DE551186C - Verfahren und Rundstrickmaschine zur Herstellung von rundgestrickter Strumpfware mitunmittelbar angestricktem Rand - Google Patents

Verfahren und Rundstrickmaschine zur Herstellung von rundgestrickter Strumpfware mitunmittelbar angestricktem Rand

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DE551186C
DE551186C DEH101482D DEH0101482D DE551186C DE 551186 C DE551186 C DE 551186C DE H101482 D DEH101482 D DE H101482D DE H0101482 D DEH0101482 D DE H0101482D DE 551186 C DE551186 C DE 551186C
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Description

  • Verfahren und Rundstrickmaschine zur Herstellung von rundgestrickter Strumpfware mit unmittelbar angestricktem Rand Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von Strumpfware mit unmittelbar angestricktem Rand, insbesondere Doppelrand, auf Rundstrickmaschinen. Bisher werden im allgemeinen zum unmittelbaren Anstricken eines solchen Randes an den Längen auf Rundstrickmaschinen in einer oberhalb des Nadelzylinders angeordneten Scheibe Stricknadeln verwendet, die zusammen mit den Stricknadeln des Nadelzylinders wirken. Hierbei werden zu Beginn des Randes von den Scheibennadeln und den Zylindernadeln z. B. zwei Maschenreihen gestrickt, indem der Faden sowohl den Scheibenals auch den Zylindernadeln zugeführt wird, worauf das Stricken des Randes auf den Zylindernadeln erfolgt und nach Vollendung des Randes die anfänglichen gemeinsam gestrickten Maschenreihen durch die Zylindernadeln wieder von den Scheibennadeln abgenommen werden. Demgegenüber bezieht sich die Erfindung auf solche an sich ebenfalls bekannte Rund,5trickmaschinen, bei denen in der Scheibe Übertragungsstößer angeordnet sind, um eine Verwendung besonderer Stricknadeln in der Scheibe und den auf diesen vorzunehmenden einleitenden Strickvorgang zu vermeiden. Während jedoch bei diesen bekannten Rundstrickmaschinen das Auflegen der Fadenhenkel auf die Übertragungsstößer in einem einzigen Rundgang erfolgt, besteht das Neue der Erfindung darin, daß die Schlaufen von den Nadeln in mehreren Arbeitsschritten oder Rundläufen der Maschine auf die Übertragungswerkzeuge der Scheibe aufgelegt werden, derart, daß einige dieser Übertragungswerkzeuge in einem Arbeitsschritt oder einem Rundlauf und andere Werkzeuge in einem folgenden Arbeitsschritt bzw. Rundlauf mit Schlaufen belegt werden. Ein wesentlicher Vorteil dieses neuen Verfahrens besteht darin, daß die sehr große Spannung, die beim Belegen aller Übertragungsstößer in einem Rundgang auf den Faden ausgeübt wird und leicht zu einem Reißen des Fadens führen kann, bei der Belegung der Übertragungsstößer in mehreren Arbeitsschritten oder Rundgängen der Maschine zuverlässig vermieden wird. _ Es wird ferner durch die schrittweise Belegung auch die Herstellung von fehlerloser Strickarbeit für den angestrickten Rand auf feinen Nadeln gewährleistet, wobei also die Spitzen der Übertragungsstößer dünner sind und dichter zusammenliegen als bei Maschinen mit gröberen Nadeln. Im ganzen wird also durch das Verfahren gemäß der Erfindung eine schonende -und gleichmäßige Arbeit des unmittelbar angestrickten Randes, insbesondere auch auf feinen Nadeln, erzielt. Es kann bei dem Verfahren nach der Erfindung in der Scheibe beispielsweise eine der Anzahl der Stricknadeln des Nadelzylinders entsprechende Anzahl von Übertragungswerkzeugen verwendet und in mehreren Arbeitsschritten oder Rundläufen jedesmal auf einen ausgewählten Teil dieser Werkzeuge eine Schlaufe aufgelegt werden, oder es kann beispielsweise die Zahl der Übertragungswerkzeuge die Hälfte der Nadelzahl des Zylinders betragen und in einem Arbeitsschritt oder Rundlauf eine Schlaufe von jeder einer bestimmten Gruppe von Nadeln, die jedoch kleiner ist als die Gesamtnadelzahl, z. B. von jeder zweiten Nadel, auf jedes der Übertragungswerkzeuge aufgelegt und in einem andern Arbeitsschritt bzw. Rundlauf eine Schlaufe von einer andern bestimmten Nadelgruppe bzw. von jeder der übrigen Nadeln auf jedes Übertragungswerkzeug aufgelegt werden. Nach dem Belegen der Übertragungswerkzeuge mit den Schlaufen wird der Randteil auf den Zylindernadeln gestrickt, und alsdann werden im wesentlichen alle Schlaufen in einem Rundlauf oder Arbeitsschritt auf die Nadeln nacheinander zurückübertragen.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung ist nebst einer zur Ausführung desselben ausgebildeten Rundstrickmaschine auf den Zeichnungen in mehreren Ausführungsbeispielen veranschaulicht.
  • Abb. i zeigt in Seitenansicht einen Damenstrumpf.
  • Abb. ia stellt eine Reihe von hintereinander hergestellten Strümpfen dar.
  • Abb. 2 veranschaulicht in Seitenansicht einen Socken.
  • Abb.3 veranschaulicht in größerem Maßstaue einen Teil der Strickware.
  • Abb. 4 ist die Vorderansicht einer Rundstrickmaschine mit der Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens gemäß der Erfindung.
  • Abb.5 ist eine Stirnansicht der Maschine nach Abb. 4, und Abb.6 ist eine Rückansicht derselben. Abb. 7 veranschaulicht in Aufsicht den oberen Teil der Maschine in größerem Maßstabe.
  • Abb. $ ist ein senkrechter Schnitt nach Linie io-io der Abb. 7.
  • Abb. g ist ein waagerechter Schnitt nach Linie 1i-11 der Abb. B.
  • Abb. io ist eine Seitenansicht der Übertragungsscheibe in der Stellung über dem Zylinder, Abb. ii ist eine teilweise geschnittene Seitenansicht der Scheibe, wobei diese seitwärts ausgeschwungen ist.
  • Abb. 12 ist eine Seitenansicht des SChlOßsatzes Nr. i für die Bildung des Randes und eines Teiles seiner Antriebsvorrichtung.
  • Abb. 13 ist eine Innenansicht des Schloßsatzes Nr. i und der Schloßteile für den Spann. Abb. 14 ist eine Seitenansicht des Schloßsatzes Nr. 2 für die Bildung des Randes und eines Teiles seiner Antriebsvorrichtung.
  • Abb.15 ist eine Innenansicht des Schloßsatzes Nr. 2.
  • Abb.16 ist eine Innenansicht des Schloßsatzes Nr. 3 für die Bildung des Randes. Abb.17 ist eine Seitenansicht des Schloßsatzes Nr. 3 und eines Teiles seiner Antriebsvorrichtung.
  • Abb. 18 ist eine Aufsicht auf die Exzenter der Hilfsmustertrommel und die von dieser gesteuerten Hebel.
  • Abb. i9 ist eine schaubildliche Ansicht der Hilfstrommel und der Hebelgestänge für die verschiedenen Schloßteile.
  • Abb. 2o ist eine Aufsicht auf die Scheibe mit den gestrichelt dargestellten Hubnocken und den Stößern in zurückgezogener Stellung.
  • Abb.2z ist ein senkrechter Schnitt nach Linie 31-3z der Abb. 30.
  • Abb. 22 ist eine Aufsicht auf die Scheibe mit vorgeschobenen Stößern bei der Herstellung des Randes.
  • Abb. 23 ist eine Aufsicht auf die Scheibe mit den Stößern in der Stellung zur Rückübertragung der Schlaufen auf die Nadeln nach beendeter Herstellung des Randes.
  • Abb. 24 ist eine Innenansicht, welche eine Stellung der zwei Satz Strickdreiecke und anderer Schloßteile, Nadeln und Stößer am Ende der Spitze und die Einführung des Reißfadens veranschaulicht.
  • Abb. 25 ist eine schaubildliche Ansicht einiger Stößer und Nadeln der Abb. 24.
  • Abb. 26 ist eine Innenansicht nach der Abb. 24, aber für die nächste Stellung der Teile.
  • Abb. 27 ist eine schaubildliche Ansicht einiger Nadeln und Stößer für die Stellung der Abb. 26. Abb. 28 und 29, 30 und 31, 32 und 33 sowie 34 und 35 veranschaulichen in ähnlicher Weis wie die Abb. 24 und 25 die Teile in den vier aufeinanderfolgenden Stellungen.
  • Abb. 36 ist eine Seitenansicht der zuerst angehobenen oder zweiten Nadeln für das Belegen der Stößer im ersten Rundgang.
  • Abb.37 ist eine Seitenansicht einer dieser Nadeln und ihres Stößers in angehobener Stellung.
  • Abb. 38 und 39 veranschaulichen in ähnlicher Weise die verbleibenden Nadeln in ihrer angehobenen Stellung für das Belegen der Stößer in dem folgenden Rundgang und zeigen die Stößer belegt.
  • Abb. 40 ist eine Seitenansicht und Abb. 41: eine Vorderansicht eines der Übertragungswerkzeuge.
  • Abb. 42 ist eine Aufsicht auf die Scheibenhaube.
  • Abb.43 ist eine Vorderansicht eines Teiles der Scheibe und Abb.44 eine untere Ansicht dieses Teiles. Abb. 45 ist ein Diagramm zur Veranschaulichung der erstangehobenen oder zweiten Nadel in der Stellung zum Belegen der Stößer, deren Zahl bei dieser Ausführungsform nur die Hälfte der Nadelzahl beträgt, und veranschaulicht die Stößer in belegtem Zustande.
  • Abb.46 ist ein ähnliches Schaubild, jedoch für die verbleibenden Nadeln bei dieser Ausführungsart.
  • Abb.47, 48, 49, 5o sowie 51 und 52 sind ähnliche Schaubilder wie Abb. 49 und 5o, aber für drei andere Ausführungsarten.
  • Abb. 53 ist ein ähnliches Schaubild wie Abb. 49, stellt aber das Belegen der Stößer in einem Gang dar, wobei nur halb soviel Stößer verwendet werden wie Nadeln.
  • Abb.54 veranschaulicht die Schlaufen in dem ersten und zweiten Gang des Belegens bei der in Abb. 36 und 38 veranschaulichten Ausführungsart.
  • Abb. 55 veranschaulicht die Schlaufen beim Belegen nach der Ausführungsart von Abb. 49 und 5o.
