DE552338C - Verfahren zum Belegen einer Kunstholzplatte mit kunstharzgetraenkten Stoffschichten - Google Patents

Verfahren zum Belegen einer Kunstholzplatte mit kunstharzgetraenkten Stoffschichten

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DE552338C
DE552338C DEA56080D DEA0056080D DE552338C DE 552338 C DE552338 C DE 552338C DE A56080 D DEA56080 D DE A56080D DE A0056080 D DEA0056080 D DE A0056080D DE 552338 C DE552338 C DE 552338C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B44DECORATIVE ARTS
    • B44CPRODUCING DECORATIVE EFFECTS; MOSAICS; TARSIA WORK; PAPERHANGING
    • B44C5/00Processes for producing special ornamental bodies
    • B44C5/04Ornamental plaques, e.g. decorative panels, decorative veneers
    • B44C5/0469Ornamental plaques, e.g. decorative panels, decorative veneers comprising a decorative sheet and a core formed by one or more resin impregnated sheets of paper

Landscapes

  • Laminated Bodies (AREA)

Description

  • Verfahren zum Belegen einer Kunstholzplatte mit kunstharzgetränkten Stoffschichten Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von Kunstholz durch Verdichtung einer schwammartigen Tafel, die in bekannter Weise (vgl. die amerikanische Patentschrift i 2;2 566) durch Auspressen und "trocknen einer Aufschwemmung von Fasern, beispielsweise von Holzschliff, mit einem schmelzbaren, etwa bituminösen oder harzartigen Bindemittel, z. B. mit rotem Accaroidharz (vgl. die amerikanische Patentschrift i 651 388), hergestellt wird. Die unter Erwärmung verdichtete Schwammtafel stellt eine Holzartige dichte Platte dar, die sich durch hohe Festigkeit auszeichnet und vielfache Verwendung findet. Das Ziel der vorliegenden Erfindung ist es nun, diese Kunstholzplatte, die der Einfachheit halber kurz Grundtafel genannt werden soll, wie an sich bekannt, mit Icunstharzgetränkten Stoffen zu belegen, indem diese unter Erwärmung und Härtung des Kunstharzes aufgepreßt werden. Zur Herstellung des fertigen Erzen-nisses sind daher zwei getrennte Vorgänge erforderlich: Zunächst die Verdichtung der Schwammtafel und sodann das Aufpressen der Stoffschichten.
  • Um diese beiden Verdichtungsvorgänge g g leichzeitig vornehmen und dadurch die Herel stellung beschleunigen und vereinfachen zu ZD können, wird erfindungsgemäß die mit den Stoffschichten zu belegende fertige Kunstholzplatte mit den getränkten Stoffschichten sowie mit einer oder mehreren Schwammtafeln aufgestapelt und alsdann der gesamte Stapel verdichtet. In dem Stapel spielen sich dann zwei Vorgänge ab, nämlich einmal werden die Schwammtafeln in fertige I,#-uiistliolzplatten verwandelt, und zweitens wird die bereits vor dem Preßvorgang fertiggestellte Kunstholzplatte mit den kunstharzgetränkten Stoffschichten verklebt. wobei diese gehärtet werden. In dem zu verdichtenden Stapel liegen also Kunstholzplatten verschiedener Arbeitsphasen übereinander, nämlich einmal eine fertig verdichtete Kunstholzplatte und sodann Platten, die sich noch im schwammartigen Zustande befinden.
  • In dieser Weise lassen sich die Kunstholztafeln auf einer oder beiden Seiten in einfachster Weise mit kunstharzgetränkten Papier- oder Gewebeschichten bekleiden.
  • Die Schwammtafel wirkt ihrer Elastizität zufolge bei der Verdichtung gewissermaßen als hissen zum Ausgleich aller Unebenheiten der Druckplatten oder der Grundtafeln. Ein weiterer Vorteil der Erfindung liegt darin, daß die als Kissen dienende Schwammtafel nach Beendigung des Verdichtungsvorgang es in festes Kunstholz verwandelt ist und nunmehr ihrerseits in der beschriebenen Weise mit kunstharzgetränkten Stoffschichten belegt «-erden kann.
  • Das in der Schwaimntafel vorhandene schmelzbare Bindemittel stellt einen sehr guten Wärmeleiter dar, so daß während der Verdichtung des Stapels die Wärme von der Druckplatte der Presse durch die Schwammtafel in die zu härtenden Stoffschichten schnell übergeleitet -wird.
  • In den Abbildungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung veranschaulicht, und zwar zeigt Abb. i die aufeinandergeschichteten Platten und Papierlagen vor der Verdichtung und Abb. 2 nach der V erdichtun im Ouerschnitt. Die beiden finit A und 13 bezeichneten Druckplatten der Presse stellen je eine hohle Kammer dar, und bei C ist im Ouerschnitt die verdichtete Grundtafel abgcbildet, die mit einem schmelzbaren Bindemittel hergestellt ist. Die Tafel C ist beiderseitig mit harzgetränkten Papierlagen E-E bekleidet, auf die Stahlbleche F-F aufgelegt sind, um ein Ankleben der Schwammtafeln D-D an den ihnen zugewandten, harzgetränkten Flächen zu verhindern. Falls eine hochglanzartige Oberflächenbeschaffenheit des Harzüberzuges gewünscht -wird, so verwendet man Stahlbleche mit Hochglanzpolitur auf der Seite, die der harzüberzogenen Schicht der Papierlagen zugewandt wird. Zur Erzielung matter oder glanzloser Oberflächenbeschaffenheit braucht man ebenfalls lediglich die Stahlbleche entsprechend zu -wählen.
  • Um sicherzustellen. daß die Schwammtafel nach dem Schmelzen des Bindemittels nicht an dem Stahlblech anklebt. empfiehlt es sich, die den Blechen zugewandten Oberflächen vor Einführung der kissenartigen Schwammtafel mit einem flüssigen Kunstharz zu überziehen. Dies erfolgt beispielsweise durch Eintauchen der Schwammtafeln in einen Kunstharzlack. Hierdurch -wird außerdem verhindert, daß das -niederschmelzende Bindemittel der Grundplatte sich etwa mit dem Harz mischt und es verfärbt. Weiterhin -wird erreicht, daß die Grundplatte und der Harzüberzug mit größtmöglicher Innigkeit miteinander verklebt werden. Nach der Verdichtung ist dann die Schwammtafel mit einer unlöslichen und unschmelzbaren Schicht aus Kunstharz überzogen, das in die Poren der Fasermasse eingedrungen ist und so eine gewissermaßen festverankerte Schicht bildet, die ein Zusammenkleben des eigentlichen Bindemittels der Fasermasse mit den Stahlblechen und ein Eindringen in die Papierlagen verhindert.
  • Statt Papier kann natürlich jede geeignete Stofflage, die das flüssige Kunstharz aufzusaugen vermag, wie Tuch oder Filz, zur Verwendung gelangen. Z. B. kann, wie an sich bekannt, die äußerste Schicht aus einem gegebenenfalls bunt bedruckten Gewebe bestehen. Es empfiehlt sich ferner, auch die inneren Schichten mit dem gleichen Muster zu versehen, damit bei Abnutzung oder Beschädigung der äußersten Schicht die zum Vorschein kommenden unteren Lagen nicht das Aussehen beeinträchtigen, sondern sich mit den Resten der äußersten Schicht zu einem einheitlichen Muster ergänzen.

