DE553635C - Verfahren zur Synchronisierung umlaufender Teile - Google Patents
Verfahren zur Synchronisierung umlaufender TeileInfo
- Publication number
- DE553635C DE553635C DER79952D DER0079952D DE553635C DE 553635 C DE553635 C DE 553635C DE R79952 D DER79952 D DE R79952D DE R0079952 D DER0079952 D DE R0079952D DE 553635 C DE553635 C DE 553635C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- motor
- synchronous motor
- commutator
- fed
- main
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 12
- 230000001360 synchronised effect Effects 0.000 claims description 26
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 claims description 4
- 230000008878 coupling Effects 0.000 claims description 3
- 238000010168 coupling process Methods 0.000 claims description 3
- 238000005859 coupling reaction Methods 0.000 claims description 3
- 230000005684 electric field Effects 0.000 claims description 2
- 238000004804 winding Methods 0.000 description 5
- 239000013078 crystal Substances 0.000 description 1
- 230000001419 dependent effect Effects 0.000 description 1
- 238000010586 diagram Methods 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 230000006698 induction Effects 0.000 description 1
- 230000010355 oscillation Effects 0.000 description 1
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 1
- 230000002787 reinforcement Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04N—PICTORIAL COMMUNICATION, e.g. TELEVISION
- H04N5/00—Details of television systems
- H04N5/04—Synchronising
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Multimedia (AREA)
- Signal Processing (AREA)
- Control Of Motors That Do Not Use Commutators (AREA)
- Control Of Direct Current Motors (AREA)
Description
Die Sender und Empfänger für Bildübertragungs- und Fernsehanlagen enthalten bekanntlich
umlaufende Teile, durch die das Bild in kleine Einzelteile zerlegt wird, und zwar beispielsweise Lochscheiben oder Linsenscheiben.
Es ist heutzutage üblich, Fernschilder in der Anzahl von 24 Stück pro Sekunde zu
übertragen, so daß also die umlaufenden Zerleger am Sender und Empfänger eine Umlaufzahl
von 24 pro Sekunde, d. h. 1440 pro Minute besitzen müssen.
Es ist natürlich äußerst schwierig, mit einem gewöhnlichen Motor die erforderliche
Konstanz zu erzielen, um das empfangene Bild am Bewegen oder Pendeln zu verhindern,
und man hat verschiedene Wege zur Synchronisierung des Empfängers mit dem Sender
beschritten.
Ein bekanntes Verfahren besteht darin, am Empfänger einen Synchronmotor zu benutzen,
der von derselben Starkstromleitung betrieben wird wie der Sender. Dieses Verfahren
ist nur so lange zufriedenstellend, als zwisehen dem Wechselstrom an der Sende- und an
der Empfangsseite keine veränderliche Phasendifferenz besteht. Ferner haben die Motoren
auf beiden Seiten dauernd die Tendenz, zu pendeln, was ein Schwanken des Bildes zur Folge hat. Ferner sind die Periodenzahlen
der Elektrizitätswerke der einzelnen Städte nicht genau gleich, und schließlich gestattet
dieses Verfahren nicht, aus dem Netz ohne weiteres die erwähnte Geschwindigkeit von 1440 Umdrehungen des Synchronmotors
zu erhalten.
Nach einem anderen Verfahren erzielt man eine konstante Drehgeschwindigkeit an der
Empfangsseite durch Generatoren konstanter Frequenz, die einen Synchronmotor betreiben.
Dabei wird diese konstante Frequenz erhalten durch Piezokristalle, Stimmgabeln u. dgl.
Diese Anordnungen haben den Nachteil, daß sie kompliziert und von der Temperatur abhängig
sind.
Mit dem weiteren Verfahren einer mechanischen Regelung hat man praktisch keine
gleichförmige Drehzahl erzielen können.
