DE545242C - Verfahren und Vorrichtung zur Darstellung von Zinkoxyd - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Darstellung von Zinkoxyd

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DE545242C
DE545242C DEN21137D DEN0021137D DE545242C DE 545242 C DE545242 C DE 545242C DE N21137 D DEN21137 D DE N21137D DE N0021137 D DEN0021137 D DE N0021137D DE 545242 C DE545242 C DE 545242C
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DE
Germany
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zinc
zinc oxide
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vapor
nozzle
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Expired
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DEN21137D
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New Jersey Zinc Co
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New Jersey Zinc Co
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01GCOMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
    • C01G9/00Compounds of zinc
    • C01G9/02Oxides; Hydroxides

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Compounds Of Heavy Metals (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Darstellung von Zinkoxyd :Ulan hat bereits Zinkoxyd in der Weise hergestellt, daß man Zink in einer Muffel auf höhere Temperaturen erhitzte und den austretenden Zinkdampf in einem durch Ventilator' angesogenen Luftstrom abkühlte (vgl. M u s f r a t t, Theoret., prakt. und analyt. Chemie, 2. Aufl., 5. Bd., S. 1426 und 1q.27).
  • Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Darstellung von Zinkoxyd besonders hohen Feinheitsgrades.
  • Um ein solches Zinkoxyd darzustellen, wird es im Augenblick seiner Entstehung so rasch und so stark abgekühlt, daß das Wachsen der bei der Oxydation des Zinks entstehenden Teilchen behindert ist. Diese Abkühlung wird gemäß der Erfindung dadurch erzielt, daß man metallisches Zink verflüchtigt und den durch Überhitzung, zweckmäßig auf über 2ooo°, unter Druck gesetzten Zinkdampf durch eine Düsenöffnung in Form eines Strahls in eine oxydierende Atmosphäre, zweckmäßig in bewegte Luft, einbläst, deren Wärmeaufnahmefähigkeit genügt, um die Wärme des verbrennenden Zinkdampfs und seiner Verbrennungsprodukte schnellstens aufzunehmen und abzuführen. Die Wärmeableitung geschieht dabei so rasch, daß der Zinkdampf mit einer spratzenden und knallenden Flamme verbrennt.
  • Zum Abtreiben des Zinks wird mit besonders gutem Erfolge elektrische Energie verwendet. Eine solche Anlage ist als Beispiel auf der Zeichnung in senkrechtem Schnitt schematisch dargestellt.
  • Der Graphittiegel io faßt eine erhebliche Menge metallischen Zinks i i. Sein Verschluß besteht aus einem ebenen Deckel i2 und einem gewölbten Deckel 13, zwischen denen ein schlechter Wärmeleiter 1q. angeordnet ist. Die Deckel 12 und 13 und die Schicht 14 sind so fest in dem Tiegel gelagert, daß sie den innerhalb des Tiegels auftretenden Druck leicht aushalten. Durch die Abdeckung 12, 13, 14 führt die Düse 15, deren Öffnung so bemessen ist, daß der Zinkdampf mit der gewünschten Geschwindigkeit in die Verbrennungszone austritt. Die Düse 15 bildet die eine Elektrode zur Erhitzung und Ableitung des Zinkdampfs. Durch ein Beschickungsrohr 16 kann geschmolzenes Zink eingetragen werden. Dieses Rohr reicht in das Zinkbad hinein und bildet die andere Elektrode. Die Stromquelle 17 kann Gleich-oder Wechselstrom liefern, die Stromstärke wird durch einen Widerstand 18 geregelt. Der Tiegel io steht in einem Ofen ig mit Kohlenfeuerung. Ein Vorschmelztiegel 20, der im Wege der Abgase hinter dem Tiegel io angeordnet ist, dient zum Niederschmelzen des Zinks, das dann durch das Beschickungsrohr 16 in den Tiegel io eingebracht wird. Es wird in dem Schmelztiegel 2o zweckmäßig auf Siedetemperatur erhitzt und die hierfür erforderliche Wärme den Abgasen der Feuerung entnommen, während die Entwicklung und Erhitzung des Zinkdampfs im Tiegel io durch den elektrischen Strom '!,)ewirkt werden.
  • Über dem Tiegel io ist ein Abzugsrohr 22 angeordnet, dessen unteres Ende 23 erweitert ist und etwa 30 cm oberhalb der Düsenöffnung endigt. Ein Gebläse 24 saugt in an sich bekannter Weise große Luftmengen durch das Rohr 22. An dieses ist ein Sammelraum für das gebildete Zinkoxyd angeschlossen. Das siedende Zink wird dem Tiegel io durch das Beschickungsrohr 16 zugeführt, der Raum zwischen dem Zinkbad und der Decke 13 füllt sich mit Zinkdampf und dieser wird durch den zwischen der Elektrode 15 und dem Zinkbad übergehenden Strom hoch, z. B. über 2ooo°, erhitzt.
