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Verfahren und Vorrichtung zur Sortierung nach dem spezifischen Gewicht,
insbesondere von Kohlen auf Luftsetzherden Die Erfindung betrifft ein Verfahren
und eine Vorrichtung zur_ Sortierung nach dem spezifischen Gewicht. Insbesondere
betrifft das Verfahren die Abscheidung der Berge von den Kohlen auf Luftsetzherden
mit luftdurchlässiger, 1szderstandsfreier und seitlich durch Führungswände begrenzter
Förderfläche.
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ES ist bereits bekannt, derartigen Herden in der Längsrichtung eine
hin und her gehende Förderbewegung zu erteilen und das Sortierverfahren auf ihnen
.o durchzuführen, daß über sie ein Kohlenbett von erheblicher Stärke wandert, dessen
Bestandteile sich unter dem Einfluß der Setzc@-irkung allmählich in übereinanderliegende
waagerechte Schichten verschiedenen spezifischen Gewichtes trennen. Bei diesem Verfahren
werden die feineren Kohlenteilchen in die oberste Schicht des Bettes geführt, während
sich die gröberen mit zunehmender Größe in den mittleren Schichten ansammeln. Beide
Schichten verlassen die Herdfläche quer zu den Führungswänden. Dagegen bewegen sich
die in der Unterschicht ablagernden schwereren Berge längs der Führungswände fort
und fallen in getrenntem Bereich des Tisches ab.
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Zweck der Erfindung ist es nun, die Aufbereitung auf Luftherden in
der Weise zu verbessern, daß bei großer Leistungsfähigkeit die Scheidung scharf
wird, auch wenn das Aufbereitungsgut zuvor nicht genau klassiert ist.
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Die Erfindung besteht darin, daß durch Einengung und allmähliche Anstauung
des Kohlenbettes zwischen seitlichen Führungswänden die feineren, in der obersten
Schicht liegenden Kohlenteilchen der über die Herdplatte wandernden Gutsschicht
über die Führungswände der Herdfläche überfallend seitwärts so bald wie möglich
ausgetragen werden, während die gröberen Kohlen sich zunächst als Zwischenschicht
unter diesen feinen Teilen parallel zur Richtung der Führungswände weiterbewegen,
bis sie, nach den feinen Teilen seitlich überfallend, ebenfalls den Herd verlassen,
indes nur die Berge ihre Bewegung als Grundschicht parallel zu den Führungswänden
beibehalten und am Ende derselben ausgetragen werden.
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Dabei wird erfindungsgemäß am Ende der Führungswände vor dem Austrag
des schwereren Gutes durch eine Stauvorrichtung dem Bett ein regelbarer Widerstand
entgegengesetzt.
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Es ist bereits bekannt, zur Ausführung der Luftherdaufbereitung Vorrichtungen
zu verwenden, welche aus einem langen, schmalen, waagerecht oder geneigt liegenden
Längsstoßherd mit hohen seitlichen Führungswänden und luftdurchlässiger rippenloser
Herdfläche bestehen.
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Zur Ausführung des Verfahrens nach der Erfindung wird ein derartiger
Herd erfindungsgemäß mit mehreren seitlichen Austrägen an den Führungswänden hinter
der Aufgabev orrichtung versehen, die für die einzelnen aufeinanderfolgenden
Korngrößen
der feineren obersten Kohlenteile sowie der gröberen, danach seitwärts überfallenden
Kohlen unterteilt sind, während am Ende der Führungswände ein Schließaustrag mit
regelbarem Widerstand für die Berge ausgebildet ist.
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Erfindungsgemäß ist eine über dem Bergebett frei schwebende oder über
dem Herd anlenkbare Herdplatte vorgesehen, die zur- Herdsohle parallel, nach rückwärts
geneigt oder gekrümmt verläuft und welche in diesem Endteil der Herdfläche die Setzluft
zur Nachreinigung nach rückwärts durch den Bergestrom drückt, woran sich rückwärts
eine quer stehende Stauplatte anschließt.
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Auf der Zeichnung sind mehrere Ausführungsformen der Vorrichtung nach
der Erfindung dargestellt.
