DE540131C - Verfahren und Vorrichtung zur Sortierung nach dem spezifischen Gewicht, insbesondere von Kohlen auf Luftsetzherden - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Sortierung nach dem spezifischen Gewicht, insbesondere von Kohlen auf Luftsetzherden

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DE540131C
DE540131C DEP46630D DEP0046630D DE540131C DE 540131 C DE540131 C DE 540131C DE P46630 D DEP46630 D DE P46630D DE P0046630 D DEP0046630 D DE P0046630D DE 540131 C DE540131 C DE 540131C
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REMBRANDT PEALE
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    • B03SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03BSEPARATING SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS
    • B03B4/00Separating by pneumatic tables or by pneumatic jigs
    • B03B4/02Separating by pneumatic tables or by pneumatic jigs using swinging or shaking tables

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  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Sortierung nach dem spezifischen Gewicht, insbesondere von Kohlen auf Luftsetzherden Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur_ Sortierung nach dem spezifischen Gewicht. Insbesondere betrifft das Verfahren die Abscheidung der Berge von den Kohlen auf Luftsetzherden mit luftdurchlässiger, 1szderstandsfreier und seitlich durch Führungswände begrenzter Förderfläche.
  • ES ist bereits bekannt, derartigen Herden in der Längsrichtung eine hin und her gehende Förderbewegung zu erteilen und das Sortierverfahren auf ihnen .o durchzuführen, daß über sie ein Kohlenbett von erheblicher Stärke wandert, dessen Bestandteile sich unter dem Einfluß der Setzc@-irkung allmählich in übereinanderliegende waagerechte Schichten verschiedenen spezifischen Gewichtes trennen. Bei diesem Verfahren werden die feineren Kohlenteilchen in die oberste Schicht des Bettes geführt, während sich die gröberen mit zunehmender Größe in den mittleren Schichten ansammeln. Beide Schichten verlassen die Herdfläche quer zu den Führungswänden. Dagegen bewegen sich die in der Unterschicht ablagernden schwereren Berge längs der Führungswände fort und fallen in getrenntem Bereich des Tisches ab.
  • Zweck der Erfindung ist es nun, die Aufbereitung auf Luftherden in der Weise zu verbessern, daß bei großer Leistungsfähigkeit die Scheidung scharf wird, auch wenn das Aufbereitungsgut zuvor nicht genau klassiert ist.
  • Die Erfindung besteht darin, daß durch Einengung und allmähliche Anstauung des Kohlenbettes zwischen seitlichen Führungswänden die feineren, in der obersten Schicht liegenden Kohlenteilchen der über die Herdplatte wandernden Gutsschicht über die Führungswände der Herdfläche überfallend seitwärts so bald wie möglich ausgetragen werden, während die gröberen Kohlen sich zunächst als Zwischenschicht unter diesen feinen Teilen parallel zur Richtung der Führungswände weiterbewegen, bis sie, nach den feinen Teilen seitlich überfallend, ebenfalls den Herd verlassen, indes nur die Berge ihre Bewegung als Grundschicht parallel zu den Führungswänden beibehalten und am Ende derselben ausgetragen werden.
  • Dabei wird erfindungsgemäß am Ende der Führungswände vor dem Austrag des schwereren Gutes durch eine Stauvorrichtung dem Bett ein regelbarer Widerstand entgegengesetzt.
  • Es ist bereits bekannt, zur Ausführung der Luftherdaufbereitung Vorrichtungen zu verwenden, welche aus einem langen, schmalen, waagerecht oder geneigt liegenden Längsstoßherd mit hohen seitlichen Führungswänden und luftdurchlässiger rippenloser Herdfläche bestehen.
  • Zur Ausführung des Verfahrens nach der Erfindung wird ein derartiger Herd erfindungsgemäß mit mehreren seitlichen Austrägen an den Führungswänden hinter der Aufgabev orrichtung versehen, die für die einzelnen aufeinanderfolgenden Korngrößen der feineren obersten Kohlenteile sowie der gröberen, danach seitwärts überfallenden Kohlen unterteilt sind, während am Ende der Führungswände ein Schließaustrag mit regelbarem Widerstand für die Berge ausgebildet ist.
