DE543197C - Verfahren und Vorrichtung zum Entfernen von faserigem Lignit aus Kohle - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Entfernen von faserigem Lignit aus Kohle

Info

Publication number
DE543197C
DE543197C DEE40025D DEE0040025D DE543197C DE 543197 C DE543197 C DE 543197C DE E40025 D DEE40025 D DE E40025D DE E0040025 D DEE0040025 D DE E0040025D DE 543197 C DE543197 C DE 543197C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lignite
coal
bars
rake
brushes
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEE40025D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BRIKETTFABRIKEN
EINTRACHT BRAUNKOHLENWERKE
Original Assignee
BRIKETTFABRIKEN
EINTRACHT BRAUNKOHLENWERKE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BRIKETTFABRIKEN, EINTRACHT BRAUNKOHLENWERKE filed Critical BRIKETTFABRIKEN
Priority to DEE40025D priority Critical patent/DE543197C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE543197C publication Critical patent/DE543197C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Landscapes

  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Entfernen von faserigem Lignit aus Kohle je nach dem Vorkommen ist in der geförderten Braunkohle mehr oder minder Lignit eingelagert, der bei der Verarbeitung der Kohle zu Briketten erhebliche Schwierigkeiten und Störungen bereitet oder die Güte der hergestellten Ware beeinträchtigt. Der Lignit und ähnliche Bestandteile werden deshalb, wo sie häufig vorkommen, mit der Hand herausgelesen oder auch nach vorheriger Zerkleinerung der Rohkohle durch Sieben entfernt, wodurch aber keine völlige Ausscheidung erreicht wird.
  • Das den Gegenstand der Erfindung bildende Verfahren entfernt den in der Kohle enthaltenen Lignit, und zwar besonders die Fasern und dünnen Stücke, indem die von bekannten umlaufenden, endlosen Rechenstäben oder -bürsten erfaßten holzigen, faserigen Bestandteile zwangsläufig durch zwischen den Rechenzinken angeordnete Abstreichleisten von den sich unter die Oberfläche derselben hinabbewegenden Rechenzinken abgestrichen werden, wobei die Abstreichleisten gleichzeitig die Gleitfläche für die Kohle bilden können. Die Abstreichleisten können erfindungsgemäß einen aus Ringen mit dazwischenliegenden Ringspalten gebildeten feststehenden oder umlaufenden Trommelkörper bilden, in dem exzentrisch gelagert eine zweite Trommel mit in Ringreihen außen angeordneten Rechenstäben umläuft, die durch Ringspalten auf einem Teil ihres Weges hindurchtreten. Hierbei können die Ringteile des äußeren Trommelkörpers Rechenstäbe oder -bürsten tragen. Es sind Vorrichtungen zur Trennung von Körpern von solchen anderer Form, Art und Größe bekannt, die je nach ihrem Sonderzweck in mit Kammzähnen oder Rechenstäben besetzten Walzen oder umlaufenden, geneigten, endlosen Bändern bestehen, die gegebenenfalls mit feststehenden Rechen zusammenarbeiten und erforderlichenfalls auch mit Vorrichtungen zur Erschütterung des Bandes versehen sind und von deren Rechenstäbe oder Zinken die von diesen erfaßtel Körper an bestimmter Stelle abfallen oder durch Walzenbürsten abgenommen werden. Wieder andere Einrichtungen, beispielsweise zur Trennung der Zuckerrüben von Unreinigkeiten, bestehen in endlosen Zuführungsbändern in Verbindung mit einer Auslesewalze, auf deren beweglichen Stacheln die Rüben aufgespießt werden und von denen sie nach dem Zurückziehen der Stacheln abfallen. Endlich sind Trennvorrichtungen für verschiedene Körper wechselnder Gestalt bekannt, die .aus Walzen mit Längsriffeln und mit diese Längsriffeln durchschneidenden Ringnuten bestehen, in welche Ringnuten feststehende Rechenstäbe eingreifen.
  • Alle diese Vorrichtungen eignen sich nur für trockene Stoffe und zum Teil auch nur für die Trennung von Körnern. Sie sind aber für die Abscheidung von Lignit, d. h. von holzigen, faserigen und splitterigen Körpern aus feuchter und klebriger Rohbraunkohle nicht zu gebrauchen, denn die Lignitfasern und die Braunkohle würden an den Zinken haften, oder sie würden anderseits gar nicht erfaßt werden. Auch würde die Braunkohle sich ebenso wie die Lignitfasern in den Vertiefungen und Winkeln der Vorrichtungen festsetzen, und damit würden solche bekannten Einrichtungen bald unbrauchbar «-erden und ganz zum Stillstand kommen.
  • Nach der Erfindung sollen jedoch faserige Stoffe (Lignit) aus Kohle ausgeschieden «erden, wobei besondere Maßnahmen notwendig werden, um diese zu entfernen.
  • Auf der Zeichnung sind als Beispiel verschiedene Einrichtungen zum Entfernen des Lignits rein schematisch dargestellt, und zwar ist Abb. i eine Einrichtung, bei welcher die Rechenstäbe oder Kammzinken auf einem umlaufenden Bande sitzen, Abh. 2 - ein Querschnitt nach A-B der Abb: T.
