DE544464C - Hubvorrichtung fuer Kraftfahrzeuge - Google Patents
Hubvorrichtung fuer KraftfahrzeugeInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60S—SERVICING, CLEANING, REPAIRING, SUPPORTING, LIFTING, OR MANOEUVRING OF VEHICLES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B60S9/00—Ground-engaging vehicle fittings for supporting, lifting, or manoeuvring the vehicle, wholly or in part, e.g. built-in jacks
- B60S9/14—Ground-engaging vehicle fittings for supporting, lifting, or manoeuvring the vehicle, wholly or in part, e.g. built-in jacks for both lifting and manoeuvring
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- Mechanical Engineering (AREA)
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Hubvorrichtung für Kraftfahrzeuge mit drehbar
unter dem Fahrzeug gelagerten, mit ihren inneren Enden auf waagerechten Bahnen geführten
Hebeln, welche nach ihrem Aufsetzen auf den Erdboden das Fahrzeug anheben. Das wesentliche Merkmal der vorliegenden
Erfindung besteht nun darin, daß die Hebel bei Hubvorrichtungen der genannten Art bei
ihrer Schwenkbewegung mittels Gleitrollen auf festen Gleitbahnen geführt werden. Die
Rollenführung der Hebel auf Gleitbahnen besitzt dem Bekannten gegenüber vor allem den
großen Vorzug, daß die Verschiebungs- bzw. Schwenkbewegung der Hubhebel durch entsprechende
Profilierung und Anordnung der Gleitbahnen den bei der Tätigkeit der Vorrichtung
auftretenden Erfordernissen und Kräften in sehr günstiger Weise angepaßt werden kann. Insbesondere kann durch entsprechende
Profilierung der Gleitbahnen erreicht werden, daß die Hubhebel anfangs sehr rasch bis zum Erdboden gesenkt werden,
später aber, sobald das eigentliche Anheben des Fahrzeuges einsetzt, in ihrer Bewegung
stark verlangsamt werden, so daß eine verhältnismäßig geringe Hubkraft zum Heben
erforderlich ist, ohne daß der Hubvorgang unnötig viel Zeit in Anspruch nimmt. Auch
den sonstigen, z. B. durch die Verschiedenartigkeit der Fahrzeugtypen und -größen hervorgerufenen
wechselnden Anforderungen an die Eigenschaften einer einwandfreien Hubvorrichtung
kann durch geeignete Profilausbildung der Gleitbahn leicht in jeder Hinsicht genügt werden. Weiterhin wird die gesamte
Hubvorrichtung durch die Rollenführung der Hubhebel auf Gleitbahnen wesentlich vereinfacht,
da die Anzahl der beweglichen Teile verringert wird. Insbesondere gestattet die Anordnung der Gleitbahnen eine gegenüber
den bekannten Einrichtungen sehr erhebliche Herabsetzung der Bauhöhe der Hubvorrichtung,
ein Umstand, welcher für die praktische Verwendbarkeit derartiger Hubvorrichtungen
von ausschlaggebender Bedeutung ist.
Eine besonders zweckmäßige Ausbildung der Einrichtung gemäß der Erfindung besteht
darin, daß die Leitkurve der Gleitbahn als Bogen einer Ellipse ausgebildet ist, welche die
zu beiden Seiten der Gleitrolle liegenden Hebelabschnitte als Halbachsen besitzt. Bei
dieser Ausbildung der Gleitbahn bewegen sich die sich auf den Boden aufsetzenden Enden
der Hubhebel beim Heben oder Senken der Hubvorrichtung in an sich bekannter Weise
vertikal.
Eine weitere Ausbildung der Erfindung besteht darin, daß die Hebel und ihre Betätigungsmittel
an einem ring- oder scheibenförmigen Gestell befestigt sind, welches um eine senkrechte Achse drehbar am Fahrzeug angeordnet
ist.
Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung beispielsweise veranschaulicht, und zwar
zeigt
Fig. ι eineAufsicht der Vorrichtung; in den Fig. 2 und 3 ist ein Längsschnitt durch
die Vorrichtung geführt, welche sich einmal in ihrer Ruhestellung, das andere Mal in Gebrauchsstellung
befindet, und in
Fig. 4 ist schematisch die Wirkungsweise der an einem Fahrzeug angebrachten Vorao
richtung dargestellt.
Die Vorrichtung besteht aus einer Anzahl von in der Ruhestellung horizontal liegenden
Hebeln oder Tragsäulen A1 deren Zahl in dem dargestellten Ausführungsbeispiel auf drei
beschränkt ist und die dazu dienen, auf dem Erdboden eine ausreichende Stützfläche zu
schaffen. Die Hebel A sind an ihrem inneren EndeU mit einer SchraubenmutterF gelenkig
verbunden, während an ihrem entgegengesetzten Ende eine Sohlplatte L angelenkt ist. In
der Mitte der Hebel A ist eine Feder 5" befestigt,
welche die Hebel in ihrer Ruhestellung über dem Erdboden hält.
