DE539582C - Elektrostatischer Lautsprecher - Google Patents
Elektrostatischer LautsprecherInfo
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- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04R—LOUDSPEAKERS, MICROPHONES, GRAMOPHONE PICK-UPS OR LIKE ACOUSTIC ELECTROMECHANICAL TRANSDUCERS; ELECTRIC HEARING AIDS; PUBLIC ADDRESS SYSTEMS
- H04R19/00—Electrostatic transducers
- H04R19/02—Loudspeakers
-
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- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
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- Circuit For Audible Band Transducer (AREA)
- Elimination Of Static Electricity (AREA)
Description
Elektrostatische Schallgeräte bestehen bekanntlich aus einer leitfähigen Membran und
auf einer oder beiden Seiten der Membran in geringem Abstand angeordneten festen Platten.
Membran und feste Platten bilden die Belegungen eines Kondensators, dem variable
Spannungen zugeführt werden. Die zwischen den festen und schwingungsfähigen Kondensatorbelegungen
dabei auftretenden anziehenden und abstoßenden Kräfte versetzen die Membran im Rhythmus der Spannungsänderungen
in Schwingungen und bringen sie so zum Tönen. Zur Erzielung großer Lautstärke sind beträchtliche Spannungen in der Größen-Ordnung
von mehreren tausend Volt erforderlich, und daraus ergibt sich die Gefahr, daß die zwischen der Membran und den festen
Platten vorhandenen Isolierschichten durchschlagen werden.
Zur Sicherung gegen die Durchschlagsgefahr ist erfindungsgemäß parallel zu den
Luftzwischenräumen zwischen den Belegungen eine Funkenstrecke angeordnet, die so eingestellt
ist, daß die Überschlagsspannung zwisehen den Polen der Funkenstrecke unterhalb
der durch die Durchschlagsfestigkeit des Isoliermittels gegebenen Grenze liegt. Auftretende
Überspannungen können sich dabei zwischen den Elektroden der Funkenstrecke entladen,
ohne die Isolierung zu gefährden. Die Pole der Entladungsstrecke sind zweckmäßig an
den Enden abgeflacht, um eine Lichtbogenbildung zu verhindern. Die Funkenstrecke
kann auch innerhalb einer Gasatmosphäre angeordnet sein. Zweckmäßig wird die Entladungsstrecke
unmittelbar mit dem zu schützenden Schallgerät verbunden.
Die Erfindung ist in der Zeichnung in mehreren Ausführungsbeispielen veranschaulicht.
In der Abb. 1 ist α die Membran und b die
feste Belegung eines elektrostatischen Lautsprechers. Die Platte b ist mit einer Isolierschicht
c überzogen. Zur Erzeugung der zum Betrieb elektrostatischer Lautsprecher erforderlichen
Vorspannung dient der Kondensator d, der von der Spannungsquelle Ee aufgeladen
wird und dessen Belegungen einerseits mit der Membran α und anderseits mit
der festen Platte b verbunden sind. Die den zu übertragenden Schallschwingungen entsprechenden
Spannungsänderungen werden den Belägen des Lautsprechers über den Transformator e zugeführt. Parallel zur sekundären
Wicklung dieses Transformators bzw. zu dem Lautsprecher a-b liegt die Entladungsstrecke /
mit den Polen g1 und g2, deren Abstand veränderlich
ist. In Reihe mit der Entladungsstrecke liegt ein hochohmiger Widerstand w,
der verhindert, daß der Entladungsstrom zu stark wird und störende Geräusche im Laut-Sprecher
verursacht.
Die Wirkungsweise der Entladungsstrecke ist in Abb. 2 und 3 graphisch dargestellt. In
den Kurven sind die Spannungen E in Abhängigkeit von der Zeit t wiedergegeben. Der
statischen Vorspannung (Gleichspannung) Eg
ist die Wechselspannung Ew überlagert. Emax
ist die Höchstspannung, die der Durchschlagsfestigkeit des Dielektrikums zwischen α und b
entspricht. Entsprechend dieser Spannung ist der Elektrodenabstand der Funkenstrecke eingestellt,
und zwar so, daß die Überschlagsspannung unterhalb der Durchsehlagsspannung liegt. Die in Abb. 2 dargestellte Spannungskurve bleibt mit ihrem Scheitelwert unterhalb
der Überschlagsspannung, so daß die Entladungsstrecke nicht zur Wirkung gelangt.
