DE544959C - Herstellung von lagerbestaendigem Chlorkalk - Google Patents
Herstellung von lagerbestaendigem ChlorkalkInfo
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Description
- Herstellung von lagerbeständigem Chlorkalk Die bisher bekannten Verfahren zur Verbesserung der Lagerbeständigkeit des Chlorkalks verfolgen das Ziel, einen Chlorkalk mit möglichst geringem Wassergehalt herzustellen. Um dies zu erreichen, wurden einerseits Verfahren vorgesehen, in denen der fertige Chlorkalk getrocknet werden soll, andererseits solche, nach denen dem Chlorkalk bereits während seiner Herstellung das Reaktionswasser entzogen werden soll.
- So ist z. B. zwecks Trocknung des fertigen Chlorkalks vorgeschlagen worden, den wasserhaltigen Chlorkalk auf erhitzten Platten oder in Rohren, die zwecks Fortbewegung des Chlorkalks im Innern mit Schraubenflügeln oder Förderschnecken ausgerüstet sind, einem Strom von erhitzter Luft, deren Temperatur bis zwischen 105 bis 1150 C erreichen kann, entgegen zu bewegen. Bei diesem Verfahren muß jedoch sowohl mit einer mehr oder weniger unvollständigen Entwässerung als auch mit einer ziemlich weitgehenden Zersetzung des Chlorkalks gerechnet werden. Diese beruht darauf, daß bei jeder Entwässerung durch Erwärmung, bei welcher auf den Chlorkalt, in einer gewissen Schichtdicke eingewirkt wird, eine Verschiebung des Wassergehaltes, im Sinne einer örtlichen Anreicherung desselben, stattfindet, die der Zersetzung um so eher förderlich ist, je länger die Wäxmeeinwirkung dauert. Es wurde nun beobachtet, daß die Zersetzung des Chlorkalks bei Einwirkung von Wärme ein ausgesprochener Zeitvorgang und daß bei äußerster Beschleunigung des Wasserentzuges aus dem Chlorkalkmolekiil nur allergeringste Zersetzung zu befürchten ist. Insbesondere hat es sich als möglich erwiesen, einen lagerbeständigen Chlorkalk durch Entwässern von Chlorkalk beliebiger Herkunft zu gewinnen, indem der fertige Chlorkalk in möglichst feiner Verteilung im Gleichstrom mit strömenden Luftmengen, die auf Temperaturen von mindestens 1500, vorteilhaft aber zwischen 16o und 18o0 C erhitzt sind, plötzlich in Berührung gebracht wird und nach einer Berührungszeit von höchstens wenigen Sekunden von der Trocknungsluft getrennt wird.
- Derartige Trocknungsverfahren sind an sich in Anwendung auf andere leicht zersetzliche Stoffe bereits vorgeschlagen worden. In Anbetracht der Tatsache, daß Chlorkalk schon bei Temperaturen von nur wenig über ioo° C bereits weitgehende Zersetzung erleidet, muß die Möglichkeit der Anwendung von so wesentlich höheren Temperaturen in Verbindung mit kürzester Trocknungsdauer, ohne daß eine Zersetzung des Chlorkalks in merkbarem Umfange eintritt, als durchaus überraschend bezeichnet «-erden. Das Verfahren gemäß der Erfindung wird zweckmäßig im einzelnen wie folgt ausgeführt: L . ,.
- Der Chlorkalk wird in möglichst feiner Verteilung im Gleichstrom in einem Luftstrom der Entwässerung unterworfen und dabei die Temperatur des Luftstromes hochgehalten. Durch die feine Verteilung und durch die hohe Temperatur des Luftstromes wird erreicht, daß das im Chlorkalk enthaltene Wasser, sowohl das anhaftende wie das Kristallwasser, mit äußerster Beschleunigung verdampft wird. Die Eintrittstemperatur des in starkem Überschuß anzuwendenden Luftstromes wird auf mindestens 15o°, zweckmäßig zwischen 16o und 18o° C, gehalten. Die Zeit, in der der Chlorkalk, aufgelöst in feinsten Staub, gemischt mit der überhitzten Luft, die Apparatur durchströmt, beträgt höchstens wenige, gegebenenfalls nur Bruchteile von Sekunden. Chlorkalkeintragung und Luftgeschwindigkeit werden zweckmäßig aufeinander so eingestellt, daß der Chlorkalk aus der Sammelapparatur des Lufttrockners mit einer Temperatur unter ioo° austritt. Um Nachreaktion zu vermeiden, wird der Chlorkalk nach der Trennung von der heißen Luft zweckmäßig rasch auf gewöhnliche Temperatur abgekühlt. Zur Durchführung der Erfindung kann man die verschiedenen bekannten Apparaturen benutzen, welche die Trocknung von feuchten Salzen in einem heißen Luftstrom zum Zweck haben.
- Beispiel io Teile Chlorkalk mit 36 °/o w. Cl. und rund 90/, Wasser werden dem beschriebenen Verfahren unter Anwendung eines Luftstromes von durchschnittlich 17o° C der Trocknung unterworfen. Man erhält rund g Teile Trockenchlorkalk mit 37 bis 38 °/o w. Cl. und etwa 1 °/o Wasser.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von lagerbeständigem Chlorkalk durch rasches Entwässern von Chlorkalk beliebiger Herkunft bei höheren Temperaturen, dadurch gekennzeichnet, daß der fertige Chlorkalk im Gleichstrom mit strömenden Luftmengen, die auf mindestens etwa 1500 C, vorteilhaft zwischen 16o und 18o° C, erhitzt sind, plötzlich in möglichst feiner Verteilung in Berührung gebracht wird und nach einer Berührungszeit von höchstens wenigen Sekunden von der Trocknungsluft getrennt wird.
Priority Applications (1)
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| DEI39667D DE544959C (de) | 1929-10-27 | 1929-10-27 | Herstellung von lagerbestaendigem Chlorkalk |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| DE544959C true DE544959C (de) | 1932-03-01 |
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ID=7190115
Family Applications (1)
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| DEI39667D Expired DE544959C (de) | 1929-10-27 | 1929-10-27 | Herstellung von lagerbestaendigem Chlorkalk |
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| DE (1) | DE544959C (de) |
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1929
- 1929-10-27 DE DEI39667D patent/DE544959C/de not_active Expired
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