DE547128C - Vorrichtung zur Herstellung kuenstlicher Faeden nach dem Trockenspinnverfahren - Google Patents
Vorrichtung zur Herstellung kuenstlicher Faeden nach dem TrockenspinnverfahrenInfo
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- DE547128C DE547128C DES83505D DES0083505D DE547128C DE 547128 C DE547128 C DE 547128C DE S83505 D DES83505 D DE S83505D DE S0083505 D DES0083505 D DE S0083505D DE 547128 C DE547128 C DE 547128C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01D—MECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
- D01D5/00—Formation of filaments, threads, or the like
- D01D5/04—Dry spinning methods
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
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- Textile Engineering (AREA)
- Spinning Methods And Devices For Manufacturing Artificial Fibers (AREA)
Description
Frühere Versuche haben bereits ergeben, daß man beim Trockenspinnen von Cellulosederivaten
vorteilhaft die Verdampfung des Lösungsmittels in einem an Lösungsmitteldämpfen reichen Gasmedium vornehmen
kann, während man bisher mit einer an solchen Dämpfen armen Atmosphäre gearbeitet
hatte.
Es ist zu diesem Zwecke eine Arbeitsweise vorgeschlagen worden, bei der die Spinnatmosphäre
im Kreislauf aus der Spinnzelle entfernt und nach Kondensation eines Teiles der Lösungsmitteldämpfe in einem von der
Spinnzelle getrennten Verdichter am anderen Ende wieder in die Spinnzelle eingeführt
wurde.
Es ist ferner eine Arbeitsweise vorgeschlagen worden, bei der die Spinnatmosphäre
unter Anwendung eines Kreislaufprinzips die Spinnzelle durchstreicht und unter Benutzung
einer gänzlich außerhalb der Zelle Hegenden Wiedergewinnungsvorrichtung von den Lösungsmitteln befreit wird.
Es ist nun gefunden worden, daß zur Wiedergewinnung der Lösungsmitteldämpfe ein
Kreislauf oder ein Hindurchströmen der Spinnatmosphäre durch die Spinnzelle nicht
notwendig ist. Die Entfernung der überschüssigen Lösungsmitteldämpfe erfolgt erfindungsgemäß
aus einer sich während des Spinnverfahrens nicht erneuernden Atmosphäre
der Spinnzelle mittels Diffusion durch Kühlung eines unmittelbar mit der Spinnzelle
durch eine einzige weite Öffnung verbundenen Verdichters. "
Die Zusammensetzung der Atmosphäre in der Verdichtungsvorrichtung hängt von deren
Temperatur ab. In der Zelle selbst, wo sich ebenfalls ein Gemisch von Lösungsmitteldämpfen
in der Atmosphäre vorfindet, ist der Gehalt an Lösungsmitteln natürlich höher. Der Unterschied zwischen beiden hängt ab
von den Bedingungen des Gasaustausches zwischen beiden Vorrichtungen, d. h. von den
relativen Ausmaßen der Vorrichtungen, des weiteren von der Lösungsmittelmenge, die in
der Zeiteinheit verdampft wird, und auch von dem Temperaturfall zwischen Zelle und Verdichtungsraum.
Die weite Öffnung, durch die die Zelle und der Verdichtungsraum verbunden sind, kann
entweder in der Nähe der Düsen, wo die Verdampfung der Lösungsmittel am lebhaftesten
ist, oder auch an anderen Stellen, so z. B. am entgegengesetzten Ende der Zelle,
angebracht sein. Man kann auch mehrere Öffnungen anbringen, von denen jede einem
Verdichtungsraum entspricht.
Die Fäden treten aus der Zelle durch eine äußerst enge Öffnung aus, so daß hier kein
nennenswerter Verlust an Lösungsmitteldämpfen eintritt
Es ist festgestellt worden, daß so 99 bis 100 °/o der in der Spinnflüssigkeit enthaltenen
Lösungsmittel zurückgewonnen werden, kön^
nen, und zwar geschieht dies durch direkte Verdichtung in äußerst wirtschaftlicher
Weise.
Die Vorteile der neuen Arbeitsweise bestehen im wesentlichen in der Vermeidung
jeglicher Bewegung der Spinnatmosphäre, in dem Fortfall der bisher notwendigen kostspieligen Vorrichtungen für die Aufrechterhaltung
des Kreislaufprozesses und in der größtmöglichen Einfachheit der Entfernung des Lösungsmittelüberschusses.
