DE554019C - Unter Verwendung von Faserstoffen und Harzen als Isolationsmittel hergestellte Polplatte fuer elektromagnetische Apparate zum Festhalten und Aufspannen von Eisenteilen u. dgl. - Google Patents

Unter Verwendung von Faserstoffen und Harzen als Isolationsmittel hergestellte Polplatte fuer elektromagnetische Apparate zum Festhalten und Aufspannen von Eisenteilen u. dgl.

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DE554019C
DE554019C DEST44846D DEST044846D DE554019C DE 554019 C DE554019 C DE 554019C DE ST44846 D DEST44846 D DE ST44846D DE ST044846 D DEST044846 D DE ST044846D DE 554019 C DE554019 C DE 554019C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23QDETAILS, COMPONENTS, OR ACCESSORIES FOR MACHINE TOOLS, e.g. ARRANGEMENTS FOR COPYING OR CONTROLLING; MACHINE TOOLS IN GENERAL CHARACTERISED BY THE CONSTRUCTION OF PARTICULAR DETAILS OR COMPONENTS; COMBINATIONS OR ASSOCIATIONS OF METAL-WORKING MACHINES, NOT DIRECTED TO A PARTICULAR RESULT
    • B23Q3/00Devices holding, supporting, or positioning work or tools, of a kind normally removable from the machine
    • B23Q3/15Devices for holding work using magnetic or electric force acting directly on the work
    • B23Q3/154Stationary devices
    • B23Q3/1543Stationary devices using electromagnets

