DE54351C - Schwungpendel für Geschwindigkeitsmesser mit gleichmäfsiger Eintheilung - Google Patents
Schwungpendel für Geschwindigkeitsmesser mit gleichmäfsiger EintheilungInfo
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- DE54351C DE54351C DENDAT54351D DE54351DA DE54351C DE 54351 C DE54351 C DE 54351C DE NDAT54351 D DENDAT54351 D DE NDAT54351D DE 54351D A DE54351D A DE 54351DA DE 54351 C DE54351 C DE 54351C
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01P—MEASURING LINEAR OR ANGULAR SPEED, ACCELERATION, DECELERATION, OR SHOCK; INDICATING PRESENCE, ABSENCE, OR DIRECTION, OF MOVEMENT
- G01P3/00—Measuring linear or angular speed; Measuring differences of linear or angular speeds
- G01P3/02—Devices characterised by the use of mechanical means
- G01P3/16—Devices characterised by the use of mechanical means by using centrifugal forces of solid masses
- G01P3/18—Devices characterised by the use of mechanical means by using centrifugal forces of solid masses transferred to the indicator by mechanical means
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
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- Vibration Dampers (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT,
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 31. Mai 1890 ab.
In Fig. ι ist das Gehäuse eines Geschwin digkeitsmessers,
welcher die Fliehkraft rotirender Schwungmassen als Richtkraft für den Zeiger benutzt, im Verticalschnitt, die -Welle mit dem
Schwungkörper aber in der Ansicht dargestellt. Fig. 2 zeigt den Horizontalschnitt durch die
Mitte, während Fig. 3 die Vorderansicht und Fig. 4 die Ansicht des mit dem Zeiger in Verbindung
stehenden Stellzeuges' giebt (bei theilweiser Entfernung der Wand des Gehäuses).
Auf der Achse A sitzt ein Prisma P, auf welches zwei Plattfedern ff aufgeschraubt sind,
welche parallel zur Welle A liegen und die beiden Schwungmassen K K tragen, Fig. 1
und 2. Bei zunehmender Geschwindigkeit entfernen sich die zwei Schwungkörper von
der Achse, bis sie bei der Maximalgeschwindigkeit die Lage K1 K1 einnehmen, Fig. 2.
Die Welle A ist geschlitzt und besitzt in ihrer Längsrichtung eine Ausbohrung, in welcher
ein Kolben k gleitet, der durch die Stangen s s mit den Schwungmassen k. in Verbindung steht.
Durch die Verbindungsstange ν wird die Bewegung des Kolbens auf die Welle W mit
dem Rechen R und durch diesen auf die Zeigerwelle \ übertragen.
Auf dem Prisma P sind noch zwei Schienen S S angebracht, Fig. 2, gegen welche sich die
Plattfedern ff legen, wenn sie sich bei zunehmender Geschwindigkeit nach aufsen durchbiegen.
Würden diese Widerlager 5 nicht vorhanden sein, so würde die Entfernung der
Schwungmassen K von der Achse in einem stärkeren Verhältnifs zunehmen als die Geschwindigkeit,
weil die Durchbiegung der Federn proportional der Fliehkraft ist, letztere aber proportional mit dem Product aus dem
Quadrat der Winkelgeschwindigkeit und der Entfernung der Massen von der Achse wächst.
Es würde dann also der Zeiger bei gleichförmig zunehmender Geschwindigkeit erst langsam
und dann schneller vorrücken und die oben angegebene Befestigung der Schwungmassen
direct an parallel zur Drehachse liegenden Plattfedern, die sich durch ihre Einfacheit empfiehlt,
würde für ein praktisches Instrument unverwendbar werden.
Die Schienen 5 sind nun so gebogen, dafs der den Schwungmassen zunächst gelegene
unterstützte Punkt der Federn bei zunehmender Durchbiegung derselben stetig nach den
Schwungmassen hinrückt und die Stellen der Federn, in welchen das Biegungsmoment am
gröfsten ist, mit zunehmender Drehgeschwindigkeit immer mehr und mehr unterstützt
werden. So kann man erreichen, dafs der Zeiger proportional der Geschwindigkeitszunahme
vorrückt.