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Es ist Fig. i ein mittlerer Längsschnitt des Herdes, Fig. 2 ein senkrechter
Querschnitt im wesentlichen nach der Linie 2-2 der Fig. 1, Fig. 3 desgleichen nach
der Linie 3-3 der Fig. i, Fig. 4 desgleichen nach der Linie 4-4 der Fig. i, Fig.
5 ein ähnlicher Längsschnitt wie Fig. i, aber in mehr schematischer Darstellung
zur Veranschaulichung der Wirkungsweise, Fig. 6 eine Seitenansicht der Gesamtvorrichtung,
von der der Herd ein Teil ist, aufgenommen von der Vorderseite nach Fig. i und 5,
Fig. 7 Schnitt und Ansicht eines Teiles nach Linie 7-7 der Fig. 6, Fig. 8 die Draufsicht
einer Vorrichtung mit vier zu einer Gruppe vereinigten Einzelherden, Fig. g eine
isometrische Darstellung der Beschickungsvorrichtung, Fig. 1o die schematische Darstellung
einer abgeänderten Ausführungsform des Herdes, Fig. 1i desgleichen in noch anderer
Ausbildung, Fig. 12 eine seitliche Teilansicht der einstellbaren Scheidevorrichtung,
Fig.13 ein senkrechter Querschnitt nach Linie 30-3o der Fig. 12, Fig. 14 ein mittlerer
senkrechter Längsschnitt durch einen Herd in anderer Ausführungsform, Fig. a5 ein
senkrechter Querschnitt nach Linie 2-2 der Fig. 14, in der Richtung der Pfeile gesehen,
Fig. 16 desgleichen nach Linie 3-3 der Fig. 14, Fig. 17 die Scheidevorrichtung entsprechend
Fig. 14 in geneigter Anordnung, mehr schematisch den Scheidevorgang verdeutlichend,
Fig:18 ein Querschnitt nach Linie 8-8 der Fig. 17, Fig. i9 die schematische Darstellung
eines Einzelherdes in abgeänderter Form, Fig. 2o eine Teildarstellung des hinteren
Herdteils gemäß Fig. 14 in anderer Ausführung, Fig. 21 eine Teilansicht des vorderen
Herdteils gemäß Fig. 14 in geänderter Gestalt, Fig. 22 ein senkrechter Querschnitt
im wesentlichen nach Linie ii-ii der Fig. 21, in der Richtung der Pfeile gesehen,
Fig. 23 die Seitenansicht einer abgeänderten Austrageeinrichtung in kleinerem Maßstab,
Fig.24 ein senkrechter Querschnitt nach Linie 13-13 der Fig. 23, in der Richtung
der Pfeile gesehen, Fig. 25 die Draufsicht eines abgeänderten Einzelherdes in kleinerem
Maßstab, Fig. 26 eine andere Ausführungsform des Vorderendes eines Herdes nach Fig.
14 im Längsschnitt, Fig. 27 die Draufsicht zu Fig. 26, zum Teil geschnitten,
Fig. :28 ein senkrechter Querschnitt nach Linie 18-1S der Fig. 27, zum Teil in Ansicht,
Fig. 29 desgleichen in abgeänderter Ausbildung.
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Nach der Erfindung wird das aufzubringende Gut in beträchtlicher Schichthöhe
auf einem waagerechten oder geneigten, langen und schmalen Herd der trennenden Wirkung
eines Windstroms ausgesetzt und zugleich sehr schnellen und kurzen, kräftigen Erschütterungen
in einer oder besser in doppelter Richtung, d. h. in der Längsrichtung und auf und
ab, unterworfen. Das Haufwerk wird dadurch sehr schnell getrennt und geschichtet
und so das schwerere Gut, auf der Herdsohle sich sammelnd und dort zum vorderen
Ende sich fortschiebend, vorn ausgetragen. Das leichtere Gut wird emporgehoben und
bildet eine obere Schicht. Der Luftstrom streicht sowohl aufwärts als in der Längsrichtung
und nach außen nach den Längsseiten des Herdes, und dort wird das leichtere Gut
ausgetragen.
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Das aufzubereitende Gut, z. B. Kohlen, ist am besten kleinkörnig oder
pulverförmig. Es wird durch einen Fülltrichter i aufgegeben. Dessen Wandungen bestehen
am besten aus luftdurchlässigen oder siebartigen Stoffen, z. B. engem Drahtnetz,
dessen Lochweite man entsprechend der Korngröße des Gutes wählt. -Nach unten (Fig.