Ein weiteres Verfahren besteht darin, für jede Umdrehung der Senderelemente je einmal
einen Impuls zu senden und durch diesen eine Bremse am Empfänger zu betätigen, der
etwas schneller rotiert, als verlangt wird. Dieses Verfahren hat sich für Bildübertragung
gut bewährt, eignet sich aber nicht für Fernsehzwecke.
Nach einem anderen Verfahren sendet man zu dem Empfänger Wechselstrom von der-
selben Frequenz wie die, die den Sendemotor betreibt. Dieses kann man z. B. durch einen
getrennten Sendekanal machen, der aber in vielen Fällen nicht zur Verfugung steht, oder
man kann die Synchronisierungsfrequenz dem Fernsehsignal überlagern, was aber wieder
ein außergewöhnlich gutes Filter am Empfänger verlangt. In beiden Fällen muß die
Wechselspannung genügend verstärkt werden, ίο um den Hauptmotor anzutreiben, was einen
ungewöhnlich großen Verstärker verlangt.
Alle diese Nachteile werden durch die vorliegende Erfindung beseitigt.
Sie ist auf der Zeichnung in drei Abbildüngen
dargestellt.
Abb. ι zeigt schematisch eine sehr einfache Ausführungsform der Apparatur.
Abb. 2 zeigt schematisch eine Gesamtapparatur.
Abb. 3 ist ein Schaltbild der Abb. 2.
Abb. 3 ist ein Schaltbild der Abb. 2.
Eine der Frequenzkomponenten des vom Sender her übertragenen Fernsehsignals dient
als Synchronisierungsfrequenz für den Empfänger. Eine solche Frequenz ist z. B. die
Bildfrequenz von 24 Perioden, eine andere die Zeilenfrequenz von 1152 Perioden, wenn
man annimmt, daß jedes Bild aus 48 Zeilen besteht. Es kann auch eine Harmonische
einer solchen Frequenzkomponente benutzt werden. Diese Wechselspannung wird aus dem Fernsehsignal am Empfänger herausgeholt
und so verstärkt, daß sie einen kleinen Synchronmotor betreiben kann. Gemäß der Erfindung wird dieser Synchronmotor benutzt,
das wirksame elektrische Drehfeld eines aus dem Netz gespeisten Empfänger-Hauptantriebsmotors
unmittelbar in synchronem Lauf zu halten. Eine Ausführung ergibt sich dadurch, daß der Synchronmotor
einen Kommutator antreibt, welcher die Stelle des Kommutators an einem gewöhnlichen
Universalmotor vertritt.
Es ist bekannt, einen örtlichen Hauptantriebsmotor durch einen Synchronmotor
auf gleicher Achse zu steuern, der eine Teilleistung zu liefern hat, neu ist aber die unmittelbare
Einwirkung des Synchronmotors auf das Drehfeld des allein treibenden Hauptmotors.
Nach Abb. 1 wird die Lochscheibe 1 von
dem Hauptmotor 3 angetrieben, der durch den von der übertragenen Synchronisierfrequenz
betriebenen Kommutator 5 geregelt wird. Den Antrieb des Kommutators besorgt
der kleine Synchronmotor 7.
Durch die Kupplung 9 ist der Motor 3 mit dem Kommutator 5 und dem Synchronmotor 7
mechanisch für den Anlauf verbunden. Die Kupplungsvorrichtung, zweckmäßig z. B. eine
Zentrifugalkupplung, öffnet sich, wenn die Welle 11 des Hauptmotors die verlangte J
Drehgeschwindigkeit erreicht oder überschreitet.
Zweckmäßig gibt man dem Hauptmotor 3 ein rotierendes Feld und einen stillstehenden
Anker, in welchem Falle der Kommutator feststeht und die Bürsten rotieren. In Abb. 2
und 3 ist dies vorausgesetzt. 15 ist die feststehende Ankerwicklung und 17 die rotierende
Feldwicklung. Der Feldstrom wird durch die Schleifringe 19 und der Ankerstrom durch
den stillstehenden Kommutator 21 zugeführt, dessen Segmente 25 durch Leitungen 23 mit
den Teilen der Ankerwicklung verbunden sind; durch die Bürsten 27 und die Schleifringe
29 wird der Kommutator gespeist.