  • Erfindungsgemäß ist eine über dem Bergebett frei schwebende oder über dem Herd anlenkbare Herdplatte vorgesehen, die zur- Herdsohle parallel, nach rückwärts geneigt oder gekrümmt verläuft und welche in diesem Endteil der Herdfläche die Setzluft zur Nachreinigung nach rückwärts durch den Bergestrom drückt, woran sich rückwärts eine quer stehende Stauplatte anschließt.
  • Auf der Zeichnung sind mehrere Ausführungsformen der Vorrichtung nach der Erfindung dargestellt.
  • Es ist Fig. i ein mittlerer Längsschnitt des Herdes, Fig. 2 ein senkrechter Querschnitt im wesentlichen nach der Linie 2-2 der Fig. 1, Fig. 3 desgleichen nach der Linie 3-3 der Fig. i, Fig. 4 desgleichen nach der Linie 4-4 der Fig. i, Fig. 5 ein ähnlicher Längsschnitt wie Fig. i, aber in mehr schematischer Darstellung zur Veranschaulichung der Wirkungsweise, Fig. 6 eine Seitenansicht der Gesamtvorrichtung, von der der Herd ein Teil ist, aufgenommen von der Vorderseite nach Fig. i und 5, Fig. 7 Schnitt und Ansicht eines Teiles nach Linie 7-7 der Fig. 6, Fig. 8 die Draufsicht einer Vorrichtung mit vier zu einer Gruppe vereinigten Einzelherden, Fig. g eine isometrische Darstellung der Beschickungsvorrichtung, Fig. 1o die schematische Darstellung einer abgeänderten Ausführungsform des Herdes, Fig. 1i desgleichen in noch anderer Ausbildung, Fig. 12 eine seitliche Teilansicht der einstellbaren Scheidevorrichtung, Fig.13 ein senkrechter Querschnitt nach Linie 30-3o der Fig. 12, Fig. 14 ein mittlerer senkrechter Längsschnitt durch einen Herd in anderer Ausführungsform, Fig. a5 ein senkrechter Querschnitt nach Linie 2-2 der Fig. 14, in der Richtung der Pfeile gesehen, Fig. 16 desgleichen nach Linie 3-3 der Fig. 14, Fig. 17 die Scheidevorrichtung entsprechend Fig. 14 in geneigter Anordnung, mehr schematisch den Scheidevorgang verdeutlichend, Fig:18 ein Querschnitt nach Linie 8-8 der Fig. 17, Fig. i9 die schematische Darstellung eines Einzelherdes in abgeänderter Form, Fig. 2o eine Teildarstellung des hinteren Herdteils gemäß Fig. 14 in anderer Ausführung, Fig. 21 eine Teilansicht des vorderen Herdteils gemäß Fig. 14 in geänderter Gestalt, Fig. 22 ein senkrechter Querschnitt im wesentlichen nach Linie ii-ii der Fig. 21, in der Richtung der Pfeile gesehen, Fig. 23 die Seitenansicht einer abgeänderten Austrageeinrichtung in kleinerem Maßstab, Fig.24 ein senkrechter Querschnitt nach Linie 13-13 der Fig. 23, in der Richtung der Pfeile gesehen, Fig. 25 die Draufsicht eines abgeänderten Einzelherdes in kleinerem Maßstab, Fig. 26 eine andere Ausführungsform des Vorderendes eines Herdes nach Fig. 14 im Längsschnitt, Fig. 27 die Draufsicht zu Fig. 26, zum Teil geschnitten, Fig. :28 ein senkrechter Querschnitt nach Linie 18-1S der Fig. 27, zum Teil in Ansicht, Fig. 29 desgleichen in abgeänderter Ausbildung.
  • Nach der Erfindung wird das aufzubringende Gut in beträchtlicher Schichthöhe auf einem waagerechten oder geneigten, langen und schmalen Herd der trennenden Wirkung eines Windstroms ausgesetzt und zugleich sehr schnellen und kurzen, kräftigen Erschütterungen in einer oder besser in doppelter Richtung, d. h. in der Längsrichtung und auf und ab, unterworfen. Das Haufwerk wird dadurch sehr schnell getrennt und geschichtet und so das schwerere Gut, auf der Herdsohle sich sammelnd und dort zum vorderen Ende sich fortschiebend, vorn ausgetragen. Das leichtere Gut wird emporgehoben und bildet eine obere Schicht. Der Luftstrom streicht sowohl aufwärts als in der Längsrichtung und nach außen nach den Längsseiten des Herdes, und dort wird das leichtere Gut ausgetragen.
