DE54370C - Phonograph mit nur einer Membran für Schreib- und Sprechwerkzeug - Google Patents

Phonograph mit nur einer Membran für Schreib- und Sprechwerkzeug

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DE54370C
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DENDAT54370D
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English (en)
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TH. A. EDISON in Llewellyn Park, Grafschaft Essex, New-Jersey, V. St. A
Publication of DE54370C publication Critical patent/DE54370C/de
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Description

KAISERLICHES
PATENTAM
Das wesentliche Kennzeichen des vorliegenden Phonographen besteht darin, dafs für Schreibwerkzeug und Sprechwerkzeug nur eine Membran vorhanden ist und erstere mit letzterer so verbunden sind, dafs sie durch einfache seitliche Umstellung mit der Membran und dem Phonogrammcylinder in und aufser Arbeitsbeziehung gesetzt werden.
Der Phonograph ist auf der Zeichnung in Fig. ι in der Oberansicht und in Fig 2 im Querschnitt dargestellt (unter Weglassung des Motors). Fig. 3 ist ein Verticalschnitt durch das Schreib- und Sprechinstrument, Fig. 4 eine Unteransicht dazu. Fig. 5- ist eine Unteransicht und Fig. 6 eine Seitenansicht der Befestigung und gegenseitigen Anordnung der Schreib- und Sprechwerkzeuge. Fig. 7 ist eine Schnittansicht und Fig. 8 eine Unteransicht des Vorschubmechanismus. Fig. 9 ist eine perspectivische Ansicht des Sprechrohres und Fig. 10 eine gleiche Ansicht des Endes des Hörrohres.
Wie in der früheren Construction mit parallel zur Phonogrammcylinderfläche bewegten Schreib- und Sprechinstrumenten ist B die auf der Grundplatte gelagerte, durch Scheibe F bezw. Treibband mit dem Motor verbundene Welle zum Aufstecken der cylindrischen Phonogrammfläche E mittelst des Hülfscylinders D; C das auf der .Welle B angebrachte Schraubengewinde zum Verschieben der Instrumente parallel zur Fläche Ξ; G ist der auf der Stange I mittelst Hülse H sich führende Arm mit dem Gestell M zum Einsetzen des combinirten Schreib- und Sprechwerkzeuges; J ist der mit der Hülse H verbundene Führungsarm. Derselbe sitzt an einer auf H mittelst Klemmschraube α festgestellten Hülse L; er besteht aus einer am äufseren Ende aufgespaltenen Blattfeder und trägt hier zwei Schraubenmutterabschnitte b b, mittelst deren er in das Gewinde C fafst. Die Elasticität des Armes J, sowie die Anwesenheit zweier von einander unabhängig gemachten Schraubenmutterabschnitte sichert den Bestand des Eingriffes.
Der im hinteren Ende vom Arm J vorgesehene Schlitz α1 dient dazu, ersteren beider Zusammensetzung des Apparates in die richtige Arbeitslage einzustellen.
Der Gestellarm G trägt am vorderen Ende ein einfaches kreisrundes Gestell M zum Einsetzen des vereinigten Schreib- und Sprechinstrumentes , dessen lose in M ruhender Rahmen c mittelst zweier federnden Klemmen b1 b1 an freiwilliger Drehung gehindert wird, e ist der in c eingeschraubte Rohrstutzen zum Aufschieben des Sprech- bezw. Hörrohres.
d ist die zwischen e und c eingespannte Membran. Im Centrum derselben ist ein Säulchen e1 befestigt und an dieses mittelst zweier Gelenke f ein Hebel g angeschlossen, der ferner noch drehbar in zwei Ohren h gehalten ist, welche von einer in k am Rahmen c scharnierartig befestigten und am anderen Ende durch den Kopf des Schräubchens / I gestützten flachen Platte i herabhängen. Am freien Ende des Hebels g ist in den vom Querstück m, Fig. 5 und 6, getragenen Hülsen ο und o1 das Schreibwerkzeug η und das Sprechwerkzeug ρ eingesteckt. Beide Werkzeuge sind wie in Patentschrift No. 51795 dargestellt und beschrieben eingerichtet.
Durch entsprechendes Verdrehen des Rah-
mens c im Gestell M. wird je nachdem das Schreibwerkzeug oder Sprechwerkzeug in die zur Arbeitsverbindung mit der Fläche E geeignete Lage gebracht.
In Fig. 6 ist das Schreibwerkzeug η eingestellt und das Sprechwerkzeug abgestellt; man erkennt leicht, wie durch einfaches Drehen des Rahmens c die Arbeitsbeziehung umgekehrt wird. Zur Erleichterung der Einstellung bezw. Umstellung ist c mit einem Handgriff q, Fig. i, versehen, dessen Endlagen durch auf dem Rahmen M angeordnete Anschläge r und r1 bestimmt werden, von denen r1 (aus einem Schräubchen gebildet) seitlich verstellbar ist, um, wenn erforderlich, die Einstellung des Sprechwerkzeuges zu verbessern.
Zum Festhalten des Sprechrohres und bezw. Hörrohres ist auf der Oberseite des Membranhalters ein Stift s und auf dem Gestell M ein Stift t befestigt, dessen anderes, wie in Fig. ι umgebogenes Ende oberhalb der Oberseite von c steht. Das Sprechrohr JV trägt am Verbindungsende eine Platte O mit zwei Einschnitten mm1, deren gegenseitige Stellung den Stiften s und if entspricht, wenn das Schreibwerkzeug eingestellt ist. Ebenso trägt das Hörrohr ΛΓ1 eine Platte O1 mit zwei Einschnitten ν und v1, deren gegenseitige Lage derjenigen der Stifte s und t entspricht, wenn das Sprechwerkzeug eingestellt ist. Man kann also aus der Lage des Stiftes s gegen den Stift t ersehen, welches der beiden Instrumente eingestellt ist.
In der Arbeitslage setzt sich das Gestell M auf die bekannte Horizontalführungsschiene P auf. Es ist aufser mit dem zum Aufsetzen und Abheben dienenden Griff Q noch mit einem drehbar daran angeordneten Griff R versehen (Fig. 2), dessen Kopf eine flache Seite p1 und eine erhaben gekrümmte Seite p2 darbietet, die unter rechtem Winkel zu einander stehen. Beim Aufsetzen erfafst man beide Griffe mit denselben beiden Fingern, so dafs R an Q herangedreht wird; infolge dessen wird p2 nach unten gedreht und setzt sich eher auf P als M, d. h. früher, als noch das eingestellte Werkzeug mit der Fläche E in Berührung kommt. Läfst man darauf den Griff R los, so dreht sich j?2 auf P, bis die flache Seite p1 aufliegt, und setzt sich hierbei das Werkzeug sanft auf; hebt man' alsdann den Griff R, so dreht sich p2 wieder auf P und hebt dabei das Instrument aus. Die Krümmung von j?2 ist so bemessen, dafs ihre Drehung gleichzeitig auch die Führungsmutterabschnitte b b einlegt bezw. aushebt, so dafs man also das Gestell mit der Hand verschieben kann, ohne es ganz zurücklegen zu müssen.
Die Tiefe des Eindringens des Schreibwerkzeuges in die Schreibfläche E wird durch die Platte ζ bestimmt, indem deren Gewicht so bemessen ist, dafs ihr Druck auf die Schreibspitze diese bis zur gewollten Tiefe in die Schreibfläche eintreibt. Letztere wird vorzugsweise aus hartem, sprödem Material hergestellt; der Widerstand desselben vermehrt sich mit der Tiefe des Eindringens und wird bei Erreichung der gewollten Tiefe so stark, dafs er die Gewichtsplatte i aushebt. Diese Selbsteinstellung findet auch dann statt (natürlich innerhalb der Grenzen, für welche der Apparat. construirt ist), wenn der Durchmesser von E durch Abdrehen vermindert worden ist. Die Gewichtspiatte i dient gleichzeitig auch als Bremse, indem sie alle von Unregelmäfsigkeiten der Fläche E erzeugten Bewegungen aufnimmt und deren Einwirkung auf die Membran verhindert.
Der die Welle B zwischen ihren Reitspitzen haltende, um T drehbare Arm S wird selbstthätig festgestellt, indem beim Anheben der um w drehbaren Festhaltung die Feder % das Stück y gegen S anpreist.