4 bei 2, 3) kann sich der Fülltrichter zur Vermeidung von Verstopfungen erweitern.
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Mit dem Fülltrichter kann ein Staubsammler, z. B. eine Haube 5 mit
Leitung b, verbunden sein, der den durch den Wind aus dem Fülltrichter weggeblasenen
Staub auffängt.
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Den Herd bildet ein verhältnismäßig langer und schmaler Trog, zweckmäßig
von rechteckigem Querschnitt, mit senkrechten parallelen Seitenwänden io, 1i und
luftdurchlässigem Boden 12, z. B. aus Drahtgeflecht. In den Seitenwänden können
in angemessenen Zwischenräumen Austragöffnungen 13":14 für die leichteren Teile
an der Oberkante ausgespart sein, so daß die Teilchen, sobald sie genügende Reinheit
erlangt haben, nahezu an jeder Stelle der Seitenkanten weggeschafft werden können.
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Zur Zuführung des Windes dient die unter der Herdsohle 12 liegende
Windkammer 18, 1g, die sich, um Raum für die Austrageinrichtungen zu lassen, nach
unten schnell verjüngt. Dort steht sie mit der Windleitung 26 in Verbindung. Ihre
Wandungen liegen bündig zu den Seitenwänden 1o, i1 (Fig. 2, 3, .4). Zwischen beiden
sind die Kanten der Herdsohle eingeklemmt und mittels angenagelter oder genieteter
Leisten (2o, 21) befestigt. Diese Leiten greifen an beiden Enden über den Herd hinaus
und halten die ganze Vorrichtung zusammen.
Die Einzelherde werden
meist zu Gruppen vereinigt, z. B. nach Fig. 6, 7, 8 zu je vier Stück. Sie besitzen
eine gemeinsame Windzweigleitung 2.1, die durch ein Faltenrohr 25 mit der Hauptleitung
verbunden ist.
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Es empfiehlt sich, an der Windkammer ein einstellbares Druckregelungsventil
3o bis 36 bekannter Wirkungsweise anzubringen, das bei Überschreitung des beabsichtigten
Druckes abbläst.
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Der in den Fülltrichter i eintretende Wind wird durch einen Schieber
40, 41, .f-2 geregelt, mit dem man die durchlässige Sohle mehr oder weniger abdecken
kann.
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Die Weite der Schüttöffnung wird geregelt durch den Schieber .43,
der, durch Führung .16 gehalten, mittels Schraube .1; festgestellt werden kann.
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Damit der Wind das leichtere Gut, nachdem er es aus dem den Herd bedeckenden
Haufwerk heräusgehoben hat, seitlich zum Austrag fördern kann, muß über dem Herd
ein nachgiebiger ''Widerstand vorhanden sein, an dem der Wind seitlich abbiegt.
Als ein solcher Widerstand kann z. B. eine Deckplatte 56 dienen, die den Herd in
nahezu seiner ganzen Länge und Breite überdeckt und frei beweglich ist. Ihre Führung
wird gesichert durch die aufwärts vorspringenden Ansätze 15 der Seitenwände. Es
können auch andere Führungen vorgesehen werden, und man kann dann die Aussparungen
13, 14. beibehalten oder weglassen.
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Die Wirkung der schwebenden Deckplatte wird -unterstützt durch eine
nach oben und unten sich erstreckende Prellplatte 57, 58 nahe dem Vorderende des
Herdes. An dem unteren Teil 57 dieser Prellplatte stößt sich der Wind und das durch
ihn bewegte leichtere Gut, so daß dieses zu den seitlichen Austragöffnungen getrieben
wird. Der obere Teil 58 gleitet an Führungen 6o, so daß die Deckplatte sich zwar
frei heben und senken, aber nicht in der Längsrichtung verschieben kann.
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Die Wirkung der Deckplatte 56 kann ferner unterstützt werden durch
eine kurze, lose Platte 7o vor der Prellplatte 5; (Fig. 1, 2, 5). Sie wird an beiden
Seiten geführt durch Stifte 71, 72, die in Schlitzen 73, 74 der Seitenwände io,
ii und weiter oben in dem Zwischenraum zwischen den Führungen 6o und 75 gleiten.