  • Das aufzubereitende Gut, z. B. Kohlen, ist am besten kleinkörnig oder pulverförmig. Es wird durch einen Fülltrichter i aufgegeben. Dessen Wandungen bestehen am besten aus luftdurchlässigen oder siebartigen Stoffen, z. B. engem Drahtnetz, dessen Lochweite man entsprechend der Korngröße des Gutes wählt. -Nach unten (Fig. 4 bei 2, 3) kann sich der Fülltrichter zur Vermeidung von Verstopfungen erweitern.
  • Mit dem Fülltrichter kann ein Staubsammler, z. B. eine Haube 5 mit Leitung b, verbunden sein, der den durch den Wind aus dem Fülltrichter weggeblasenen Staub auffängt.
  • Den Herd bildet ein verhältnismäßig langer und schmaler Trog, zweckmäßig von rechteckigem Querschnitt, mit senkrechten parallelen Seitenwänden io, 1i und luftdurchlässigem Boden 12, z. B. aus Drahtgeflecht. In den Seitenwänden können in angemessenen Zwischenräumen Austragöffnungen 13":14 für die leichteren Teile an der Oberkante ausgespart sein, so daß die Teilchen, sobald sie genügende Reinheit erlangt haben, nahezu an jeder Stelle der Seitenkanten weggeschafft werden können.
  • Zur Zuführung des Windes dient die unter der Herdsohle 12 liegende Windkammer 18, 1g, die sich, um Raum für die Austrageinrichtungen zu lassen, nach unten schnell verjüngt. Dort steht sie mit der Windleitung 26 in Verbindung. Ihre Wandungen liegen bündig zu den Seitenwänden 1o, i1 (Fig. 2, 3, .4). Zwischen beiden sind die Kanten der Herdsohle eingeklemmt und mittels angenagelter oder genieteter Leisten (2o, 21) befestigt. Diese Leiten greifen an beiden Enden über den Herd hinaus und halten die ganze Vorrichtung zusammen. Die Einzelherde werden meist zu Gruppen vereinigt, z. B. nach Fig. 6, 7, 8 zu je vier Stück. Sie besitzen eine gemeinsame Windzweigleitung 2.1, die durch ein Faltenrohr 25 mit der Hauptleitung verbunden ist.
  • Es empfiehlt sich, an der Windkammer ein einstellbares Druckregelungsventil 3o bis 36 bekannter Wirkungsweise anzubringen, das bei Überschreitung des beabsichtigten Druckes abbläst.
  • Der in den Fülltrichter i eintretende Wind wird durch einen Schieber 40, 41, .f-2 geregelt, mit dem man die durchlässige Sohle mehr oder weniger abdecken kann.
  • Die Weite der Schüttöffnung wird geregelt durch den Schieber .43, der, durch Führung .16 gehalten, mittels Schraube .1; festgestellt werden kann.
  • Damit der Wind das leichtere Gut, nachdem er es aus dem den Herd bedeckenden Haufwerk heräusgehoben hat, seitlich zum Austrag fördern kann, muß über dem Herd ein nachgiebiger ''Widerstand vorhanden sein, an dem der Wind seitlich abbiegt. Als ein solcher Widerstand kann z. B. eine Deckplatte 56 dienen, die den Herd in nahezu seiner ganzen Länge und Breite überdeckt und frei beweglich ist. Ihre Führung wird gesichert durch die aufwärts vorspringenden Ansätze 15 der Seitenwände. Es können auch andere Führungen vorgesehen werden, und man kann dann die Aussparungen 13, 14. beibehalten oder weglassen.
