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Verfahren zur selbsttätigen Energieregelung bei Peilverfahren mit
periodisch um die Stellung minimalen Empfangs bewegtem Richtsystem Die vorliegende
Erfindung bezieht sich auf funkentelegraphische Peilverfahren, bei welchen ein Drehrahmen
oder die Ankopplungs'.-spule einer Goniometeranlage entweder kontinuierlich gedreht
oder um einen Winkelbetrag periodisch hin und her geschwenkt wird, innerhalb dessen
das zu beobachtende Empfangsminimum liegt, .wobei jeweils beim Überschreiten einer
Minimumstellung ein Schaltvorgang ausgelöst -wird, der dazu dient, einen Zeiger
in eine zum Einfall«inkel der elektrischen Wellen zugeordnete Lage zu verschieben
oder auf einem mit entsprechenden Koordinaten versehenen Registrierstreifen eine
Markierung hervorzurufen. Hierbei ist es zwecks Erzielung größtmöglicher Genauigkeit
sehr wichtig, daß die dem Empfänger entnommene Energie, welche sich durch
Ab-
standsänderungen oder die Güte der übertragung ändert, dauernd einen günstigen
Wert behält. So werden beispielsweise bei dem in Abb, i schematisch ,gezeichneten
Peilregistrierverfahren mit Schwenkrahmen, wobei. die Schreibvorrichtung dann anspricht,
wenn das durch ein Gleichrichterrohr gespeiste Umkehrrelais U beim Durchlaufen des
'Minimums das Relais A zum Ansprechen bringt und den Schreibstift S auf den Registrierstreifen
schlagen lä.ßt, die vom Stift gezogenen Striche um so kürzer werden, je größer die
Empfangsenergie ist, und schließlich ganz ausbleiben, wenn sie so groß geworden
ist, daß auch in der 1VIinirnumstellung noch so viel Empfang da ist, daß das Umkehrrelais
U nicht mehr abfällt. Umgekehrt werden bei Verringerung der Empfangsenergie die
Striche immer breiter werden. Das gleiche gilt -auch für chemische Schreibverfahren,
wie beispielsweise in Abb.2 in Verbindung mit einer Goniameteranordnung gezeigt
ist. Dabei wird durch ein motorisch 'angetriebenes magnetisches Wendegetriebe G
die periodische Schwenkung der Goniometerspule sowie die Hinundherführung des. Schreibstiftes
bewirkt. Ein zwangsweise gekippter Quecksilberkontakt Q steuert hierbei das beispielsweise
Wendegetriebe für die Hinundherbewegung. Der Strom für die Schreibanordnung wird
einem Hilfsrohr in Gleichstromverstärkerschaltung entnommen.
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Gemäß der vorliegenden neuen Erfindung soll die selbsttätige Energieregelung
in Abhängigkeit von der Anliegezeit des Relais U erfolgen, die mit derjenigen einer
als Normale dienenden Relaisanordnung verglichen wird. Dabei ist die Gesamtanordnung
so, daß dieses Normalrelais durch einen Impuls beim Ansprechen des Relais U eingeschaltet
wird und genau so lange anliegt, als :es die gün; stige Strichlänge erfordert. Je
nachdem, ob nun die «wirkliche Anliegezeit des Relais U größer oder kleiner ist
als jene des Normalrelais, erfolgt eine Regulierung der Empfangsenergie im einen
oderanderen Sinne. Die Anordnung
wirkt hierbei quantitativ in dem
Sinne, daß um so mehr reguliert wird, je größer der Unterschied der beiden
Anliegezeiten Lt. Sind beide gleich, so erfolgt keine Regulierung.
