DE538068C - Verfahren zur Verhuetung von Kesselstein - Google Patents

Verfahren zur Verhuetung von Kesselstein

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DE538068C
DE538068C DEL67666D DEL0067666D DE538068C DE 538068 C DE538068 C DE 538068C DE L67666 D DEL67666 D DE L67666D DE L0067666 D DEL0067666 D DE L0067666D DE 538068 C DE538068 C DE 538068C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F5/00Softening water; Preventing scale; Adding scale preventatives or scale removers to water, e.g. adding sequestering agents
    • C02F5/08Treatment of water with complexing chemicals or other solubilising agents for softening, scale prevention or scale removal, e.g. adding sequestering agents

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Description

Es ist bekannt, daß man sowohl mit Ruß allein als auch mit Soda allein gute Erfolge bei der Verhütung der Bildung von Kesselstein hat. Eine vollständige Verhütung ist jedoch mit genannten Zusätzen nicht möglich. Wendet man nur Ruß an,.so wird zwar bei reinen Carbonatwässern der Steinansatz vollkommen verhindert, nicht aber bei gipshaltigen Wässern, die zu Steinansatz führen.
Beim Arbeiten nur mit Soda bleiben die Teilchen nicht genügend in Schwebe, sie brennen fest, und es tritt hier· durch die Carbonate Steinbildung auf.
Es ist ferner bekannt, Kesselsteinbildung durch'Zusatz'von Ruß und Soda zu verhindern. Der Erfindungsgegenstand bildet eine besondere Ausführungsform dieses bekannten Verfahrens.
Es wurde gefunden, daß man die besten
ao Ergebnisse erzielt, wenn man dem Speisewasser zunächst eine größere Menge Ruß, Kohle oder Graphit in fein verteilter Form und eine der Gesamthärte des Wassers und der Kesselführung angepaßte Menge Alkali oder Alkalicarbonat auf einmal zusetzt, dann aber in regelmäßigen, täglichen Zusätzen die der sogenannten bleibenden Härte des Wassers entsprechende Menge Alkali oder Alkalicarbonat.
Das Wichtigste dieses in seinen Einzelheiten bekannten Kombinationsverfahrens ist, daß die beim Kochen gelöst bleibenden und mit zunehmender Konzentration der Lösung festbrennenden, von der bleibenden Härte des Wassers herrührenden Kesselsteinbildner vorher in unlösliche Carbonate verwandelt werden, da die Steinbildner nur in dieser Carbonatform restlos durch den Ruß in Schwebe bleiben. Nur so wird infolge der in regelmäßigen Zeitabschnitten erfolgenden Zu-Setzung der für die jeweilige Zusammensetzung des- Wassers berechneten Sodamenge sowohl eine jedwede Korrosion durch einen größeren Sodaüberschuß als auch ein jedweder Steinansatz durch die rechtzeitige Um-Wandlung der Gipshärte in Carbonathärte verhindert und so durch das lnschwebehalten der gesamten Carbonate durch den Ruß ohne jede Störung eine stets gleichbleibende und beste Wirkung erzielt. Auch können der fortlaufend zugesetzten Sodamenge kleinere Rußmengen beigemischt werden.
Man setzt z. B. einem neugefüllten Kessel mit etwa 20 cbm Wasserf üUung von etwa 15 ° Gesamthärte d und io° bleibender Härte d etwa 10 bis 20 kg Ruß und 30 kg calcinierte Soda in geeigneter Weise auf einmal zu. Ist der Kessel in Betrieb, so werden dann täglich dem Speisewasser auf I cbm verbrauchten Frischwassers etwa 200 g calcinierte Soda zugesetzt. Nach Verdampfung von etwa 2000 cbm wird der Kessel entleert und najch der Entfernung des Schlammes erneut beschickt.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Verhinderung von Kesselsteinbildung durch Zusatz von Ruß
    und Alkalien, dadurch gekennzeichnet, daß man dem Kesselspeisewasser anfangs in bekannter Weise eine größere Menge Ruß oder Kohle oder Graphit in. fein verteilter Form und eine der Gesamthärte des Wassers angepaßte Menge Alkali oder Alkalicarbonat zusetzt, dann aber in kürzeren, etwa täglichen Zeitabschnitten Alkalien oder deren Carbonate zur Umwandlung der beim Kochen gelöst bleibenden Calcium- und Magnesiumsalze zufügt.
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