DE553002C - Verfahren zum Entoelen von nicht faserigem Gut - Google Patents

Verfahren zum Entoelen von nicht faserigem Gut

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DE553002C
DE553002C DE1929553002D DE553002DD DE553002C DE 553002 C DE553002 C DE 553002C DE 1929553002 D DE1929553002 D DE 1929553002D DE 553002D D DE553002D D DE 553002DD DE 553002 C DE553002 C DE 553002C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11BPRODUCING, e.g. BY PRESSING RAW MATERIALS OR BY EXTRACTION FROM WASTE MATERIALS, REFINING OR PRESERVING FATS, FATTY SUBSTANCES, e.g. LANOLIN, FATTY OILS OR WAXES; ESSENTIAL OILS; PERFUMES
    • C11B1/00Production of fats or fatty oils from raw materials
    • C11B1/10Production of fats or fatty oils from raw materials by extracting

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Description

  • Verfahren zum Entölen von nicht faserigem Gut Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Entölen von nicht faserigem Gut. Das Kennzeichen dieses Verfahrens besteht darin, daß als Extraktionsmittel Wollschweißlösung in der Wärme verwendet wird. Diese W ollschweißlösung wird erhalten, wenn eine dicke Schicht loser Rohwolle mit kaltem, gegebenenfalls auch angewärmtem Wasser übergossen wird. Nach der Extraktion werden die in die Wollschweißlösung übergegangenen Substanzen durch Ausschleudern gewonnen.
  • Es ist bereits bekannt geworden, zum Entölen nichtfaserigen Gutes als Extraktionsmittel Sodalösung zu verwenden. Die Verwendung von Wollschweißlösung in der Wärme führt indessen zu höheren Ausbeuten. Während z. B. eine Sodalösung von 8° Be und annähernd ioo° C dem beim Entfärben von Kopraöl zurückbleibenden Rückstand nur eine winzige Menge von Fettkörpern zu entziehen vermag, erhält man durch Behandlung mit 3 1 Wollschweißlösung von 8° B6 auf je 1 kg des Extraktionsgutes 8o% der ölmenge.
  • Nicht minder günstig gestalten sich die Verhältnisse, wenn man z. B. kohlenfreie, entfärbende Erde behandelt, die zur Entfärbung von Lanolin gedient hat und einen Fettgehalt von 3--% aufweist. Eine solche Erde, die während 2 Stunden in Wollschweißlösung von dreifachem Gewicht auf einer Temperatur von 95° C erhalten wurde, enthielt nach dem Ausschleudern nur 9% Fett, wogegen bei Behandlung mit Sodalösung der Fettgehalt nach dem Ausschleudern noch 2o% betrug.
  • Behandelt man Tannenholzsägemehl mit Sodalösung, so verbindet sich die Soda mit der Abietinsäure, wogegen bei Benutzung von Wollschweiß ein chemischer Austausch nicht stattfindet. Läßt man das Tannenholzsägemehl während 3 Stunden in einer Wollschweißlösung von fünffachem Gewicht verweilen und schleudert dann aus, so scheidet sich das Harz ab. Die vom Wollschweiß dem Sägemehl entziehbare Harzmenge beträgt hierbei etwa 9o% des Harzgehaltes.
  • Ebenso lassen sich Rizinus- und Baumwollsaat nach Vorzerkleinerung mit Wollschweißlösung entölen.
  • Mit Wollschweißlösung lassen sich auch ölhaltige Produkte, z. B. Schiefer, ölhaltiger Sand, Fischmehl sowie Abfälle der Talg-, Bienenwachs- oder Paraffinbehandlung usw., behandeln. Bei Steigerung der Temperatur von 8o auf ioo° C und ebenso durch Verlängerung der Einwirkungsdauer läßt sich das Entfettungsvermögen des Wollschweißes erhöhen.
  • Die Stoffe, die beim Ausschleudern abgeschieden werden, lassen sich durch Auslaugung oder durch eine andere Behandlung von den restlichen Spuren Wollschweißlösung befreien. Die so erhaltene Wollschweißlösung kann man dann wieder verwenden und zu diesem Zwecke, falls erwünscht, zuvor konzentrieren. Die gemäß der Erfindung zu verwendende Wollschweißlösung wird in irgendeiner Weise aus Rohwollen gewonneh. Sie kann z. B'. durch Eindampfen bis zur Erreichung teigiger Konsistenz bei gewöhnlicher Temperatur konzentriert werden, was ermöglicht, sie in wirtschaftlicher Weise bis zur Verwendungsstelle zu transportieren, worauf sie wieder mit Wasser verdünnt werden kann.
  • Beim Durchführen des neuen Verfahrens kann auch der Teig oder die Wollschweißlösung durch passende Behandlung, z. B. durch Oxydation, entfärbt, gegebenenfalls auch geruchlos gemacht werden, letzteres beispielsweise durch Behandlung mittels überhitzten Wasserdampfes im Vakuum. Die Wollschweißlösung kann z. B. durch Hitze oder durch ein passendes Antiseptikum oder ein fäulniswidriges Mittel sterilisiert werden.
  • Die Sterilisierung durch Hitze wirkt in der Weise, daß bei 8o° die Fermente der Buttersäuregärung sofort abgetötet werden, was das Fauligwerden des Wollschweißes an der freien Luft während mindestens 2q. Stunden verhindert.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Entölen von nicht faserigem Gut, gekennzeichnet durch die Verwendung von Wollschweißlösung in der Wärme als Extraktionsmittel.
DE1929553002D 1929-03-09 1929-03-09 Verfahren zum Entoelen von nicht faserigem Gut Expired DE553002C (de)

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