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Zwickelvorrichtung mit Stufensegmenten für Cottonwirkmaschinen Die
Zwickelvorrichtungen an Cottonwirkmaschinen arbeiten allgemein in der Weise, daß
die Deckschienen nach jedem Decken wieder in ihre Endlage nach rechts gebracht werden.
Nach jedem Einstellen des Stufensegments werden die Deckschienen dann freigegeben
und bewegen sich unter Einwirkung einer Feder an die jeweils eingestellte Stufe
des Segments heran. Je weiter :entfernt die Deckstelle von der Endlage der Deckschienen
ist, um so größer ist die Entfernung von dieser Endlage bis zur betreffenden Stufe
des Segments und um so größer der Schlag der Deckschiene auf diese Stufe. Man hat
Zwikkelvorrichtungen gebaut, die bis zu 30 Stufen arbeiten, wobei die letzten
Stufen infolge des starken Schlages der Deckschiene kaum zu verwenden sind, und
hat sich über die 30. Stufe hinaus damit geholfen, anschließ end eine zweite Vorrichtung,
die von 'der 3i. bis z. B. 6o. Stufe ,arbeitet, anzuordnen.
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Vorliegende Erfindung bezweckt, den Schlag der Deckschiene auf entfernter
liegende Stufen des Segments zu vermindern, so daß es sogar möglich wird, die Deckstäbe
über 3o Stufen des Segments hinaus mit einer einzigen Vorrichtung zu verschieben,
und zwar geschieht dies dadurch, daß dem bekannten Kurvenscheibenpaar für die Zwickelvorrichtung
auf der Exzenterwelle, bestehend aus einem Exzenter und einer Rundscheibe, ein zweites
so zugeordnet wird, daß beim Arbeiten des Exzenters des einen Kurvenscheibenpaares
die Rundscheibe des anderen tätig ist und umgekehrt, wobei durch das zweite Exzenter
unter Vermittlung einer :am Schieber der Deckschiene angebrachten Sperrvorrichtung
dieser Schieber nach jedem Decken innerhalb derselben Deckreihe gerade so weit versetzt
wird, als zur Freigabe des neu leinzustellenden Stufensegments erforderlich ist.
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Abb. i zeigt die Zwickelvorrichtung in der bisherigen Ausführung.
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Abb. a zeigt die gemäß vorliegender Erfindung verbesserte Zwickelvorrichtung,
und zwar in ihrer Endstellung beim Herstellen von glatten Reihen ohne Decklöcher.
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Abb. 3 ist diese Vorrichtung in einer Lage, welche zeigt, wie der
Deckstab an irgendeine Stelle des Segments nach Erreichen seiner Deckstellung zwecks
Deckens angeschlagen hat, und Abb. q. zeigt diese Vorrichtung in einer Stellung,
welche veranschaulicht, daß der Deckstab nach jedem Decken nicht in seine Endstellung
geschoben zu werden braucht, sondern nur ein Stück seitwärts.
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Der Vorgang beim Arbeiten mit der Zwikkelvorrichtung war bisher folgender:
Der Deckstab d (Abb. i) wurde vermittels des Schiebers s unter Vermittlung der Winkelhebel
Itl und h@ von einem Exzenter e stets nach der einen Seite, z. B. nach rechts bis
außerhalb der Fontur, verschoben. Inzwischen stellte sich das Segment S auf irgendeine
seiner Stufen ein. Der Schieber s mit dem
Deckstab d schlug dann
bei dem durch eine Feder hervorgerufenen Zurückgehen an die erwähnte Stufe des Segments
an, und es wurde das dieser Stufe entsprechende Loch gedeckt. Nach jedem Decken
wurde der Deckstab d wieder durch das Exzenter e nach rechts in seine Außerarbeitslage
gebracht, und das Segment S stellte sich von neuem auf eine andere Stufe ein. Blei
den ,ersten Stufen zeigte sich kein Übelstand, wohl aber bei den dem Schiebers ferner
liegenden, denn der Schiebers schlug dann mit ziemlicher Kraft an die entfernt liegenden
Stufen an, so daß der in der Einleitung geschilderte übelstand in Erscheinung trat.
