DE555710C - Verfahren zur selbsttaetigen Energieregelung bei Peilverfahren mit periodisch um dieStellung minimalen Empfangs bewegtem Richtsystem - Google Patents

Verfahren zur selbsttaetigen Energieregelung bei Peilverfahren mit periodisch um dieStellung minimalen Empfangs bewegtem Richtsystem

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DE555710C
DE555710C DED60970D DED0060970D DE555710C DE 555710 C DE555710 C DE 555710C DE D60970 D DED60970 D DE D60970D DE D0060970 D DED0060970 D DE D0060970D DE 555710 C DE555710 C DE 555710C
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    • G01—MEASURING; TESTING
    • G01S—RADIO DIRECTION-FINDING; RADIO NAVIGATION; DETERMINING DISTANCE OR VELOCITY BY USE OF RADIO WAVES; LOCATING OR PRESENCE-DETECTING BY USE OF THE REFLECTION OR RERADIATION OF RADIO WAVES; ANALOGOUS ARRANGEMENTS USING OTHER WAVES
    • G01S3/00—Direction-finders for determining the direction from which infrasonic, sonic, ultrasonic or electromagnetic waves, or particle emission, not having a directional significance, are being received
    • G01S3/02—Direction-finders for determining the direction from which infrasonic, sonic, ultrasonic or electromagnetic waves, or particle emission, not having a directional significance, are being received using radio waves
    • G01S3/14—Systems for determining direction or deviation from predetermined direction
    • G01S3/38—Systems for determining direction or deviation from predetermined direction using adjustment of real or effective orientation of directivity characteristic of an antenna or an antenna system to give a desired condition of signal derived from that antenna or antenna system, e.g. to give a maximum or minimum signal
    • G01S3/42—Systems for determining direction or deviation from predetermined direction using adjustment of real or effective orientation of directivity characteristic of an antenna or an antenna system to give a desired condition of signal derived from that antenna or antenna system, e.g. to give a maximum or minimum signal the desired condition being maintained automatically

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Description

  • Verfahren zur selbsttätigen Energieregelung bei Peilverfahren mit periodisch um die Stellung minimalen Empfangs bewegtem Richtsystem Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf funkentelegraphische Peilverfahren, bei welchen ein Drehrahmen oder die Ankopplungs'.-spule einer Goniometeranlage entweder kontinuierlich gedreht oder um einen Winkelbetrag periodisch hin und her geschwenkt wird, innerhalb dessen das zu beobachtende Empfangsminimum liegt, .wobei jeweils beim Überschreiten einer Minimumstellung ein Schaltvorgang ausgelöst -wird, der dazu dient, einen Zeiger in eine zum Einfall«inkel der elektrischen Wellen zugeordnete Lage zu verschieben oder auf einem mit entsprechenden Koordinaten versehenen Registrierstreifen eine Markierung hervorzurufen. Hierbei ist es zwecks Erzielung größtmöglicher Genauigkeit sehr wichtig, daß die dem Empfänger entnommene Energie, welche sich durch Ab- standsänderungen oder die Güte der übertragung ändert, dauernd einen günstigen Wert behält. So werden beispielsweise bei dem in Abb, i schematisch ,gezeichneten Peilregistrierverfahren mit Schwenkrahmen, wobei. die Schreibvorrichtung dann anspricht, wenn das durch ein Gleichrichterrohr gespeiste Umkehrrelais U beim Durchlaufen des 'Minimums das Relais A zum Ansprechen bringt und den Schreibstift S auf den Registrierstreifen schlagen lä.ßt, die vom Stift gezogenen Striche um so kürzer werden, je größer die Empfangsenergie ist, und schließlich ganz ausbleiben, wenn sie so groß geworden ist, daß auch in der 1VIinirnumstellung noch so viel Empfang da ist, daß das Umkehrrelais U nicht mehr abfällt. Umgekehrt werden bei Verringerung der Empfangsenergie die Striche immer breiter werden. Das gleiche gilt -auch für chemische Schreibverfahren, wie beispielsweise in Abb.2 in Verbindung mit einer Goniameteranordnung gezeigt ist. Dabei wird durch ein motorisch 'angetriebenes magnetisches Wendegetriebe G die periodische Schwenkung der Goniometerspule sowie die Hinundherführung des. Schreibstiftes bewirkt. Ein zwangsweise gekippter Quecksilberkontakt Q steuert hierbei das beispielsweise Wendegetriebe für die Hinundherbewegung. Der Strom für die Schreibanordnung wird einem Hilfsrohr in Gleichstromverstärkerschaltung entnommen.
