DE553938C - Relais mit verlaengerter Ankerachse und zu dieser parallelen, auf Wippen einwirkenden Mitnehmern - Google Patents

Relais mit verlaengerter Ankerachse und zu dieser parallelen, auf Wippen einwirkenden Mitnehmern

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DE553938C
DE553938C DE1930553938D DE553938DD DE553938C DE 553938 C DE553938 C DE 553938C DE 1930553938 D DE1930553938 D DE 1930553938D DE 553938D D DE553938D D DE 553938DD DE 553938 C DE553938 C DE 553938C
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H50/00Details of electromagnetic relays
    • H01H50/64Driving arrangements between movable part of magnetic circuit and contact
    • H01H50/643Driving arrangements between movable part of magnetic circuit and contact intermediate part performing a rotating or pivoting movement
    • H01H50/644Driving arrangements between movable part of magnetic circuit and contact intermediate part performing a rotating or pivoting movement having more than one rotating or pivoting part

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  • Electromagnetism (AREA)
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Description

Man hat schon Relais gebaut, deren verlängerte Ankerachse zu Schaltzwecken verwendet wurde. Diese Schaltung geschah aber unmittelbar, so daß Kontaktschluß und Kontaktöffnungen von den oft pendelartigen Bewegungen der Ankerachse in Mitleidenschaft gezogen waren. Eine solche Vorrichtung ist nicht geeignet für Relais, die in Regulierschaltungen für stark pendelnde Maschinen
to verwendet werden, oder für die Einleitung von Vorgängen, die große Stromstärken benötigen und Anspruch auf Momentkontaktöffnungen machen. Es sind auch bereits Relais bekannt mit an der verlängerten Ankerachse angeordnetem, auf eine Wippe einwirkenden Mitnehmer.
Gegenstand der Erfindung ist nun ein Relais mit verlängerter Achse und zu dieser parallelen, auf Wippen einwirkenden Mitnehmern, bei welchen gemäß der Erfindung der eine Arm jeder durch die Mitnehmerbewegung beeinflußten Wippe zwischen den Mitnehmern liegt.
Durch diese Anordnung können Konstruktionen hervorgebracht werden, welche gegenüber dem vorher Beschriebenen bedeutende Vorteile bieten:
Durch geeignete Wahl der Entfernung der Mitnehmer voneinander kann die Empfindlichkeit des Relais innerhalb sehr weiter Grenzen eingestellt werden, ohne den Kontaktdruck oder das Plötzliche der Öffnung bzw. Schließbewegung zu beeinflussen. Diese Mitnehmer gestatten auch die gleichzeitigen Betätigungen von verschieden empfindlichen Wippen. So ist die Möglichkeit vorhanden, mit einem gleichen Magneten verschiedene Wippenbewegungen zeitlich voneinander getrennt zu betätigen. Die verschiedenen Wippen können auch so abgestimmt werden, daß die Beeinflussung der verschiedenen von diesen Wippen gesteuerten Stromkreise von der Größe der Amplitude der Ankerschwingungen abhängt.
Auf beiliegender Zeichnung ist ein Aus- 4-5 führungsheispiel eines erfindungsgemäß gebauten Relais dargestellt.
Fig. ι ist eine Seitenansicht, die Spule von der Seite zeigend.
Fig. 2 ist eine Vorderansicht, die Grundplatte der Kontakte von der Seite zeigend, wobei der untere Teil, in welchem die Spulen untergebracht sind, im Schnitt dargestellt ist.
Fig. 3 stellt das Relais von oben gesehen dar.
Im unteren Teil des Relais befinden sich die Spulen 5 und 6, die in einem Rahmen, gebildet von den Seitenplatten 2 und den Zwischenstücken 3 und 4, unter Zwischenschaltung von den Abstandklötzchen 7 und S untergebracht sind und welcher Rahmen auf der Bodenplatte 1 aufgeschraubt ist. Der zwischen den beiden Spulen befindliche Lamellenanker 9 ist auf einer drehbar gelagerten Achse 10 montiert. Diese Achse ist nach
