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Antriebsvorrichtung für Tonfilme Tonfilme werden gewöhnlich wie Bildfilme
durch Sprossenräder angetrieben. Durch das Sprossenrad an der Steuerstelle, an der
die Schallschwingungen photographisch aufgezeichnet oder an der die photographische
Tonaufzeichnung in Schallschwingungen zurückverwandelt wird, oder an einer der Steuerstelle
naheliegenden Stelle können durch den aufeinanderfolgenden Eingriff der Zähne des
Sprossenrades mit den Löchern des Filmes leicht Schwingungen hervorgerufen werden,
die die Tonwiedergabe stören. Es ist daher zweckmäßig, den Tonfilm an der Steuerstelle
bzw. in deren Nähe nicht durch ein Sprossenrad, sondern durch eine Walze oder Trommel
mit glatter Oberfläche anzutreiben. Es bereitet nun Schwierigkeiten, den Film durch
die glatte Walze oder Trommel und durch die im übrigen vorgesehenen Sprossenräder
genau mit derselben Geschwindigkeit anzutreiben. Die Folge hiervon ist, daß eine
zwischen der glatten Walze bzw. Trommel und einem Sprossenrad vorgesehene Schleife
allmählich an Länge entweder zu- oder abnimmt und daß die Schleife im ersten Fall
in Unordnung geraten und brechen oder im zweiten Fall zu sehr gespannt werden und
reißen kann.
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Eine wesentliche Ursache für schädliche Spannungen im Film und für
den ungleichmäßigen Antrieb durch Sprossenrad und glatte Walze sind dabei Schrumpfungen
des Filmes, die sich beim Entwickeln des Filmes oder infolge Alterns bilden. Damit
verbunden sind Änderungen des Lochabstandes der Perforation und infolgedessen ein
ungleichmäßiger Filmtransport.
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Man hat nun bereits Filme an der Tonbelichtungsstelle über eine glatte
Walze geführt und in Eingriff mit einer zwischen der Walze und einem den Film antreibenden
Sprossenrad befindlichen Filmschleife zum Zwecke des Ausgleichs von Spannungsunterschieden
im Film gefederte Spannrollen vorgesehen. Dabei muß der Film unter einem verhältnismäßig
starken, von der Spannrolle ausgeübten Zug stehen, da bei auftretenden Schrumpfungen
Walze und Sprossenrad den Film nicht hinreichend gleichmäßig antreiben.
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Man vermindert diese Nachteile, wenn gemäß dem Hauptpatent 554 504
die Geschwindigkeit der Vorwickelrolle der Geschwindigkeit
des
Transportelementes an der Steuerstelle nach Maßgäbe der Länge der Filmschleife angepaßt
wird. Die vorliegende Erfindung betrifft eine sehr zweckmäßige Ausführungsform dieses
allgemeinen Gedankens, und zwar werden die Achse des Transportelementes an der Steuerstelle
und die Achse der Vorwickelrolle durch ein in seiner Übersetzung veränderliches
Reibradgetriebe verbunden, dessen Zwischenrad in seiner Länge durch die jeweilige
von der Spannung des Tonfilmbandes abhängige Stellung des Spannrollenträgers bestimmt
wird.
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Auf diese Weise erreicht man, daß der Film sowohl von der gleichmäßig
angetriebenen Vorwickelrolle als auch von der glatten Walze oder Trommel mit annähernd
derselben Geschwindigkeit bewegt wird; die Geschwindigkeit der letzteren ändert
sich jedoch selbständig in Abhängigkeit von der Länge der zwischen Walze und Sprossenrad
vorgesehenen Filmschleife derart, daß beide Antriebe den Film mit genau der gleichen
Geschwindigkeit bewegen.
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Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
in der Anwendung auf einen Aufnahmeapparat; die Erfindung ist aber ebenso auch bei
dem Wiedergabeapparat anwendbar. Die Abb. i und 2 zeigen schaubildliche Ansichten
des Apparates von entgegengesetzten Seiten und bei teilweise weggenommenem Gehäuse;
Abb. 3 ist eine der Abb. i entsprechende Stirnansicht, Abb. 4 ein Schnitt entsprechend
Linie 4-4 der Abb. 3, Abb. 5 ein Teil des Schnittes nach Linie 5-5 der Abb. 4 in
größerem Maßstab; Abb. 6 und 7 zeigen Einzelteile.
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Daß die Antriebsteile einschließende Gehäuse i besitzt auf der einen
Seite eine Tür 2, die den Zugang zum Film und den mit ihm in Eingriff befindlichen
Rädern gestattet, und am anderen Ende einen Lagerkopf 3, der die Antriebsvorrichtung
trägt. Der Film 4 wird von der Abwickelrolle 5 durch ein Sprossenrad (Vorwickelrolle)
6 abgewickelt. Dieses Sprossenrad sitzt auf der Welle 7, die in einem geeigneten
Lager 8 gelagert ist, das, ebenso wie der Kopf 3, mit zusammenpassenden Flanschen
versehen ist, die zum Lichtabschluß dienen. Der Lagerkörper 8 ist mittels des Zapfens
9 im Kopf 3 drehbar gelagert, und durch eine in einer Bohrung i i sitzende Feder
io und eine das Auge 13 durchsetzende Stellschraube 12 wird die von diesem Körper
8 getragene Welle 7 im Drehsinn des Uhrzeigers gedrückt. Auf der Welle 7 sitzt fest
ein Reibungsrad 15 und auf diesem ein Schwungrad 16. Dieses ist mit der Antriebswelle
17 durch eine Schwingungen aufnehmende Kupplung verbunden, die beispielsweise in
einer Lederscheibe 18 besteht.