In der Zeichnung ist eine für die neue Arbeitsweise geeignete Vorrichtung in einer beispjelsweisen
^ Ausführungsform dargestellt. Die Zeichnung zeigt zwar nur eine einzige
Vorrichtung. Selbstverständlich kann aber eine beliebige Anzahl derartiger Vorrichtungen
in einem Raum vereinigt werden.
Die Vorrichtung besteht' im wesentlichen aus der senkrechten Röhre 1, in. die oben die
Düse 2 hineinragt und die von einem Heiz-
S5 mantel 3 umgeben ist. Durch die Düse 2 wird
die Spinnlösung nach einer beliebigen Art ausgestoßen. Die weite Öffnung 4 verbindet
die Zelle mit dem Verdichter 5, der durch Wasserumlauf oder auf andere Weise abgekühlt
ist. Das verdichtete Lösungsmittel tritt in den Behälter 6 ein, aus dem es durch, das
. Sammelrohr 7 abgelassen wird. Am unteren Ende der Zelle treten die Fäden durch die
öffnung 8 aus, die so eng ist, daß. hier kein nennenswerter Gasaustausch mit der Außenluft
stattfindet. Unter diesen Umständen . kann man die Zelle und den Verdichtungsraum
als-praktisch nach außen abgeschlossen ,betrachten. ,.
Beispielsweise wurde festgestellt, daß man, wie oben angegeben, in dem Verdichter etwa.
99. bis 100 °/0 des Acetons. wiedergewinnt,
wenn man die Temperatur des Verdichters 5 auf 250 hält und andererseits die Zelle auf
8o° erwärmt.
.' Das Gasgemisch im Verdichter besteht aus
Luft; die 700 g Aceton im Kubikmeter enthält,
was der Sättigung bei 250 entspricht.
■ .Dal Gemisch von Luft und Aceton, das die Zelle füllt, enthält zwischen 700 g und 1000 g Aceton im Kubikmeter. Die Fäden verlassen die Zelle vollständig trocken.
■ .Dal Gemisch von Luft und Aceton, das die Zelle füllt, enthält zwischen 700 g und 1000 g Aceton im Kubikmeter. Die Fäden verlassen die Zelle vollständig trocken.
Wenn man die Spinnvorrichtung in Gang setzt, muß man während kurzer Zeit die
Dämpfe ins Freie treten lassen, um die überschlissige Luft auszutreiben. Man kann hierzu
die öffnung 9 benutzen, die man übrigens mit einer kleinen Verflüssigungsvorrichtung
verbinden kann.;
In der Zeichnung ist der Verdichter 5 mit dem oberen Teil der Zelle verbunden. Es
können jedoch, wie schon gesagt, auch mehrere Verdichter mit Verschiedenen Stellen
der Zelle verbunden sein.
• Bei der vorstehend'beschriebenen Ausführungsform
ist angegeben worden, daß der Verdichter außen durch Wasserumlauf oder
auf andere ! Weise gekühlt wird. Im besonderen hat sich die Abkühlung durch die Luft
des Arbeitsraumes als sehr praktisch erwiesen. Zu diesem Zwecke, kann man dem Verdichter
eine geeignete Gestalt geben, so z. B. ihn mit Rippen ausstatten, wodurch die Kühlfläche
vergrößert wird.
Claims (2)
1. Vorrichtung zur Herstellung künstlicher Fäden nach dem Trockenspinnverfahren,
dadurch gekennzeichnet, daß die bis auf den Fadenaustritt abgeschlossene, mit einer Heizvorrichtung versehene Zelle
mit einem gekühlten Verdichter unmittel- - bar durch eine einzige weite öffnung verbunden
ist. '
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, daiurch gekennzeichnet daß mehrere Verdichter
unmittelbar je durch eine einzige weite öffnung mit der Zelle verbunden
sind.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR1782581X | 1927-04-14 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE547128C true DE547128C (de) | 1932-03-29 |
Family
ID=9681029
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES83505D Expired DE547128C (de) | 1927-04-14 | 1928-01-12 | Vorrichtung zur Herstellung kuenstlicher Faeden nach dem Trockenspinnverfahren |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US1782581A (de) |
| DE (1) | DE547128C (de) |
-
1928
- 1928-01-12 DE DES83505D patent/DE547128C/de not_active Expired
- 1928-04-14 US US270104A patent/US1782581A/en not_active Expired - Lifetime
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US1782581A (en) | 1930-11-25 |
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