Diese Führung 75 dient zugleich als Führung für die senkrechte Platte 76, die mit
der losen Platte 70 zusammenarbeitet.
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Es hat sich gezeigt, daß die letzten Anteile an leichterem Gut erst
unterhalb der losen Platte 7o abgeschieden und ausgetragen werden, und zwar durch
die Wirkung von rückströmendem Winde, der durch die vom Wind getragene Deckplatte
8.1, die nach hinten, bei 85, abwärts gebogen ist und mit der senkrechten Platte
76 aus einem Stück bestehen kann, herangeführt wird. In manchen Fällen ist es ratsam,
die Teile 76, 8.4 und 85 fest am Herd zu lagern.
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Vorn ist drr Herd 1-eschlossen durch eine Abschlußwand 86 finit einer
Öffnung 87 für das schwerere Gut, das durch eine Lutte 88 ausgetragen wird. Oben
ist die Lutte durch eine Haube 89 überdeckt.
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Die geschilderte Einrichtung gibt dem Wind eine Richtung rückwärts
und zugleich zunächst abwärts und dann aufwärts und nach außen über die lose Platte
7o hinweg. Hier ist infolgedessen der Windstrom stärker, zumal da in diesem Abschnitt
des Herdes: die Gesteinschicht infolge des hier stattfindenden Austragens dünner
ist. Die Wirkung des «"indes kann hier durch den Schieber 9o, 9i geregelt werden,
der die durchlässige Sohle mehr oder weniger abdeckt.
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Dem Herd wird eine scharfe, sehr kurze Rüttelbewegung erteilt, und
zwar gemeinsam für die zu einer Gruppe vereinigten Einzelherde, die durch einen
Rahmen iio bis 113 zusammengehalten sind.. Dieser ruht auf einem in seiner Längsneigung
einstellbaren. aber im Betriebe feststehenden Rahmen 12o bis 123, und zwar mittels
Federn 116, in die zur Sicherung ihrer Lage Bolzen 115, 117 hineinragen. Die Neigung
des festen Rahmens wird durch Schienen 125, 126 an seinem oberen Ende eingestellt;
am unteren Ende ist der Rahmen drehbar auf den Stützen 124 gelagert.
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Die Rüttelbewegung wird durch einen Magneten 134 hervorgerufen, der
auf einem Ansatz i35 des festen Rahmens ruht. Der Anker 136 des Magneten sitzt an
der Unterseite des Schüttelrahmens. Dessen Hub wird begrenzt durch Bolzen 139 und
Anschläge 142: die Bolzen und damit der Ausschlag werden eingestellt durch Schrauben
1¢0, i.41.
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Außer dieser auf- und abgerichteten Rüttelung erhält der Herd eine
Schüttelbewegung in der Längsrichtung, und zwar durch den 'Magneten 152, der auf
einem Vorbau 1.1-S bis 151 des festen Rahmens angebracht ist. Der zugehörige Anker
153 sitzt am Schüttelrahmen. Der Hub wird begrenzt durch die mittels -Schrauben
158, 159 einstellbaren Bolzen 157 und Anschläge 16o. Schraubenfedern 154 zwischen
Schüttelrahmen und Vorbau werden durch Bolzen 155, 156 gehalten.
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Das leichtere Gut, das seitlich über die Herdwände durch die Schlitze
13. 14 ausgetragen wird, fällt auf geneigte Rinnen 174 zwischen den Einzelherden
und aus den Rinnen auf Förderbänder 175 (in Fig. S im Interesse der Deutlichkeit
weggelassen).
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Die an der Bewegung des Herdes teilnehmenden Rinnen 88 nehmen das
schwerere Gut auf und schütten es durch den Trichter 176 auf das Förderband 178.
Der Trichter ruht auf Stützen 17;.
Fig. c) zeigt einen gemeinschaftlichen
Vorrats-@?hälter :i-a. der die Fülltrichter r der Einzelherde speist.