Sobald aber, wie in Abb. 3 dargestellt, die Spannungsamplitude die durch die Länge der
Funkenstrecke bestimmte Grenze erreicht, findet zwischen den Elektroden g1, g2 ein Überschlag
statt, und die Spannung bricht zusammen, wobei sich auch der Kondensator el entlädt.
Der Grad des Absinkens der Spannung hängt ab vo;n der Geschwindigkeit, mit der sich
der Kondensator d wieder auflädt, sowie von der Größe des Entladungsstromes, der von dem
Widerstand w mitbestimmt wird. Durch passende Wahl dieser Größen kann erreicht werden,
daß bei Überspannung nicht bei jeder Spitze ein Überschlag stattfindet, sondern ingewissen
Zwischenräumen, nämlich immer erst dann, wenn sich der Kondensator d auf den Normalwert der Gleichspannung aufgeladen hat und
in Verbindung mit den ihm überlagerten Wechselspannungen den Überschlagswert überschreitet.
Die Kurve h läßt das allmähliche Ansteigen der Vorspannung erkennen. Auf diese Weise macht sich die Überspannung
akustisch bemerkbar, ohne ein anhaltendes Störgeräusch zu verursachen.
In Abb. 4 ist die Anordnung der Funkenstrecke bei einem elektrostatischen lautsprecher
mit zweiseitig erregter Membran dargestellt. Zu beiden Seiten der Membran a
sind die festen Elektroden b1 und b~ angeordnet.
Die Pole der Vorspannungsquelle Eg sind einerseits mit der Membran a, anderseits
mit dem Nullpunkt der sekundären Wicklung des Transformators e verbunden, so daß sich
die Spannung gleichmäßig auf die beiden Außenbelegungen b1, b2 verteilt. Die Wechselspannungen
werden durch den Transformator e auf die festen Elektroden b1 und b2 übertragen,
deren Ladungen sie im Rhythmus der Schall-Übertragungen stärken oder schwächen. Die
Entladungsstrecke/ liegt wieder parallel zur sekundären Wicklung des Transformators
bzw. zu dem durch die Außenbelegungen begrenzten Luftraum, in dem die Membran
schwingt. Beim Durchschlagen der Funkenstrecke/ wird bei dieser Anordnung lediglich
die Wechselspannung kurzgeschlossen, während die Gleichspannung unberührt bleibt.
In Abb. 5 ist eine etwas veränderte Schaltung der Entladungsstrecke in Verbindung mit
einem doppelseitig erregten Lautsprecher dargestellt, wobei die Außenbelegungen b1 und b2
gleichnamige Vorspannungspotentiale besitzen. In diesem Falle liegt aber die Entladungsstrecke zwischen der Membran und einer der
Außenbelegungen. Die statische Vorspannung wird einem Kondensator d entnommen, der
mittels einer Gleichrichteranordnung, bestehend aus einer Röhre/ und dem Transformator
k aus dem Wechselstromnetz, aufgeladen wird. Bei dieser Anordnung sinkt beim
Durchschlagen der Funkenstrecke mit der Wechselspannung auch die statische Vorspannung
ab, indem sich der Kondensator 6? entlädt. Die Größe des Entladungsstromes wird
wieder durch den Vorschaltwiderstand w bestimmt. Die Anordnung hat den Vorteil, daß
der Entladungsstrom niedriger ist als bei der Anordnung nach Abb. 4, bei der die Funkenstrecke
parallel zu der ganzen Wicklung des 8o' Transformators liegt. Bei der Schaltung nach
Abb. 5 erfolgt eine geringere Ionisierung der Funkenstrecke und eine raschere Unterbrechung
der Entladung, d. h. ein präziseres Ansprechen der Sicherung.