  • Abb. 56 bis 59 veranschaulichen in ähnlicher `'eise die Schlaufen beim Belegen nach den verschiedenen, in Abb. 51: und 52, 53 und 54, 55 und 56 und 57 veranschaulichten Ausführungsarten.
  • In Abb. i und 2 bezeichnet 333 den Rand des Strumpfes, welcher unmittelbar an den Längen 334 angestrickt ist. 335 bezeichnet den Spann des Fußes, 336 die Hochferse, 337 die Fersentasche, 338 den Sohlenteil und 339 die Spitzentasche. Ein Teil des Knöchels und die Hochferse sowie der Fuß werden durch Pendelsplitarbeit hergestellt. Eine der Naht- oder Randlinien der Hochferse ist mit 340 und des Fußes mit 341 bezeichnet.
  • Die gleichen Bezugzeichen sind auch bei der in Abb. i a veranschaulichten Schlauchware gewählt, die einen zusammenhängenden Strang von Strümpfen veranschaulichen. Hierbei wird sofort nach dem letzten Maschenrundgang ein Trennfaden eingeführt, der bei 343 für eine oder mehrere Trennreihen dargestellt ist.
  • In Abb.3 ist die Bildung der Maschen für den Rand mit einigen vorhergehenden und einigen nachfolgenden Maschenreihen veranschaulicht. Hierbei ist gemäß Abb. 36 bis 39 für jede Nadel 44o auf der bekannten, oberhalb des Nadelzylinders angeordneten Scheibe, die beispielsweise in Abb.2o und 21 ersichtlich und mit 189 bezeichnet ist, ein Übertragungswerkzeug igi vorgesehen, und das Übertragen der Maschen von den Nadeln igi auf die Übertragungswerkzeuge 44o erfolgt dadurch, daß nach dem Vorstoßen aller Übertragungswerkzeuge igi in die Übertragungsstellung (Abb. 37 und 39) die Nadeln 44o in zwei Gruppen in zwei aufeinanderfolgenden Arbeitsschritten in die Übertragungsstellung angehoben werden, wobei jede Gruppe aus jeder zweiten Nadel besteht. Gemäß der Abb. 3 bezeichnen 344 und 345 zwei Maschenreihen, welche aus einem Trennfaden gebildet werden ; unmittelbar im Anschluß hieran wird eine Maschenreihe 346 gestrickt, die einen Schutz gegen Aufräufeln bildet und im vorliegenden Fall nur auf abwechselnden Nadeln gestrickt wird. Dann wird eine gewöhnliche Maschenreihe 347 auf jeder Nadel gestrickt. Die nächste Maschenreihe 348 ist die erste, bei welcher das Garn auf die Übertragungsstößer igi gelegt wird. 349 bezeichnet die zweite Maschenreihe für das Belegen der Übertragungsstößer. Es werden gemäß Abb. 36 zuerst die Übertragungswerkzeuge von jeder zweiten Nadel mit Schlaufen belegt (Maschenreihe 348), und dann werden die Übertragungswerkzeuge gemäß Abb.38 nochmals von den verbleibenden Nadeln mit Schlaufen belegt (Maschenreihe 349). Die Schlaufen der ersten Reihe 348 sind mit 35o bezeichnet und sind verhältnismäßig lang. Die Maschen 351 der zweiten Maschenreihe sind etwas kürzer, weil die beiden Maschen in verschiedenen Gängen übergelegt werden.
  • Diese Ubertragungsart ist auch in Abb. 54 veranschaulicht, und zwar in der linken Hälfte für den ersten und in der rechten Hälfte für den zweiten Arbeitsschritt, wobei die Übertragung auf die Werkzeuge igi beendet ist. Die Nadeln können zur Übertragung von Schlaufen auf die Übertragungswerkzeuge jedoch auch in anderer Weise eingeteilt oder gruppiert werden, z. B. dadurch, daß zunächst die Übertragungswerkzeuge von einem Drittel der Nadeln, dann von einem zweiten Drittel und schließlich von dem letzten Drittel belegt werden. Oder es können die Nadeln auch so eingeteilt oder gruppiert werden, daß zuerst von einem Viertel der Nadeln, dann von einem zweiten Viertel, hierauf von dem dritten Viertel und endlich von dem verbleibenden Viertel die Übertragungswerkzeuge belegt werden. In jedem dieser Fälle sind die Nadeln, von welchen die Übertragungsstößer in j e einem Rundlauf belegt werden, zweckmäßig auf den ganzen Umfang derNadelnverteilt und nicht in unmittelbarer Aufeinanderfolge angeordnet. Z. B. wird beim Belegen der Übertragungswerkzeuge unter Dritteln der Nadeln zweckmäßig in einem Gang von der i., 4., 7. usw. Nadel, in dem nächsten Gang von der 2., 5., B. usw. Nadel und in dem dritten Gang von der 3., 6.,..g. usw. Nadel belegt. Wenn die Belegung der Übertragungswerkzeuge durch Vierteln der Nadeln bewirkt werden soll, so wird im ersten Gang von der 1., 5. usw. Nadel, im zweiten Gang von der 2., 6. usw. Nadel, im dritten Gang von der 3., 7. usw. Nadel und im vierten Gang von der 4., B. usw. Nadel belegt.
  • Bei bestimmten Strickarbeiten können die Übertragungswerkzeuge von den Nadeln auch ungleich oder unregelmäßig je nach dem betreffenden Muster belegt werden. Z. B. im ersten Gang von der i., 3., 6., io usw. Nadel und im nächsten Gang von der 2., 4., 7., 9., ii. usw. Nadel.
  • Bei der vorbeschriebenen Ausführungsart ist die Zahl der Übertragungswerkzeuge gleich der Nadelzahl. Es kann jedoch auch gemäß der in Abb. 45, 46 und 55 dargestellten Ausführungsart nur die halbe Anzahl von Übertragungswerkzeugen 319, wie Nadeln im gesamten Nadelkranz vorhanden sind, verwendet und dann in einer Mehrzahl von Gängen alle Maschen des gesamten Nadelkranzes auf die geringere Anzahl von Übertragungswerkzeugen übertragen werden. Bei der Verfahrensweise nach Abb. 45 und 46 sind die Nadeln in zwei Sätzen 318 und 320 gruppiert und werden in zwei Arbeitsschritten oder Gängen angehoben, nachdem die Übertragungswerkzeuge 3ig vorgestoßen worden sind. Die Nadeln können jedoch auch in anderer Weise wie als abwechselnde Nadeln gruppiert sein, und das Vorstoßen der Nadeln kann auch in mehr als zwei Arbeitsschritten oder Gängen erfolgen, beispielsweise in drei Arbeitsschritten oder Gängen. Im folgenden sei jedoch im Anschluß an Abb. 45 und 46 diejenige Ausführungsart beschrieben, bei welcher die Nadeln in zwei Gruppen oder Sätzen 318 und 320 verteilt sind, wobei die erste Gruppe jede zweite Nadel, beispielsweise die i., 3., 5. usw. Nadel, umfaßt und die zweite Gruppe alle übrigen Nadeln, und wobei das Vorstoßen der derart eingestellten Nadeln in zwei Gängen oder Umdrehungen des Nadelzylinders vor sich geht.
  • Bei der ersten Nadelumdrehung,, während welcher das Belegen der Übertragungsstößer 3ig erfolgt, werden die abwechselnden Nadeln 318 vorgestoßen oder angehoben und alle Übertragungsstößer 320 in der weiter unten beschriebenen Weise vorgeschoben. Diese Ausführungsform hat den Vorteil, daß halb soviel Ubertragungsstößer in der Scheibe erforderlich sind wie bei der erstbeschriebenen Ausführungsform. Es brauchen also auch nur halb soviel Übertragungsstößer betätigt zu werden. Nachdem beim ersten Gang die Maschen von der einen Nadelhälfte, nämlich von den Nadeln 318, gemäß Abb.55 (linke Hälfte) auf die Übertragungsstößer 31g abgelegt worden sind, werden beim nächsten Arbeitsschritt, zweckmäßig bei der nächsten Umdrehung des Nadelzylinders, alle übrigen Nadeln 320 vorgestoßen oder . angehoben und deren Maschen gemäß Abb. 55 (rechts) auf die Übertragungsstößer 31g abgelegt, da die Stößer in radial vorgeschobener Stellung verbleiben.
  • Die Wirkungsweise dieser Ausführungsart besteht also darin, daß jede Masche nur über einen Übertragungsstößer 319 gelegt wird, wie insbesondere auch aus Abb. 55 ersichtlich ist. In der linken Hälfte dieser Abbildung ist das Ablegen der Schlaufen von den Nadeln 318 auf die Stößer 319 und in der rechten Hälfte das Ablegen der Schlaufen von den Nadeln 320 auf die Nadelstößer 319 dargestellt. Es erhält also jeder Übertragungsstößer zwei Schlaufen, und es verläuft das Garn oder der Faden der Schlaufen von jedem Übertragungsstößer fast senkrecht nach unten zur Nadel 318 und dann in einem weniger steilen Stäbchen zum nächsten Stößer 319 (vgl. linke Hälfte von Abb. 55). Wie dann die rechte Hälfte von Abb. 55 veranschaulicht, erstreckt sich beim nächsten Arbeitsschritt das Garn oder der Faden fast senkrecht von den Stößern 319 nach den Nadeln 32o und dann in einem weniger steilen Stäbchen nach dem nächsten Stößer 319. Dieser Verlauf des Garnes erstreckt sich über den gesamten Nadelumfang. Es befinden sich also zwischen je zwei Übertragungsstößern 319 zwei Garn- oder Fadenstäbchen in Gestalt von nicht steil verlaufenden Schlaufen (in Abb. 55 in einem Winkel von etwa 45 '). Ein wesentlicher Vorteil dieser Anordnung besteht darin, daß die Platinen zwischen den Nadeln sicherer eine oder beide schräge Fadenstäbchen bei ihrer Kreuzungsstelle erfassen und infolgedessen die Ware zuverlässig unten halten und verhindern, daß sie beim Ansteigen der Nadeln mit nach oben gehen. Dies ist also vorteilhafter als bei der erstbeschriebenen Ausführungsform, deren Fadenverlauf in Abb. 54 veranschaulicht ist, in deren beiden Hälften dargestellt, in welcher Weise die Maschen in zwei Arbeitsschritten auf die Übertragungsstößer igi gelegt werden, wenn eine gleiche Anzahl von Stößern wie Stricknadeln verwendet wird.