  • Abb. -; eine zweite. Ausführungsforte, bei der die Rechenstäbe auf walzenförmigen Körpern sitzen, und Abb-. 4. eine dritte Ausführungsform, bei welcher die Rechenstäbe auf einer Walze sitzen, die mit einer geriffelten Walze zusammenarbeitet.
  • Abh. 5 endlich zeigt die Einrichtung nach A11. 4. im Grundriß.
  • Bei der Ausführungsform der Abh. i ist a ein unter einem Zuführungsrumpf oder Trichter b geneigt gelagertes, über die Rollen c und rl laufendes endloses Band, auf welchem Rechen- oder Kammstäbe bzw. Bürsten/ befestigt sind, und zwar in der Längsrichtung des Bandes in geraden Reihen, die einen gewissen Abstand voneinander haben, wie Abb. :3 zeigt. Zwischen den Reihen der Rechenstäbe sind schmale Platten oder Leisten g unbeweglich gelagert, so daß sich die Rechenstäbe in der Richtung des Pfeiles I zwischen ihnen bewegen. Am oberen Ende des Bandes bei j' sind diese Leisten so nach abwärts gekrümmt, daß sie über den Weg der Enden der Rechenstäbe hinausreichen. Unter den Endeng' der Leisten befindet sich ein Auffangtrichter oder -rumpf ht.
  • Die zerkleinerte Kohle tritt aus dem Trichter b zwischen die Rechen- oder Kammstäbe f und gleitet auf den Leisten g infolge von deren Schräglage nach unten und fällt dort in einen nicht dargestellten Sammelrumpf. Die Lignitteile und -späne verfangen sich ,an den Stäben oder Bürsten und werden dem Kohlestrom entgegen .auf dem Leisten. entlang nach dem oberen Ende des Bandes geführt und dort durch dieselben Leisten bei g' von den Rechenstäben abgestrichen und fallen in den Sammelrumpf h.
  • Bei der Einrichtung der Abb.3 ist unter dem Zuführungstrichter b eine um die Achse i umlaufende Walze k gelagert, auf der die Rechenstäbe i in um die Walze herumlaufenden, einander parallelen Ringreihen angebracht sind. Ein zweiter Walzenkörperl von größerem Durchmesser ist exzentrisch zur Walzeh gelagert, hat also seine Achse in m. Er besteht aus einzelnen schmalen Ringen, die schmale Ringspalten zwischen sich frei lassen, durch die die Rechenstäbe und Bürsten der Walzeh nach außen hindurchtreten. Zwischen den Punktenn und o jedoch treten die Rechenstäbe i infolge der exzentrischen Lagerung der Walzen nicht mehr über die Oberfläche des Walzenkörpers l hinaus, bleiben vielmehr auf diesem Wege innerhalb dieser Zylinderfläche. Beide Walzenkörper können sich drehen; es kann ,aber auch der Walzenkörper l feststehen. Ist letzteres der Fall und dreht sich die Walzeh in Richtung des Pfeiles I I, während der Kohlestrom,- aus b kommend, in Richtung des Pfeiles III zwischen den Rechenstäben nach dem Sammelrumpf p gleitet, so werden die Lignitteile von den Rechenstäben oder Bürsten iil der Pfeilrichtung II geführt und dabei durch die Ringteile des 'Walzenkörpers L von den Rechenstäben oder Bürsten bei n abgestrichen, so daß sie in den Sammelrumpf g herabfallen.
  • Man kann nun auch die Ringe des Walzenkörpers L mit Rechenstäben oder Bürsten/ besetzen und entweder beide Walzen in gleicher Richtung oder in einander entgegengesetzter umlaufen lassen. Um den Abstreichpunkt n zu verlegen bzw. um die Tiefe des Ineinandergreifens der Rechenstäbe zwischen den Ringen des äußeren. Walzenkörpers zu regeln, kamt man die Achse der einen Walze, beispielsweise die Achsei, in Exzenterkörpern lagern und sie durch Drehung dieser um die Achse m zwecks Einstellung herumwandern lassen.
  • Je nach der endgültig zu erreichenden Wirkung kann man die Drehungsrichtung der Walzen unter entsprechender Verschiebung des Zuführungsrumpfes b ändern.
  • Die in Abb.4 und 5 dargestellte Einrichtung besteht aus einer Walze mit Riffelungen s, die entweder um die Walze herum oder parallel zur Achse verlaufen. Eine zweite mit Rechenstäben oder Bürsten f besetzte Walze k ist parallel zur ersteren so gelagert, daß die Rechenstäbe an der Oberfläche der ersteren Walze bei ihrer Drehung entlang streichen. Beide -Walzen können sich dabei in gleicher Richtung oder in einander entgegengesetzter Richtung drehen. Die Kohle wird durch den Rumpf b zugeführt und fällt, nachdem sie zwischen die Walzen hindurchgegangen ist, in den Sammelrumpf p, während die Lignitteile je nach der Drehung der Walze h durch Abstreicher t oder i' in die Sammelrümpfe g oder g' gelangen. Zur Erhöhung der Wirkung, d. h. zur Erleichterung des Durchganges der Kohle zwischen den Rechenstäben und zur Loslösung der Lignitteile von den Rechenstäben oder -bürsten, können Einrichtungen zur Erschütterung der entsprechenden Teile angebracht ,ein, die hier nicht dargestellt sind.

