DE548064C - Vorrichtung zum trinkglasweisen Herstellen und Ausschaenken kohlensaurer Getraenke - Google Patents

Vorrichtung zum trinkglasweisen Herstellen und Ausschaenken kohlensaurer Getraenke

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DE548064C
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Classifications

    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B67—OPENING, CLOSING OR CLEANING BOTTLES, JARS OR SIMILAR CONTAINERS; LIQUID HANDLING
    • B67D—DISPENSING, DELIVERING OR TRANSFERRING LIQUIDS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B67D1/00—Apparatus or devices for dispensing beverages on draught
    • B67D1/04—Apparatus utilising compressed air or other gas acting directly or indirectly on beverages in storage containers
    • B67D1/0406—Apparatus utilising compressed air or other gas acting directly or indirectly on beverages in storage containers with means for carbonating the beverage, or for maintaining its carbonation

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  • Non-Alcoholic Beverages (AREA)
  • Devices For Dispensing Beverages (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum trinkglasweisen Herstellen und Ausschänken kohlensaurer Getränke Die vorliegende Erfindung betrifft eine einfache, zylindrische Mischvorrichtung, die an eine Wasser- und eine Kohlensäuredruckleitung angeschlossen wird und die zum trinkglasweisen schnellen Herstellen und unmittelbaren drucklosen Ausschänken kohlensaurer Getränke dient.
  • Die bekannten Apparate dieser Art arbeiten in der Weise, daß ein Druckgefäß teilweise mit einer durch eine besondere Meßvorrichtung vorher abgemessenen Wassermenge gefüllt wird und dann am Boden des Gefäßes unter direktem Hochdruck Kohlensäure entweder in einem scharfen Strahl oder fein verteilt eingeführt wird, wodurch eine Imprägnierung des Wassers in der kurzen Zeit des Druckausgleiches zwischen Kohlensäureleitung und Mischgefäß erfolgt. Danach wird der Kohlensäureüberdruck aus dem Mischgefäß ins Freie abgeblasen und das Getränk am Gefäßboden drucklos abgezapft.
  • Diese bekannten Apparate haben folgende Nachteile: r. Zwischen Druckwasserleitung und Mischgefäß ist zur automatischen Einfüllung einer bestimmten Wassermenge ein besonderes und kompliziertes W assermeßgefäß mit innerem, einen bestimmten Wasserdruck beanspruchendem Verdrängerkolben nebst Druckwindkesseleinrichtung erforderlich. Dieses besondere, nicht störungsfrei arbeitende Wassermeßgefäß ist unübersichtlich und vielfach hinderlich unterhalb des Mischgefäßes in einem Schankbuffet o. dgl. angeordnet.
  • 2. Dadurch, daß das nur zum Teil mit Wasser angefüllte Mischgefäß anfänglich drucklos ist, wird durch den Kohlensäureeintritt wohl zunächst eine lebhafte Wasseraufwirbelung erzielt, die aber mit steigendem Druckausgleich zwischen Mischgefäß und Kohlensäureleitung abnimmt, so daß der größte Teil der Kohlensäure zur notwendigen Druckerzeugung für die Imprägnierung fast nutzlos verbraucht und keine Sättigung erzielt wird. Dies trifft besonders für die Vorrichtungen zu, die nach dem Gasstrahlmischsystem arbeiten, denn mit steigendem Gasdruck nimmt auch die Mischwirkung der Strahldüse ab, so daß gegen Ende der Imprägnierung die Kohlensäure aus der Düse nur noch schwach und fast wirkungslos im Wasser aufperlt und daher, selbst bei noch so hohem Kohlensäuredruck, wohl eine Anreicherung des Wassers mit Kohlensäure, aber nie eine Sättigung erzielt wird.
  • 3. Die am Druckentlastungshahn beim Abzapfvorgang in das Mischgefäß eingesogene atmosphärische Luft, die bei der nächsten Wasserfüllung nur teilweise wieder verdrängt wird, verhindert eine luftfreie Imprägnierung, indem sich die Restluft mit der Kohlensäure und dem in dem Gasraum aufgewirbelten Wasser vermischt.
  • q.. Das Luftkissen in den bekannten automatischen Wassermeßeinrichtungenwird durch die Drucksteigerung infolge der Wasserstöße schon nach kurzer Zeit vom Wasser aufgesaugt und daher diese sogenannte Druckwindkesseleinrichtung beim plötzlichen Wasserabschluß bekanntlich unwirksam.