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Gemäß Abb. i erfolgt die Energieregelung mittels eines Widerstandes
w, der beispielsweise parallel zur Sekundärwicklung des übertragers zum. Gleichrichterrohr
liegt. w wird durch ein mittels des Motors 111 angetriebenes magnetisches Wendegetriebe
mit zwei ent"-gegengesietzt umlaufenden Magnetkupplungen K1 und I(2-vergrößert oder
verkleinert. Als, Normalrelais ist ein Relais C mit verzögertem Abfall vorgesehen,
welches durch das Impulsrelais B zum Ansprechen gebracht wird. B erhält über den
Kondensator X und die Klinkeal seinen Impuls beim Ansprechen dies Relais
A, d. i. beim Abfall von U beim Beginn des Rahmendurchlaufes durch
eine Minimumstellung. Die Klinken a2, a3 und cl, c2 steuern die Magnetkupplungen.
In Abb. i sind die Relaisstellungen so gezeichnet, wie sie in der Zeit zwischen
zwei aufeinanderfolgenden I\ünimumstellungen sein müssen, also nicht während des
Passierens der Minima selbst, sondern beispielsweise der Maxima. Keine der Magnetkupplungen
kommt in diesem Falle zum Anziehen. Tritt nun das Minimum ein, so wird über das
Impulsrelais B das Normalrelais C ansprechen, und es wird cl und c2 umgelegt. Die
Anzugsdauer von C ist unabhängig von jener des Relais U. Dagegen ist, wie schonerwähnt,
die Ansprechdauer des Relais A abhängig von der Empfangsenergie und damit auch die
Schaltzeit der Klinken a2 und a3. Beim Eintritt in das Minimum bzw. beim Ansprechen
des Relais A öffnet sich a2 und schließt sich a3. Ist nun beispielsweise die Ansprechzeit
von U gleich jener des Normalrelais C, so sind die Stellungen von cl, c2, a1 und
a2 genau entgegengesetzt, wie in Abb. i skizziert. Es erfolgt keinerlei Korrektur,
da keine der Magnetkupplungen I(1 und K2 erregt wird. Dieser Zustand ändert sich,
wenn nun beispielsweise U länger anliegt als C. Dann haben cl und c2 schon die Ruhelage
gemäß Abb. i angenommen, dagegen bleibt für eine kurze Zeit a2 noch geöffnet und
a3 noch geschlossen. Während dieser Zeit kommt also die Magnetkupplung K2 zum Anziehen
und verdreht dabei den Regelwiderstand w in einem bestimmten Sinne. Im entgegengesetzten
Sinne wird reguliert werden, wenn die Ansprechzeit von U kürzer ist als die Normalzeit
von C; denn dann haben noch c'i und c2 die entgegengesetzte Stellung von jener in
Abb. i, während a2 und a3 schon wieder die dort bezeichnete Lage leingenommen haben.
Innerhalb dieses Zeitunterschiedes ist also cl geschlossen -und c2 offen, -und es
ist der Arbeitskreis der Kupplung K1 geschlossen. Der Anschluß des Widerstandes
muß nach dem Vorgesagten gemäß. der vorliegenden Schaltung so erfolgen, d.aß bei
zu langer Anliegezeit von U der Widerstand w selbsttätig vergrößert wird, und umgekehrt.
Durch entsprechende Wahl des Widerstandes w sowie jener der Drehgeschwindigkeit
der Magnetkupplungen kann die Reguliergeschwindigkeit in weiten Grenzen beeinflußt
werden.