oben verlängert und durchdringt die obere Bühne 18. Der oberhalb dieser Bühne herausragende Teil der Ankerachse trägt einen hufeisenförmigen Träger 11 für die isolierten und exzentrisch zur Achse angebrachten Mitnehmer 12 und 13. Um die Ankerachse bei Stromunterbruch in ihre Ruhelage (wie in ■der Zeichnung dargestellt) zurückzuziehen, ist an dem Mitnehmer 12 eine Schraubenfeder 16 angebracht, deren anderes Ende an einem Stift 17 der Bühne 18 angeschraubt ist. Die Bewegung der Ankerachse ist begrenzt durch die an den Tragbalken 19 angeschraubten Anschlagstifte 14 und 15, gegen welche der hufeisenförmige Träger 11 bei der Drehung der Ankerachse anstößt.
Auf den Tragbalken 19 ist des weiteren mit zwei Schrauben und zwei Distanzbolzen die aus isoliertem Material hergestellte und die Klemmen 23 tragende Klemmplatte 22 (Abb. 3) aufgeschraubt. An diesen Klemmen werden die Stromzuführungsleitungen der Spulen befestigt. Oben auf den Tragbalken 19 ist eine Querplatte 24 angebracht, welche einen Fortsatz 24' besitzt. Zwischen diesem Fortsatz und der Bühne 18 befindet sich die festgeschraubte Grundplatte 25 der Kontakte. Auf dieser Grundplatte sind die Kontakthälften 26 und 27 paarweise aufgeschraubt. Zwischen je zwei dieser Kontaktteile sind die Wippentragteile 28 und 29 angebracht. In diesen Wippenteilen sind die Wippenbalken 30 und 31 drehbar gelagert. Diese Wippenbalken tragen an ihren Balkenenden die mit den Kontakthälften 26 und 27 zusammenarbeitenden Kontakthälften 26' und 27'. Ferner ist jeder Wippenbalken durch federnde Glieder 30' und 31' verlängert, die zwischen die Mitnehmer 12 und 13 des Ankers greifen. In den Wippenteilen ist je eine gekrümmte Blattfeder 32 bzw. 33 vorgesehen, die zwischen den Mittelschneiden 30" und 31" der Wippenbalken und zwei an den Enden der Wippenteile angebrachten Schnei- +5 den 34 und 35 liegen. Diese Schneiden sind drehbar und mit Hilfe von Schrauben feststellbar.
Die Arbeitsweise dieses Relais ist eine
sehr einfache. Durch einen durch die Spulen fließenden Stromimpuls wird der Anker und mit ihm seine Achse entgegen der Federwirkung der Spiralfeder 16 gedreht. Der Mitnehmer 12 nimmt die federnden Glieder der Wippenbalken mit, wobei die außen liegenden Kontakte geöffnet und die innen liegenden geschlossen werden. Die federnden Verlängerungen der Wippenbalken bedingen einen vergrößerten Kontaktdruck und dienen gleichzeitig zur Aufnahme des Hubüberschusses. Hört der Stromstoß auf, so zieht die Spiralfeder den Anker wieder in seine Ruhelage zurück, wobei der Anschlag 13 die eben geschlossenen Kontakte wieder öffnet und die geöffneten wieder schließt. Die Schneiden 34 und 35 können nun verstellt werden, so daß die Federwirkungen der Blattfedern 32 und 33 verändert werden. Dadurch wird das Kippmoment der Wippen verändert, und infolgedessen ist die zeitliche Reihenfolge der Kontaktschlüsse bzw. -öffnungen einstellbar.
Das soeben beschriebene Ausführungsbeispiel kann durch geeignete Umänderungen auch für mehr als nur zwei Wippen eingerichtet werden. Durch entsprechende Verlängerung des Kontaktbrettes wird der nötige Platz für die Anbringung einer beliebigen Zahl weiterer Wippen geschaffen.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Relais mit verlängerter Ankerachse und zu dieser parallelen, auf Wippen einwirkenden Mitnehmern, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Arm jeder durch die Mitnehmerbewegung beeinflußten Wippe zwischen den Mitnehmern liegt.
2. Relais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zwischen die Mitnehmer des Ankers greifende Teil der Wippen federnd ausgebildet ist.
3. Relais nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Wippenbalken eine Mittelschneide besitzt, auf welche eine gekrümmte Blattfeder sich stützt, deren anderer Stützpunkt durch eine zweite feste Schneide gebildet ist.
4. Relais nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Schneide durch Drehung derart einstellbar ist, daß die Reihenfolge der Kontaktschließungen dadurch beeinflußt werden kann.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
DE1930553938D 1930-11-11 1930-11-11 Relais mit verlaengerter Ankerachse und zu dieser parallelen, auf Wippen einwirkenden Mitnehmern Expired DE553938C (de)

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