Soll ein Geschwindigkeitsmesser bei jeder Lage der Welle A (stehend oder liegend)
richtig anzeigen, so mufs die Stellung des Zeigers unabhängig sein von der Wirkung der
Schwere auf die Schwungmassen und das Hebelwerk für den Zeiger; sie darf vielmehr
nur von der Centrifugalkraft abhängen. Das Gewicht des Kolbens k, der Stangen ν und s
wird durch das Gegengewicht G mit ausgeglichen. Die Wirkung der Schwerkraft auf die Schwungmassen K wird bei waagrechter
Lage der Welle A durch die Stangen s auf den Kolben K übertragen, der hierdurch einen
Druck senkrecht zu seiner Bewegungsrichtung
erleidet, der also seine Stellung nicht beeinfiufst.
Bei senkrechter Lage der Welle A wirkt das Eigengewicht der Schwungmassen annähernd
in der Federrichtung, bedingt daher keine Durchbiegung der Federn und damit keinen
Einflufs auf die Stellung des Zeigers. Sind bei gröfserer Geschwindigkeit die Federn merklich
gekrümmt, so ist auch eine merkliche Wirkung des Eigengewichts der Massen auf Durchbiegung
der Federn vorhanden, dieselbe bleibt jedoch im Verhältnifs zu der stark wachsenden
Centrifugalkraft immer klein (bei genügend hohen Tourenzahlen).
Bei einer mittleren Tourenzahl von 1000 in der Minute und einem Abstand des Schwerpunktes
der Schwungmasse von der Drehachse von ι ,8 cm beträgt die Fliehkraft der Schwungmasse
das Zwanzigfache ihres Gewichtes. Die in der Richtung der Fliehkraft wirkende Componente
der Schwerkraft würde ca. Y10 des
Gewichtes betragen, wonach sich der Einflufs des Eigengewichtes der Schwungmassen
auf die Durchbiegung der Federn auf Y200 der
Gentrifugalkraft stellt. Durch passende Wahl des Gegengewichtes G kann man diesen Fehler
von Y2 t, der für die Praxis kaum ins Gewicht
fällt, noch' weiter ausgleichen, so dafs er ganz unmerklich wird.
Auf der Zeigerwelle % sitzt eine Glycerindämpfung,
welche aus einem vollständig geschlossenen Hohlcylinder besteht, der zur
Hälfte mit Glycerin gefüllt ist. Dasselbe wirkt durch seine Trägheit und Reibung im Cylinder
dämpfend auf die Bewegung des Zeigers,. ohne die Empfindlichkeit zu beeinträchtigen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Schwungpendel für Geschwindigkeitsmesser, bei welchem die Schwungmassen an den Enden zweier parallel zur Drehachse liegenden Federn sitzen, die mit ihren anderen Enden an der Achse befestigt sind und sich bei ihrer Biegung gegen zwei mit der Achse fest verbundene Schienen S legen, welche so gekrümmt sind, dafs der durch die Schienen unterstützte Theil der Federn mit zunehmender Drehgeschwindigkeit wächst, derart, dafs der Ausschlag des Zeigers ungefähr in demselben Verhältnifs wie die Geschwindigkeit zunimmt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE54351C true DE54351C (de) |
Family
ID=328948
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT54351D Expired - Lifetime DE54351C (de) | Schwungpendel für Geschwindigkeitsmesser mit gleichmäfsiger Eintheilung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE54351C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE745928C (de) * | 1938-05-01 | 1944-12-13 | Ver Deutsche Metallwerke Ag | Fliehkraftegler, insbesondere fuer Verstelluftschrauben |
| DE882323C (de) * | 1942-02-22 | 1953-07-09 | Aeg | Zentrifugalgeschwindigkeitsmesser oder -regler |
-
0
- DE DENDAT54351D patent/DE54351C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE745928C (de) * | 1938-05-01 | 1944-12-13 | Ver Deutsche Metallwerke Ag | Fliehkraftegler, insbesondere fuer Verstelluftschrauben |
| DE882323C (de) * | 1942-02-22 | 1953-07-09 | Aeg | Zentrifugalgeschwindigkeitsmesser oder -regler |
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