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Im Kopf 3 ist ferner die Welle 2o gelagert, auf deren einem Ende die
mit dem Film in Eingriff befindliche Trommel 2i befestigt ist, die einen erweiterten,
als Schwungmasse dienenden Teil 22 besitzt. Auf dem entgegengesetzten Ende der Welle
2o sitzt das Reibrad 23, das vom Reibrad 15 durch das nunmehr zu beschreibende
Reibgetriebe mit veränderlicher Geschwindigkeit angetrieben wird. Wird der Film
durch das Sprossenrad 6 und die glatte Trommel 2 i angetrieben, ohne daß er auf
der Trommel gleiten kann, so wird, wie bereits erwähntwurde, dieSchleife4azwischen
dem Sprossenrad und der Trommel entweder verlängert oder verkürzt werden, da beide
Antriebe nicht genau dieselbe Filmgeschwindigkeit erzielen. Es ist daher in Eingriff
mit der Schleife die Leitrolle 25 vorgesehen, sie wird von einem Arm 26 getragen,
der auf der im Kopf 3 gelagerten Achse 27 befestigt ist. Eine leichte Feder 28 dreht
die Achse 27 und den Arm 26 entgegen dem Uhrzeiger, um die Längenänderungen der
Filmschleife aufzunehmen und im Film, während er der Trommel ei zugeführt wird,
eine konstante Spannung aufrechtzuerhalten. Jede kleine Änderung der Stellung des
Armes 26 infolge von Änderungen in der Länge der Schleife- ruft eine Änderung in
der Geschwindigkeit der Trommelei im Verhältnis zur Geschwindigkeit des Sprossenrades
6 hervor. Die Trommel 2i wird nämlich von dem Reibrad 15 über das Reibrad (Zwischenrad)
3o und das Reibrad 23 angetrieben. Das Reibrad 30 sitzt auf einem Bolzen 3 i, der
innerhalb einer Hülse 32 frei drehbar ist und in ihr durch eine Mutter 33 gehalten
wird. Die Hülse 32 sitzt in einem kardanischen Gelenk, durch das die Winkellage
des Rades 30- und hierdurch seine Berührungslinien mit dem äußeren Umfang des Reibrades
15 und dem inneren Umfang des Reibrades 23 geändert werden können, wodurch die Geschwindigkeit
der Trommel 21 relativ zum Sprossenrad 6 geändert wird. Das kardanische Gelenk umfaßt
einen Bügel 35 mit Zapfen 36, die an entgegengesetzten Enden in Böckchen 37 des
Kopfes 3 gelagert sind. Die Hülse 32 ist in dem Bügel 35 mittels der Zapfen 38 gelagert.
An einem der Zapfen 38 ist ein Arm 4o befestigt, in dessen entgegengesetztem Ende
ein Bolzen 41 gelagert ist. Dieser trägt eine zylindrische Hülse 42 mit Langlochführung
für die zylindrische Schraubenmutter 43. Die Mutter 43 sitzt auf einem Schraubengewinde
am Ende der Achse 27. Eine Drehbewegung der Achse 27 wird also in eine Kippbewegung
des
Armes 40 umgesetzt. Die Berührungsflächen der Reibräder 15,:23
und 30 sind derartig gekrümmt, daß das Reibrad 3o aus der in der Abb.4 dargestellten
Lage nach der einen oder anderen Seite mehr oder weniger geschwenkt werden kann
und dabei mit den beiden anderen Reibrädern in Eingriff bleibt. Dabei ändern sich
die Durchmesser seiner Berührungslinien mit den beiden Rädern in umgekehrtem Sinne,
und somit ändert sich auch das Übersetzungsverhältnis zwischen den beiden Reibrädern
15 und 23 bzw. die Drehgeschwindigkeit der glatten Trommel 21. Es ist eine sehr
geringe Kraft erforderlich, uin die Lage des Zwischenrades 3o durch die Kippbewegung
zu verändern und eine gewünschte Änderung in der Geschwindigkeit der Trommel 2l
hervorzurufen. Es genügt daher eine sehr leichte Feder 28, und es werden in der
Spannung des Filmes in der Schleife nur geringe Änderungen hervorgerufen. Nach Abb.
2 ist noch eine kleine Feder 45 zwischen dein Stellbügel 35 und dein Arm 4o vorgesehen,
um ein Rückschnellen zu verhindern.
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Die Erfindung kann außer bei reinen Tonfilmen auch bei Bildtonfilmen
benutzt werden, die nacheinander durch den Tonapparat und den Bildapparat geführt
werden. Bei dem reinen Tonapparat kann auch statt des Sprossenrades 6 in bekannter
Weise ein Schnur-bzw. Riemenantrieb benutzt werden, der die rnit dem Abwickeln des
Films von der Abwickeltrommel verbundenen Belastungsschwankungen aufnimmt.