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Die Schaltanordnung gemäß Abb. i hat den Nachteil, daß das Verzögerungsrelais
C keine größeren Normalzeiten gestattet als bis zu 1/1o Sekunde sowie den, daß es
ziemlich große elektrische Leistung benötigt und ein dementsprechend starker öffnungsfunke
bei der Stromunterbrechung entsteht. Ferner zeigt die Praxis, daß sich innerhalb
der kurzen Zeitintervalle zwischen Normalzeit und Anzugszeit des Relais A, namentlich
für den Fall zu kurzer Anzugszeiten seitens A, nur sehr wenig regulieren läßt, so
daß eine sehr starke nachträgliche Verzögerung des Regelvorganges wünschenswert
ist. Brei sehr kleinen Empfangsfeldern und hoher Verstärkungszahl machen sich .auch
die Funken am Relais U sowie an den Magnetkupplungen sehr störend bemerkbar. Deshalb
werden gemäß Abb. z die beiden Relais A und C durch die Ano,den@ ströme der Hilfsröhren
Hl und H2 -und die beiden Magnetkupplungen durch die Anodenströme der HilfsröhrenH3
und H4 gespeist. Die Hilfsröhren sind im Ruhezustand über je einen Hoichohmwiderstand
stark negativ vorgespannt, während bei den Schaltvorgängen die negative Vorspannung
durch :eine positive ersetzt wird, so daß Anodenströme fließen können. Diese Anordnung
hat neben dem des funk enfreien Schalters den weiteren Vorteil, daß durch Anbringung
von Pufferkondensatoren zwischen Gitter und Heizfaden der Hilfst, röhren H2, H3
und H4 in Kombination mit den Hochohmwiderständen beliebig große Verzögerungen im
Ansprechen und Abfallen erzielt werden können. Dadurch ist @es möglich, dem C-Relais
durch geeignete Wahl des Pufferkondensators und Ableithochohmwiderstandes die jeweils
günstige Normalzeit zu geben, wie sich auch an den beiden Magnetkupplungen beliebig
große Verzögerungen des Abfalls und damit beliebig große Riegelzeiten erreichen
lassen.
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Bei plötzlichem starkem Anwachsen der Empfangsenergie kann es vorkommen,
daß die Regelung nicht schnell genug folgen kann und so der oben beschriebene Fall
reintritt (s. Abb. i), daß im Empfangsminimum das U-Relais überhaupt nicht mehr
abfällt -und keine Regulierung mehr erfolgt. Deshalb ist gemäß Abb. a eine weitere
Röhrenanordnung mit dem Hilfsrohr H5 vorgesehen. H5 wird beim Ansprechen des Relais
A stark negativ
vorgespannt. Ist A abgefallen, also die ivunimumsteRung
passiert, so lädt sich der als Pufferkondensator wirkende Gitterkondensator über
einen Hochohmwiderstand sehr langsam positiv auf und bringt schließlich das Relais
D zum Ansprechen und schließt die Klinke d, was eine Regulierung im gleichen Sinne
hervorruft, wie wenn das A-Relais kürzere Zeit angelegen wäre wie das C-Relais.
Es erfolgt also die gleiche Regulierung, wie wenn die Energie zu groß war. Fällt
das Relais A ab (beim Eintritt in das Minimum), bevor D zum Ansprechen kam, so wird
der Schalter a, nach rechts umgelegt :und dadurch das Gitter der RöhreH5 augenblicklich
negativ vorgespannt, so daß auch das Ansprechen von D vermieden wird. Die Zeit,
innerhalb derer D zum Ansprechen kommt, muß durch entsprechende Wahl des Gitterkondensators
und des Hochohrnwiderst:andes des Rohres H5 so @eingestellt werden, daß sie mindestens
größer ist als der größtmögliche Zeitraum zweier aufeinanderfolgender Minimumstellungen.
Anstatt direkt die Regelung zu beeinflussen, kann es sich empfehlen, nur eine Signalanordnung
für die Bedienung auszulösen, damit nicht bei jedem zufälligen Ausfall des Minimums,
beispielsweise durch eine starke atmosphärische Störung, eine Regelung erfolgt.
Zum Schutze dagegen kann auch die Anzugsverzögerung des Relais D so groß gemacht
werden, daß es erst beim zweitmaligen oder öfteren Ausfall eines Minimums zum Ansprechen
kommt.
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Die als Ausführungsbeispiele angeführten; Schaltungen können beliebig
vereinfacht und kombiniert werden. An Stelle der Regulierung durch Nebenschlußwiderstand
am Übertrager können auch andere bekannte Verfahren, wie z. B. Veränderung der Heizung
eines Hoch; frequenzrohres, in Verwendung kommen. An Stelle des motorangetriebenen
magnetischen Wendegetriebes kann auch ein magnetisches Schrittwerk in Anwendung
kommen.