  • Beim Austritt aus der Düse 15 beginnt der heiße Zinkdampf sich mit dem Sauerstoff der Luft zu verbinden, wobei die Verbrennungstemperatur und die Temperatur des sich bildenden Zinkoxyds so hoch ansteigen, daß aller Wahrscheinlichkeit nach ein erheblicher Teil des Zinkoxyds bei seiner Bildung in Gasform auftritt, dessen Verdichtung zu festem Zinkoxyd aber dank der geschilderten Anordnung nahezu unmittelbar erfolgt. Diese plötzliche Verdichtung von Gasen, begleitet von einem Einwärtsströmen von Luft, auf das wieder eine neue Expansion und Verdichtung in dem Maße folgt, wie neuer Zinkdampf einstörmt, bewirkt vermutlich die Entstehung der spratzenden und knallenden Flamme, die für das neue Verfahren charakteristisch ist. Durch Regelung der Kühlluftmenge kann man die Teilchengröße beeinflussen.
  • Das nach dem neuen Verfahren erhaltene Zinkoxyd ist von solcher Feinheit, daß das Mittel der zwei größten Durchmesser der einzelnen Teilchen unter o,25 Mikron liegt, gemessen nach der von H e n r y G r e e n im »Journal of the Franklin Institute«, angegebenen Methode.
  • Die Wirkung, die die Verminderung der Teilchengröße von Zinkoxyd selbst nur um 11.a Mikrön ausübt, läßt sich daraus ermessen, daß i g Zinkoxyd bei einer durchschnittlichen Teilchengröße von 0,7 Mikron o;96 Billionen Teilchen, dagegen bei einer Teilchengröße von o,6 Mikron i,84 Billionen Teilchen enthält. Sobald man unter 0,3 Mikron für die durchschnittliche Teilchengröße hinuntergeht, wird die Wirkung einer kleinen Verringerung des Durchmessers des einzelnen Teilchens außerordentlich groß. So enthält i g Zinkoxyd mit Teilchen von 0,3 Mikron im Durchmesser ungefähr 12 Billionen Teilchen; eine weitere Verminderung des Durchmessers um %o Mikron erhöht die Zahl der Teilchen schon auf 41 Billionen. Die nachstehende Tabelle veranschaulicht die Bedeutung der Erfindung in dieser Beziehung:
    Teilchen- Anzahl der Teilchen
    durchmesser _ per Gramm
    in Miltron in Billionen
    0,7 o,96
    o,6 1,54
    0,5 2,64
    0,4 5i7
    0,3 12,24
    0,2 41,40
    O, i 331,20
    Das .gemäß der Erfindung erhaltene Zinkoxyd erhöht die Reibfestigkeit von Gummi, dem es zugesetzt ist, in außerordentlichem Maße. Wenngleich die Mehrwirkung in Bezug auf die Erhöhung der Reibfestigkeit bei Gummi wohl in erster Linie der feineren Verteilung bzw. der Verringerung der Teilchengröße zuzuschreiben ist, so stehen die chemischen und physikalischen Eigenschaften von Zink in seiner Wirkung auf Gummi offenbar in einer so engen Wechselwirkung, daß die Verminderung der Teilchengröße an sich vielleicht nicht die einzige Ursache der Mehrwirkung ist. Die Bedeutung der Erfindung ist im übrigen nicht in ihrer Anwendung auf Gummi beschränkt.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜcHL: i. Verfahren zum Herstellen von Zinkoxyd hohen Feinheitsgrades durch Einführen von Zinkdampf in eine bewegte oxydierende Atmosphäre, dadurch gekennzeichnet, daß der auf etwa- 2ooo° C und höher überhitzte Zinkdampf mit hoher Geschwindigkeit in Form eines Strahles durch eine Düse in die oxydierende Atmosphäre eingeblasen wird.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch ein Zinkdestillationsgefäß mit einer Strahldüse für den Austritt des Zinkdampfs -und ein darüber angeordnetes Abzugsrohr mit einer Einrichtung zur Erzielung starken Luftzuges.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Destillationsgefäß mit Elektroden ausgerüstet ist, von denen die eine gleichzeitig als Austrittsdüse dient.
DEN21137D 1921-05-27 1922-05-27 Verfahren und Vorrichtung zur Darstellung von Zinkoxyd Expired DE545242C (de)

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US545242XA 1921-05-27 1921-05-27

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DEN21137D Expired DE545242C (de) 1921-05-27 1922-05-27 Verfahren und Vorrichtung zur Darstellung von Zinkoxyd

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DE (1) DE545242C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE969532C (de) * 1949-11-01 1958-06-12 Metallgesellschaft Ag Verfahren zur Herstellung von Metallverbindungen, insbesondere Metalloxyden, in fein verteiltem Zustand
DE1296135B (de) * 1963-04-05 1969-05-29 Imp Smelting Corp Ltd Verfahren zur Herstellung von Zinkoxyd

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE969532C (de) * 1949-11-01 1958-06-12 Metallgesellschaft Ag Verfahren zur Herstellung von Metallverbindungen, insbesondere Metalloxyden, in fein verteiltem Zustand
DE1296135B (de) * 1963-04-05 1969-05-29 Imp Smelting Corp Ltd Verfahren zur Herstellung von Zinkoxyd

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