  • Die Wirkung der schwebenden Deckplatte wird -unterstützt durch eine nach oben und unten sich erstreckende Prellplatte 57, 58 nahe dem Vorderende des Herdes. An dem unteren Teil 57 dieser Prellplatte stößt sich der Wind und das durch ihn bewegte leichtere Gut, so daß dieses zu den seitlichen Austragöffnungen getrieben wird. Der obere Teil 58 gleitet an Führungen 6o, so daß die Deckplatte sich zwar frei heben und senken, aber nicht in der Längsrichtung verschieben kann.
  • Die Wirkung der Deckplatte 56 kann ferner unterstützt werden durch eine kurze, lose Platte 7o vor der Prellplatte 5; (Fig. 1, 2, 5). Sie wird an beiden Seiten geführt durch Stifte 71, 72, die in Schlitzen 73, 74 der Seitenwände io, ii und weiter oben in dem Zwischenraum zwischen den Führungen 6o und 75 gleiten. Diese Führung 75 dient zugleich als Führung für die senkrechte Platte 76, die mit der losen Platte 70 zusammenarbeitet.
  • Es hat sich gezeigt, daß die letzten Anteile an leichterem Gut erst unterhalb der losen Platte 7o abgeschieden und ausgetragen werden, und zwar durch die Wirkung von rückströmendem Winde, der durch die vom Wind getragene Deckplatte 8.1, die nach hinten, bei 85, abwärts gebogen ist und mit der senkrechten Platte 76 aus einem Stück bestehen kann, herangeführt wird. In manchen Fällen ist es ratsam, die Teile 76, 8.4 und 85 fest am Herd zu lagern.
  • Vorn ist drr Herd 1-eschlossen durch eine Abschlußwand 86 finit einer Öffnung 87 für das schwerere Gut, das durch eine Lutte 88 ausgetragen wird. Oben ist die Lutte durch eine Haube 89 überdeckt.
  • Die geschilderte Einrichtung gibt dem Wind eine Richtung rückwärts und zugleich zunächst abwärts und dann aufwärts und nach außen über die lose Platte 7o hinweg. Hier ist infolgedessen der Windstrom stärker, zumal da in diesem Abschnitt des Herdes: die Gesteinschicht infolge des hier stattfindenden Austragens dünner ist. Die Wirkung des «"indes kann hier durch den Schieber 9o, 9i geregelt werden, der die durchlässige Sohle mehr oder weniger abdeckt.
  • Dem Herd wird eine scharfe, sehr kurze Rüttelbewegung erteilt, und zwar gemeinsam für die zu einer Gruppe vereinigten Einzelherde, die durch einen Rahmen iio bis 113 zusammengehalten sind.. Dieser ruht auf einem in seiner Längsneigung einstellbaren. aber im Betriebe feststehenden Rahmen 12o bis 123, und zwar mittels Federn 116, in die zur Sicherung ihrer Lage Bolzen 115, 117 hineinragen. Die Neigung des festen Rahmens wird durch Schienen 125, 126 an seinem oberen Ende eingestellt; am unteren Ende ist der Rahmen drehbar auf den Stützen 124 gelagert.
  • Die Rüttelbewegung wird durch einen Magneten 134 hervorgerufen, der auf einem Ansatz i35 des festen Rahmens ruht. Der Anker 136 des Magneten sitzt an der Unterseite des Schüttelrahmens. Dessen Hub wird begrenzt durch Bolzen 139 und Anschläge 142: die Bolzen und damit der Ausschlag werden eingestellt durch Schrauben 1¢0, i.41.
  • Außer dieser auf- und abgerichteten Rüttelung erhält der Herd eine Schüttelbewegung in der Längsrichtung, und zwar durch den 'Magneten 152, der auf einem Vorbau 1.1-S bis 151 des festen Rahmens angebracht ist. Der zugehörige Anker 153 sitzt am Schüttelrahmen. Der Hub wird begrenzt durch die mittels -Schrauben 158, 159 einstellbaren Bolzen 157 und Anschläge 16o. Schraubenfedern 154 zwischen Schüttelrahmen und Vorbau werden durch Bolzen 155, 156 gehalten.
  • Das leichtere Gut, das seitlich über die Herdwände durch die Schlitze 13. 14 ausgetragen wird, fällt auf geneigte Rinnen 174 zwischen den Einzelherden und aus den Rinnen auf Förderbänder 175 (in Fig. S im Interesse der Deutlichkeit weggelassen).