  • Gemäß der vorliegenden neuen Erfindung soll die selbsttätige Energieregelung in Abhängigkeit von der Anliegezeit des Relais U erfolgen, die mit derjenigen einer als Normale dienenden Relaisanordnung verglichen wird. Dabei ist die Gesamtanordnung so, daß dieses Normalrelais durch einen Impuls beim Ansprechen des Relais U eingeschaltet wird und genau so lange anliegt, als :es die gün; stige Strichlänge erfordert. Je nachdem, ob nun die «wirkliche Anliegezeit des Relais U größer oder kleiner ist als jene des Normalrelais, erfolgt eine Regulierung der Empfangsenergie im einen oderanderen Sinne. Die Anordnung wirkt hierbei quantitativ in dem Sinne, daß um so mehr reguliert wird, je größer der Unterschied der beiden Anliegezeiten Lt. Sind beide gleich, so erfolgt keine Regulierung.
  • Gemäß Abb. i erfolgt die Energieregelung mittels eines Widerstandes w, der beispielsweise parallel zur Sekundärwicklung des übertragers zum. Gleichrichterrohr liegt. w wird durch ein mittels des Motors 111 angetriebenes magnetisches Wendegetriebe mit zwei ent"-gegengesietzt umlaufenden Magnetkupplungen K1 und I(2-vergrößert oder verkleinert. Als, Normalrelais ist ein Relais C mit verzögertem Abfall vorgesehen, welches durch das Impulsrelais B zum Ansprechen gebracht wird. B erhält über den Kondensator X und die Klinkeal seinen Impuls beim Ansprechen dies Relais A, d. i. beim Abfall von U beim Beginn des Rahmendurchlaufes durch eine Minimumstellung. Die Klinken a2, a3 und cl, c2 steuern die Magnetkupplungen. In Abb. i sind die Relaisstellungen so gezeichnet, wie sie in der Zeit zwischen zwei aufeinanderfolgenden I\ünimumstellungen sein müssen, also nicht während des Passierens der Minima selbst, sondern beispielsweise der Maxima. Keine der Magnetkupplungen kommt in diesem Falle zum Anziehen. Tritt nun das Minimum ein, so wird über das Impulsrelais B das Normalrelais C ansprechen, und es wird cl und c2 umgelegt. Die Anzugsdauer von C ist unabhängig von jener des Relais U. Dagegen ist, wie schonerwähnt, die Ansprechdauer des Relais A abhängig von der Empfangsenergie und damit auch die Schaltzeit der Klinken a2 und a3. Beim Eintritt in das Minimum bzw. beim Ansprechen des Relais A öffnet sich a2 und schließt sich a3. Ist nun beispielsweise die Ansprechzeit von U gleich jener des Normalrelais C, so sind die Stellungen von cl, c2, a1 und a2 genau entgegengesetzt, wie in Abb. i skizziert. Es erfolgt keinerlei Korrektur, da keine der Magnetkupplungen I(1 und K2 erregt wird. Dieser Zustand ändert sich, wenn nun beispielsweise U länger anliegt als C. Dann haben cl und c2 schon die Ruhelage gemäß Abb. i angenommen, dagegen bleibt für eine kurze Zeit a2 noch geöffnet und a3 noch geschlossen. Während dieser Zeit kommt also die Magnetkupplung K2 zum Anziehen und verdreht dabei den Regelwiderstand w in einem bestimmten Sinne. Im entgegengesetzten Sinne wird reguliert werden, wenn die Ansprechzeit von U kürzer ist als die Normalzeit von C; denn dann haben noch c'i und c2 die entgegengesetzte Stellung von jener in Abb. i, während a2 und a3 schon wieder die dort bezeichnete Lage leingenommen haben. Innerhalb dieses Zeitunterschiedes ist also cl geschlossen -und c2 offen, -und es ist der Arbeitskreis der Kupplung K1 geschlossen. Der Anschluß des Widerstandes muß nach dem Vorgesagten gemäß. der vorliegenden Schaltung so erfolgen, d.aß bei zu langer Anliegezeit von U der Widerstand w selbsttätig vergrößert wird, und umgekehrt. Durch entsprechende Wahl des Widerstandes w sowie jener der Drehgeschwindigkeit der Magnetkupplungen kann die Reguliergeschwindigkeit in weiten Grenzen beeinflußt werden.