  • Wie aus der linken Hälfte der Abb. 54 ersichtlich ist, wird beim Aufwärtsstoßen oder Anheben der abwechselnden Nadeln der Faden oder das Garn von diesen auf die beiden nächstliegenden Übertragungsstößer igi gelegt. Zwischen je zwei Paaren von Übertragungsstößern erstreckt sich das Garn steil nach der Nadel. Die rechte Hälfte von Abb. 54 veranschaulicht das Ablegen des Garnes im zweiten Arbeitsschritt, bei welchem jede Nadelschlaufe auf die beiden nächstliegenden Übertragungsstößer aufgelegt wird. Jedoch liegen hierbei die nach unten gerichteten Stäbchen jeder Masche zwischen den nach unten gerichteten Schlaufen des vorherigen Arbeitsganges. In diesem Fall erhält somit jeder Übertragungsstößer gleichfalls zwei Maschen oder Maschenteile.
  • Bei der Ausführungsart nach Abb. 47, 48 und 56 werden ebenso viele Übertragungsstößer wie Stricknadeln verwendet und die Nadeln in zwei Sätzen abwechselnd hochgestoßen. Bei dem ersten in Abb. 47 und in der linken Hälfte von Abb.56 veranschaulichten Gang werden die abwechselnden Nadeln 321 vorgestoßen oder angehoben und die mit 322 bezeichneten abwechselnden Übertragungsstößer belegt. Im nächsten Gang werden wieder dieselben Nadeln 3a= vorgestoßen und deren Maschen auf die anderen Übertragungsstößer 323 geladen. Es werden also bei dieser Arbeitsweise nur die Nadeln 32i bei der Übertragungsarbeit vorgestoßen oder angehoben, während die übrigen Nadeln untenbleiben. Dagegen erhält jeder einzelne Übertragungsstößer nur eine einzige Schlaufe, wie aus der rechten Hälfte von Abb. 56 ersichtlich ist. Am Ende des Bandes werden die Maschen auf die anderen Nadeln zurückübertragen, die während der Übertragungsarbeit nicht vorgestoßen wurden. Jede der für Rückübertragung der Schlaufen auf die Nadeln vorgestoßenen Nadeln erhält so zwei Maschen, während die übrigen Nadeln keine Maschen erhielten.
  • Die in Abb. 49, 5o und 57 veranschaulichte Ausführungsform stellt eine Kombination der ersten und zweiten Ausführungsform dar, indem im ersten Gang oder Arbeitsschritt sowohl abwechselnde Nadeln als auch nur abwechselnde Übertragungsstößer vorgestoßen und belegt werden. Die zunächst vorgestoßenen abwechselnden Nadeln und Stößer sind mit 324 und 325 bezeichnet. Bei dem zweiten Gang oder Arbeitsschritt werden dann die Nadeln 327 vorgestoßen und die Übertragungsstößer 326 belegt (Abb. 50 und Abb.57 rechts). Diese Ausführungsform ergibt gleichfalls eine Schrägstellung der Schlaufstäbchen (Abb. 57 rechts) ; jedoch laufen hier die schrägen Teile beider Gänge parallel zueinander, anstatt sich zu kreuzen, wie bei der Ausführungsform nach Abb. 55, die in dieser Beziehung vorteilhafter ist.
  • Bei der Ausführungsform nach Abb. 54 erhält bei der Rückübertragung der Schlaufen von den Stößern auf die Nadel jede Nadel eine Schlaufe von einem Übertragungsstößer.
  • Bei der besonders zweckmäßigen Ausführungsform nach Abb. 55 erhält jede einzige Nadel des gesamten Nadelkranzes eine Schlaufe oder ein Fadenstäbchen bei der Rückübertragung von den Stößern auf die Nadeln.
  • Bei der Ausführungsform nach Abb. 56, bei welcher im ersten Gang Maschen von abwechselnden Nadeln auf abwechselnde Übertragungsstößer gelegt und beim nächsten Gang Maschen von denselben Nadeln auf die übrigen Übertragungsstößer gelegt. werden, wird am Ende des Randes von den Ubertragungsstößern auf die anderen Nadeln übertragen, d. h. auf diejenigen Nadeln, welche beim Belegen- der Stößer nicht angehoben wurden und in Abb. 47 mit 328 bezeichnet sind. Hierbei werden also auf diejenigen Nadeln, welche die Schlaufen am Ende des Randes durch Rückübertragung erhalten, zwei Schlaufen gelegt. Somit werden bei dieser Ausführungsform beim Belegen nur jede zweite Nadel und beim Rückübertragen nur die übrigen Nadeln verwendet, während alle Übertragungsstößer zur Anwendung kommen, nämlich ebenso viele Stößer, wie Nadeln im ganzen Nadelkranz vorhanden sind.
  • Bei der Ausführungsform nach Abb.5i, 52 und 58 handelt es sich um eine Kombination der als besonders zweckmäßig bezeichneten Ausführungsform mit der an dritter Stelle beschriebenen. In diesem Falle werden beim ersten Gang oder Arbeitsschritt alle Nadeln vorgestoßen oder angehoben, jedoch von diesen lediglich abwechselnde Übertragungsstößer 329 belegt, während beim nächsten Gang oder Arbeitsschritt nur die übrigen Stößer 33o belegt werden. Zweckmäßig erfolgt dies bei zwei Zylinderumdrehungen. Abb. 58 zeigt, wie beim ersten Gang die Schlaufen auf die Übertragungsstößer 329 und beim zweiten Gang auf die Übertragungsstößer 330 gelegt werden.
  • Bei der Ausführungsform nach Abb. 53 und 59 werden nur halb soviel Übertragungsstößer 331 wie Nadeln verwendet. In dieser Hinsicht ist also diese Ausführungsform derjenigen nach Abb. 45, 46 und 55 ähnlich. Es werden auch nur abwechselnde Nadeln 332 vorgestoßen, und zwar in einem einzigen Arbeitsschritt. Mit anderen Worten, bei einem Arbeitsschritt werden Schlaufen von den abwechselnden Nadeln 332 auf die abwechselnden Übertragungsstößer 331 übertragen, so daß die Schlaufe 332a von Nadel zu Ubertraggungsstößer gebildet wird. Bei dieser Ausführungsform fassen die Platinen daher an den Schlaufenstäbchen 33211 an und verhindern auf diese Weise das Hochgehen der Ware mit den Nadeln.
  • Die Erfindung kann bei verschiedenen Arten von Rundstrickmaschinen verwendet werden, beispielsweise bei Strickmaschinen mit Zungennadeln. Untere bestimmten Verhältnissen können auch Federhaken oder sonstige Nadeln verwendet werden. Auch kann die Erfindung sowohl auf Strickmaschinen, bei welchen der Nadelzylinder umläuft und der Schloßring feststeht, wie auch bei Maschinen, bei welchen der Schloßring umläuft und der Nadelzylinder feststeht, verwendet werden.
  • Bei der vorliegenden Maschine, welche zur Ausführung des Übertragungsverfahrens nach Abb. 36 bis 39 und 54 für das unmittelbare Anstricken eines Doppelrandes eingerichtet ist, ist auf dem Gestell i ein drehbarer Nadelzylinder 2 und ein nicht drehbarer Schloßring 3 mit ringförmigem Randteil 4 angeordnet. Die in dem Gestell i gelagerte Hauptantriebswelle 5 besitzt mehrere Antriebsscheiben 6, 7 und 8 für Schnell-und Langsam- und Leerlauf. Die gleichfalls in dem Gestell gelagerte Welle 9 trägt die Mustertrommel =o mit einem Exzenter =i, welches in bekannter Weise unter Vermittlung der Leitrolle 13 den Schalthebel 14 steuert, der die übliche Kupplung zum Umschalten des Nadelzylinders und sonstiger Teile von der drehenden Bewegung in eine pendelnde Bewegung und umgekehrt betätigt. Die Leitrolle 13 kann durch Querschlitze 12 (Abb. 4) von einer Seite des Exzenterringes x= auf die andere Seite treten und auf diese Weise die Verschiebung des Schalthebels 14 bewirken.
  • Mittels dieser Einrichtung kann dem Nadelzylinder 2 zu gewünschten Zeiten während der Strickarbeit eine ständige drehende Bewegung erteilt werden, z. B. während der Herstellung des Randes 333 (Abb. z) und des oberen Teiles des Beines 334 herunter bis zu dem Knöchelteil, während dem Nadelzylinder zu anderen Zeiten eine hin und her gehende Bewegung erteilt werden kann, nicht nur während des Strickens von Ferse 337 und Spitzentasche 339, sondern auch bei der Herstellung von Splitarbeit während des Strickens des Knöchels oder eines Teiles desselben -und insbesondere auch desjenigen Teiles, welcher die Hochferse 336 umfaßt, sowie auch während des Strickens des Fußes 335, 338. Bei dem Stricken mit derartiger hin und her gehender Bewegung des Nadelzylinders werden bekanntlich Randnähte 340, 341 an den beiden entgegengesetzten Seiten des Knöchels oder des Fußes oder beider gebildet, welche parallel zu den Stäbchen der Strickware verlaufen können. Dieselben können jedoch auch sämtlich oder zum Teil, und zwar insbesondere diejenigen an der Hochferse, die Stäbchen der Strickware kreuzen, so daß eine keilförmige Hochferse entsteht, jedoch ohne daß zu irgendeiner Zeit während des Strickens die Bildung von frei vorstehenden Fadenenden eintritt. Das Stricken des Strumpfes kann sowohl an dem oberen Ende des Beines als auch an der Spitze begonnen werden; bei der nachfolgenden Beschreibung der Erfindung ist die erstere Verfahrensweise zugrunde gelegt.
  • Der Zungenring 2o ist an einer Seite der Maschine an einem Ständer 21 bei 23 (Abb. 5 und 7) drehbar angeordnet und ruht in einem Winkel von etwa go ° von diesem Ständer auf einen Ständer 22 auf. Falls Federhakennadeln verwendet werden, wird der Zungenring bekanntlich durch einen Teilring ersetzt, und es werden alsdann entweder ein oder mehrere Preßsektoren für die Nadeln in der allgemein bekannten Weise verwendet.
