DE554745C - Auswechselbarer Stempel fuer Nietmaschinen - Google Patents

Auswechselbarer Stempel fuer Nietmaschinen

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DE554745C
DE554745C DES98482D DES0098482D DE554745C DE 554745 C DE554745 C DE 554745C DE S98482 D DES98482 D DE S98482D DE S0098482 D DES0098482 D DE S0098482D DE 554745 C DE554745 C DE 554745C
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  • Auswechselbarer Stempel für Nietmaschinen Alle Nietmaschinen, die nach dem Patent 155 ooo hergestellte Hohlnieten aus Blech verarbeiten, treiben die Niete durch das volle Material durch, und der Pappbutzen verbleibt in dem hohlen Nietschaft. Sollte aber der Nietschaft offen sein, dann wurde vorher ein Loch in die Pappe gestanzt, und erst nach dem Lochen wurde die Niete mit hohlern Schaft eingesetzt. Das getrennte Lochen verteuert aber die Fabrikation. Nun ist es zwar auch schon bekannt, mit Hilfe kombinierter Loch- und Üsenmaschinen auf einmal zu lochen und zu äsen, aber diese Maschinen sind sehr kompliziert. Es müssen Mittel vorhanden sein, um die Nadel zum Durchstechen durch das Material hindurchzutreiben und diese dann wieder wegzusteuern, wenn die öse eingesetzt wird. Ferner muß nach dem Zuführen der Öse der Zuführungskanal weggeschwenkt werden usw. Im übrigen sind diese Maschinen nur zum Lochen und Üsen verwendbar. Gemäß der Erfindung wird nun vorgeschlagen, die erwähnten Nietmaschinen, die, wie eingangs beschrieben ist, den Pappbutzen im Hohlschaft der Niete belassen, gleichzeitig auch als Osenmaschinen zu benutzen. Gemäß der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß die Maschine mit einem zweiten Stempel ausgerüstet wird, der bei Bedarf gegen den normalen .Nietstempel eingesetzt wird. Dieser zweite Nietstempel ist so ausgebildet, daß er nicht nur die Niete eintreiben kann, indem er die Backen der Nietenhaltevorrichtung zur Seite drückt, um die Niete vollständig in das Material eintreiben zu können, sondern darüber hinaus auch noch Vorrichtungen besitzt, um den im Hohlschaft der Niete verbleibenden Pappbutzen auszutreiben. Dieser zweite Nietstempel ist so ausgebildet, daß er auch zu den in der Praxis stehenden Nietmaschinen nachgeliefert werden kann, so daß die vielen bereits in Kartonagenbetrieben stehenden Hohlnietmaschinen auch als Osenmaschinen benutzt werden können.
  • Der neue Stempel ist gemäß der Erfindung mit einem verschiebbaren Innenstempel versehen, der beim Abwärtsbewegen des Nietstempels sich zunächst in die Niete einführt und dieser als Führung dient. Sobald er auf dem Material auftrifft, wird er entgegen der Wirkung einer Feder zurückgehalten, und zwar so lange, bis der Nietschaft durch das Material hindurchgetrieben ist. Dann bewegt sich auch der Innenstempel mit nach abwärts und treibt nun den Pappbutzen aus dem Hohlschaft der Niete heraus, und zwar durch ein Loch in der Nietpfanne im Amboß hindurch. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, daß es bereits für Zierösen Vorrichtungen gegeben hat, die einen vorstehenden Stempeleinsatz besitzen. Die Zieröse wurde an diesen Stempeleinsatz von Hand aufgesteckt. Der Einsatz stanzte das Material zuerst durch und setzte erst dann die Ose ein. Hier mußte die Pfanne am Nietamboß als Lochwerkzeug dienen; da aber unmittelbar an der Schneide dieses Lochwerkzeuges die Umrollung anschließt, so wurde beim Lochen, besonders bei starkem Material, die Schneide dieser Pfannen stark beansprucht, so daß sie