DE542253C - Verfahren zur Herstellung von Aldehydbasen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Aldehydbasen

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DE542253C
DE542253C DEM105353D DEM0105353D DE542253C DE 542253 C DE542253 C DE 542253C DE M105353 D DEM105353 D DE M105353D DE M0105353 D DEM0105353 D DE M0105353D DE 542253 C DE542253 C DE 542253C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C209/00Preparation of compounds containing amino groups bound to a carbon skeleton
    • C07C209/60Preparation of compounds containing amino groups bound to a carbon skeleton by condensation or addition reactions, e.g. Mannich reaction, addition of ammonia or amines to alkenes or to alkynes or addition of compounds containing an active hydrogen atom to Schiff's bases, quinone imines, or aziranes

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Aldehydbasen Es würde gefunden, daß Aldehyde von der allgemeinen Formel CH # COH, wobei R einen Alkylrest, R' ebenfalls einen Alkylrest oder Wasserstoff, R und R' zusammen auch einen hydroaromatischen Ring bedeuten, sich mit Formaldehyd und primären oder sekundären aliphatischen Aminen im Sinne folgender Gleichung leicht zu Aminoaldehyden kondensier en lassen Die Reaktion verläuft gut, wenn man das salzsaure Salz des Amins mit dem Aldehyd und einem überschuß von Paraformaldehyd in konzentrierter alkoholischer Lösung einige Zeit kocht. Beim Abkühlen kristallisiert das salzsaure Salz der neuen Aldehydbase in der Regel aus. Die aus den Salzen durch Kalilauge ,abgeschiedenen freien Aldehydbasen sind farblose, im Vakuum unzersetzt destillierbare Flüssigkeiten von stark alkalischer Reaktion. Durch Reduktion mit Natriumamalgam gehen die Aldehydbasen leicht in die zugehörigen Alkamine über.
  • Es ist bekannt, da.ß in Verbindungen, die ein infolge benachbarter Carbonylgruppen reaktionsfähiges Wasserstoffatom enthalten, z. B. in Methyläthylketon, durch Kondensation mit Formaldehyd und primären oder sekundären Aminen die Alkylaminomethylgruppe eingeführt werden kann (Chemisches Zentralblatt, 1928, I, S. 2o r ; Patentschrift 422916, Kl. 12 p). Man weiß aber auch, daß Aldehyde bereits durch ganz milde Reagenzien sich mit sich selbst zu Aldolen kondensieren. Ferner werden Aldehyde schon durch geringe Mengen von Säuren polymerisiert, der Isobutyraldehyd z. B. durch Spuren von Schwefelsäure. Diese Reaktionen geben die Ketone nicht. Es war daher keineswegs vorauszusehen, daß die Aldehyde sich mit Formaldehyd und Aminsalzen zu Aldehydbasen kondensieren lassen würden, zumal während der Kondensation stark saure Reaktion herrscht. Zur Bildung des reaktionsunfähigen Paraldehyds oder eines Aldols lagen daher die Verhältnisse besonders günstig.
  • Im weiteren ließ die bekannte Ersetzbarkeit des beweglichen )Vasserstoffatoms im Isobutyraldehyd durch den Formaldehydrest (Annalen der Chemie, 289, 1896, S. 36f-f.) keinen Schluß auf das Ergebnis des beanspruchten Verfahrens zu; denn das in der eben erwähnten Veröffentlichung beschriebene Pentaglykol enthält keine Aldehydgruppe mehr und unterscheidet sich daher grundsätzlich von den Produkten des neuen Verfahrens. Aber auch das Pentaldol, das aus Isobutyraldehyd und Formaldehyd entsteht (Monatshefte für Chemie, Bd. 21, 1900, S. 216), ist für die Reaktion ohne Bedeutung; wenn die Synthese über dieses Pentaldol verliefe, so wäre damit der ganz ungewöhnliche Fall gegeben, daß eine alkoholische Hydroxylgruppe glatt gegen eine basische Gruppe ausgetauscht würde. Wie eigene Versuche ergeben haben, verläuft aber die Bildung der Aldehydbasen nicht über das Pentaldol, welches sich mit Aminen tatsächlich nicht umsetzen läßt.
  • Die Aldehydbasen sollen als Zwischenprodukte für die Herstellung von Arzneimitteln dienen.