  • Alle diese unter r bis .i aufgeführten Mängel -an bekannten Apparaten dieser Art werden dadurch behoben, dafl in das aufreeht stehende, zylindrische Mischgefäß ein mit einer feinen Gasdurchtrittsbohrung versehe ner Zwischenboden eingebaut wird, wodurch das Misch- und Ausschankgefäß auch noch als Wassermeßgefäß und als Druckwindkessel zur Milderung der Wasserstöße dient. Diese neue, sehr vereinfachte Vorrichtung bedeutet einen technischen Fortschritt, nicht allein zur wirksameren Ausführung eines Kohlensäure sparenden Mischverfahrens, sondern stellt, da sie mit wenigen und den einfachsten Konstruktionsmitteln und ohne innere bewegliche Wasserabmeßorgane geschaffen ist, einen absolut betriebssicheren, billigen und wenig Raum beanspruchenden Apparat dar, der sehr schnell ein luftfreies und gut imprägniertes, dabei sehr wenig entgastes Trinkglasvolumen kohlensauren Wassers im Moment des Bedarfs liefert. Die bei den bekanntem Apparaten übliche dünne, aber hohe Wassersäule ist wohl für die Imprägnierunk günstig, da die Kohlensäurebläschen länger mit dem Wasser in Berührung bleiben, aber sowohl bei der Druckentlastung und besonders beim darauffolgenden Ausschank entweicht infolge der dadurch bedingten großen Beunruhigung des vom lebhaften Mischprozeß noch nicht zur Ruhe gekommenen Wassers sehr viel Kohlensäure wieder. Die bei der Druckentlastung zum Teil im Wasser wieder frei werdende Kohlensäure steigt in der Wassersäule auf, und je höher die Wassersäule ist, desto dicker wird das aufsteigende Bläschen, indem sich beim Aufstieg bekanntlichimmer mehr Bläschen vereinigen, was besonders bei den Bläschen zutrifft, die vom Gefäßboden aufsteigen. Es zeigt sich hier also der umgekehrte Vorgang wie bei der Imprägnierung unter Druck. Aber auch die Gefäßwandungen, insbesondere der gelochte Gefäßboden, begünstigen die Wasserentgasung; daraus folgt, daß auch die Gefäßwände, insbesondere der Gefäßboden, klein gehalten werden müssen. Aus vorstehendem, aber auch durch praktische Versuche hat sich ergeben, daß für ein Trinkglasvolumen kohlensaures Wasser aus fraglichen Apparaten der Gefäßdurchmesser und die Wassersäulenhöhe im Verhältnis zueinander Mindestmaße darstellen müssen, d. h. daß der Durchmesser der Mischkammer gleich der Mischkammerhöhe ist.
  • Eine hohe Wassersäule erteilt auch dem schankfertigen, ablaufenden Wasser eine zu hohe Auslaufgeschwindigkeit, wodurch bekanntlich viel gebundene Kohlensäure wieder verlorengeht.
  • Eine wirksamere Imprägnierung gegenüber bekannten Verfahren wird aber hauptsächlich dadurch erzielt, daß durch die vollständige Anfüllung der Mischkammer mit Wasser die mit letzterem zugleich sehr fein verteilt eintretende Kohlensäure sofort bis zum Druckausgleich in der oberen Gaskammer einen 'hohen Imprägnierdruck entwickelt. Der sofortige hohe Imprägnierdruck im Mischgefäß ist nur dadurch möglich, daß der feine Kohlensäurezuströmkanal unterhalb des Gasverteilungssiebes etwas größer ist als die Gasdurchtrittsbohrung im Gefäßzwischenboden. Der beim Wassereinlauf in die Mischkammer auftretende Wasserrückstoß, der durch das sich bildende Luftkissen zwischen Wasserspiegel und Gefäßzwischenwand und durch im Wasser schwebende Kohlensäurebläschen etwas gemildert wird, begünstigt sehr die Imprägnierung.
  • Die Erfindung möge an Hand einer schematischen Zeichnung durch ein Ausführungsbeispiel noch näher erläutert werden. Bei der wirklichen Ausführung sind die in der Zeichnung angedeuteten Hähne durch selbstschließende Spindelventile ersetzt, die durch einen Handhebel automatisch gesteuert werden.
  • Abb. i ist ein senkrechter Schnitt durch einen derartigen Apparat.
  • Abb. a ist ein horizontaler Schnitt durch die Mischkammer.
  • Abb.3 stellt einen senkrechten Schnitt durch den Gefäßzwischenboden mit eingebautem Rückschlägventil dar.
  • Die Vorrichtung besteht aus dem zylindrischen Gefäß A, das durch den Zwischenboden i in zwei Kammern a und 3, für Wasser und Kohlensäure, geteilt ist. Der Zwischenboden i schließt am Umfange druckdicht gegen die Gefäßwand ab, während nur eine feine Gasdurchtrittsbohrung .4 beide Kammern verbindet. Durch die Stellschraube 5 ist der Zwischenboden i und damit die abzumessende Wassermenge verstellbar. 