DE537997C DEI29143D DEI0029143D DE537997C DE 537997 C DE537997 C DE 537997C DE I29143 D DEI29143 D DE I29143D DE I0029143 D DEI0029143 D DE I0029143D DE 537997 C DE537997 C DE 537997C
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DE
Germany
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spinning
bicarbonates
salts
copper silk
hardness
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Expired
Application number
DEI29143D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Emil Hubert
Dr Hermann Schmidt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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Application granted granted Critical
Publication of DE537997C publication Critical patent/DE537997C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01FCHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
    • D01F2/00Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof
    • D01F2/02Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof from solutions of cellulose in acids, bases or salts
    • D01F2/04Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof from solutions of cellulose in acids, bases or salts from cuprammonium solutions

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Artificial Filaments (AREA)

Description

  • Verfahren zum Spinnen von Kupferseide Durch das Hauptpatent 516370 ist ein Verfahren zum Spinnen von Kupferseide geschützt. Es besteht darin, daß man das Spinnen von Kupferoxvdammoniakcelluloselösung in Fällbädern vornimmt, die freie Kohlensäure, aber keine anderen Gase gelöst enthalten.
  • Es wurde nun gefunden, daß man das Spinnen auch in gasfreien Fällungsmitteln vornehmen kann, die Erdalkalibicarbonate enthalten oder denen Alkalibicarbonate zugesetzt sind.
  • Es ist bekannt, daß in den meisten Roh-«-ässern neben anderen Salzen Bicarbonate enthalten sind. Dabei handelt es sich jedoch ausschließlich um Bicarbonate, die in Bindung zu den Erdalkalimetallen stehen. Diese sind nach den bisherigen Ansichten infolge ihrer sogenannten vorübergehenden oder Carbonathärte im Spinnprozeß sehr schädlich und müssen daher durch chemische Zu- oder Umsätze beseitigt werden. Darauf wird schon im Patent 322 1d11 hingewiesen, «-o es heißt, »daß es hauptsächlich der doppeltkohlensaure Kalk, also im wesentlichen die sogenannte temporäre Härte des Wassers ist, worauf die Ungleichmäßigkeit der Gespinste zurückgeführt werden muß.« Aber auch die dann verbleibende, durch die anderen Salze bedingte schädliche Kalkwirkung, die sogenannte bleibende Härte, gestattet kein einwandfreies Spinnen und muß daher, wie weiter in dem Patent beschrieben ist, durch den Zusatz löslicher organischer Verbindungen gemildert werden. Das heißt also, daß Rohwässer, die eine nennenswerte Gesamthärte enthalten, nicht ohne chemische. Vorbehandlung zum Fällen von Kupferspinnlösungen benutzt werden können. So wird auch in den Vorveröffentlichungen, bei denen Wasser als Koagulierungsbad erwähnt wird, dieser Tatsache Rechnung getragen, z. B. die in den Patenten 21o 28o und 303 04.7, «-o ausdrücklich von reinem Wasser die Rede ist.
  • Demgegenüber wurde die Beobachtung gemacht, daß der schädliche Einfluß des Kalkes und Magnesiums in dem Augenblick beseitigt ist, «-o diese Erdalkalibicarbonate in ihrer Wirkung nicht mehr durch andere Salze derselben oder verwandten Metalle gestört werden. Während sonst schon Härtegrade bis zu 2 oder 3° die äußerste Grenze der Spinnfähigkeit darstellen, gelingt es leicht, mit Härten von 4.,8 oder 1o°, d. h. einem Gehalt von etwa 12o bis 300 mg Calciumbicarbonat im Liter, einwandfreie Seide herzustellen, sobald eben diese Salze allein als Härtebildner im Wasser vorhanden sind.
  • Ferner ist vorgeschlagen, permutiertes Wasser zum Spinnen von Kunstseide zu verwenden; hierbei werden die im Wasser vorhandenen Erdalkalisalze in die entsprechenden Alkalisalze verwandelt. Aber selbst in den Fällen, in denen beim Permutieren durch die Anwesenheit vorübergehender Härte die Bildung von Natriumbicarbonat erfolgt, ist dasselbe infolge der Einwirkung der anderen noch vorhandenen Salze keineswegs ohne weiteres in der Lage, eine der freien Kohlensäure entsprechende Wirkung auszuüben, wie ja in dem obenerwähnten Patent 322 141 auch deutlich zum Ausdruck kommt. Weder gelingt es die Reißfestigkeit und Dehnung der so behandelten Seide beträchtlich zu erhöhen, noch die bei längerem Spinnen immer auftretenden Kupferabscheidungen an den Wänden des Spinntrichters weitgehend zu verhüten, so daß man also durch das Permutitverfahren keineswegs allgemein die durch das 1 atriumbicarbonät erzielten Erfolge erreichen kann.
  • Die in den natürlichen Rohwässern vorhandene vorübergehende Härte, die allein die Bildung von Alkalibicarbonaten hervorrufen kann, und die daraus erhaltene mögliche Menge an Bicarbonaten ist erklärlicherweise aii verhältnismäßig niedere Grenzen gebunden; so ist z. B. ein Gehalt von o,5 g Natriumbicarbonat im Liter entsprechend 15 ° vorübergehender Härte schon als äußerst hoch zu bezeichnen. Dabei ist aber noch zu berücksichtigen, daß die günstige Einwirkung des atriumbicarbonats in einer solchen auf natürlichem Wege erhaltenen optimalen Lösung, wie ebenfalls oben erwähnt, durch die Anwesenheit der stets vorhandenen anderen Salze mehr oder weniger stark im entgegengesetzten Sinne beeinflußt werden kann. Es war daher die Beobachtung sehr wichtig, daß die aus natürlichen Wässern erhaltenen Fallflüssigkeiten durch Zusatz von Alkalibicarbonaten in den angegebenen Wirkungen der festigkeitssteigernden und kupferlösenden Wirkungen noch eine Steigerung zu erfahren vermögen.
  • Gegenüber dein Verfahren des Hauptpatentes bietet das Spinnen mit Bicarbonaten den Vorteil, daß man auch bei höheren Temperaturen arbeiten kann. Beispiel t Eine Kul>feroxydammoniakcelluloselösung wird in einem Spinngefäß, z. B.- gemäß dem aus der Patentschrift 22o o5I bekannten Verfahren, mit Wasser gefällt, welches im Liter ungefähr 2 g Natriumcarbonat enthält. Die weitere Aufarbeitung des gefällten Fadens erfolgt dann nach den in der Technik bekannten Methoden. Beispiel e An Stelle des im Beispiel r genannten atriumbicarbonates nimmt man eine wäßrige Lösung von Calciumbicarbonat, dessen Gesamthärte 5 ° beträgt. Das Fällen und Weiterverarbeiten des Fadens erfolgt in üblicher Weise.

Claims (1)

  1. PATrNTANSPRUCH: Abänderung 'des durch Patent 516 370 geschützten Verfahrens zum Spinnen von Kupferseide, dadurch gekennzeichnet, daß man das Spinnen in gasfreien Fällungsmitteln vornimmt, die Alkalibicarbonate und Erdalkalibicarbonate und keine weiteren Salze enthalten.
DEI29143D 1926-06-11 1926-09-26 Verfahren zum Spinnen von Kupferseide Expired DE537997C (de)

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