  • Die Schaltanordnung gemäß Abb. i hat den Nachteil, daß das Verzögerungsrelais C keine größeren Normalzeiten gestattet als bis zu 1/1o Sekunde sowie den, daß es ziemlich große elektrische Leistung benötigt und ein dementsprechend starker öffnungsfunke bei der Stromunterbrechung entsteht. Ferner zeigt die Praxis, daß sich innerhalb der kurzen Zeitintervalle zwischen Normalzeit und Anzugszeit des Relais A, namentlich für den Fall zu kurzer Anzugszeiten seitens A, nur sehr wenig regulieren läßt, so daß eine sehr starke nachträgliche Verzögerung des Regelvorganges wünschenswert ist. Brei sehr kleinen Empfangsfeldern und hoher Verstärkungszahl machen sich .auch die Funken am Relais U sowie an den Magnetkupplungen sehr störend bemerkbar. Deshalb werden gemäß Abb. z die beiden Relais A und C durch die Ano,den@ ströme der Hilfsröhren Hl und H2 -und die beiden Magnetkupplungen durch die Anodenströme der HilfsröhrenH3 und H4 gespeist. Die Hilfsröhren sind im Ruhezustand über je einen Hoichohmwiderstand stark negativ vorgespannt, während bei den Schaltvorgängen die negative Vorspannung durch :eine positive ersetzt wird, so daß Anodenströme fließen können. Diese Anordnung hat neben dem des funk enfreien Schalters den weiteren Vorteil, daß durch Anbringung von Pufferkondensatoren zwischen Gitter und Heizfaden der Hilfst, röhren H2, H3 und H4 in Kombination mit den Hochohmwiderständen beliebig große Verzögerungen im Ansprechen und Abfallen erzielt werden können. Dadurch ist @es möglich, dem C-Relais durch geeignete Wahl des Pufferkondensators und Ableithochohmwiderstandes die jeweils günstige Normalzeit zu geben, wie sich auch an den beiden Magnetkupplungen beliebig große Verzögerungen des Abfalls und damit beliebig große Riegelzeiten erreichen lassen.
  • Bei plötzlichem starkem Anwachsen der Empfangsenergie kann es vorkommen, daß die Regelung nicht schnell genug folgen kann und so der oben beschriebene Fall reintritt (s. Abb. i), daß im Empfangsminimum das U-Relais überhaupt nicht mehr abfällt -und keine Regulierung mehr erfolgt. Deshalb ist gemäß Abb. a eine weitere Röhrenanordnung mit dem Hilfsrohr H5 vorgesehen. H5 wird beim Ansprechen des Relais A stark negativ vorgespannt. Ist A abgefallen, also die ivunimumsteRung passiert, so lädt sich der als Pufferkondensator wirkende Gitterkondensator über einen Hochohmwiderstand sehr langsam positiv auf und bringt schließlich das Relais D zum Ansprechen und schließt die Klinke d, was eine Regulierung im gleichen Sinne hervorruft, wie wenn das A-Relais kürzere Zeit angelegen wäre wie das C-Relais. Es erfolgt also die gleiche Regulierung, wie wenn die Energie zu groß war. Fällt das Relais A ab (beim Eintritt in das Minimum), bevor D zum Ansprechen kam, so wird der Schalter a, nach rechts umgelegt :und dadurch das Gitter der RöhreH5 augenblicklich negativ vorgespannt, so daß auch das Ansprechen von D vermieden wird. Die Zeit, innerhalb derer D zum Ansprechen kommt, muß durch entsprechende Wahl des Gitterkondensators und des Hochohrnwiderst:andes des Rohres H5 so @eingestellt werden, daß sie mindestens größer ist als der größtmögliche Zeitraum zweier aufeinanderfolgender Minimumstellungen. Anstatt direkt die Regelung zu beeinflussen, kann es sich empfehlen, nur eine Signalanordnung für die Bedienung auszulösen, damit nicht bei jedem zufälligen Ausfall des Minimums, beispielsweise durch eine starke atmosphärische Störung, eine Regelung erfolgt. Zum Schutze dagegen kann auch die Anzugsverzögerung des Relais D so groß gemacht werden, daß es erst beim zweitmaligen oder öfteren Ausfall eines Minimums zum Ansprechen kommt.