Claims (6)

Patent-Ansprüche:
1. Ein Phonograph, bei welchem das Schreibwerkzeug und das Sprechwerkzeug an einem Querstück m befestigt und dieses durch Gelenkgesfänge mit der Membran (d) verbunden ist, so dafs durch entsprechendes Drehen derselben in ihrem Gestell ein Werkzeug eingestellt, das andere dagegen abgestell wird (Fig. 1 bis 6).
2. In dem Phonographen die Anordnung der Gewichsplatte i behufs Regulirung der Eindringtiefe des Schreibinstrumentes und Unschädlichmachung der aus Unregelmäfsigkeiten der Schreibfläche entstehenden Bewegungen der Werkzeuge (Fig. 3 und 4).
3. Bei demselben Phonographen in Verbindung mit dem Instrumentengestell. M und der Horizontalführung P der Hülfsgriff R mit der Drehfläche p"2 und der Auflageseite p1 behufs allmäligen Aufsetzens der Werkzeuge (Fig. 2).
4. In dem Phonographen der Griff q zum Drehen des Membranrahmens in Verbindung mit den Einstellanschlägen r und r1.
5. In dem Phonographen der am Instrumentengestell feste Stift t und der mit dem
. Membranrahmen bewegliche Stift s in Verbindung mit den Einschnitten u u1 der Sprechrohrplatte iV bezw. ν vl der Hörrohrplatte JV1, so dafs letztere nur angefügt werden können, wenn s entsprechend zu t verstellt worden ist (Fig. 1, 9 und 10).
6. In dem Phonographen der aus einer gespaltenen Feder / gebildete Vorschubarm mit je einem Schraubenmutterabschnitt b b auf jedem Spalttheil (Fig. 1, 7 und 8).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT54370D Phonograph mit nur einer Membran für Schreib- und Sprechwerkzeug Expired - Lifetime DE54370C (de)

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