Der kleine Synchronmotor 7 erhält seine Energie über den Transformator 37 und die
Leitung 39 aus dem Verstärker 35, der über den Fernsehverstärker 41 und Leitung 43 an
ein Empfangsgerät angeschlossen ist. Dazwischen liegt ein Siebkreis 45, der auf die zur
Synchronisierung benutzte Frequenz abgestimmt ist.
Zur Wiedergabe der Bildpunkte dient beispielsweise eine über den Verstärker 51 aus
dem Empfänger gespeiste Glimmlampe 47, die
in üblicher Weise hinter der Lochscheibe 1 angeordnet ist. Die Arbeitsweise der Synchronisiereinrichtung
ist folgende: Ist nach dem Anlassen und nach Erreichen der gewünschten Umlaufzahl der Synchronmotor
mit dem Kommutator vom Hauptmotor abgekuppelt, so läuft der Synchronmotor synchron mit der vom Sender her übertragenen
Frequenz und steuert durch den Kommutator die Stromverteilung in der Ankerwicklung des Hauptmotors so, daß in
dieser Wicklung ein Drehfeld entsteht, das synchron mit der Drehzahl des Synchronmotors
umläuft. Der Hauptmotor verhält. sich also so, als wenn er selber ein Synchronmotor
wäre, seine Geschwindigkeit ist vollständig unabhängig von der Netzspannung, solange der Motor eine genügende Zugkraft
entwickelt.
Naturgemäß wird nur ein sehr kleiner Energiebetrag benötigt, um den kleinen Synchronmotor
anzutreiben, da er ja nur die Drehung der Bürsten 27 zu besorgen hat, und es ist deshalb eine große Verstärkung der
Synchronisierungsfrequenz nicht erforderlich. Bei der beschriebenen Anordnung ist es
wichtig, daß der kleine Synchronmotor ohne die geringste Pendelung läuft; um dies zu erreichen,
wird eine kleine Induktionsbremse 49 auf der Welle des kleinen Motors angeordnet.
Um auch das Pendeln des großen Motors zu vermeiden, sind eine große Anzahl von Ankerpolen
vorgesehen.
Die Phasenregelung des Empfangsbildes kann bei einer Anordnung gemäß der Erfin-
dung leicht durch Verdrehen des festen Kommutators vorgenommen werden.
Claims (5)
1. Verfahren zur Synchronisierung umlaufender Teile, insbesondere für BiId-
und Fernsehübertragungsanlagen, mittels eines örtlich gespeisten Hauptantriebsmotors,
dessen Drehzahl durch einen Synchronmotor gesteuert wird, dadurch gekennzeichnet,
daß das wirksame elektrische Drehfeld des aus dem Netz gespeisten Hauptantriebsmotors unmittelbar von dem
mit einer vom Sender übertragenen Synchronisierfrequenz betriebenen Synchronmotor
im synchronen Lauf mit diesem gehalten wird.
2. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß als Hauptmotor ein vom Netz gespeister Kommutatormotor dient, dessen Kommutator durch den Synchronmotor
getrieben wird.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kommutatormotor
ein umlaufendes Feld bei feststehendem Anker hat und die Kommutatorbürsten durch den Synchronmotor in Umlauf
gehalten werden.
4. Einrichtung zum Anwerfen des Synchronmotors nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet
durch eine Kupplung zwischen Synchronmotor und Hauptmotor, die sich beim Erreichen der annähernden
Sollgeschwindigkeit selbsttätig löst.