  • Die Stricknadeln sind in zwei im wesentlichen gleiche Sätze unterteilt, von denen die Nadeln des einen Satzes lange Füße und die Nadeln des anderen Satzes kurze Füße besitzen. Die langfüßigen Nadeln sind die Spann- oder Ristnadeln, welche zu gewissen Zeiten durch die Ristdreiecke 27, 28 (Abb. 13 und 24) zurückgezogen werden können. Die Dreiecke sind auf einem Schlitten angeordnet, -welcher senkrecht verschiebbar in einem auf der Schloßplatte 3 befestigten Ständer geführt ist. Die Bewegungsrichtung für die beiden Dreiecke ist so ausgebildet., daß den Dreiecken eine gewisse zusätzliche Bewegung erteilt werden kann, derart, daß, wenn die Maschine durch den Schalthebel 14 auf Rundstricken eingeschaltet ist, die Dreiecke 27 und 28 ihre unterste Stellung einnehmen, und daß, wenn die Maschine durch Schalthebel 14 auf Hinundherstricken eingestellt wird, die Dreiecke 27 und 28 selbsttätig in ihre obere Stellung bewegt werden und dadurch das Zurückziehen der Rist- oder Langfußnadeln bewirken, deren Füße mit dem Dreieck 27 in Eingriff gelangen und dadurch angehoben werden. Das Dreieck 27 ist so weit von der Außenfläche des Nadelzylinders entfernt angeordnet, daß es nur auf die langen Nadelfüße einwirken kann, die kurzen Nadelfüße jedoch unbeeinflußt vorbeitreten läßt. Dagegen ist das Dreieck 28 dicht bei der Außenfläche des Nadelzylinders angeordnet, so daß dieses sowohl lange als auch kurze Nadelfüße betätigen kann, welche sich in ihrer angehobenen Stellung befinden, wenn die Dreiecke 28 und 27 heruntergezogen sind.
  • Auf der Schloßplatte 3 ist ein Block 36 (Abb.4) angeordnet, der in bekannter Weise radial mit Bezug auf den Nadelzylinder verschoben werden kann. Der Block 36 trägt den primären Stricksatz A (Abb. 24), welcher aus den üblichen Maschendreiecken 40, 41, dem mittleren Führungsdreieck 42 und einem oberen mittleren Führungsdreieck 43 besteht. Der Block 36 ist ferner mit dem Paar Minderungspicker 50, 50 (Abb. 7) ausgestattet. Der Zungenring 2o ist mit der üblichen Anzahl von primären Garnhebeln oder Fadenführern 51, im vorliegenden Fall fünf, versehen, die in der üblichen Weise von der Mustertrommel zo gesteuert werden. Außerdem ist der Zungenring mit mindestens einem Garnführer 52 an der Hilfsseite versehen, welcher das Garn den Nadeln für den Spann und für die obere Hälfte des Fußes während der Verstärkung durch Splitarbeit zuführt.
  • Zur Bildung von Splitarbeit ist der sekundäre Stricksatz B (Abb. 24) vorgesehen, welcher aus einem Paar Strickdreiecken 62, 63, einem unteren Führungsdreieck 64, einem oberen Führungsdreieck 65 und einem Wächterdreieck 66 für dieses besteht.
  • Der sekundäre Schloßsatz kann in bekannter Weise von Hand oder selbsttätig radial zum Nadelzylinder in eine solche Stellung zurückgezogen werden, in welcher er nicht auf die Nadelfüße wirken kann (falls beispielsweise eine Verstellung der Nadeln von Hand erforderlich wird).
  • Das obere Führungsdreieck 65 kann auch in bekannter Weise unabhängig von den ]i)reiecken 62 und 63 aus seiner wirksamen Stellung zurückgezogen werden, und zwar entweder von Hand oder selbsttätig.
  • Um während der Tätigkeit des Hilfs- oder Sekundärschloßsatzes B den durch diesen Schloßsatz angetriebenen Nadeln Garn zuzuführen, ist der sekundäre Garnführer 52 auf dem Zungenring 2o in der entsprechenden Stellung zu dem Sekundärsatz B angeordnet. Der sekundäre Garnführerhebel52 ist bei 98 auf dem Zungenring drehbar gelagert. Um den Hilfsgarnführer 52 in bezug auf die sekundären Strickdreiecke in und außer wirksame Stellung zu bewegen, ist der Garnführer 52 so angeordnet, daß er selbsttätig mit dem Dreieck 65 betätigt wird, welches die Betätigung der sekundären Strickdreiecke regelt. Zu diesem Zweck ist der Garnführer 52 mit einer Verlängerung Zoo (Abb. 8) mit einer Hubfläche ioi an der Unterseite versehen, gegen welche ein Hebel Zog schlagen kann. Letzterer ist bei 103 (Abb. 6) drehbar gelagert und besitzt einen seitlichen Fortsatz 104, der unter die Verlängerung Zoo von Garnführer 52 ragt. Das untere Ende von Hebel Zog ist durch ein Gelenk 105 mit dem Bewegungshebel 86 für Dreieck 65 verbunden.
  • Um den richtigen Eingriff der langen Nadelfüße mit dem Dreieck 65 zu sichern, ist unmittelbar oberhalb dieses Dreieckes das Schutzdreieck 66 mit Hubflächen 66' an den beiden entgegengesetzten Enden angeordnet (Abb. 24), um eine Ablenkung der Nadelfüße zu bewirken, falls dieselben zu hoch sind, um unmittelbar gegen das Dreieck 65 zu treffen.
  • Auf der Rückseite des Nadelzylinders zwischen dem primären und sekundären Schloßsatz ist ein Schaltnocken 127 üblicher Art bei 128 drehbar angeordnet (Abb. g), welcher lediglich auf die langfüßigen Nadeln einwirken kann, und zwar dann, wenn der Nadelzylinder sich entgegengesetzt der normalen Umlaufrichtung bewegt, worauf die zugehörigen Nadeln nach oben in ihre unwirksame Stellung bewegt werden. `Fenn die Füße der Nadeln sich hingegen in der entgegengesetzten Richtung bewegen, so wird der Schaltnocken 127 durch die langen Füße nach oben gedreht, ohne daß die Stellung der Nadeln durch die Nocken geändert wird.
  • Mit dem Ständer 21 ist verbunden oder in einem Stück hergestellt eine Hülse, in welcher eine Stange 177 angeordnet ist. Diese besitzt einen exzentrischen Teil 178 (Abb.7), um die Scheibe 189, welche die bei der Herstellung des Randes verwendeten Übertragungswerkzeuge igi (Abb. 2o und 21, vgl. auch Abb. 36 bis 39) trägt, innerhalb des Nadelzylinders genau zentrieren oder seitlich einstellen zu können. Auf der Stange 177 ist durch Stellschraube 179 ein Ring 18o (Abb. ii) befestigt, durch welchen Stellschrauben 181 hindurchgeschraubt sind, die in der richtigen Stellung durch Muttern 182' gesichert werden. Auf der Stange 177 ist ferner verschiebbar angeordnet ein hülsenförmiger Bock 182, der auf den Stellschrauben 181 aufruht und durch eine Stellschraube 183 festgestellt werden kann. Der Arm 184 der Hülse 182 trägt eine Nabe 185, in welcher ein Bolzen 186 mit einem unteren Kopf 187 drehbar ist (Abb.2i). Der obere Teil des Bolzens 186 ist bei 188 mit Gewinde versehen. Infolge dieser Anordnung kann die Scheibe 189 mit den Übertragungswerkzeugen igi und der Scheibenkappe 196 bequem aus ihrer wirksamen Stellung innerhalb des Nadelkranzes herausgeschwungen werden.
  • Die Scheibe 189 ist mit den Nadeln und durch dieselben drehbar auf dem Bolzen 186 angeördnet. Sie ist mit radialen Nuten igo versehen, deren Anzahl bei dieser Ausführungsform der Gesamtzahl der Stricknadeln entspricht. In jeder Nut ist ein Übertragungshaken oder -stößer igi verschiebbar angeordnet (vgl. auch Abb.4o und 41). Der Schaft jedes Übertragungswerkzeuges ist gerade, besitzt in seiner ganzen Ausdehnung parallele Seiten, die Ober-und Unterkanten sind eben, und an der Oberkante ist ein Ansatz oder Fuß 192 angebracht. Sämtliche Füße haben dieselbe Länge. Am äußeren Ende jedes Übertragungswerkzeuges befindet sich der haken- oder fingerförmige Teil 193, welcher nach oben gebogen ist und dessen Seitenflächen zweckmäßig die geraden Verlängerungen der parallelen Seitenflächen des Hakenschaftes bilden. Zweckmäßig ist aber, wie aus Abb. 4o und 41 ersichtlich ist, der an den Schaft grenzende Teil 194 des Hakens dicker als der Schaft.
  • Die Scheibenhaube 195 besitzt einen scheibenförmigen Teil und eine Nabe 196, welche auf dem Bolzen 186 mittels Kugellager 197, 201, 199, 2o2, 2o3 drehbar gelagert ist. Auf dem oberen Ende der Nabe 185 von Bock 184 (Abb. ii) liegt ein Ring 196-4 auf, und auf diesem Ring ruht wieder ein Ring 196 r mit einer Stellschraube 196 (, die mit einer Spitze zwischen die Gewindegänge 188 faßt. Die Scheibenhaube kann infolgedessen an einer Drehung verhindert werden, indem der Ring i96 ,u dicht gegengepreßt und die Schraube :196(' in dieser Stellung angezogen wird. Falls gewünscht, kann die Scheibenhaube leicht wieder freigegeben werden, sie wird aber während des Strickvorganges in der festgestellten Lage festgehalten, d. h. also gegen Drehung gesichert. Auf der Unterseite der Scheibenhaube ist der Stößernocken 2o4 (Abb.2o und 21) um den Zapfen 2o5 und der Übertragungsnocken 2o6 um Zapfen 207 drehbar angeordnet. Zwischen diesen Nocken befinden sich die festen Nockensektoren 2o8 und 2o9.
  • Außerdem ist die untere Fläche der Scheibenhaube mit einem ringförmigen Absatz 210 (Abb. 21) versehen, und um diesen Absatzring ist ein fester Nockenring 211 auf der Unterfläche der Scheibenhaube angeordnet zu dem Zweck, die Füße der Übertragungswerkzeuge an den Nocken 204 und 2o6 vorbeizuführen. Der äußere Rand 212 des festen Nockenringes 211 verläuft konzentrisch zu Bolzen 186 und Schulter 2io, und gegen diesen Rand 9,12 legt sich drehbar ein sogenannter Schwingring 213. Dieser Schwingring dreht sich unter dem Einfluß der Nadeln und von diesen angetrieben zusammen mit der Scheibe auf dem äußeren Rand 212 des festen Nockenringes 211. Der Ring besitzt keine von der Scheibe unabhängige Bewegung. Wenn er von den Nadeln bewegt wird, so dreht er vielmehr durch seinen Eingriff mit den in den radialen Nuten der Scheibe befindlichen Übertragungsstößern igi auch die Scheibe 189. Der Ring 2313 ist nämlich auf seiner Unterfläche mit einer der Zahl der Übertragungshaken entsprechenden Zahl von radialen Schlitzen 214 (vgl. Abb. 43 und 44) versehen, in welchen sich die Schäfte der Übertragungshaken infolge ihrer Steuerung durch die Nocken 204 und 2o6 radial verschieben. Der Ring 213 bildet daher nicht nur ein Antriebsmittel für die Scheibe, sondern gibt auch Gewähr dafür, daß die Haken der Übertragungswerkzeuge mit unbedingter Genauigkeit zwischen den Nadeln dargeboten werden, welche zwecks Übertragung von Schlaufen zwischen die Haken angehoben werden und dadurch den Ring bewegen.
