DE545287C - Verfahren zur Herstellung eines zur Gonokokkentoxingewinnung geeigneten Naehrbodens - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines zur Gonokokkentoxingewinnung geeigneten Naehrbodens

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DE545287C
DE545287C DESCH94286D DESC094286D DE545287C DE 545287 C DE545287 C DE 545287C DE SCH94286 D DESCH94286 D DE SCH94286D DE SC094286 D DESC094286 D DE SC094286D DE 545287 C DE545287 C DE 545287C
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DE
Germany
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placenta
gonococcal
production
water
nutrient soil
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Expired
Application number
DESCH94286D
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English (en)
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Dr Ernst Pieper
Dr Walter Wolffenstein
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Schering Kahlbaum AG
Original Assignee
Schering Kahlbaum AG
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Publication date
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K39/00Medicinal preparations containing antigens or antibodies
    • A61K39/02Bacterial antigens
    • A61K39/095Neisseria

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Meat, Egg Or Seafood Products (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung eines zur Gonokokkentoxingewinnung geeigneten Nährbodens Es ist bekannt, daß menschliche Plaeenten zu Bakteriennährböden verarbeitet werden können. Diese Nährböden sind aber an und für sich keine optimalen und für das Wachstum der Gonokokken ohne weitere Zusätze nicht brauchbar.
  • Es wurde nun gefunden, daß ein außerordentlich guter Nährboden für Gonokokken gewonnen werden kann, wenn man darauf achtet, daß bei der Herstellung des Extraktes durch Auskochen von Placenten mit Wasser die Mengenverhältnisse so gewählt werden, daß auf etwa 1,5 Teile Placenta etwa i Teil wäßriger Extrakt erhalten wird.
  • Dies kann erreicht werden, indem man entweder drei Placenten auf einmal in etwa i 1 Wasser auskocht und bei Verwendung größerer Placenten diese Proportionen wahrt, oder aber daß man eine Placenta in etwa i 1 Wasser auskocht, diese sodann entfernt und nach Ersatz des verlorengegangenen Wassers in der entstandenen Bouillon eine zweite Placenta auskocht, und nach deren Entfernung eine dritte schließlich in der Weise, daß man eine Placenta mit Wasser auskocht und nach Entfernung der Placenta die so erhaltene Nährbouillon auf das oben angegebene Volumen einengt, zweckmäßig im Vakuum. Die Arbeitsweise des wiederholten Kochens weiterer Placenten im Saft der vorhergehenden Abkochung hat sich jedoch als vorteilhafter erwiesen.
  • Das so erhaltene Fleischwasser wird durch die üblichen Zusätze zu einer Nährbouillon ergänzt, die jedoch nur o,i °1o (nicht wie sonst o,5 °f,) Kochsalz benötigt. Die Bouillon wird zweckmäßig auf eine Wasserstoffionenkonzentration entsprechend PH - 7,2 - 7,¢ eingestellt. Natürlich kann man diese Bouillon durch die sonst in der Bakteriologie verwandten Zusätze, z. B. Molke, geeignete Kohlenhydrate usw., ergänzen.
  • In diesem Nährboden wachsen die Gonokokken als dicke, schlierige, fadenziehende Masse, ohne sie zu trüben, und geben besonders reichlich Toxine an die Nährflüssigkeit ab, die durch Injektion beim Menschen und Komplementbindung mit Gonorrhoiker Serum nachgewiesen werden können. Beispiel Eine normale, etwa 5oo g schwere Placenta wird nach üblicher Zerkleinerung in i 1 Leitungswasser über Nacht im Eisschrank mazeriert, unter sorgfältigem Umrühren auf offener Flamme etwa 2o Minuten unter Rückfluß gekocht und dann unter Ausdrücken koliert. Das erhaltene Fleischwasser wird. durch Leitungswasser auf 1 1 aufgefüllt, mit einer zerkleinerten frischen Placenta in gleicher Weise unter Rückfluß gekocht und koliert, das Kolat- erneut auf 1 1 aufgefüllt und nach Zusatz einer frischen Placenta zum dritten Male ao Minuten lang unter ständigem Umrühren unter Rückfluß aufgekocht und koliert. Zu dem so hergestellten Placentaextrakt werden 1 °/o Pepton Witte und o, i °%o Kochsalz zugefügt. Diese Bouillon wird etwa 15 Minuten im Kochschen Dampftopf gehalten, mit Normalsodalösung auf 7,2 pii eingestellt, wiederum 15 Minuten im Kochschen Dampftopf gehalten, sodann heiß mehrmals durch Papierfilter bis zur Klarheit filtriert, heiß in vorher sterilisierte gestopfte Glasgefäße eingefüllt und schließlich nochmals sterilisiert.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung eines zur Gonokokkentoxingewinnung geeigneten Nährbodens durch Auskochen von menschlichen Placenten, dadurch gekennzeichnet, daß man die Mengenverhältnisse so wählt, daß auf etwa 1,5 Teile Placenta etwa i Teil wäßriger Extrakt erhalten wird. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man die zur Verwendung kommenden Placenten in einem beliebigen f_Jberschuß von Wasser, zweckmäßig am Rückfluß, auskocht und die so erhaltene Lösung, am besten im Vakuum, auf die in Anspruch i gekennzeichnete Konzentration bringt. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man etwa 5oo g zerkleinerte Placenta (entsprechend etwa einer Placenta) mit 11 Wasser unter Rückfluß auskocht und die nach Entfernung der Placenta anfallende Lösung erneut zum Auskochen einer zweiten Placenta benutzt und den Vorgang in analoger Weise ein drittes Mal wiederholt. q.. Verfahren nach Anspruch 1, z und 3, dadurch gekennzeichnet, daß man den erhaltenen Rohextrakt durch Zusatz von o,1 °1o Kochsalz auf den erforderlichen osmotischen Druck bringt. 5. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man in den erhaltenen Lösungen das pii auf 7,2 stellt.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1617506B1 (de) * 1966-11-16 1972-02-03 Green Cross Corp Verfahren zur Herstellung von Pepton aus menschlicher Placenta für Bakterien-Nährb¦den

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1617506B1 (de) * 1966-11-16 1972-02-03 Green Cross Corp Verfahren zur Herstellung von Pepton aus menschlicher Placenta für Bakterien-Nährb¦den

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