61ist ein tangential am Mischgefäß befestigter Druckwassereinlaßhahn mit Rückschlagventil 7. Am Hahn 8 strömt die Kohlensäure unter Hochdruck ein, die durch die feine Kanalbohrung 9 stark abgedrosselt wird. io ist ein feinlochiges Blechsieb für den Kohlensäuredurchtritt. Der Hahn i i dient zur Gasdruckentlastung und zum Eintritt atmosphärischer Luft ins Gefäß beim drucklosen Wasserablauf am Zapfhahn 1z. Die Rückschlagventilscheibe 13 (Abb.3), die zum Abschluß der großen Zwischenwandbohrung 1q. dient, hat eine feine Durchbohrung q.' und ruht lose auf drei Drahthaltern. Arbeitsweise Nachdem sämtliche Hähne geschlossen sind, öffne man gleichzeitig die beiden Hähne 6 und 8, wodurch Wasser und Kohlensäure in die Mischkammer 2 eintreten. Die Kohlensäure wird durch die feine Bohrung 9 stark gedrosselt, so daß sie zunächst unter sehr starkem Druckabfall unter den fein gelochten Siebboden 1o und dann durch denselben hindurch ohne Strahlwirkung in feinen Bläschen im Wasser aufsteigt. Die atmosphärische Luft der Gefäßkammer 2 wird entsprechend dem Wasserleitungsdruck zusammengepreßt, so daß bei schnellem Druckwassereinlauf nur wenig Luft durch die feine Bohrung 4 in die obere Kammer 3 entweichen kann und sich dadurch ein dünnes Luftkissen zwischen Wasserspiegel und Zwischenboden 1 bildet, das die Wassernachströmung verlangsamt und dadurch einen zu starken Wasserrückstoß verhindert. Durch die augenblickliche Drucksteigerung beim Wasserrückstoß, die wesentlich höher sein kann als der Wasser- und Kohlensäureleitungsdruck, werden die anfänglich reichlich im Wasser aufsteigenden Kohlensäurebläschen vom Wasser fast restlos aufgezehrt.
  • Der Gasdruck über dem Wasserspiegel ist nun infolge der Nachimprägnierung durch die weiter aufperlende Kohlensäure nahezu gleich dem Druck der angeschlossenen Kohlensäureleitung. Da der Kohlensäuredruck höher ist als der Wasserleitungsdruck, wird durch das Wasserrückschlagventil 7 die weitere Wasserzufuhr automatisch abgesperrt. Die überschüssige Kohlensäure entweicht mit einem zischenden Geräusch durch die feine Bohrung 4 in den oberen Gasraum 3. Die Beendigung des Imprägniervorganges und damit der erfolgte Druckausgleich zwischen Kohlensäureleitung 8 und Gaskammer 3 ist an der Aufhörung der zischenden und gurgelnden Einströrngeräusche wahrnehmbar. Alsdann schließe man die Wasser- und Kohlensäurehähne 6 und 8 und öffne nun den Gasdruckentlastungshahn 11, wodurch die Kammern 3 und 2 infolge der Gasentweichung ins Freie vollkommen drucklos werden. Am Zapfhahn 12 wird nun das Getränk drucklos abgezapft, während dabei atmosphärische Luft durch Hahn 11 und die Bohrung 4 in die Kammern 3 und 2 eingesaugt wird. Der Arbeitsvorgang beginnt nun aufs neue.
  • Wird in den Zwischenboden 1 ein Rückschlagventil 13 (Abb. 3) eingebaut, dann wird dieses durch den Luft- oder Wasserdruck beim Wassereinlauf selbsttätig geschlossen, so daß nun die Gase durch die feine Ventiltellerdurchbohrung 4 entweichen müssen. Bei der vollständigen Gasdruckentlastung der Gefäßkammern fällt schließlich der Ventilteller 13 infolge seiner Schwerkraft abwärts und öffnet die große Zwischenbodenbohrung 14, so daß einerseits das etwa durch die feine Bohrung 4' über den Zwischenboden gelangte Wasser wieder beim Zapfvorgang schnell in die Mischkammer 2 zurückfließen kann und anderseits eine größere öffnung für den Luftzutritt in die Kammer 2 und damit eine schnellere Wasserentleerung gewährleistet wird.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜC1iE: 1. Vorrichtung zum trinkglasweisen Herstellen kohlensaurer Getränke unter Druck und unmittelbaren, drucklosen Ausschänken aus zylindrischen Mischvorrichtungen, die an eine Wasser- und an eine Kohlensäuredruckleitung angeschlossen werden und in welchen die Imprägnierung durch am Mischgefäßboden in das Wasser fein verteilt aufsteigende Kohlensäurebläschen erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß im Mischgefäß (A) eine mit einer feinen Gasdurchtrittsbohrung versehene Zwischenwand (1) eingebaut ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in der Zwischenwand (1) ein mit einer feinen Bohrung (4.') versehenes Rückschlagventil (13) angeordnet ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt der Gasdurchtrittsbohrung (Z in der Zwischenwand (1) kleiner ist als der der Drosselbohrung (9) in der Gaszuführleitung uhd daß ferner der Querschnitt der Drosselbohrung (9), wie an sich bekannt, kleiner ist als die Summe der Bohrungen des Siebbleches (1o).
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenwand (1) in solcher Höhe des Behälters (A) angebracht ist, daß der Durchmesser der Mischkammer (2) gleich der Mischkammerhöhe ist.
DEST45781D 1929-05-03 1929-05-03 Vorrichtung zum trinkglasweisen Herstellen und Ausschaenken kohlensaurer Getraenke Expired DE548064C (de)

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