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Die Arbeitsweise ist wie folgt. Das aufzubereitende C=ut fällt nach
Maßgabe der fortschreitenden Scheidung allmählich durch die Schüttöffnung 45 auf
den Herd. Der Wind wird so eingestellt. daß er das leichtere Gut schnell emporhebt,
während das schwerere Gut sich auf der Herdsohle ansammelt. Diese Scheidung wird
durch die Rüttelbewegung unterstützt. Die Schüttelbewegung erleichtert zugleich
die Förderung des Haufwerks abwärts nach vorn.
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Die bewegliche Deckplatte 56 ruft einen Rückwärtsdruck hervor, der
dem Wind und mit ihm dem leichteren Gut den seitlichen Austritt ermöglicht und zugleich
eine Luftbewegung nach vorn bewirkt. ohne daß bei richtiger Einstellung störende
Wirbel entstehen. Diese Wirkungen werden unterstützt durch die Prellplatte 57, die
die Vorwärtsbewegung des Windes und des leichteren Gutes hemmt und dadurch ihren
seitlichen Abfluß fördert.
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Die Scheidung wird in der Hauptsache sehr schnell erreicht, so daß
die Hauptmasse des schwereren Gutes alsbald auf der Herdsohle angesammelt ist und
vermöge der Längsschüttelung schleunigst ausgetragen wird. Diese wirkt gar nicht
oder kaum auf das leichtere Gut, das daher im wesentlichen nur dem Einfluß des Windes
unterliegt : es wird daher, wie geschildert, emporgehoben und seitlich ausgetragen.
Ein kleiner Teil de: leichteren Gutes kann mit dem Strom des schwereren Gutes unter
der Prellplatte 37 hindurchgehen. Er trifft dort den kräftigeren Rückstrom des Windes
und wird zwischen den Platten 58 und 76 aufwärts getrieben, wobei die lose Platte
7o angehoben wird und dadurch den seitlichen Austritt dieses Teils des leichteren
Gutes unterstützt.
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Diese theoretischen Ausführungen sollen nur ein Versuch sein, die
bei der Kohlenaufbereitung praktisch festgestellten Tatsachen zu erklären.
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Im einzelnen muß das Verfahren und die Vorrichtung den Eigenschaften
des jeweils zu verarbeitenden Gutes angepaßt werden.
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In Fig. io ist schematisch ein Herd dargestellt, an dem die lose Platte
7o und die Deckplatte 8.1 zweimal hintereinander angebracht s s ind, in Figl ii
dreifach. Sowohl in der einfachen wie in diesen verlängerten Ausführungen läßt sich
auf dem Herd Aufbereitungsgut auch dann scheiden, wenn es zuvor nicht genau klassiert
war. 'Man spart daher an Anlage- und Betriebskosten für Siebe u. dgl.
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Die losen Platten 56. ; o und 84 kann man mit Gewichten iöo (Fig.
iol beschweren. Letztere können verschiebbar ;ein, so daß man sie den Bedürfnissen
des Einzelfalles anzupassen vermag. Die Deckplatte 56 kann ferner auf ihrer Unterseite
ausgestattet sein mit quer laufenden Rippen, die nach oben und unten verstellbar
sein und nach dem Vorderende des Herde> an Höhe abnehmen können. Sie kann auch aus
einzelnen Stücken bestehen, deren jedes an seiner Vorderkante eine abwärts gerichtete
Rippe besitzt.
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Die Deckplatte kann gelocht sein, oder aus luftdurchlässigem Stoff
bestehen in einem Rahmen, der Führungen besitzt für längsverschiebliche Platten,
die je nach Bedarf verschoben oder ganz entfernt werden können, behufs zweckmäßiger
Führung des Windes.
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An ihrem Hinterende kann die Deckplatte an dem Herde gelenkig befestigt
sein, oder sie kann aus zwei Teilen bestehen, *die durch ein Gelenk verbunden sind.
Ebenso kann die Platte 84 gelenkig am Herd befestigt sein. Auch kann sie durchweg
waagerecht liegen sowie nach unten mit einer luftdurchlässigen Querrippe ausgestattet
sein.
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Die Prellwand 57 oder die Wand 76 oder beide können von den Platten
56 und 84 ?,etrennt und senkrecht verstellbar sein.
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Die Weite der Austragöffnungen 13, 14 kann durch Schieber in den Seitenwandungen
io, ii einstellbar sein. Nach Fig. 12 und 13 können die Seitenwandungen io, ii selbst
mit Schlitz und Schraube igo verstellt werden.