Claims (3)

  1. PATrNTANSPRÜCHr: i. Verfahren zum Aufbringen von kunstharzgetränkten Stoffschichten unter Druck und Hitze auf eine Kunstholzplatte, die aus einer hochverdichteten Mischung eines Faserstoffes mit einem schmelzbaren Bindemittel besteht, dadurch gekennzeichnet, daß bei dem unter Erwärmung erfolgenden Härten und Aufpressen der kunstharzgetränkten Stoffschichten (E) auf die hochverdichtete Kunstholztafel (C) zwischen die Stoffschichten und die betreffende Preßbacke (A) als Kissen eine noch im schwammartigen, unverdichteten Zustand befindliche Kunstholzplatte (D) gelegt -wird, so daß diese gleichzeitig mit dem Aufpressen der Stoffschichten (E) in ihren hochverdichteten Endzustand übergeführt wird. :
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen die kunstharzgetränkten Stoffschichten (E) und die Schwammtafel (D) eine ein Ankleben verhindernde Schutzplatte (F) eingelegt -wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die hochverdichtete Kunstholztafel (C) eine Zwischenschicht aus gehärtetem Kunstharz aufweist, auf die die Stoffschichten (E) aufgebracht werden. q.. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwammtafel (D) vor dein Aufschichten mit einer Kunstharzbelegung versehen wird.
DEA56080D 1928-08-04 1928-12-01 Verfahren zum Belegen einer Kunstholzplatte mit kunstharzgetraenkten Stoffschichten Expired DE552338C (de)

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DE (1) DE552338C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE967457C (de) * 1951-01-03 1957-11-14 Alfons Herr Verfahren zur Oberflaechenveredelung von Unterlagen geringwertigeren Materials

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE967457C (de) * 1951-01-03 1957-11-14 Alfons Herr Verfahren zur Oberflaechenveredelung von Unterlagen geringwertigeren Materials

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