5. Verfahren zum Antrieb des Synchronmotors nach Anspruch 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Synchronmotor durch eine charakteristische Frequenzkomponente
der vom Sender her übertragenen Zeichenimpulse, z. B. durch die Bildzahl- oder Zeilenfrequenz oder deren
Harmonische, gespeist wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US339112XA | 1928-11-30 | 1928-11-30 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE553635C true DE553635C (de) | 1932-06-29 |
Family
ID=21873159
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER79952D Expired DE553635C (de) | 1928-11-30 | 1929-11-30 | Verfahren zur Synchronisierung umlaufender Teile |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE553635C (de) |
| GB (1) | GB339112A (de) |
-
1929
- 1929-11-30 DE DER79952D patent/DE553635C/de not_active Expired
- 1929-12-02 GB GB36931/29A patent/GB339112A/en not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB339112A (en) | 1930-12-04 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE553635C (de) | Verfahren zur Synchronisierung umlaufender Teile | |
| DE931353C (de) | Verfahren zum Fernsenden von Zeichen, insbesondere zum Fernsehen | |
| DE600042C (de) | Verfahren zur gleichzeitigen UEbertragung von Signalen und Zeichenstroemen in Fernseh- oder Bilduebertragungsanlagen | |
| DE608840C (de) | Einrichtung zum Antrieb transportabler Aufnahmekameras fuer die Tonbildaufnahme auf getrennten Traegern | |
| DE562264C (de) | Vorrichtung zur abwechselnden Verbindung eines von mehreren Messstromkreisen mit einer entfernten Messstelle | |
| AT203072B (de) | Synchronmotor mit Käfiganker | |
| DE572140C (de) | ||
| AT135601B (de) | Synchronmotor. | |
| DE392471C (de) | Anlage zur gleichzeitigen und synchronen Fernsteuerung von beweglichen Wellen | |
| DE612048C (de) | Verfahren zur UEbertragung von Telegraphiezeichen mit bildtelegraphischen Mitteln, bei dem zur Synchronisierung das Wechselstromkraftverteilungsnetz verwendet wird | |
| DE460485C (de) | Tonfrequenz-Vielfachtelegraphie auf einer Leitung | |
| DE551134C (de) | Elektrische Membranschallsender-Anlage | |
| DE504614C (de) | Einrichtung zur Erzielung stereoskopischer Bildeindruecke | |
| DE515221C (de) | Verfahren zum Betriebe von Nachrichtenapparaten ueber Starkstromleitungen mittels ueberlagerter Frequenzstroeme, welche nach dem Hauptpatente 446981 einem durch Frequenzvariation eines Generators erzeugten Frequenzbande entnommen und ueberlagert werden | |
| DE1280388B (de) | Durch Synchronisierimpulse regelbarer Antrieb | |
| DE635683C (de) | Elektrische Zwangsfernsteuerung | |
| DE574175C (de) | Einrichtung zur Erzielung eines zum Sender phasengleichen Laufes bei Fernsehempfaengern, deren Antriebssynchronmotoren aus dem gemeinsamen Netz gespeist werden | |
| AT156026B (de) | Verfahren zur elektrischen Fernsteuerung mechanischer Einrichtungen drahtlos oder mit Hilfe einer Leitung. | |
| DE2532650A1 (de) | Buerstenloser gleichstrommotor | |
| DE482797C (de) | Verfahren zur Erzielung eines synchronen Umlaufs zweier oder mehrerer rotierender Vorrichtungen | |
| DE513759C (de) | Einrichtung zum Anlassen von Synchronmotoren | |
| DE755224C (de) | Einrichtung zur synchronen UEbertragung von Drehbewegungen, Zeigerstellungen od. dgl. mit von ein- oder mehrphasigem Wechselstrom gespeisten Drehfeldsystemen | |
| DE532616C (de) | Elektrischer Telegraph mit um eine gemeinsame Achse drehbaren Scheiben, Trommeln o. dgl., die fuer die Bildung der zu uebermittelnden Kommandos auf ihrem Umfange Zeichen (Worte, Zahlen o. dgl.) aufweisen | |
| DE671654C (de) | Einrichtung zur UEberlagerung von Starkstromnetzen mit Stroemen netzfremder, veraenderbarer Frequenz | |
| DE362454C (de) | Elektrische Synchronisiervorrichtung |