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In den Fig. 14 bis 29 sind abgeänderte Ausführungsformen der Vorrichtung
dargestellt, wobei gleiche Teile mit denselben Bezugzeichen bezeichnet sind.
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Nach Fig. 14, 15, 17 befindet sich am Hinterende des Herdes anschließend
an die luftdurchlässige Herdsohle eine ebenfalls luftdurchlässige Haube 19i, i92
mit abgerundeter Decke 193. Die festen Seitenwände 194 des Herdes läßt man hier
am besten fehlen. Auch empfiehlt es sich, die Haube nach vorn offen zu lassen. So
kann hier die Wirkung des Windes geleitet und geregelt werden, unabhängig davon,
ob das Haufwerk, das hier noch nicht völlig geschieden ist, eine bestimmte Schichtstärke
besitzt und ob der Wind nur in senkrechter Richtung das Haufwerk durchstreicht.
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Bei manchen Arten von Aufbereitungsgut und besonders wenn den röscheren
Stücken sehr feine Teilchen beigemengt sind, hat die Praxis gezeigt, daß ein zur
schnellen Scheidung aus= reichender Windstrom solche feine Teilchen aus dem Bett
herausblasen wird. Die Haube igi wirft diese Teilchen jedoch wieder auf Glas Bett
zurück, und infolge der vereinten Wirkung der Rüttelung und der Schwere «erden sie
eine Schicht auf dem übrigen Haufwerk bilden, bevor oder doch unmittelbar nachdem
dieses die Haube an ihrem offenem Ende verläßt.
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Wie die Seitenwandungen 194 des Herdes, so läßt man zweckmäßig auch
die Leisten 21 schon vor der Haube fehlen, damit der Wind überall
freien
Austritt durch das Bett in seiner ganzen Tiefe hat. Ganz schmale Leisten 195 (I#ig.
15) kann man dazu benutzen, die Seitenwände iq 2 der Haube an ihren umgelegten Kanten
festzuhalten und gegen die Herdsohle abzudichten.
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Auch bei dieser Ausführungsform ist dafür gesorgt, daß am vorderen
Ende des Herdes der Winddruck verstärkt ist, damit ein etwa noch vorhandener letzter
Rest feiner leichter Teile entfernt wird. Zu diesem Zweck sind die Seitenwände i94
vorn emporgezogen, wie bei 196 (Fig.14,16) dargestellt ist. In Verbindung damit
ist eine gelochte Haube 197, 198, i99 kurz vor dem Vorderende des Herdes angebracht.
Die unteren Kanten dieser Haube werden durch Leisten Zoo auf der aufwärts geschwungenen
Oberkante der Seitenwände iq6 gehalten. Diese Haube ist zweckmäßig an ihrem hinteren
Ende offen.
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Es ist zweckmäßig, wenn am vorderen Herdende die Sohle dem Winde einen
freieren Durchtritt gewährt als weiter zurück, z. B. indem dort, bei toi, die Maschenweite
gröber ist.
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Es empfiehlt sich, in Verbindung mit den zuletzt beschriebenen Einrichtungen
einen Schichtenregler anzubringen. z. B. eine senkrechte Platte 2o2 mit anschließender
waagerechter Platte 203, die beide zusammen nebst der Eckverbindung 204 mittels
Schlitz und Bolzen 205, 2o6 in der Höhe so eingestellt werden können, daß das schwerere
Gut darunter hindurchgefördert wird.
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Höhe und Rückstau des leichteren Gutes wird geregelt durch den Widerstand,
den in Verbindung mit den Platten 20a und 203 eine Klappe 207 ausübt,
die in regelbarer Weise durch ein Gewicht 211, 212, das z. B. auf der Zarge 2io
ruht, belastet ist. Die Klappe schwingt um einen Bolzen 2o8, der von der Stütze
Zog getragen wird. Sie gestattet den Austritt des schwereren Gutes erst, wenn dieses
einen bestimmten Druck auszuüben vermag.
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Sollte bei wechselnden Betriebsverhältnissen einmal etwas von dem
leichteren Gut unter die Platte 203 gelangen, so wird der starke Rückstrom
des Windes dort diese leichteren Teile wieder in den Herd zurücktreiben.