Claims (1)

  1. PATENTA@SPRÜCIIL: i. Verfahren zum Entfernen von faserigem Lignit aus Kohle, dadurch gekennzeichnet, daß die von bekannten umlaufenden, endlosen Rechenstäben oder -bürsten erfaßten holzigen, faserigen Bestandteile -zwangsläufig durch zwischen den Rechenzinken angeordnete Abstreichleisten von den sich unter die Oberfläche derselben hinabbewegenden Rechenzinken abgestrichen werden. z. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstreichleisten gleichzeitig die Gleitfläche für dis Kohle bilden. 3. Vorrichtung nach Anspruch i und z, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstr eichleisten einen aus Ringen mit dazwischenliegenden Ringspalten bestehenden feststehenden oder umlaufenden Trommelkörper (Z) bilden, in dem exzentrisch gelagert eine zweite Trommel (k) mit in Ringreihen außen angeordneten Rechenstäben umläuft, die durch die Ringspalten auf einen Teil ihres Weges hindurchtreten. Vorrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß auch die Ringteile des äußeren Trommelkörpers (L) Rechenstäbe oder -bürsten tragen.
DEE40025D 1929-10-17 1929-10-17 Verfahren und Vorrichtung zum Entfernen von faserigem Lignit aus Kohle Expired DE543197C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEE40025D DE543197C (de) 1929-10-17 1929-10-17 Verfahren und Vorrichtung zum Entfernen von faserigem Lignit aus Kohle

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEE40025D DE543197C (de) 1929-10-17 1929-10-17 Verfahren und Vorrichtung zum Entfernen von faserigem Lignit aus Kohle

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE543197C true DE543197C (de) 1932-02-03

Family

ID=7078760

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEE40025D Expired DE543197C (de) 1929-10-17 1929-10-17 Verfahren und Vorrichtung zum Entfernen von faserigem Lignit aus Kohle

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE543197C (de)