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine unter Verwendung von Faserstoffen und Harzen als Isolationsmittel hergestellte Polplatte für elektromagnetische Behandlungsvorrichtungen, wie sie beispielsweise als Aufspannapparate in Verbindung mit Flächenschleif-, Fräs-, Hobel- und anderen Werkzeugmaschinen sowie für Hebevorrichtungen und, in zweckmäßig zylindrischer Gestaltung, als Sicht- und Enteisenungsapparat für verschiedene gewerbliche, hüttentechnische und Nahrungsmittelzwecke, beispielsweise für die Entfernung des Eisens aus Erzen oder Erzrostgut, Mineralien, Ton, Getreide, Tabak, Kohle, Baumwolle, Metallspänen sowie aus feste Eisenteile enthaltenden Flüssigkeiten, und für andere Zwecke Anwendung finden. Bei den bisherigen Vorrichtungen dieser Art war es schwierig, eine vollkommen zusammenhängende Platte zu erzielen und das Entstehen von Feuchtigkeit durchlassenden Rissen und Spalten zwischen den Magneten oder Polschuhen und dem sie umgebenden nicht magnetischen Stoff sowie in diesem Stoff selbst zu vermeiden, andererseits besonders kleine Werkstücke sicher und unter Ausschluß des Gleitens und ohne besondere Hilfsvorrichtungen auf der Platte festzuhalten und übermäßiges Erwärmen der Platte und schnelle Formveränderung der Platte auszuschließen. Zur Erzielung einer besseren Abdichtung zwischen dem isolierenden oder diamagnetischen Stoff der Polplatte und den darin eingebetteten. Magneten oder Polschuhen ist bereits das Einpressen von Fiber, Fiberschienen, Guttapercha o. dgl. zwischen den Polen, Polschuhen oder Magnetteilen sowie andererseits das Ausgießen mit nicht magnetischem Metall, Zink, Messing o. dgl., vorgeschlagen worden, wodurch die genannten Schwierigkeiten aber nicht dauernd beseitigt werden konnten, weil einerseits die Fiber und ähnliche durchtränkte oder unbehandelte Faserstoffe durch Feuchtigkeit sowie durch die bei der Behandlung der auf der Polplatte befindlichen Gegenstände benutzten Flüssigkeiten aufquellen und rissig werden und andererseits die elektrische Leitfähigkeit etwa,-iger metallischer, diamagnetischer Zwischenlagen Störungen und Erwärmung verursacht, wodurch die Oberfläche in verhältnismäßig kurzer Zeit verändert und zerstört wird. Außerdem konnten bei den bisherigen Einrichtungen kleine Werkstücke gar nicht oder nur mit Schwierigkeiten am Gleiten verhindert und bearbeitet werden, da sich die Gestaltung der Oberfläche der Polplatte, wie bemerkt, änderte und die Kraftlinien sich bei der sonst üblichen. Verteilung von Poloberfläche und Isolierstoff oder diamagnetischer Zwischenlage nicht durch die kleinen Werkstücke schlossen und die Anwendung von Wechselstrom, besonders bei, Benutzung dia-
magnetischer Metallzwischenlagen, einesteils wegen der Streuung und Erwärmung, andererseits wegen der bei dieser Stromart auftretenden Beeinträchtigung des Festhaftens nicht möglich war.
Bei der den Gegenstand der Erfindung bildenden Polplatte werden nun diese Schwierigkeiten dadurch umgangen, daß man als die Pole oder Polschuhe umgebenden to Stoff: für den Aufbau der Polplatte weder diamagnetische Metalle, noch organische, gegebenenfalls imprägnierte Faserstoffe benutzt, sondern erfindungsgemäß die Polschuhe oder Pole in einer aus einer stark zusammengepreßten Mischung von harzartigen Bindemitteln mit Asbest bestehenden Platte einbettet. Hierbei ist weder Aufquellen noch Erwärmung oder Störung durch elektrische Wirbelströme zu befürchten, und ao eine solche Mischung besitzt einen außerordentlich hohen Adhäsionsgrad, so daß sie die festhaltende Wirkung des Magneten unterstützt. Da sie weder durch Feuchtigkeit quillt noch in ähnlicher Weise wie organische Faserstoffe zusammenschrumpft und ihr Ausdehnungsvermögen mehr als organische Faserstoffe dem des Metalls nahekommt, so wird hierbei die Entstehung von Rissen und Spalten und das Abtrennen von der Poloberfläche sowie Erhitzen und schnelle Veränderung der Arbeitsfläche vermieden. Da bei der großen Adhäsionswirkung oder Bremswirkung dieser Mischung, die wahrscheinlich noch durch das Auftreten von statischer oder Reibungselektrizität unterstützt wird, das Anhaften und Festhalten des Werkstücks nicht mehr ausschließlich von den Polen abhängt, kann man in einer Ausführungsform die Polplatte derart ausbilden, daß das Isolationsmaterial den größten Teil der Plattenoberfläche ausmacht oder daß seine wirksame Außenfläche größer ist als die Arbeitsfläche oder Außenfläche der darin eingebetteten Pole oder Polschuhe, die in durch isolationsmaterial getrennten Reihen angeordnet sind, welch letztere ihrerseits gegebenenfalls von mehr oder weniger dicht unterteilten, mit engen, von Isolationsstoff gebildeten Zwischenräumen versehenen stabso oder stangenförmigen Polschuhen oder Polen gebildet werden. Man erhält also eine sehr enge Polunterteilung unter gleichzeitiger Vergrößerung der Arbeitsfläche des Isolierstoffes, der an sich ebenfalls eine hohe Adhäsionswirkung ausübt, und man erreicht dadurch auch, daß die Kraftlinien von den einzelnen unterteilten Polen aus selbst durch kleine Werkstücke geschlossen werden können. Dadurch ergibt sich der wichtige Erfolg der Anwendbarkeit zum unmittelbaren Festhalten und Bearbeiten von sehr kleinen Werkstücken, beispielsweise in den Abmessungen von 3X2X1 mm, welche mit der Polplatte gemäß der Erfindung bei normalem Vorschub und Span einwandfrei geschliffen werden können. Auch bei Sichtungs- und Enteisenungsvorrichtungen wird aus den erwähnten Gründen die Wirksamkeit mit der Pölplatte wesentlich erhöht.