  • Der Außenrand des Ringes 213 ist mit einer Anzahl von Zähnen 215 in radialer Verlängerung der Schlitze 214 versehen, so daß zwischen diesen Zähnen und den radialen Nuten 214 eine der Gesamtzahl der Nadeln gleiche Anzahl von Rillen entstehen, in welche die Nadeln bei ihrer Aufwärtsbewegung in den Nuten des Nadelzylinders eintreten, so daß sie den Haken der Übertragungswerkzeuge igi mit unbedingter Genauigkeit dargeboten werden. Der an seinem Umfang gezahnte Ring richtet also die Nadeln, richtet die Übertragungshaken und treibt die Scheibe an. Jede dieser drei Wirkungen besitzt eine von den anderen unabhängige Bedeutung, gleichgültig, ob der Ring zum Antrieb der Scheibe benutzt wird oder nicht. Die ausrichtende Wirkung für die Übertragungshaken kann in einzelnen Fällen angewendet werden, gleichgültig, ob die ausrichtende Wirkung für die Nadeln verwendet wird, und diese letztere Wirkung kann in anderen Fällen angewendet werden, ohne die ausrichtende Wirkung für die Übertragungshaken. In letzterem Falle wird der Ring unter der Platte, welche die Fadenklemm- und -schneidevorrichtungen trägt, angeordnet, und es fallen die Nuten 214 an seiner unteren Fläche fort. Der Ring kann also in verschiedenen Fällen sowohl bei der Herstellung von Rippen als auch bei der Herstellung von Rändern und sogar bei einer gewöhnlichen Strickmaschine verwendet werden.
  • Zur Steuerung des Nockens 204 der Scheibenhaube durch die Exzenterscheibe Zig der Hilfstrommel (Abb. 18) dient das Ende 256 eines bei 257 drehbar gelagerten Hebels (Abb. 5 und ig), dessen freier Arm 258 mit einer Stange 259 gelenkig verbunden ist, die bei 26o in einen Hebelarm 261 angreift, welcher mit einem Gelenk 262 verbunden ist. Dieses Gelenk ist bei 263 drehbar mit einem Hebelarm 264 verbunden, der bei 265 gelagert ist. Dieser Hebel besitzt einen nach oben gerichteten Arm 266 (Abb. 7), der bei 267 gegabelt ist. Diese Gabel greift um das umgebogene Ende 268 einer Gleitstange 269, die bei 27o mit einem Gelenk 271 drehbar verbunden ist. Das Gelenk 271 greift bei 272 an einen Hebel 273 des Zapfens 205 des Nockens 204 an. Zweckmäßig ist eine Vorrichtung vorgesehen, die die Zeitdauer regelt, zu welcher der Nocken 204 in seiner wirksamen Stellung verbleiben soll, nämlich, wie weiter unten beschrieben, während zweier Rundgänge des Nadelzylinders. Zu diesem Zweck ist auf dem Zahnrad 423 (Abb. 5) ein Nocken 424 angeordnet, der eine solche Länge besitzt, daß er während zweier Zylinderhübe auf die Betätigungsvorrichtung des Nockens 204 wirkt. Das Zahnrad 423 macht bei vier Umdrehungen des Nadelzylinders eine Umdrehung, der Nocken 424 erstreckt sich somit über i8o ° des Rades 423 und wirkt auf die Leitrolle 425 eines Hebels 426, der auf dem Zapfen 246 gelagert und mit der Antriebsvorrichtung des Nockens 204 fest verbunden ist, so daß, wenn der Nocken 204 nach innen bewegt wird, die Rolle 425 sich nach unten in die Bahn des Zahnradnockens 424 bewegt und dieser Nocken infolgedessen den Nocken 204 und die Übertragungsstößer für die gewünschte Zeit, nämlich während zweier Zylinderrundgänge, bestimmt und genau in der wirksamen Stellung erhält.
  • Es kann auch eine Sperr- oder ähnliche Vorrichtung verwendet werden, welche eine Bewegung des Nockens 204 in seine äußere Stellung bei bestimmten Zeiten verhindert. Diesem Zweck dient (Abb. ig) eine untere Verlängerung 427 eines Hebels 264, der einen Teil der Antriebsvorrichtung für den Nocken bildet. Der Arm 427 kann mit einem unteren Absatz über das obere Ende 429 einer Stange 43o greifen (Abb.5). Diese Stange ist an ihrem unteren Ende bei 431 mit dem Ende des Hebels 237 (Abb. 18) verbunden, der die Bewegungen des weiter unten beschriebenen Schloßnockens Nr. i (14o) steuert. Der Sperrabsatz gibt also die Stange 43o nur frei, wenn der Nocken 140 in einer bestimmten Stellung nach innen bewegt wird, so daß auch nur dann der Ladenocken 2o4 in seine äußere Stellung bewegt werden kann.
  • Zur Steuerung des Nockens 2o6 der Scheibenhaube durch die auf der Musterwelle Zog befestigte Exzenterscheibe 222 (Abb. 18) dient ein Hebel 274 (Abb. ig), der gleichfalls bei 257 drehbar gelagert ist. Der freie Arm 27j dieses Hebels greift bei 276 an einem Lenker 277 an, der seinerseits bei 278 an dem Arm 279 eines bei 28o gelagerten Doppelhebels angreift. Der andere Arm 281 dieses Doppelhebels greift mit einer Gabel 282 um das umgebogene Ende 283 einer Stange 284 (Abb. 7), die bei 285 mit einem Gelenk 286 verzapft ist. Letztere greift bei 287 an einen Arm 288 an, der auf dem Zapfen 2o7 des Nockens 2o6 befestigt ist.
  • Zur Hervorbringung der zusätzlichen Bewegung der Ristdreiecke 27, 28 durch die Exzenterscheibe 217 (Abb. 18) dient eine auf und ab verschiebbar geführte Stange 289 (Abb. 4 und 5), deren oberes Ende sich unterhalb des Blockes 29o befindet, der einen Teil der Bewegungsvorrichtung für die Ristdreiecke 27, 28 bildet. In diesem Block 29o ist ein Schlitz 291 vorgesehen (Abb.4), der aus einem mittleren schräg geneigten Teil und zwei in senkrechter Richtung verlaufenden Endteilen besteht. Der Schlitz umfaßt einen Stift 292, der bei 294 an dem Arm 295 eines bei 296 drehbar gelagerten Hebels angelenkt ist. Der andere Arm 297 greift bei 298 an dem die Ristdreiecke 27, 28 tragenden Block an. Bei einer Aufwärtsbewegung der Gleitstange 289 wird infolge des schrägen Schlitzes 291 der Stift 292 nach links bewegt, und hierdurch werden die Ristdreiecke 27, 28 in eine Zwischenstellung bewegt.
  • Um während des Strickens des Randes die Ware gegen die Unterseite der Scheibe 189 zu halten, dient der sektorförmige Andrücker 299 (Abb. 9 und ii). Dieser befindet sich zweckmäßig stets in seiner inneren oder wirksamen Stellung, ausgenommen, wenn der Nadelzylinder hin und her gedreht wird. Im letzteren Falle wird der Sektor nach außen bewegt, zweckmäßig selbsttätig, um die Nadeln freizugeben. Deshalb wird bei der vorliegenden Ausführungsform der Sektor 299 während der Bildung der Hochferse und der Doppelsohle nach außen bewegt, welche beide durch Splitarbeit hergestellt werden, sowie auch bei der Bildung von Ferse und Spitze; er wird jedoch nicht für Garnwechsel nach außen bewegt. Zu letzterem Zweck wird der Sektor an einer Stelle der Maschine angebracht, nämlich beim Hilfsschloßsatz, welche verhältnismäßig entfernt sowohl von den Haupt- wie auch von den Hilfsfadenführern liegt, wie aus Abb. 7 und 9 ersichtlich ist, so daß es nicht erforderlich ist, den Sektor bei Garnwechsel aus seiner wirksamen Stellung herauszubewegen.
  • Der Sektor 299 (Abb. 9) ist durch Schrauben 3oo auf einem Arm 3oi befestigt, der bei 302 auf dem Bock 303 drehbar gelagert ist. Dieser Bock ist befestigt oder bildet ein Stück mit dem Ständer, auf welchem der Zungenring drehbar gelagert ist. In Abb. 4 ist in gestrichelten Linien ein waagerecht beweglicher Lenker angedeutet, der drehbar mit dem Schalthebel 14 verbunden und durch diesen bewegt wird. Das äußere Ende dieses Lenkers liegt gegen das gekröpfte Ende 3o5 einer Gleitstange 3o6, die in Böcken 307, 308 geführt ist (vgl. Abb. 4). Das äußere Ende der Stange 3o6 ist bei 3o9 keilförmig abgeschrägt und greift unter das untere Ende 31o einer Gleitstange 311, die senkrecht verschiebbar in Führungen 312 des Maschinengestelles angeordnet ist. Das obere, gleichfalls abgeschrägte Ende 313 von Stange 311 liegt gegen das innere Ende des Armes 301 (Abb. 9), welcher mit dem abgeschrägten Ende von Stange 311 durch eine Schraubenfeder 314 in Eingriff gehalten wird, die bei 315 an einen Teil des Maschinengestelles befestigt ist und bei 316 an dem Arm 3o1 angreift. Der Stift 315 ist zweckmäßig in den Block des Hilfsdreieckes eingeschraubt, auf welchem auch ein einstellbarer Winkel 317 befestigt ist (Abb. 4 und 9), der die Einwärtsbewegung des Armes 3o1 begrenzt. In Abb. 9 befindet sich der Sektor 299 in seiner inneren Stellung oberhalb der Platinen, so daß er die Ware nach oben gegen den Boden der Scheibe hält, so daß die neue, von den Nadeln kommende Strickware frei in den Zylinder gelangen kann.
  • Die Nabe 196 der Scheibenhaube 195 ist mit geeigneten Ansätzen und Flächen versehen, an welchen die Schneide- und Klemmvorrichtungen für das primäre und sekundäre Garn befestigt sind (Abb. io, ii und 42).