leicht ausbrechen konnte. Dann aber war ein einwandfreies Arbeiten nicht mehr möglich. Im übrigen ist aber bei diesen Maschinen eine automatische Ösenzuführung nicht möglich. Auch sind bereits Handapparate, ebenfalls ohne automatische Nietenzuführung, bekannt, die mit einem solchen Einsatz im Stempel ausgerüstet sind. Hier ist der Einsatz auch bereits federnd gemacht. Er dient in diesem Falle aber nicht zum nachträglichen Ausstoßen eines Pappbutzens, sondern nur zum Ausrichten und Umbördeln von in der Öse angebrachten Zähnen. Ein nachträgliches Ausstoßen eines in einer Hohlniete beim Einsetzen verbleibenden Pappbutzens findet aber auch hier nicht statt.
  • Die Erfindung ist in einer Abbildung dargestellt. Es ist i der Nietstempel und z das Nietgehäuse mit seitlich abfedernden Backen einer an sich bekannten Nietmaschine. An dem Stempel i dieser bekannten Maschinen ist noch ein Einsatzstempel 3 als Innenstempel eingebaut, der sich gegen eine Feder q. abstützt. Die Niete wird in die Backen des Nietgehäuses in bekannter Weise eingeführt. Der Stempel i befindet sich dabei in einer solchen Höhe, daß die Niete in die Backen eintreten kann. Auch dies ist bereits bekannt. Befindet sich die Niete im Nietgehäuse, dann bewegen sich die Backen mit dem Stempel nach abwärts, der federnde Innenstempel 3 führt sich in den Hohlschaft der Niete ein, und der Außenstempel i setzt sich auf die Umbördelung der Niete auf. Die Niete wird in das Material eingetrieben. Sobald nun der Einsatzstempel 3 auf dem auf dem Amboß liegenden Material auftrifft, wird er entgegen der Federwirkung zurückgedrückt. Gleichzeitig werden auch die Haltebacken 2 des Nietgehäuses zur Seite geschwenkt, so daß die Niete vollständig in das Material eintreten kann. Sobald der Schaft das Material durchschlagen hat, bewegt sich auch der Innenstempel 3 mit nach abwärts und drückt nun mit Hilfe seines Ansatzes 6 den in der Niete sitzenden Butzen durch das Loch 7 der Nietpfanne 8 am Amboß 9 hindurch. Der Stempelansatz 6 ist ballig, er wölbt den Butzen etwas und verkürzt ihn auf diese Weise. Er läßt sich dadurch leichter herausdrücken. Ferner ist das Loch 7 in der Amboßpfanne nach unten konisch erweitert, damit die durchgestoßenen Butzen leicht durch die Pfanne hindurchfallen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Auswechselbarer Stempel für Nietmaschinen mit automatischer Nietenzuführung zum Eintreiben von Hohlnieten in Karton, Pappe o. dgl., der es ermöglicht, daß die Maschine sowohl zum Nieten von Pappen in an sich bekannter Weise (mit Pappbutzen im Schaft der Hohlniete), aber auch zum Ösen durch Auswechseln des Stempels und der Nietpfanne verwendet werden kann. a. Auswechselbarer Nietstempel nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß beim Ösen ein federnder Innenstempel eingesetzt ist, der nach erfolgtem Eindrücken des Nietschaftes in das Material den Pappbutzen heraustreibt, und daß die Amboßpfanne mit einem Loch versehen ist, um den Pappbutzen nach unten durch den Amboß hindurchtreten zu lassen. 3. Vorrichtung nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenstempel (3) einen ballig abgesetzten Teil (6) besitzt, der den Pappbutzen bei seinem Herausdrücken leicht wölbt, so daß er bequem aus dem Nietschaft und durch die Bohrung der Pfanne (7) hindurchgedrückt werden kann.
DES98482D 1931-05-08 1931-05-08 Auswechselbarer Stempel fuer Nietmaschinen Expired DE554745C (de)

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