Cited By (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE739543C (de) * 1940-12-11 1943-09-29 Gustloff Werke Schwingsieb fuer lignithaltige Kohle
FR2648370A1 (fr) * 1989-06-16 1990-12-21 Waeschle Maschf Gmbh Procede pour la separation de " cheveux d'ange " de produits en vrac, et separateur pour la mise en oeuvre du procede
FR2655574A1 (fr) * 1989-12-08 1991-06-14 Waeschle Maschf Gmbh Dispositif pour la separation de cheveux d'ange d'une matiere en vrac.
NL8902958A (nl) * 1989-11-30 1991-06-17 Compas B V Maschf Inrichting voor het van elkaar scheiden van bollen of knollen van een gewas.
EP0492259A1 (de) * 1990-12-22 1992-07-01 Lindemann Maschinenfabrik GmbH Verfahren und Vorrichtung zum Aufbereiten von kleinstückigem Material
WO1995003896A1 (de) * 1993-07-31 1995-02-09 Lindemann Maschinenfabrik Gmbh Verfahren und vorrichtung zum aufbereiten von materialien aus einem feststoffgemisch

Cited By (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE739543C (de) * 1940-12-11 1943-09-29 Gustloff Werke Schwingsieb fuer lignithaltige Kohle
FR2648370A1 (fr) * 1989-06-16 1990-12-21 Waeschle Maschf Gmbh Procede pour la separation de " cheveux d'ange " de produits en vrac, et separateur pour la mise en oeuvre du procede
NL8902958A (nl) * 1989-11-30 1991-06-17 Compas B V Maschf Inrichting voor het van elkaar scheiden van bollen of knollen van een gewas.
FR2655574A1 (fr) * 1989-12-08 1991-06-14 Waeschle Maschf Gmbh Dispositif pour la separation de cheveux d'ange d'une matiere en vrac.
EP0492259A1 (de) * 1990-12-22 1992-07-01 Lindemann Maschinenfabrik GmbH Verfahren und Vorrichtung zum Aufbereiten von kleinstückigem Material
WO1995003896A1 (de) * 1993-07-31 1995-02-09 Lindemann Maschinenfabrik Gmbh Verfahren und vorrichtung zum aufbereiten von materialien aus einem feststoffgemisch

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3516623C2 (de)
DE486483C (de) Vorrichtung zum Ausbreiten geschnittenen Tabaks fuer Zigarettenmaschinen
DE1567262B2 (de) Verfahren und vorrichtung zum verarbeiten von zuckerrohrhalmen
DE2602249C2 (de)
DE3786267T2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Aufbereitung von Pflanzenstengeln.
DE543197C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Entfernen von faserigem Lignit aus Kohle
DE2307614C3 (de) Nachpflückeinrichtung an Hopfenpflückmaschinen
DE651025C (de) Vorrichtung zum Bilden eines Tabakvliesses
DE952226C (de) Verfahren zum Entwaessern von unloeslichen Schlaemmen entoelten Erdnuss- oder Sojabohnenmehles
DE2011091C3 (de) Verfahren zum Filtrieren von Aufschlämmungen
DE487071C (de) Vorrichtung zur Herstellung wolleaehnlicher Cellulosekunstfaeden
DE566868C (de) Maschine zur Behandlung faserhaltiger Blaetter
DE864434C (de) Vorrichtung zum Trennen verspinnbarer Fasern vom Pflanzensaft und Saftgewinnungs- und Brechverfahren
DE69200133T2 (de) Maschine zur Trennung von Kernen von Trauben oder ähnlichen Früchten von der Haut.
DE719703C (de) Verfahren zur Abscheidung von Torffasern
DE116642C (de)
DE363725C (de) Vorrichtung zum Trennen der Baumwolle von den Samenkapseln
DE912408C (de) Reinigungsvorrichtung fuer Wurzelfruechte u. dgl.
DE858590C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Entfernen des Bastes, insbesondere von Pflanzenstengeln
DE535225C (de) Verfahren zum Ordnen, Abzaehlen und Zufuehren von Tabletten und aehnlichen Warenstuecken
DE906690C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Entwaesserung und Unterstuetzung der Trocknung von Torf od. dgl.
DE881856C (de) Verfahren zur Gewinnung einer spinnfaehigen Faser aus Waste
DE1071999B (de) Kartoffelerntemaschine
DE401550C (de) Passiermaschine
DE69417255T2 (de) Karde eines tandemkardentyps mit feststehenden kardiereinheiten unterhalb der kardiertrommel