  • Der Arm 184 von Bock 182 ist mit einem Ansatz 355 versehen, an welchem durch Schraube 356 ein Hebel 357 drehbar gelagert ist, dessen Arm 358 mit seinem Ende 359 mit einer Stange oder Lenker 36o verbunden ist (Abb. 5). Das untere Ende dieser Stange ist an den Hebel 361 angelenkt (Abb. 6), der auf dem Drehzapfen 362 des Hebels 1i3 drehbar gelagert ist. Dieser Hebel ist bei 363 mit der Stange 115 drehbar verbunden. Letztere ist bei 364 (Abb. 18 und i9) mit einem Hebel 365 verbunden, dessen Arm 366 durch den Nocken 116 des Exzenters i9 betätigt werden kann (Abb.4). Um die Stange 36o ist zwischen den Böcken 367 und 368 eine Feder 369 angeordnet, die bestrebt ist, die Stange 36o nach unten zu bewegen und dadurch die Schneidevorrichtung zu öffnen.
  • Der Hebel 357 ist mit einem zweiten Arm 370 versehen, der bei 371 mit einer Stange 372 drehbar verbunden ist, die bei 373 an einen Hebel 374 angreift. Letzterer ist bei 375 an einem Ansatz der Nabe 196 drehbar gelagert. Das vordere Ende von Hebel 374 bildet eine Schneidekante und wirkt mit einem Messer zusammen, welches an einem Ansatz der Nabe befestigt ist.
  • Der Klemmhebel 378 für das primäre Garn (Abb. 42) ist auf der dem primären Garnschneider entgegengesetzten Seite der Scheibennabe 196 bei 379 an einem Ansatz der N abe 196 drehbar gelagert. Auf dem Drehzapfen sitzt eine Schraubenfeder 38o (Abb. 8), die bestrebt ist, . den Klemmhebel 378 unmittelbar gegen die obere Fläche der Scheibenhaube zu' drücken und damit die Klemmvorrichtung zu schließen (Abb. ii). An dem äußeren Ende des Klemmhebels 378 ist ein waagerechter Stift 381 befestigt, der auf dem Hebel 374 der Schneidevorrichtung aufliegt und durch diesen bewegt wird, wenn die Schneidevorrichtung von der Exzenterscheibe ig aus in der beschriebenen Weise geöffnet wird. Es wird also beim Öffnen der Schneidevorrichtung des primären Garnes auch die Klemmvorrichtung geöffnet.
  • Die Schneide- und Klemmvorrichtung für das sekundäre Garn ist um go ° gegen die Zapfen der primären Schneide- und Klemmvorrichtung versetzt. Wie aus Abb. 1o ersichtlich, ist der Arm 37o durch Stift 382 und Schlitz mit einer Stange 383 derart verbunden, daß eine geringe senkrechte Bewegung auf einem Ansatz 384 der Nabe 196 ausgeführt werden kann. Die Stange .383 ist an ihrem unteren Ende mit einer schlitzförmigen Schneide 385 versehen, die bei der Bewegung des Armes 383 an den Schneide- und Klemmkanten von zwei Platten 386 und 387 vorbeigeht, so daß bei der senkrechten Bewegung des Teiles 383 das sekundäre Garn durchschnitten und dessen freies Ende eingeklemmt wird.
  • Der Zungenöffner 409 (Abb. 7) besitzt verjüngte Seiten, eine gerade Oberkante und eine schräg- nach oben verlaufende Unterkante. Durch die zusammenlaufenden Seitenflächen und die Unterfläche wird somit eine Spitze 412 gebildet. Der Zungenöffner besitzt im wesentlichen die Gestalt eines Bogens, dessen Ende 413 einen Schaft 414 besitzt, auf dessen Gewinde 415 Stell- und Gegenmuttern 416 angeschraubt sind, so daß der Zungenöffner in seinem Halter in der Längsrichtung des Schaftes verschieden eingestellt werden kann. Der Halter besteht aus einer senkrechten Hülse 417, die auf einem Bolzen 418 drehbar eingestellt werden kann. Zur Feststellung der Hülse 417 in der gewünschten Stellung dient eine Stellschraube 419.
  • Der Halter und damit der Zungenöffner wird für gewöhnlich nachgiebig in wirksamer Stellung gehalten. Diesem Zweck dient ein Arm 420 (Abb. 9), der mit einem Ende die Hülse 417 umfaßt und auf dieser befestigt ist. Das andere Ende des Armes 42o ist mit einer Stellschraube 421 versehen, deren Spitze durch Schraubenfeder 422 gegen einen festen Teil des Maschinengestelles, im vorliegenden Fall gegen den Führungsblock der Ristdreiecke, gehalten wird.
  • In Abb. 24 bis 35 sind einige der kurzfüßigen Nadeln mit 133 und einige der langfüßigen Nadeln mit 134 bezeichnet. Unterhalb jeder Nadel ist in deren Rille ein Stößer 135 bzw. 137 bzw. 139 angeordnet, der völlig unabhängig von seiner Nadel ist. In der zurückgezogenen Stellung des Stößers befindet sich zwischen diesem und seiner Nadel ein senkrechter Zwischenraum, so daß eine beträchtliche Vorlaufbewegung des Stößers erforderlich ist, damit er gegen die zugehörige Nadel trifft und dieselbe nach oben bewegen kann. Die langfüßigen Nadeln 134 sind auf der einen Seite des Zylinders angeordnet, ihre Anzahl beträgt die Hälfte der Gesamtnadelzahl, ebenso die der auf der anderen Zylinderseite angeordneten kurzfüßigen Nadeln 133. Unter jeder langfüßigen Nadel befindet sich ein Stößer mit langem Fuß 138, jedoch sind die Schäfte der Stößer abwechselnd lang und kurz. Ebenso befindet sich unter jeder der kurzfüßigen Nadeln ein Stößer mit kurzem Fuß 136, die Schäfte sind jedoch gleichfalls abwechselnd lang und kurz. Es sind also auf dem ganzen Nadelkranz die Schäfte der Stößer abwechselnd lang und kurz.
  • Für die Herstellung des Randes befindet sich unmittelbar links von den Spanndreiecken 27, 28 (Abb.24, 25, 26 usw.) ein besonderer Schloßnocken 40, der weiter unten mit Nr. x benannt ist. Unterhalb dieses Nockens befindet sich ein besonderer Nocken 141, später Nr. 2 benannt, und unmittelbar oberhalb dieses letzteren Nockens befindet sich ein feststehender Nocken i42. Links neben dem feststehenden Nocken 142 befindet sich ein besonderer` Nocken 143, später Nr. 3 benannt.
  • Der Nocken 140 (Nr.1) ist verschiebbar in einem Bock 145 geführt, der auf dem Halter 144 (Abb. 12 und 13) befestigt ist. Eine radiale Ein- und Auswärtsbewegung kann diesem Nocken vermittels eines bei 147 in einem Auge des Halters 144 drehbar gelagerten Doppelhebels 146 erteilt werden, dessen Arm 148 in einem Einschnitt 149 des Nockens 14o angreift. Der andere Arm 15o greift mit einem Stift 151 in einen Schlitz 15z eines Lenkers 153. Zwischen einem Stift 154 der Stange 153 und dem Stift 151 ist eine Zugfeder 155 befestigt. Infolgedessen wird bei der Aufwärtsbewegung von Stange 153 der Nocken 14o nicht eher zwangsläufig einwärts bewegt, bis das unter Ende des Schlitzes 152 gegen Stift 151 trifft, jedoch ist schon vorher bei der Aufwärtsbewegung von Stange 153 die Feder 155 bestrebt, den Nocken 14o einwärts zu bewegen, aber nur nachgiebig bei einem etwaigen Widerstand der Nadelfüße. Bei der Abwärtsbewegung von Stange 153 wird jedoch der Nocken 140 wegen des Eingriffs des oberen Endes von Schlitz 152 mit Stift 151 des Hebelarmes 150 zwangsläufig zurückgezogen.
  • Der in Abb. 14 und 15 in Seitenansicht dargestellte Nocken 141 (Nr. 2) ist in einem Bock 156 durch Schraube 157 auf dem Gestell befestigt. Die innere Kante des Nockens 141 ist konzentrisch zum Umfang des Nadelzylinders und geneigt angeordnet. Sie ist in einer gewissen Entfernung unmittelbar unterhalb und parallel zum feststehenden Nocken 142 angeordnet, der zweckmäßig einen Teil des Bockes für Nocken 141 bildet. Um dem Nocken 141 eine radiale Bewegung zu erteilen, ist der Schaft 158 dieses Nockens mit einer Nut 159 versehen, in welche das Ende 16o eines Hebels 161 eingreift, der bei 162 auf dem Rahmen i drehbar gelagert ist. Das andere Ende dieses Hebels ist bei 163 gelenkig mit einer Stange 164 verbunden.
  • Nocken 143 (Nr. 3) ist in einem gleichfalls durch Schrauben 166 auf dem Gestell i befestigten Bock 165 radial verschiebbar. Die Innenkante dieses Nockens ist konzentrisch zur Innenfläche des Nadelzylinders und schräg verlaufend angeordnet. Mit dem Schaft 167 dieses Nockens ist gelenkig bei 168 ein Doppelhebel 169 verbunden, der seinerseits bei 170 (Abb. 7) in einem Auge des Bockes 165 drehbar gelagert ist. Der Arm 171 dieses Doppelhebels ist zur Aufnahme des Stiftes 168 geschlitzt, und der Arm 172 dieses Hebels ist gelenkig bei 173 mit einer waagerechten Stange 174 verbunden.
  • Zur Steuerung der drei Nocken 140, 141 und 143 dienen die Exzenterscheiben 22o, 216 und 218 der auf der Musterwelle 9 angeordneten Hilfstrommel (Abb. 4, 6 und 18), die nur für die Herstellung des Randes angetrieben wird.
  • Zur Steuerung des Schloßnockens 140 (Nr. i) durch die Exzenterscheibe 22o dient ein Hebel 237 (Abb. 5 und 1g), der bei 238 (Abb. 4) an dem Lenker 153 drehbar gelagert ist (Abb. 5 und 15). Die Verbindung des Lenkers 153 mit dem Schloßnocken 140 ist bereits oben beschrieben.
  • Zur Steuerung des Schloßnockens 141 (Nr. 2) durch die Exzenterscheibe 216 (Abb. 1g) dient ein Hebel 239, der bei 240 (Abb. 5) drehbar gelagert ist (Abb. 5). Das freie Ende 241 dieses Hebels ist bei 242 mit einer Stange 243 verzapft, deren oberes Ende bei 244 mit dem Arm 245 eines bei 246 drehbar gelagerten Doppelhebels verzapft ist. Der andere Arm 247 dieses Doppelhebels ist bei 248 mit dem waagerechten Lenker 164 verzapft, dessen Verbindung mit dem Schloßnocken 141 ebenfalls bereits oben beschrieben worden ist.