Als eine für die Zwecke der Erfindung geeignete Mischung kann man beispielsweise die unter der Warenbezeichnung Ferodomasse bekannte Mischung benutzen, bei welcher als Bindemittel für den zerkleinerten Asbest synthetische Harze benutzt werden. Man kann beispielsweise elastische oder dehnbare Platten aus diesen Stoffen anfertigen, die man dann über die Pole oder Ansätze derselben herüberschieben kann, worauf durch Schraubenbolzen o. dgl. die Teile der Polplatte ■ fest aneinandergedrückt und dann geebnet werden. Selbstverständlich kann die Zwischenlagerung des Isolationsstoffes auch in anderer Weise vorgenommen werden.
Die Pole bzw. die Magnete können selbstverständlich in bekannter Weise aus massiven Weicheisenteilen oder aus den üblichen Paketen von Dynamoblechen bestehen, und die einzelnen Spulen, die für die ganze Vorrichtung gleiche Abmessungen besitzen können, sind einfach auf die Kerne aufgesetzt. In der Zeichnung ist schematisch die Polplatte gemäß der Erfindung an Hand von Ausführungsbeispielen verdeutlicht, und zwar zeigt Abb. 1 im senkrechten Schnitt und Abb. 2 im waagerechten Schnitt und teilweise in der Oberansicht eine Polplatte, bei welcher die aus einzelnen Dynamoblechen zusammengesetzten Magnetkerne 8 mit den um sie gelegten Spulenwindungen 9 die elektromagnetischen Einzelelemente bilden. Eine Anzahl dieser Elemente ist, wie aus Abb. 2 ersichtlich, reihenweise nebeneinander angeordnet. Die die Polstücke 2 aufnehmende Arbeitsplatte 1 ist beispielsweise mittels der Bolzen 6 leicht lösbar mit der Grundplatte S verbunden. Das Ganze ist zweckmäßig in ein beispielsweise aus Aluminium oder Zink bestehendes Gehäuse 3 eingesetzt, welches beim Zusammenpressen der Teile der Vorrichtung in Nuten 4 der Arbeitsplatte und der Bodenplatte eintreten kann.
Abb. 3 ist ein senkrechter Schnitt durch die Polplatte gemäß Abb. 1 und 2. Abb. 4 zeigt in der Seitenansicht und in der Oberansicht den mit den Spulen 9 versehenen Magnetkern 8.
Abb. 5 und 6 verdeutlichen eine Ausführungsform, bei welcher der Apparat als im wesentlichen polygonale Magnettrommel ausgebildet ist, wobei die Magnetkerne selbst wiederum entweder aus massiven Segmenten
oder aus Lagen von Dynamoblechen bestehen können. Die Außenflächen der Polplatte ι dieser Ausführungsform sind geebnet, können aber gegebenenfalls auch gerauht sein, und statt der polygonalen Gestaltung kann man die Trommel auch vollkommen zylindrisch ausbilden. Die Magnetkerne bzw. die Magnetpole 2 können gegebenenfalls über die Außenfläche der Polplatte 1 herausragen, wodurch erreicht werden kann, daß die abzutrennenden magnetischen Stoffe sich in den Winkeln zwischen Polschuh und Arbeitsplatte ansetzen können, während die gereinigten Stoffe glatt ablaufen.
Die Spulen sind zweckmäßigerweise für eine geringere Spannung gewickelt, als die gewöhnliche Gebrauchsspannung ausmacht, was wesentlich zur größeren Lebensdauer des Apparates beiträgt. Die Isolationsmasse ist fest gegen die Polschuhe gepreßt und mit ihr unlösbar und gegen das Eindringen von Feuchtigkeit geschützt verbunden. Für die Wirkung ist noch von Bedeutung, daß bei der Anwendung von harzartigen Bindemitteln diese wasserabstoßend wirken und an sich sowie durch elektrostatische Wirkung eine hohe Adhäsionsfähigkeit aufweisen. Infolge der Adhäsionswirkung sowie durch die hier ermöglichte enge Polteilung läßt sich die Vorrichtung auch für die vollständige Enteisenung von gekörnten oder gepulverten Stoffen, Erzen oder sonstigen Mineralien, Mehl, Früchten, Textilstoffen und anderen Waren benutzen.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Unter Verwendung von Faserstoffen und Harzen als Isolationsmittel hergestellte Polplatte für elektromagnetische Apparate zum Festhalten und Aufspannen von Eisenteilen u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß die Polschuhe oder Pole in einer aus einer stark zusammengepreßten Mischung von harzartigen Bindemitteln mit Asbest bestehenden Platte eingebettet sind.
2. Polplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Außen- oder Arbeitsfläche der möglichst weitgehend unter Zwischenlagerung der Isolationsmischung unterteilten Pole oder Polschuhe eine gegenüber der Arbeitsfläche der zur Einbettung benutzten Isolationsmischung kleinere Ausdehnung besitzt.
3. Polplatte nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Polschuhe mit ihrer Isolationsmasse in eine polygonale oder kreiszylindrische Trommel eingesetzt bzw. auf ihr angeordnet sind und mit dieser drehbar sind.
4. Polplatte nach Ansprüchen 1, 2 und 3 mit nach außen ragenden Kontakten, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontakte oder Polschuhe zwischen den Längskanten der die äußere Belegung der polygonalen Trommel bildenden, aus Isolationsmischung bestehenden Platten angeordnet sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEST44846D 1928-09-26 1928-09-26 Unter Verwendung von Faserstoffen und Harzen als Isolationsmittel hergestellte Polplatte fuer elektromagnetische Apparate zum Festhalten und Aufspannen von Eisenteilen u. dgl. Expired DE554019C (de)

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DE (1) DE554019C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1147459B (de) * 1957-06-01 1963-04-18 Binder Magnete K G Elektromagnetische Aufspannvorrichtung und Verfahren zu deren Herstellung

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