  • Die an der Bewegung des Herdes teilnehmenden Rinnen 88 nehmen das schwerere Gut auf und schütten es durch den Trichter 176 auf das Förderband 178. Der Trichter ruht auf Stützen 17;. Fig. c) zeigt einen gemeinschaftlichen Vorrats-@?hälter :i-a. der die Fülltrichter r der Einzelherde speist.
  • Die Arbeitsweise ist wie folgt. Das aufzubereitende C=ut fällt nach Maßgabe der fortschreitenden Scheidung allmählich durch die Schüttöffnung 45 auf den Herd. Der Wind wird so eingestellt. daß er das leichtere Gut schnell emporhebt, während das schwerere Gut sich auf der Herdsohle ansammelt. Diese Scheidung wird durch die Rüttelbewegung unterstützt. Die Schüttelbewegung erleichtert zugleich die Förderung des Haufwerks abwärts nach vorn.
  • Die bewegliche Deckplatte 56 ruft einen Rückwärtsdruck hervor, der dem Wind und mit ihm dem leichteren Gut den seitlichen Austritt ermöglicht und zugleich eine Luftbewegung nach vorn bewirkt. ohne daß bei richtiger Einstellung störende Wirbel entstehen. Diese Wirkungen werden unterstützt durch die Prellplatte 57, die die Vorwärtsbewegung des Windes und des leichteren Gutes hemmt und dadurch ihren seitlichen Abfluß fördert.
  • Die Scheidung wird in der Hauptsache sehr schnell erreicht, so daß die Hauptmasse des schwereren Gutes alsbald auf der Herdsohle angesammelt ist und vermöge der Längsschüttelung schleunigst ausgetragen wird. Diese wirkt gar nicht oder kaum auf das leichtere Gut, das daher im wesentlichen nur dem Einfluß des Windes unterliegt : es wird daher, wie geschildert, emporgehoben und seitlich ausgetragen. Ein kleiner Teil de: leichteren Gutes kann mit dem Strom des schwereren Gutes unter der Prellplatte 37 hindurchgehen. Er trifft dort den kräftigeren Rückstrom des Windes und wird zwischen den Platten 58 und 76 aufwärts getrieben, wobei die lose Platte 7o angehoben wird und dadurch den seitlichen Austritt dieses Teils des leichteren Gutes unterstützt.
  • Diese theoretischen Ausführungen sollen nur ein Versuch sein, die bei der Kohlenaufbereitung praktisch festgestellten Tatsachen zu erklären.
  • Im einzelnen muß das Verfahren und die Vorrichtung den Eigenschaften des jeweils zu verarbeitenden Gutes angepaßt werden.
  • In Fig. io ist schematisch ein Herd dargestellt, an dem die lose Platte 7o und die Deckplatte 8.1 zweimal hintereinander angebracht s s ind, in Figl ii dreifach. Sowohl in der einfachen wie in diesen verlängerten Ausführungen läßt sich auf dem Herd Aufbereitungsgut auch dann scheiden, wenn es zuvor nicht genau klassiert war. 'Man spart daher an Anlage- und Betriebskosten für Siebe u. dgl.
  • Die losen Platten 56. ; o und 84 kann man mit Gewichten iöo (Fig. iol beschweren. Letztere können verschiebbar ;ein, so daß man sie den Bedürfnissen des Einzelfalles anzupassen vermag. Die Deckplatte 56 kann ferner auf ihrer Unterseite ausgestattet sein mit quer laufenden Rippen, die nach oben und unten verstellbar sein und nach dem Vorderende des Herde> an Höhe abnehmen können. Sie kann auch aus einzelnen Stücken bestehen, deren jedes an seiner Vorderkante eine abwärts gerichtete Rippe besitzt.
  • Die Deckplatte kann gelocht sein, oder aus luftdurchlässigem Stoff bestehen in einem Rahmen, der Führungen besitzt für längsverschiebliche Platten, die je nach Bedarf verschoben oder ganz entfernt werden können, behufs zweckmäßiger Führung des Windes.