  • Beispiel i 17 Teile Isobutylaldehyd, 16 Teile salzsaures Dimethylamin, 8 Teile absoluter Alkohol und 9 Teile Paraformaldehyd werden unter kräftigem Rühren i Stunde unter Rückfluß gekocht. Darauf werden nochmals 9 Teile Paraformaldehyd zugefügt und eine weitere Stunde unter Rühren gekocht. Die Mischung wird allmählich homogen, bis auf einen ungelösten Rest von Paraformaldehyd. Beim Erkalten entsteht eine dicke Kristallmasse, die das salzsaure Salz des a, a-Dimethyl-ß-dimethylaminopropionaldehyds darstellt. Die freie Aldehydbase bildet,ein farbloses Öl, das bei 88 mm Druck bei 820 siedet. Beispiel 2 2o Teile Isobutylaldehyd, 24 Teile Piperidin, 8 Teile absoluter Alkohol und 6 Teile Paraformaldehyd werden unter kräftigem Rühren ?!2 Stunde unter Rückfluß gekocht. Man fügt nochmals 3 Teile Paraformaldehyd zu und erhält weitere 3 Stunden im Sieden, bis nur noch wenig Paraformaldehyd ungelöst ist. Das Reaktionsprodukt wird in Wasser gelöst, worauf zur Entfernung von. überschüssigem Isobutylaldehyd mit Äther ausgeschüttelt wird. Auf Zusatz von Kalilauge scheidet sich die Aldehydbase aus, die unter 12 mm Druck bei 95° destilliert. Der a, a-Dimethyl-ß-piperiäinopropionaldehyd bildet ein farbloses, stark basisch riechendes, mit Wasser nicht mischbares Öl. Das salzsaure Salz der Base kristallisiert schön aus Aceton und schmilzt bei 1640. Beispiel 3 15 Teile Isovaleraldehyd, 21 Teile salzsaures Dimethylamin, 2 5 Teile Formaldehydlösung (35ooig) werden 3 Stunden am Rückflußkühler gekocht, bis die Mischung homogen geworden ist. Man schüttelt bei saurer Reaktion mit Äther aus, versetzt sodann mit Kalilauge im überschuß 'und gewinnt durch Ausschütteln mit Äther 2o Teile einer flüssigen Base, den a-Isopropyl-ß-dimethylaminopropionaldehyd. Er destilliert als wasserhelles Öl bei i2 mm Druck zwischen 66 und 680. Die Salze sind hygroskopisch. Durch Reduktion mit Natriumamalgam erhält man leicht die zugehörige Alkoholbase, welche ein bei 15 mm Druck zwischen 85 und 860 siedendes Öl bildet.
  • Beispiel 4 Man kocht 64 Teile der Bisulfitverbindung des Hexahydrobenzaldehyds, 7o Teile Formaldehydlösung von 350/0, 4o Teile salzsaures Piperidin, 0,75 Teile konzentrierte Salzsäure und 12 Teile Alkohol 3 bis 4 Stunden am Rückflußkühler. Nach kurzem Erwärmen bilden sich zwei Schichten; bei weiterem Kochen und häufigem Umschütteln löst sich die obere allmählich in der unteren. Wenn das obenauf schwimmende Öl völlig verschwunden ist, wird filtriert und die sauer reagierende Flüssigkeit ausgeäthert. Der Äther nimmt nur wenig auf. Durch Zusatz von überschüssiger Kalilauge wird die Aldehydbase ölig abgeschieden, in Äther aufgenommen und im Vakuum destilliert. Der i-.(Piperidinomethyl-) hexahydrobenzaldehyd geht bei 12 mm Druck bei 141 bis i42° als farbloses Öl über. Das salzsaure Salz der Aldehydbase kristallisiert schön aus Aceton und schmilzt bei 165°. Beispiel 5 24 Teile salzsaures Methylamin, 14 Teile Paraformaldehyd werden mit 3 6 Teilen Isobutyraldehyd unter häufigem Umschütteln 6 bis 8 Stunden auf dem Wasserbad am Rückflußkühler gekocht, bis eine homogene Flüssigkeit entstanden ist. Beim Erkalten erhält man eine gelbliche Salzmasse, die in der Hauptsache aus dem salzsauren Salz des a-(Methylaminomethyl-)isobutyraldehyds besteht. Dieses Rohprodukt ist für die Weiterverarbeitung genügend rein. Es läßt sich in schwach saurer Lösung durch Natriumamalgam zur entsprechenden Alkoholbase, dem a-(Methylaminomethyl-)isobutyralkohol, reduzieren. Letzterer kann durch Vakuumdestillation gereinigt werden, wobei er unter 12 mm Druck gegen 850 übergeht. Die destillierte Alkoholbase erstarrt bald zu Kristallen, die in organischen Lösungsmitteln leicht löslich sind und aus Petroläther umkristallisiert werden können. Ihr Schmelzpunkt liegt bei 540.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Aldehydbasen, dadurch gekennzeichnet, daß man Aldehyde der allgemeinen Formel mit Formaldehyd und primären oder sekundären aliphatischen Aminen kondensiert.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2007112358A1 (en) * 2006-03-25 2007-10-04 Wisconsin Alumni Research Foundation Concise beta2-amino acid synthesis via organocatalytic aminomethylation

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2007112358A1 (en) * 2006-03-25 2007-10-04 Wisconsin Alumni Research Foundation Concise beta2-amino acid synthesis via organocatalytic aminomethylation
US7820858B2 (en) 2006-03-25 2010-10-26 Wisconsin Alumni Research Foundation Concise β2-amino acid synthesis via organocatalytic aminomethylation

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