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Da durch die Platte 2o3 und die Klappe 207
der Herd vorn abgeschlossen
ist. so wird der «lind das leichtere Gut, also z. B. die Kohle, kräftig und unter
Umständen heftig rückwärts und aufwärts in die Haube 197 treiben. Dabei können kleine
Teilchen des schwereren Gutes, also z. B. von Schiefer, mitgerissen werden. In der
Haube wird die Kohle weiter rückwärts geblasen und dort seitlich ausgetragen, während
die feinen Schieferteilchen an der Platte 2o2 wieder zurückgleiten und zum Austrag
bei der Klappe 207 gelangen.
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Im Betriebe wird sich zeigen, daß die gröberen Kohlenstücke die \ei@unh
haben, nach vorn zu wandern, während die feineren Kohlenteile schneller nahe der
Haube igi seitlich ausgetragen werden. Es findet also gleichzeitig eine gewisse
Klassierung'statt. Um diese verschiedenen Korngrößen getrennt zu erhalten, ist der
Kohlenaustrag der Länge nach durch Scheide-Wände 213 bis 216 (Fig.23, 24) unterteilt,
und die so beiderseits der Einzelherde entstehenden Abschnitte münden je in eine
besondere Ablaufrinne 218 bis 220 und damit auf getrennte Förderbänder 221 bis 223.
Die vorderste dieser Ablaufrinnen 220 wird etwa vorhandenes Mittelgut, wie unreine,
schieferreiche Kohle, aufnehmen, das wieder in die Arbeit zurückgegeben werden kann.
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Die Seitenwände des Herdes können zur genauen Regelung des Arbeitsganges
in der Höhe einstellbar sein, siehe i94a in Fig. 21, 22, z. B. mittels Schlitz und
Schraube 224.
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ach Fig. 20 sind die Seitenwände nach hinten keilförmig an der Haube
igi verlängert, wodurch dort die Wirkung des Windes beeinflußt wird.
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Fig. 25 zeigt eine Bauart, bei der die Breite des Herdes nach vorn
zunimmt, was für manche Arten von Aufbereitungsgut vorteilhaft ist. In anderen Fällen
kann umgekehrt eine Verschmälerung nach vorn von Nutzen sein.
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An Stelle der schwebenden Platten 56, 70 und 84 der Fig. i
können auch schwebende Platten 223, 226, 227 der in Fig. ig schematisch gezeichneten
Anordnung treten. Der Herd nach Fig. 14 kann mit oder ohne solche Platten betrieben
werden.
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In Fig. 26, 27, 28 ist eine andere Ausführungsform des vorderen Herdendes
dargestellt. Hier ist da: Vorderende durch eine keilförmige, am besten auf der Herdsohle
senkrecht stehende Wand 228 abgeschlossen. Vor ihr befinden sich rechts und links
Austragöffnungen 229 von geringer Höhe für das schwerere Gut. Dieses wird von dort
durch kurze Rinnen 230, 233, 234, die einen luftdurchlässigen Boden 231 haben
können, abgeführt; die Räume darunter, 232, stehen dann in Verbindung mit der Windkammer
iq. Auf diese Weise wird an den Öffnungen 220 ein regelbarer Gegendruck des `'indes
auf das Haufwerk ausgeübt. Die Rinnen haben an ihrem Ende eine Zarge 233 und im
Innern eine schwebende, auf dem Stift 237 gleitende Platte 236; oben sind sie durch
eine Decke 238 geschlossen, die oberhalb der Zarge 235 einen Schlitz frei
läßt, durch den das Gut in die Rinne 239 austritt. Wenn die schwebende Platte 236
bis zur Oberkante der Zarge sinkt, so schließt sie praktisch den Austritt. Dieser
wird freigegeben nach Maßgabe des Steigens der Platte.
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Auch bei dieser Anordnung kann die Haube iqo verwendet werden, siehe
Fig. 2g.
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Durch das Heben und Senken der schwebenden Platte 236 regelt sich
selbsttätig gemäß der Schichthöhe des austretenden Gutes der Rückstau
des
Windes und damit seine Wirkung auf die etwa noch mitgerissenen Teile des leichteren
I Gutes, die dadurch in den Herd zurückgetrieben werden.