  • An ihrem Hinterende kann die Deckplatte an dem Herde gelenkig befestigt sein, oder sie kann aus zwei Teilen bestehen, *die durch ein Gelenk verbunden sind. Ebenso kann die Platte 84 gelenkig am Herd befestigt sein. Auch kann sie durchweg waagerecht liegen sowie nach unten mit einer luftdurchlässigen Querrippe ausgestattet sein.
  • Die Prellwand 57 oder die Wand 76 oder beide können von den Platten 56 und 84 ?,etrennt und senkrecht verstellbar sein.
  • Die Weite der Austragöffnungen 13, 14 kann durch Schieber in den Seitenwandungen io, ii einstellbar sein. Nach Fig. 12 und 13 können die Seitenwandungen io, ii selbst mit Schlitz und Schraube igo verstellt werden.
  • In den Fig. 14 bis 29 sind abgeänderte Ausführungsformen der Vorrichtung dargestellt, wobei gleiche Teile mit denselben Bezugzeichen bezeichnet sind.
  • Nach Fig. 14, 15, 17 befindet sich am Hinterende des Herdes anschließend an die luftdurchlässige Herdsohle eine ebenfalls luftdurchlässige Haube 19i, i92 mit abgerundeter Decke 193. Die festen Seitenwände 194 des Herdes läßt man hier am besten fehlen. Auch empfiehlt es sich, die Haube nach vorn offen zu lassen. So kann hier die Wirkung des Windes geleitet und geregelt werden, unabhängig davon, ob das Haufwerk, das hier noch nicht völlig geschieden ist, eine bestimmte Schichtstärke besitzt und ob der Wind nur in senkrechter Richtung das Haufwerk durchstreicht.
  • Bei manchen Arten von Aufbereitungsgut und besonders wenn den röscheren Stücken sehr feine Teilchen beigemengt sind, hat die Praxis gezeigt, daß ein zur schnellen Scheidung aus= reichender Windstrom solche feine Teilchen aus dem Bett herausblasen wird. Die Haube igi wirft diese Teilchen jedoch wieder auf Glas Bett zurück, und infolge der vereinten Wirkung der Rüttelung und der Schwere «erden sie eine Schicht auf dem übrigen Haufwerk bilden, bevor oder doch unmittelbar nachdem dieses die Haube an ihrem offenem Ende verläßt.
  • Wie die Seitenwandungen 194 des Herdes, so läßt man zweckmäßig auch die Leisten 21 schon vor der Haube fehlen, damit der Wind überall freien Austritt durch das Bett in seiner ganzen Tiefe hat. Ganz schmale Leisten 195 (I#ig. 15) kann man dazu benutzen, die Seitenwände iq 2 der Haube an ihren umgelegten Kanten festzuhalten und gegen die Herdsohle abzudichten.
  • Auch bei dieser Ausführungsform ist dafür gesorgt, daß am vorderen Ende des Herdes der Winddruck verstärkt ist, damit ein etwa noch vorhandener letzter Rest feiner leichter Teile entfernt wird. Zu diesem Zweck sind die Seitenwände i94 vorn emporgezogen, wie bei 196 (Fig.14,16) dargestellt ist. In Verbindung damit ist eine gelochte Haube 197, 198, i99 kurz vor dem Vorderende des Herdes angebracht. Die unteren Kanten dieser Haube werden durch Leisten Zoo auf der aufwärts geschwungenen Oberkante der Seitenwände iq6 gehalten. Diese Haube ist zweckmäßig an ihrem hinteren Ende offen.
  • Es ist zweckmäßig, wenn am vorderen Herdende die Sohle dem Winde einen freieren Durchtritt gewährt als weiter zurück, z. B. indem dort, bei toi, die Maschenweite gröber ist.
  • Es empfiehlt sich, in Verbindung mit den zuletzt beschriebenen Einrichtungen einen Schichtenregler anzubringen. z. B. eine senkrechte Platte 2o2 mit anschließender waagerechter Platte 203, die beide zusammen nebst der Eckverbindung 204 mittels Schlitz und Bolzen 205, 2o6 in der Höhe so eingestellt werden können, daß das schwerere Gut darunter hindurchgefördert wird.