  • Die Steuerung des Schloßnockens 143 (Nr.3) durch die Exzenterscheibe 218 erfolgt durch einen Hebel 249 (Abb. 1g). Dieser ist gleichfalls bei 240 (Abb. 5) drehbar gelagert und mit einem freien Arm 25o bei 251 an einer Stange 252 angelenkt, die mit dem Arm 254 bei 253 mit einem anderen, gleichfalls bei 246 drehbar gelagerten Doppelhebel gelenkig verbunden ist. Der andere Arm 255 dieses Hebels ist gelenkig mit dem Lenker 174 verbunden, dessen Verbindung mit dem Schloßnocken 143 bereits gleichfalls oben beschrieben ist.
  • Die obenerwähnte Zusatzbewegung der RistdreieCke 27, 28 ist als Zwischenstellung so vorgesehen, daß durch sie die langfüßigen Nadeln über Schloßnocken Nr. 1 (14o) gehoben werden und infolgedessen dieser Schloßnocken zurückgezogen werden kann. Die Zwischenstellung der Spanndreiecke 27, 28 ist also nur von kurzer Dauer.
  • Während des Belegens der Übertragungsstößer igi wird zweckmäßig noch ein besonderer Faden eingeführt, um ein Zerreißen des Hauptfadens zu verhindern, wenn sich letzterer quer über die Übertragungsstößer erstreckt, und zwar in der Weise, daß der Haupt- und der Zusatzfaden zusammen auf die Übertragungsstößer gelegt werden. Zu diesem Zweck wird (Abb. 6, 7, 9 und 18) der Hebel 2,37, welcher den Schloßnocken Nr. 1 (140). steuert, wie insbesondere aus Abb.6 ersichtlich ist, mit einem besonderen Lenker 432 versehen, welcher (Abb. 6) sich nach oben erstreckt und mit seinem oberen Ende bei 433 mit dem Ende eines Hebels 434 (Abb. 9) verzapft ist. Der Hebel 434 ist bei 435 gelagert und wird mit seinem freien Ende 436 dann, wenn ein Extragarn nicht eingeführt wird, in angehobener Stellung an der Unterseite des Garnsteuerhebels 437 gehalten, welcher den Garnführer 438 außerhalb der wirksamen Stellung hält oder sein Herabfallen in diese Stellung gestattet. Die Abwärtsbewegung des Endes 436 von Hebel 434, die zur richtigen Zeit durch die beschriebenen Verbindungen stattfindet, gestattet dem Zusatzfadenführer 438, sich in seine wirksame Stellung zu bewegen.
  • Im vorliegenden Fall, in welchem die Übertragungswerkzeuge gemäß der Ausführungsart nach Abb. 36 bis 39 und 54 in zwei Gängen belegt werden, sind Vorrichtungen vorgesehen, welche über den ganzen Nadelkranz jede zweite Nadel anheben, so daß ihre Schlaufe auf das entsprechende Übertragungswerkzeug gelegt werden kann; alsdann werden diese Nadeln niedergestoßen und alle übrigen Nadeln angehoben, um das Belegen der Übertragungswerkzeuge zu vollenden. Zu diesem Zweck werden die drei radial ein und aus bewegbaren Schloßnocken Nr. i (14o), Nr. 2 (141) und Nr. 3 (143) und der besondere feststehende Nocken 142 verwendet und außerdem dem Ristdreieck 27, 28 noch die beschriebene besondere Bewegung erteilt.
  • Zwecks Bildung des Randes nehmen die Teile sechs allgemeine Stellungen ein. Stellung Nr. i In dieser Stellung der Teile (Abb. 25, 24) wird der Trennfaden 344, 345 (Abb. 3) für einen oder mehrere Gänge eingeführt. Für diese Stellung beginnt die Hilfstrommel sich mittels der beschriebenen Schaltklinkeneinrichtung zu drehen. Der Trennfaden wird zweckmäßig durch einen der Garnführer des Hauptschloßsatzes A zugeführt, jedoch von einem anderen wie dem zur Zuführung des Hauptstrickfadens dienenden Garnführer. Es ist ersichtlich, daß alle Stößer, sowohl die langen als auch die kurzen, sich in der unteren Stellung befinden, und daß das Stricken allein bei deni primären Schloßsatz A stattfindet, wie durch die den Lauf der Nadelfüße veranschaulichende gestrichelte Linie dargestellt ist. In dem sekundären Schloßsatz B gehen die Nadeln hingegen durch die Dreiecke, ohne zu stricken, wie durch die gestrichelte Linie angezeigt ist.
  • Stellung Nr.2 Für diese Stellung (Abb. 26, 27) sind Nocken Nr.1 (14o) und Nr. 2 (141) einwärts bewegt. Alle Nadeln werden durchNocken Nr.1 zurückgezogen. Nocken Nr. 2 hebt alle Stößer an, jedoch werden die kurzen Stößer durch diesen Nocken nicht hoch genug angehoben, um in Berührung mit ihren Nadeln kommen zu können. Infolgedessen laufen die Nadeln mit kurzen Stößern unter dem primären Schloßsatz A vorbei, wie durch Linie 175 bezeichnet, während die Nadeln mit langen Stößern in der üblichen Weise durch den Schloßsatz A hindurchgehen und stricken. In dieser Stellung befindet sich Nocken Nr. 3 (z43) außen. Eine Drehung des Nadelzylinders vollführt das Vorstehende, wodurch die Bildung des ersten Ganges 346 (Abb. 3) gegen Aufräufeln bewirkt wird. Die Stößer befinden sich also hierbei in zwei Höhenlagen. Stellung Nr.3 (Abb.28, 29) Am Ende einerUmdrehung des Nadelzylinders wird Nocken Nr. 1 (14o) zurückgezogen, Nocken Nr.2 (14z) verbleibt in der Innenstellung, und Nocken Nr.3 (i43) bleibt außen stehen. Die kurzen Stößer, welche angehoben worden waren, laufen über den feststehenden Nocken z42- (vorher waren sie unter diesem vorbeigelaufen). Die Folge hiervon ist, daß die zu den kurzen Stößern. gehörigen Nadeln das erste Dreieck des primären Schloßsatzes A, wie durch die gestrichelte Linie angezeigt, auslassen. Auf diese Weise strickt jede Nadel am primären Schloßsatz A, aber keine von ihnen strickt an dem sekundären Schloßsatz B. Eine Umdrehung des Nadelzylinders wird ausgeführt, und hierbei strickt der gesamte Nadelkranz die Maschenreihe 347 (Abb: 3). 'Stellung Nr.4 (Abb.3o, 31) Am Ende dieser Umdrehung wird Nocken Nr:2 (141) zurückgezogen, während Nocken Nr. 3 (i43) und Nr. i (14o) sich einwärts bewegen. Nocken Nr. i stößt alle Nadeln herunter, und die Nadeln mit kurzen Stößern steigen hoch und gehen durch den Hauptschloßsatz A, weil ihre kurzen Stößer auf dem feststehenden Nocken 142 laufen. Infolgedessen stricken nur die mit kurzen Stößern versehenen Nadeln, welche in Abb. 36 als angehobene Nadeln dargestellt sind. Wenn diese Nadeln den Faden aufgenommen haben und nach unten bewegt werden, um zu stricken oder abzuwerfen, beginnen die Übertragungsstößer 1g1 herauszukommen. Obgleich nur abwechselnde Nadeln stricken, werden alle Stößer nach außen bewegt und bleiben für zwei Zylinderumdrehungen außen, und in dieser Stellung erfolgt das Belegen aller Stößer mit den Schlaufen, (Rundgang 348, Abb. 3). Zweckmäßig zu Beginn der Stellung Nr. 4 wird das besondere Verstärkungsgarn eingeführt, da ein Garn allein bei dem Strecken desselben durch die Übertragungswerkzeuge zerrissen werden könnte. Dieses Extragarn wird zweckmäßig für etwa zwei Gänge eingelegt. Es werden also während dieser Zeit zwei Fäden durch die vorgeschobenen Übertragungswerkzeuge gestreckt. Stellung Nr. 4 dauert während einer Zylinderumdrehung. Stellung Nr. 5 (Abb. 32, 33) NockenNr.1(14o) undNr.3 (r43) stehen innen, und Nocken Nr. 2 wird einwärts bewegt. Diese Stellung dauert für zwei Gänge. Im ersten Gang sind dieUbertragungswerkzeuge in Tätigkeit, und imzweiten Gangsinddiese StößeraußerTätigkeit. Für oder in Stellung Nr. 5 werden die bei dem ersten Gang nicht angehobenen Nadeln gemäß Abb. 38 nach oben gebracht. In Stellung Nr. 4 laufen die kurzen Stößer über den feststehenden Nocken und bewirken daher, daß ihre Nadeln stricken. In dieser Stellung Nr. 5 laufen die kurzen Stößer unter dem festen Nocken und heben daher ihre Nadeln nicht an. Hingegen werden die langen StößerdurchNockenNr.2 (141),welcherzuBeginn vonStellungNr.5 sich einwärts bewegte, nach oben gestoßen, und infolgedessen werden die zu den langen Stößern gehörigen Nadeln veranlaßt, am primären Schloßsatz A zu stricken. Die Übertragungswerkzeuge sind noch. vorgestoßen, und infolgedessen werden alle bertragungswerkzeuge von den jetzt angehobenen Nadeln (Abb.38) belegt, wenn diese Nadeln zum Stricken nach unten gehen, und die Reihe 349 (Abb. 3) gebildet. Während der zweiten Umdrehung von Stellung Nr. 5 werden alle Übertragungswerkzeuge zurückgezogen, wobei sie das Garn behalten. Stellung Nr. 6 (Abb. 34, 35) Am Ende des zweiten Ganges von Stellung Nr. 5 gehen die Ristdreiecke 27, 28 genügend weit hoch, um die langfüßigen Nadeln über den Nocken Nr.1 (14o) zu heben, so daß Nocken Nr. r-und Nr. 2 zurückgezogen werden können, und zwar Nocken Nr. 1 zuerst. Nocken Nr. 3 ist von dieser Zeit an in Wirksamkeit.
  • Die Ristdreiecke 27, 28 werden jetzt ebenfalls nach unten bewegt. Die Maschine geht zum Glattstricken über, und es wird mit den regulären Maschinenreihen 352 (Abb. 3) die gewünschte Länge des Randes gestrickt (bei eingeschlagenem Rand, also die zweifache Länge des einfachen Randes).