Abb. 6 zeigt eine Schaltung, bei der die Außenbelegungen ungleichnamige Vorspannungspotentiale
erhalten. Die Spannung wird den Kondensatoren d1, d2 entnommen, die mittels
einer Gleichrichteranordnuhg aus dem Wechselstromnetz aufgeladen werden. Die
Wechselspannungen werden in der aus dem Schaltbild ersichtlichen Weise über den Transformator
e zugeführt. Bei dieser Schaltung sind zwei Entladungsstrecken/1,/2 vorgesehen,
die in Reihe mit den Widerständen w1, W2
parallel zu den Kondensatoren d1, d2 bzw. zu
dem Luftraum zwischen Membran und Außenbelegungen geschaltet sind.
Die konstruktive Durchbildung der Entladungsstrecke nach der Erfindung ist in den
Abb. 7 und S beispielsweise dargestellt. Die beiden festen Elektroden b1, b2, die in Abb. 7
und 8 im Schnitt dargestellt sind, bestehen aus Isolierstoff und sind auf den der Membranö
zugekehrten Seiten mit einer leitenden Schicht, z. B. von kolloidalem Graphit, überzogen.
In den Rand der Platten sind die Gewindebuchsen I1, I2 eingepreßt, in denen die
Stellschrauben m1, m2 geführt sind. Der Abstand
der Schrauben, das ist die Länge der Funkenstrecke, ist der Durchsehlagsspannung
des Dielektrikums entsprechend eingestellt, und zwar so, daß die Überschlagsspannung
unterhalb der Durchsehlagsspannung liegt. Bei der Ausführungsform nach Abb. 8 ist nur
eine Stellschrauben vorgesehen, während der zweite Pol der Funkenstrecke durch die Membrane
gebildet wird. Dieser Anordnung liegt die Schaltung nach Abb. 5 zugrunde. Der in
Reihe mit der Funkenstrecke liegende hochohmige Widerstand w kann durch einen strei-
fenförmigen Ausschnitt des Graphitbelages der festen Elektroden gebildet werden. Dadurch
erübrigt sich der Einbau besonderer Vorschaltwiderstände.
Claims (4)
1. Elektrostatischer Lautsprecher, da- * durch gekennzeichnet, daß parallel zu dem
Lautsprecher eine Sicherungsfunkenstrecke geschaltet ist.
2. Elektrostatischer Lautsprecher nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß
in Reihe mit der Funkenstrecke ein hochohmiger Widerstand geschaltet ist.
3. Elektrostatischer Lautsprecher nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Entladungsstrecke in die aus Isoliermaterial bestehenden festen Elektroden
des Lautsprechers eingebaut ist.
4. Elektrostatischer Lautsprecher nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der in Reihe mit der Entladungsstrecke liegende Widerstand durch einen Teil der Graphitschicht gebildet wird, mit
der die festen Elektroden belegt sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE539582T | 1930-06-18 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE539582C true DE539582C (de) | 1931-11-28 |
Family
ID=34122373
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930539582D Expired DE539582C (de) | 1930-06-18 | 1930-06-18 | Elektrostatischer Lautsprecher |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE377277A (de) |
| DE (1) | DE539582C (de) |
| FR (2) | FR718092A (de) |
| GB (1) | GB372590A (de) |
-
0
- BE BE377277D patent/BE377277A/xx unknown
-
1930
- 1930-06-18 DE DE1930539582D patent/DE539582C/de not_active Expired
-
1931
- 1931-06-03 FR FR718092D patent/FR718092A/fr not_active Expired
- 1931-06-15 GB GB17324/31A patent/GB372590A/en not_active Expired
-
1932
- 1932-04-09 FR FR41827D patent/FR41827E/fr not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB372590A (en) | 1932-05-12 |
| BE377277A (de) | |
| FR41827E (fr) | 1933-04-20 |
| FR718092A (fr) | 1932-01-19 |
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