  • Höhe und Rückstau des leichteren Gutes wird geregelt durch den Widerstand, den in Verbindung mit den Platten 20a und 203 eine Klappe 207 ausübt, die in regelbarer Weise durch ein Gewicht 211, 212, das z. B. auf der Zarge 2io ruht, belastet ist. Die Klappe schwingt um einen Bolzen 2o8, der von der Stütze Zog getragen wird. Sie gestattet den Austritt des schwereren Gutes erst, wenn dieses einen bestimmten Druck auszuüben vermag.
  • Sollte bei wechselnden Betriebsverhältnissen einmal etwas von dem leichteren Gut unter die Platte 203 gelangen, so wird der starke Rückstrom des Windes dort diese leichteren Teile wieder in den Herd zurücktreiben.
  • Da durch die Platte 2o3 und die Klappe 207 der Herd vorn abgeschlossen ist. so wird der «lind das leichtere Gut, also z. B. die Kohle, kräftig und unter Umständen heftig rückwärts und aufwärts in die Haube 197 treiben. Dabei können kleine Teilchen des schwereren Gutes, also z. B. von Schiefer, mitgerissen werden. In der Haube wird die Kohle weiter rückwärts geblasen und dort seitlich ausgetragen, während die feinen Schieferteilchen an der Platte 2o2 wieder zurückgleiten und zum Austrag bei der Klappe 207 gelangen.
  • Im Betriebe wird sich zeigen, daß die gröberen Kohlenstücke die \ei@unh haben, nach vorn zu wandern, während die feineren Kohlenteile schneller nahe der Haube igi seitlich ausgetragen werden. Es findet also gleichzeitig eine gewisse Klassierung'statt. Um diese verschiedenen Korngrößen getrennt zu erhalten, ist der Kohlenaustrag der Länge nach durch Scheide-Wände 213 bis 216 (Fig.23, 24) unterteilt, und die so beiderseits der Einzelherde entstehenden Abschnitte münden je in eine besondere Ablaufrinne 218 bis 220 und damit auf getrennte Förderbänder 221 bis 223. Die vorderste dieser Ablaufrinnen 220 wird etwa vorhandenes Mittelgut, wie unreine, schieferreiche Kohle, aufnehmen, das wieder in die Arbeit zurückgegeben werden kann.
  • Die Seitenwände des Herdes können zur genauen Regelung des Arbeitsganges in der Höhe einstellbar sein, siehe i94a in Fig. 21, 22, z. B. mittels Schlitz und Schraube 224.
  • ach Fig. 20 sind die Seitenwände nach hinten keilförmig an der Haube igi verlängert, wodurch dort die Wirkung des Windes beeinflußt wird.
  • Fig. 25 zeigt eine Bauart, bei der die Breite des Herdes nach vorn zunimmt, was für manche Arten von Aufbereitungsgut vorteilhaft ist. In anderen Fällen kann umgekehrt eine Verschmälerung nach vorn von Nutzen sein.
  • An Stelle der schwebenden Platten 56, 70 und 84 der Fig. i können auch schwebende Platten 223, 226, 227 der in Fig. ig schematisch gezeichneten Anordnung treten. Der Herd nach Fig. 14 kann mit oder ohne solche Platten betrieben werden.
  • In Fig. 26, 27, 28 ist eine andere Ausführungsform des vorderen Herdendes dargestellt. Hier ist da: Vorderende durch eine keilförmige, am besten auf der Herdsohle senkrecht stehende Wand 228 abgeschlossen. Vor ihr befinden sich rechts und links Austragöffnungen 229 von geringer Höhe für das schwerere Gut. Dieses wird von dort durch kurze Rinnen 230, 233, 234, die einen luftdurchlässigen Boden 231 haben können, abgeführt; die Räume darunter, 232, stehen dann in Verbindung mit der Windkammer iq. Auf diese Weise wird an den Öffnungen 220 ein regelbarer Gegendruck des `'indes auf das Haufwerk ausgeübt. Die Rinnen haben an ihrem Ende eine Zarge 233 und im Innern eine schwebende, auf dem Stift 237 gleitende Platte 236; oben sind sie durch eine Decke 238 geschlossen, die oberhalb der Zarge 235 einen Schlitz frei läßt, durch den das Gut in die Rinne 239 austritt. Wenn die schwebende Platte 236 bis zur Oberkante der Zarge sinkt, so schließt sie praktisch den Austritt. Dieser wird freigegeben nach Maßgabe des Steigens der Platte.