  • Nach dem Stricken des Randes werden alle Übertragungswerkzeuge während zweier Umdrehungen wieder vorgestoßen, und ihre Schlaufen werden auf ihre zugehörigen Nadeln zurückübertragen (Maschenreihe 353, Abb. 3). Damit ist das unmittelbare Anstricken des Randes vollendet, und die Maschine geht nunmehr zu dem regulären Rundstricken der Maschenreihe 354 (Abb. 3) der Längen auf allen Nadeln über. Während der letzte Rundgang vor Beginn der Splitarbeit an der Oberkante der Hochferse 336 gestrickt wird, wird die Maschine von Rundlauf auf Pendelgang umgeschaltet, und es erfolgt jetzt die Herstellung des Fußteiles in der üblichen Weise durch Pendelsplitarbeit, wobei, wie bekannt, die beiden Endnadeln des kurzfüßigen Nadelsatzes abwechselnd mit beiden Fäden, nämlich zuerst auf einer Seite der Maschine mit den langfüßigen zusammen auf der Hilfsseite an dem sekundären Schloßsatz B und dann mit den kurzfüßigen Nadeln an dem primären Schloßsatz A, stricken und auf diese Weise ohne irgendwelche vorstehenden flottliegenden Fadenenden die Randnähte 340 und 341 (Abb. i) der beiden Splitwarenhälften herstellen. Nach Beendigung der Splitarbeit bei Linie 342 wird die Spitzentasche 339 in üblicher Weise auf den kurzfüßigen Nadeln gestrickt. Nach Vollendung der Spitze stricken alle Nadeln in der üblichen Weise den bekannten Rundgang, welcher dazu dient, das Säumen der Spitze zu erleichtern, und hierauf erfolgt in der bereits beschriebenen Weise das Stricken des nächsten Strumpfes durch Einführen des Trennfadens 343. Es kann jedoch auch jeder Strumpf nach Fertigstellung abgeworfen werden.

Claims (26)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren für die Übertragung der Maschen beim unmittelbaren Anstricken des Randes von Strumpfware auf Rundstrickmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlaufen von den Nadeln in mehreren Arbeitsschritten oder Rundläufen der Maschine auf Übertragungswerkzeuge (igl) der an sich bekannten Scheibe (18g) aufgelegt werden, derart, daß einige dieser Übertragungswerkzeuge in einem Arbeitsschritt oder einem Rundlauf und andere Werkzeuge in einem folgenden Arbeitsschritt bzw. Rundlauf mit Schlaufen belegt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine der Anzahl der Stricknadeln entsprechende Anzahl von Übertragungswerkzeugen in der Scheibe verwendet und in mehreren Arbeitsschritten oder Rundläufen jedesmal auf einen ausgewählten Teil dieser Werkzeuge eine Schlaufe aufgelegt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß im ersten Arbeitsschritt bzw. in dem ersten Rundlauf jedes zweite Übertragungswerkzeug und in der nächsten Maschenreihe oder einem folgenden Arbeitsschritt die übrigen Übertragungswerkzeuge mit Schlaufen belegt werden.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß entweder die Übertragungswerkzeuge oder die Stricknadeln sämtlich in jedem Arbeitsschritt, dagegen die anderen Teile (also entweder Stricknadeln oder Übertragungswerkzeuge) gruppen- oder satzweise in die Aufnahmestellung bewegt werden, so daß die Übertragungswerkzeuge in einem Arbeitsschritt oder einem Rundlauf nur von einer Gruppe Schlaufen erhalten und die anderen Schlaufen bei nachfolgenden Arbeitsschritten oder Rundgängen aufgelegt werden.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Zahl der Übertragungswerkzeuge die Hälfte der Nadelzahl beträgt und in einem Arbeitsschritt oder Rundlauf eine Schlaufe von jeder einer bestimmten Gruppe von Nadeln, die jedoch kleiner ist als die Gesamtnadelzahl, z. B. von jeder zweiten Nadel, auf jedes der Übertragungswerkzeuge aufgelegt und in einem anderen Arbeitsschritt bzw. Rundlauf eine Schlaufe von einer anderen bestimmten Nadelgruppe bzw. von jeder der übrigen Nadeln auf jedes Übertragungswerkzeug aufgelegt wird.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß beim Übertragen der Schlaufen von den Nadeln auf die Übertragungswerkzeuge in mehreren Arbeitsschritten oder Rundläufen jede Schlaufe über zwei Übertragungswerkzeuge gelegt wird.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß nach Belegen der Übertragungswerkzeuge mit den Schlaufen der Randteil gestrickt und alsdann im ,vesentlichen alle Schlaufen in einem Rundlauf oder Arbeitsschritt auf die Nadeln nacheinander zurückübertragen werden. B.
  8. Maschine zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 7, bei welcher die gegebenenfalls gruppenweise Verschiebung der Nadeln in die Übertragungsstellung durch Stößer bewirkt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung der Nadelstößer (i35, 137, 139) durch Nocken (14i, 142, 143) erfolgt, von denen einer oder mehrere (141, 143) in und aus dem Bereich der Nadelstößer bewegbar sind, wobei die Bewegung mehrerer Nocken unabhängig voneinander erfolgt. g.
  9. Maschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß für die gruppenweise Steuerung der Nadelbewegung in die Aufnahmestellung außer den üblichen Strickdreiecken noch ein besonderer, unmittelbar auf die Nadeln wirkender Nocken (14o) verwendet wird. 1o.
  10. Maschine nach Anspruch 8 und g, dadurch gekennzeichnet, daß zur Wiedervereinigung der Nadelgruppen dem an sich bekannten Rist- oder Fersendreieck (27, 28) eine besondere Bewegung erteilt wird.
  11. 11. Maschine nach Anspruch 8 und g, dadurch gekennzeichnet, daß der auf die Nadeln wirkende Nocken (14o) sowie zwei von den auf die Stößer wirkenden Nocken (141, 143) unabhängig voneinander beweglich sind, während der dritte auf die Nadelstößer wirkende Nocken (142) feststeht.
  12. 12. Maschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Nadelstößer (135, 117, 139) zwecks gruppenweiser Auswahl der Nadeln bei der Übertragung verschieden lange Stößerschäfte oder verschieden lange Stößerfüße (i36, 138) oder beides besitzen.
  13. 13. Maschine nach Anspruch -8, dadurch gekennzeichnet, daß die Übertragungswerkzeuge (1g1) eine gleichmäßige Stärke mit Ausnahme eines unmittelbar hinter dem Haken oder der Spitze befindlichen Teiles (194) besitzen, der dicker als das übrige Werkzeug ausgebildet ist und zum Aufnehmen der Schlaufe von der Nadel dient.
  14. 14. Maschine nach Anspruch 8 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Übertragungsscheibe (189) mit einem Teil (213) versehen ist, der in unmittelbaren Eingriff mit den Stricknadeln gelangen kann, so daß die Bewegung der Scheibe durch die Nadeln bewirkt, also im Falle eines drehbaren Nadelzylinders eine Drehung der Scheibe mittels der Nadeln und des Zwischenteiles (213) durch die Drehung des Nadelzylinders bewirkt wird.
  15. 15. Maschine nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß der mit den Nadeln in unmittelbaren Eingriff geratende Teil der Scheibe (189) aus einem auf der Scheibe gelagerten Ring (213) besteht.
  16. 16. Maschine nach Anspruch 14 und 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Ring (213) in unmittelbarem Eingriff mit den in der Scheibe geführten radialen Übertragungswerkzeugen (1g1) steht und infolgedessen die ihm von den Nadeln erteilte Bewegung vermittels der Übertragungswerkzeuge der Scheibe mitteilt.
  17. 17. Maschine nach Anspruch 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Nadeln durch den Ring (213) mit ihren oberhalb des Nadelzylinders frei vorstehenden Enden geführt und gehalten werden.
  18. 18. Maschinenach Anspruch 8 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheibe (18g) mit ihrer Haltevorrichtung (18q.) derart auf einen Zapfen (177) gelagert ist, daß die Scheibe seitlich in ihre wirksame Stellung oberhalb des Nadelkranzes und aus derselben herausgeschwungen werden kann. 1g.
  19. Maschine nach Anspruch 8 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltevorrichtung der Scheibe mit einer Einrichtung (177, 178) versehen ist, mittels welcher die Scheibe in ihrer wirksamen Stellung mit Bezug auf den Nadelkranz zentriert werden kann. 2o.
  20. Maschine nach Anspruch 8 bis 1g, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Abschluß der auf der Scheibe befindlichen Teile (wie Nocken, Übertragungswerkzeuge und Ring) durch eine Haube (1g5) bewirkt wird, die auf dem Drehzapfen (186) der Scheibe angeordnet und gegen Drehung gesichert ist, gegebenenfalls jedoch auch von der Sicherung gegen Drehung befreit werden kann.
  21. 21. Maschine nach Anspruch 2o, dadurch gekennzeichnet, daß die lösbare Sicherung der Scheibenhaube durch eine Klemmvorrichtung (196a) gebildet wird.
  22. 22. , Maschine nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmvorrichtung durch einen Bund (1g6 ß) gebildet wird, der auf dem mit Gewinde (188) versehenen oberen Teil des Scheibendrehzapfens verschiebbar und mit einer Klemmschraube versehen ist, deren Spitze in die Gewindegänge greift und gegen diese angepreßt wird.
  23. 23. Maschine nach Anspruch 8 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß zweckmäßig beim Hilfsschloßsatz unterhalb der Scheibe ein ein- und auswärts bewegbarer Teil (29g) angeordnet ist, der in seiner inneren wirksamen Stellung die Strickware wählend des Strikkens des Randes gegen die Unterseite der Scheibenhaube hält und während der Herstellung der Splitarbeit in seine unwirksame Außenstellung zurückbewegt wird.
  24. 24. Maschine nach Anspruch 8 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneide-und Klemmvorrichtungen (374, 378, 383, 385) für die Haupt- und Hilfsfäden auf der Scheibenhaube (195) auf entgegengesetzten Seiten des Scheibenzapfens angeordnet sind.
  25. 25. Strickmaschine nach Anspruch 8 bis 24 mit Zungennadeln und einem in die wirksame Stellung und aus derselben schwenkbaren Zungenring, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheibe (186) unabhängig von dem Zungenring (2o) angeordnet und bewegbar ist.
  26. 26. Maschine mit Zungennadeln nach An- Spruch 8 bis 25, gekennzeichnet durch einen unabhängig von der Scheibe in die wirksame Stellung und aus derselben bewegbaren Zungenöffner (q.og), dessen wirksames Ende durch zwei spitz zulaufende Seitenkanten, eine im wesentlichen flache obere Kante und eine gleichfalls in die Spitze verlaufende Unterkante, gebildet wird und welcher gegebenenfalls in seiner Längsrichtung einstellbar ist.
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