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Die Vorrichtung gemäß vorliegender Erfindung besteht nun darin, daß
ein zweites Kurvenscheibenpaar, bestehend aus dem Exzenter eß und der Rundscheibe
e1 (Abb.2), angeordnet worden ist. Diese Kurvenscheiben bewegen mittels des Winkelhebels
ltß den Winkelhebel h4, welcher seinerseits an seinem freien Ende mit einer Klinke
k versehen ist, welche in eine auf dem Schieber s angebrachte Zahnstange
z eingreift. Die Klinke h wird von einer schrägen Führung p in die
Zahnstange z hineingedrückt, geht aber sofort wieder zurück, sobald der Winkelhebel
h4 eine Linksdrehung vollbringt. .
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Bei dieser Vorrichtung ist der Vorgang folgender: Beim Herstellen
der ersten ,glatten, vollen Reihe nach dem Decken schiebt das Exzenter e den Schiebers
in seine rechte Endlage. In dieser Endlage verbleibt der Schiebers, da sich die
Klinke k in die Zahnstange z des Schiebers s einlegt, und verharrt in dieser Stellung,
da die Scheibe e, rund ist. Dieses Herausschieben der Deckschiene in die Endlage
geschieht während des Kulierens, nicht wie bisher am Anfang des Deckens. Das bedeutet
eine Verbesserung, da die Bewegung der Deckschiene während des Kulierens langsam
und ruhig vor sich gehen kann, während bei Benutzung des beim Decken verwendeten
Exzenters, wie dies früher der Fall war, wenig Umfang auf dem Exzenter zur Verfügung
stand, um die Bewegung des Hinausschiebens der Deckschiene auszuführen. Diese Bewegung
konnte nur kurz, fast schlagartig sein.
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Soll nun gedeckt werden (Abb.3), so verschiebt sich bekanntlich die
Exzenterwelle w nach rechts um die Stärke einer Exzenterscheibe, und die nun unter
den Hebeln h2 und h3 liegenden Scheiben e2 und e3 gestatten, daß sich die Doppelhebelh4
und hl jetzt nach links drehen, so daß sich der Schiebers unter Wirkung der Zugfeder
an eine Stufe des Segments S anlegt. Nachdem in dieser Stellung gedeckt worden ist,
hat sich die Exzenterwelle w um so viel weitergedreht (siehe Abb. q.), daß nunmehr
der Hebel h4 unter Einfluß des Exzenters e3 wieder nach rechts gedreht wird. Der
Hebelltl bleibt in seiner Lage, da die jetzt auf ihn wirkende Scheibe e2 rund ist
und sein freier Hebelarm nicht fest mit dem nach dem Winkelhebel h2 führenden
Stab verbunden ist, sondern von diesem nur angehoben, aber nicht gesenkt werden
kann.
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Beim Drehen des Hebels h4 nach rechts fällt kurz vor Beendigung der
Drehung infolge der schrägen Führung p die Klinke k in die Zahnstange z ein, und
zwar in irgendeinen der schrägen Führung p gerade entsprechenden Zahn, und schiebt
den Schiebers um eine Kleinigkeit (etwa 5 mm) nach rechts, um das Segment S für
seine Drehung auf eine andere Stufe frei zu halten. Es vollzieht sich nun der Vorgang
von neuem, d. h. der Hebel lt4 dreht sich, wie in Abb.3 dargestellt, wieder nach
links, und der Schieber s legt sich an die nächste, tiefer liegende Stufe des Segments
S an usw. Die Deckschiene,d braucht also nicht mehr bei jedem Decken innerhalb derselben
Maschenreihe nach rechts in die Außerarbeitslage gebracht zu werden. Es entfällt
somit die Möglichkeit ganz, daß die Deckschiene bei diesem Vorgang große Wege in
Richtung auf das Stufensegment zurücklegen muß, was bisher die Veranlassung zu Stößen
und Erschütterungen bot.
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Nachdem alle Löcher in einer Maschenreihe gedeckt worden sind, verschiebt
sich die Exzenterwelle um die Dicke eines Exzenters wieder zurück (Abb. 2), und
das Exzenter e bewirkt erst dann wieder, also während des Kulierens, ein Verschieben
des Schiebers,s ganz nach rechts in die Außerarbeitslage. In dieser Lage verbleibt
der Schieber, da auch der Hebel h4 durch die Scheibe e1, deren Durchmesser so groß
ist wie der größte Durchmesser des Exzenters e3, :eine Bewegung nach rechts gemacht
hat und die Klinke k in die Zahnstange z eingefallen ist. Die Klinke h verbleibt
nun in dieser Stellung und hält den Schiebers in seiner Endlage, da die jetzt auf
den Hebel h4 wirkende Scheibe;ei rund ist.