  • Auch bei dieser Anordnung kann die Haube iqo verwendet werden, siehe Fig. 2g.
  • Durch das Heben und Senken der schwebenden Platte 236 regelt sich selbsttätig gemäß der Schichthöhe des austretenden Gutes der Rückstau des Windes und damit seine Wirkung auf die etwa noch mitgerissenen Teile des leichteren I Gutes, die dadurch in den Herd zurückgetrieben werden.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Sortierung nach dem spezifischen Gewicht, insbesondere zur Abscheidung der Berge von den Kohlen auf Luftsetzherden mit luftdurchlässiger. widerstandsfreier und seitlich durch Führungswände begrenzter Herdfläche, die in der Längsrichtung eine hin und her gehende Förderbewegung erhält und über die ein Kohlenbett von erheblicher Stärke wandert, dessen Bestandteile sich unter dem Einfluß der Setzwirkung allmählich in übereinanderliegende waagerechte Schichten verschiedenen spezifischen Gewichtes trennen, wobei die feineren Kohlenteilchen in die oberste Schicht des Bettes geführt werden und die gröberen Kohlenteile mit zunehmender Größe sich in den mittleren Schichten ansammeln, die beide quer zu den Führungswänden die Herdfläche verlassen, indes die sich in der Unterschicht ablagernden schwereren Berge sich längs der Führungswände fortbewegen und in getrenntem Bereich des Tisches abfallen, dadurch gekennzeichnet, daB durch Einengungundallmähliche AnstauungdesKohlenbettes zwischen seitlichen Führungswänden die feineren, in der obersten -Schicht liegenden Kohlenteilchen der über die Herdplatte wandernden Gutsschicht über die Führungswände der Herdfläche überfallend seitwärts so bald wie möglich ausgetragen werden, während die gröberen Kohlen sich zunächst als Zwischenschicht unter diesen feinen Tei-:en parallel zur Richtung der Führungswände weiterbewegen, bis sie, nach den feinen Teilen seitlich überfallend, ebenfalls den Herd -,-erlassen, indes nur die Berge ihre Bewegung ;als Grundschicht parallel zu den Führungswänden beibehalten und am Ende derselben ausgetragen werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch ;ekennzeichnet, daß am Ende der Führungswände vor dem Austrag des schwereren Gutes durch eine Stauvorrichtung dem Bett ein regelbarer Widerstand entgegengesetzt wird.
  3. 3. Vorrichtung zur Ausführung de: Verfahrens nach Anspruch i, bestehend aus einem langen, schmalen, waagerecht oder ;eneigt liegenden Längsstoßherd mit hohen seitlichen Führungswänden und luftdurchlässiger, rippenloser Herdfläche, gekennzeichnet durch Anordnung mehrerer seitlicher Austräge an den Führungswänden hinter der Aufgabevorrichtung, unterteilt für die einzelnen aufeinanderfolgenden Korngrößen der feineren obersten Kohlenteile son-ie der gröberen, danach seitwärts überfallenden Kohlen und eines Schließaustrages mit regelbarem Widerstand für die Berge am Ende der Führungswände.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3 zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 2,. gekennzeichnet durch eine am Ende der Führungswände über dem Bergebett frei schwebende oder am Herd angelenkte Ablenkplatte, die zur Herdsohle parallel, nach rückwärts geneigt oder gekrümmt verläuft und welche in diesem Endteil der Herdfläche die Setzluft zur Nachreinigung nach rückwärts durch den Bergestrom drückt, woran sich rückwärts eine quer stehende Stauplatte anschließt.
DEP46630D 1923-08-01 1923-08-01 Verfahren und Vorrichtung zur Sortierung nach dem spezifischen Gewicht, insbesondere von Kohlen auf Luftsetzherden Expired DE540131C (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1271051B (de) * 1966-03-26 1968-06-27 Rech S Geol Et Minieres Bureau Setzmaschine

Cited By (1)

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DE1271051B (de) * 1966-03-26 1968-06-27 Rech S Geol Et Minieres Bureau Setzmaschine

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