DE547018C - Verfahren zum Zementieren von Hohlraeumen - Google Patents

Verfahren zum Zementieren von Hohlraeumen

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DE547018C
DE547018C DED59489D DED0059489D DE547018C DE 547018 C DE547018 C DE 547018C DE D59489 D DED59489 D DE D59489D DE D0059489 D DED0059489 D DE D0059489D DE 547018 C DE547018 C DE 547018C
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cement
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DED59489D
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21DSHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
    • E21D5/00Lining shafts; Linings therefor
    • E21D5/012Use of fluid-tight or anti-friction material on outside of, or between, lining layers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Preparation Of Clay, And Manufacture Of Mixtures Containing Clay Or Cement (AREA)

Description

  • Verfahren zum Zementieren von Hohlräumen Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Zementieren von Hohlräumen. Dieses Verfahren wird z. B. angewendet, um den Ausbaumantel von Schächten, die in wasserführenden Gebirgsschichten stehen, wasserdicht zu machen oder um den Ausbaumantel gegen Gebirgedruck zu kräftigen. Es wird bekanntlich derart ausgeführt, daß man hinter den Ausbaumantel ein flüssiges Zementwassergemisch Einlaufen läßt oder einpreßt. Da das Gemisch, um es mit Hilfe von Pumpen fördern und unter Druck setzen zu können, sehr dünnflüssig sein muß (Zementmilch), so enthält es außerordentlich hohe Überschußmengen Wasser, die wieder abgeschieden werden müssen, ehe der Zement abbindet. Geschieht dies nicht, so setzt -sich der spezifisch schwerere Zement im Wasser ab. Dabei erreicht der Zement -zwar einen bindungsfähigen Zustand, er bildet aber eine lockere Masse, die etwa der Schichtung von lose eingelaufen« entspricht, durch deren Abbindung ein mangelhafter, nämlich wasserblasendurchsetzter, poröser und wenig druckfester Zementstein entsteht. Durch die Überschußwasser verzögert sich der Zementniederschlag, das Wasser läuft durch Gebirgsspalten und Klüfte zu weit von der Zementierstelle ab und führt einen großen Teil des Zements mit fort, so daß ganz erhebliche Zementmengen nutzlos verbraucht werden. Schließlich besteht noch der große Nachteil, daß durch das Einbringen des flüssigen Zementw assergemisches den zu zementierenden Räumen große überschußmengen zugeführt werden, obwohl es in den meisten Fällen, z. B. beim Abdichten von Schächten, gerade auf die Bekämpfung des Wassers ankommt.
  • Die vorliegende Erfindung beseitigt die geschilderten Mängel dadurch, daß für das mit dem Zementwassergemisch im Überschuß in das Gebirge eingelaufene oder eingedrUkte Wasser ein künstlicher Ablauf geschaffen wird, der nur Wasser, aber keinen Zement durchläßt. Zu dem Zwecke «erden an einer oder mehreren der Einlauf- oder Eindrückstelle benachbarten Stellen Öffnungen zum Ablauf des Wassers angebracht, und diese Üffnungen werden zur Verhinderung des Austritts von Zement mit Sandfiltern ausgestattet. Die Ablauföffnungen können sich je nach Bedarf über oder unter der Einlauf-oder Eindrückstelle oder auch seitlich davon befinden, und ihre Entfernung von der Einlaufsteile kann je nach den Verhältnissen größer oder kleiner sein. Durch das neue Verfahren wird eine beschleunigte Entwässerung des in das Gebirge eingeführten Zements und damit erreicht, daß der Zement in kurzer Zeit in den zum Abbinden erforderlichen erdfeuchten Zustand und unter Druck kommt. Er bindet dann schnell ab, und es entsteht ein Zementstein von dichtem Gefüge, so daß Wasserporen und damit eine Durch- lässigkeit des Zementsteins vermieden und zugleich eine hohe Druckfestigkeit erreicht ist. Das neue Verfahren ermöglicht somit ein ununterbrochenes Arbeiten und eine Abkürzung der für das Zementieren aufzuwendenden Zeit, während zugleich ein besserer Erfolg des Zementierens erreicht wird. Ein weiterer wesentlicher Vorteil besteht. darin, daß dem eingelaufenen oder eingedrückten Zementwassergemisch durch die Schaffung eines künstlichen Ablaufs für das Überschußwasser zwangsläufig der Weg durch diejenigen Teile des Gebirges gewiesen wird, die zementiert werden sollen. Ein Verlaufen des Geinisches an entfernte Stellen ist damit vermieden oder wenigstens ganz beträchtlich eingeschränkt, so daß der Zement vollständig oder doch zum größten Teil tatsächlich in diejenigen Spalten und Hohlräume gelangt, die versteint werden sollen. Damit -ist eine wesentliche Ersparnis an Zement erreicht und zugleich die für das Zementieren erforderliche Zeit weiterhin abgekürzt.