Die Schraubenmuttern F bewegen sich auf Schraubenspindeln B. Auf die Spindeln B
sind Kegelräder aufgekeilt, welche in ein im Mittelpunkt der Vorrichtung gelagertes Kegelrad
D eingreifen, welch letzteres durch einen beliebigen Mechanismus in Rotation versetzt
wird. Wenn ein mit dem Kegelrad D verbundenes Kegelrad!)' gedreht wird, so
überträgt sich die Drehbewegung über die Kegelverzahnung auf die Schraubenspindeln B1
die zu je einem Hebel A gehören. Durch die Drehung der Spindeln werden die Schraubenmuttern
F1 an welche die Hebel A gelenkig angeschlossen sind, je nach der Drehrichtung
nach innen oder nach außen verschoben, so daß die Hebelt ihrerseits gezwungen sind,
in vertikalen Schwenkebenen nach oben bzw. nach unten auszuschlagen.
Um die Form der Ausschlagbewegung festzulegen, werden erfindungsgemäß an den Hebeln
Gleitrollen G drehbar gelagert, die an entsprechend profilierten festen Gleitbahnen H
anliegen. Beim Heben oder Senken der Hebel A verschieben sich die Rollen G auf den
kurvenförmigen Führungsflächen der Gleitbahnen H, so daß die Kurvenform der Gleitbahnen
für die Bewegung der Hebel maßgebend ist. Wenn die Kurve der Gleitbahnen
als Bogen derjenigen Ellipse ausgeführt ist, welche die beiden durch die Gleitrolle G abgeteilten
Hebelabschnitte als Halbachsen besitzt, so bewegt sich die Sohlplatte L des Hebels
auf einer geraden Linie vertikal nach oben und unten.
Wenn die Schraubenspindeln B beispielsweise über ein Umkehrgetriebe mit Klauenkupplung
in Rotation versetzt werden, so wird η0
durch diese Drehung eine vertikale Abwärtsbewegung der Sohlplatten L herbeigeführt.
Sobald die Sohlplatten den Erdboden berühren, wird infolge der auftretenden Bodenreaktion
das ganze Fahrzeug gehoben, wie in Fig. 4 veranschaulicht ist.
Durch geeignete Gestaltung des Profils der Gleitbahnen oder Führungen H läßt sich erreichen,
daß sich die Verschiebungsbewegung der Hebel nach unten anfänglich sehr rasch vollzieht, sich später aber, wenn die Sohlplatten
den Erdboden erreicht haben, verlangsamt. Dieser Umstand hat den Vorzug, daß die Arbeit des Antriebsmechanismus erleichtert
und somit weniger Motorkraft dafür gebraucht wird.
Die Führungen H bilden Teile eines Gestelles N1 welche als kreisförmige Plattform
ausgebildet ist. Auf dem Umfang O dieser Plattform JV ist lose ein Zahnkranz P ange- Qo
ordnet, der in- eine Zahnschnecke Q eingreift, so daß der Zahnkranz bei einer Drehung der
Schnecke um die Mittelachse der Vorrichtung rotiert.
Ein Ringlager R1 welches als Rollen- oder gs
Kugellager ausgeführt und unter dem Fahrgestell oder der Karosserie des Fahrzeuges
angebracht ist, stützt sich auf den Zahnkranz P. Wenn demnach die Schnecke Q in
der einen oder anderen Richtung gedreht wird, so dreht sich auf dem Rollenlager die ganze
am Fahrzeug befestigte Vorrichtung in der Art einer Drehscheibe. Stehen nun die Tragsäulen
der Vorrichtung fest auf dem Erdboden, so führt das auf dem Rollenlager
ruhende Fahrzeug selbst eine entsprechende Drehung aus.
Claims (3)
1. Hubvorrichtung für Kraftfahrzeuge mit drehbar unter dem Fahrzeug gelagerten,
mit ihren inneren Enden auf waagerechten Bahnen geführten Hebeln, welche nach ihrem Aufsetzen auf den Erdboden
das Fahrzeug anheben, dadurch gekennzeichnet, daß die Hebel bei ihrer Schwenkbewegung
mittels Gleitrollen (G) auf festen Gleitbahnen (H) geführt werden.
2. Hubvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitkurve
der Gleitbahn (H) als Bogen einer Ellipse
ausgebildet ist, welche die zu beiden Seiten der Gleitrolle (G) liegenden Hebelabschnitte
als Halbachsen besitzt.
3. Hubvorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Hebel (A) und ihre Betätigungsmittel an einem ring- oder scheibenförmigen Gestell
(N) befestigt sind, welches um eine senkrechte Achse drehbar am Fahrzeug angeordnet ist.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| IT544464X | 1929-03-04 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE544464C true DE544464C (de) | 1932-02-19 |
Family
ID=11287289
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930544464D Expired DE544464C (de) | 1929-03-04 | 1930-03-04 | Hubvorrichtung fuer Kraftfahrzeuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE544464C (de) |
-
1930
- 1930-03-04 DE DE1930544464D patent/DE544464C/de not_active Expired
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