  • Die als Ausführungsbeispiele angeführten; Schaltungen können beliebig vereinfacht und kombiniert werden. An Stelle der Regulierung durch Nebenschlußwiderstand am Übertrager können auch andere bekannte Verfahren, wie z. B. Veränderung der Heizung eines Hoch; frequenzrohres, in Verwendung kommen. An Stelle des motorangetriebenen magnetischen Wendegetriebes kann auch ein magnetisches Schrittwerk in Anwendung kommen.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur selbsttätigen Energieregelung bei Peilverfahren mit periodisch um die Stellung minimalen Empfangs bewegtem Richtsystem unter Benutzung :eines energieabhängigen Umkehrrelais, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Bewegung des Richtsystems durch die Lage minimalen Empfangs das Umkehrrelais durch Impuls ein :als Normale dienendes Relais (C) mit verzögertem Abfall auslöst und die Schaltanordnung so getroffen ist, daß bei gleicher Anliegezeit von Umkehr- und Normalrelais keine Regelung erfolgt, während bei unterschiedlicher Anliegezeit der beiden Relais dem Zeitunterschied ientsprechend im einen :oder .anderen Sinne geregelt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Normalrelais eine Röhrenanordnung zur Verwendung kommt, derart, daß die Magnetwicklung (C) des Normalrelais durch den Anodenstromeinus Hilfsrohres (H2) gespeist wird, der durch die Wirkung eines sich über einen Hochohmwiderstandentladenden Pufferkondensators zwischen Gitter und Heizfaden des Hilfsrohres nur allmählich auf Null zur rückgeht, wobei die Verzögerungszeit durch entsprechende Wahl des Pufferkondensators und des Hochohmwiderstandes geändert werden kann.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Bewegung des Richtsystems durch die Stellung minimalen Empfangs eine weitere Relaisanordnung (D) mit stark verzögertem Anzug :eingeschaltet wird, deren Verzögerung größer ist ,als die maximal zu erwartende Zeitdauer zwischen dem Auftreten zweier aufeinanderfolgender Empfangsminima und deren gegebenenfalls :erfolgendes Ansprechen eine Regelung im gleichen Sinne bewirkt wie bei zu großer Empfangsenergie. q..
  4. Schaltanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Verzögerungsrelais eine Röhrenanordnung zur Verwendung kommt, derart, daß die Magnetwicklung (D) des Verzögerungsrelais durch den Anodenstrom eines Hilfsrohres (H5) gespeist wird, der durch die Wirkungeines Hochohmwiderstandes und eines zwischen Gitter und Heizung geschalteten Pufferkondensators nur allmählich ansteigen kann, bei Abfallen des Umkehrrelais (U) bzw. bei Umlegen des Betätigungskontaktes (a4) jedoch sofort auf seinen Ruhewert (Null) zurückgeht.
  5. 5. Verfahren gemäß Anspruch i bis 4., dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Verlängerung der Regulierdauer die Arbeitsmagneten der Regeleinrichtung über zusätzliche Relaisanordnungen gesteuert werden, die verzögerten Abfall der Arbeits,-magneten gestatten.
DED60970D 1931-04-22 1931-04-22 Verfahren zur selbsttaetigen Energieregelung bei Peilverfahren mit periodisch um dieStellung minimalen Empfangs bewegtem Richtsystem Expired DE555710C (de)

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