  • Das an den künstlich geschaffenen Ablauföffnungen austretende Überschußwasser kann durch Rohr- oder Schlauchleitungen an Stellen geführt werden, wo es unschädlich ist oder nutzbringend verwandt werden kann. Z. B. kann es zu der Stelle zurückgepumpt werden, wo das Zementwassergemisch hergestellt wird, um dort erneut verwendet zu werden. Das Überschußwasser kann auch unbedenklich durch gewöhnliche Wasserpumpen unmittelbar an den Sandfiltern abgesaugt werden, da es infolge Durchgangs durch den Sandfilter frei von festen Beimengungen ist. Durch die Absaugung xvird der Wasserabzug beschleunigt und der Arbeitsfortschritt gefördert.
  • Um den Abzug des Überschußwassers noch weiter zu fördern, kann man nach dem Einlaufen oder Eindrücken des Zementwassergemisches durch die Einlauföffnung hindurch Preßluft einströmen lassen. Die Preßluft treibt, ohne selbst weitere Wassermengen hinzuzubringen, das etwa noch im Zement über die Erdfeuchte hinaus enthaltene Wasser zur Ablauföffnung.
  • Das neue Verfahren ist bei Schächten @ sowohl beim Zementieren der Schachtwandungen als auch dann anwendbar, wenn es sich darum handelt, beim Abteufen das Gebirge unter der jeweiligen Schachtsohle zu zementieren.
  • Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zur Ausführung des neuen Verfahrens dargestellt. An der zum Einlaufen oder Eindrücken des Zementwassergemischesdienenden Öffnung wird das übliche, an der Schachtwand abgedichtet befestigte Einlaufrohr d mit Absperrhahn b benutzt, dem durch eine Leitung c das flüssige Gemisch zugeführt wird. Die Zuführung kann dabei je nach den Verhältnissen durch freien Einlauf oder mit Hilfe einer Pumpe unter einem mehr oder weniger hohen Druck erfolgen. An der oder den zum Ablauf des überschüssigen Wassers dienenden Öffnungen werden dagegen Sandfilter angebracht, die lediglich das Wasser durchlassen, den Zement dagegen zurückhalten. Diese Filter bestehen aus einem Gehäuse d, das mittels eines Flansches unmittelbar an den Tübbings oder bei Mauerschächten an in das Mauerwerk eingelassenen und abgedichteten Rohrstutzen befestigt wird. Das Gehäuse d ist an jedem Ende mit einem Sieb f versehen, und sein Innenraum g ist mit Sand gefüllt. An das Gehäuse ist eine gegebenenfalls mit einer Pumpe ausgestattete Leitung h angeschlossen, die den Wasserablauf beschleunigt und das ablaufende Wasser fortführt. Wenn sich im Verlaufe des Zementierens die Abzugöffnung für das Überschußwasser durch Erhärten des dort abgelagerten Zements verstopft, wird sie wieder aufgeschlagen, wie dies jetzt schon bei den Einlauföffnungen geschieht.
  • Natürlich sind auch noch andere Ausführungsformen möglich. So könnte das Überschußwasser auch an der Einlauf- oder Eindrückstelle selbst wieder abgezogen werden, indem in eine gemeinsame Öffnung ein verzweigtes Röhr eingeführt wird, an dem sowohl die Zuführungsleitung für das Zementwassergemisch als auch ein Filter zum Austritt des Überschußwassers angeschlossen sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Zementieren von Hohlräumen durch Einlaufenlassen oder. Eindrücken eines aus Zement, Anmachwasser und überschüssigem Anmachwasser bestehenden Gemisches, unter Schafiung eines künstlichen Ablaufes für das überschüssige Anmachwasser. dadurch gekennzeichnet, daß diesem Ablauf ein Sandfilter (g) vorgeschaltet ist, welches nur Wasser, aber keinen Zement durchläßt.
DED59489D 1929-10-22 1929-10-22 Verfahren zum Zementieren von Hohlraeumen Expired DE547018C (de)

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DE547018C true DE547018C (de) 1932-03-23

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