DE555826C - Direkt zeigendes Peilverfahren - Google Patents

Direkt zeigendes Peilverfahren

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DE555826C
DE555826C DE1930555826D DE555826DD DE555826C DE 555826 C DE555826 C DE 555826C DE 1930555826 D DE1930555826 D DE 1930555826D DE 555826D D DE555826D D DE 555826DD DE 555826 C DE555826 C DE 555826C
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DE
Germany
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frame
relay
minimum
rotation
phase
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DE1930555826D
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FRANZ BERNDORFER DIPL ING
MAX DIECKMANN DR
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FRANZ BERNDORFER DIPL ING
MAX DIECKMANN DR
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01SRADIO DIRECTION-FINDING; RADIO NAVIGATION; DETERMINING DISTANCE OR VELOCITY BY USE OF RADIO WAVES; LOCATING OR PRESENCE-DETECTING BY USE OF THE REFLECTION OR RERADIATION OF RADIO WAVES; ANALOGOUS ARRANGEMENTS USING OTHER WAVES
    • G01S3/00Direction-finders for determining the direction from which infrasonic, sonic, ultrasonic or electromagnetic waves, or particle emission, not having a directional significance, are being received
    • G01S3/02Direction-finders for determining the direction from which infrasonic, sonic, ultrasonic or electromagnetic waves, or particle emission, not having a directional significance, are being received using radio waves
    • G01S3/14Systems for determining direction or deviation from predetermined direction
    • G01S3/38Systems for determining direction or deviation from predetermined direction using adjustment of real or effective orientation of directivity characteristic of an antenna or an antenna system to give a desired condition of signal derived from that antenna or antenna system, e.g. to give a maximum or minimum signal
    • G01S3/42Systems for determining direction or deviation from predetermined direction using adjustment of real or effective orientation of directivity characteristic of an antenna or an antenna system to give a desired condition of signal derived from that antenna or antenna system, e.g. to give a maximum or minimum signal the desired condition being maintained automatically

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Variable-Direction Aerials And Aerial Arrays (AREA)

Description

  • Direkt zeigendes Peilverfahren Es sind Verfahren zur Bestimmung der Strahlungsrichtung elektromagnetischer Wellen bekannt, bei welchen sich eine Rahmenantenne selbsttätig in das Minimum der einfallenden Wellen, auf welche die Empfangsanordnung abgestimmt ist, dreht und in dieser Lage so lange stehenbleibt, als sich die Einfallsrichtung der Wellen nicht ändert. Bei Änderungen der Richtung des Peilstrahles in bezug auf die Rahmenantenne dreht sich der Rahmen selbsttätig folgend um die gleichen Winkelbeträge mit.
  • Das nachstehend beschriebene Verfahren gibt Mittel an, gleichfalls eine Rahmenantenne völlig selbsttätig mit beliebig großem Drehmoment in das Empfangsminimum zu drehen und darin zu erhalten unter Verwendung an sich bekannter Peilanordnungen, bei welchen die niederfrequent modulierte Hochfrequenz des Drehrahmens mit der einer ungerichteten Hochantenne derart superponiert wird, daß die dem angeschlossenen Empfänger samt Verstärker entnommene Niederfrequenz den beim Durchlaufen des Minimums auftretenden Phasensprung mitmacht und ihr Betrag gleich Null wird. Das Wesentliche der vorliegenden Erfindung liegt darin, daß eine vom Peilempfänger abhängige Phasenrelaisanordnung eine doppelsinnig arbeitende Rahmendrehanordnung über ein labil eingestelltes, von zusätzlichem Niederfrequenzstrom durchflossenes Differentialrelais und anschließende Verzögerungsrelais so steuert, daß bei vorhandener Rahmenenergie die vorher vibrierende Zunge des Differentialrelais gemäß der Phasenlage fest an denjenigen Kontakt gelegt wird, der die Rahmendrehachse auf kürzestem Wege ins Minimum führt, während, wenn der Rahmen keine Energie bringt, also auch im Empfangsminimum, die vibrierende Zunge des Differentialrelais wegen der Verzögerung der anschließenden Relais die Rahmendrehachse ruhen läßt.
  • Die zur automatischen Einstellung des Rahmens angewendeten Mittel ergeben in ihrer Besonderheit neue Vorteile gegenüber den bekannten Verfahren. Unabhängig vom Betrag der Energie folgt bei Änderungen der Peilstrahlrichtung der Rahmen dem Strahl stets auf dem kürzesten Wege. Die Einstellgenauigkeit ist dabei infolge der symmetrischen Schaltung unabhängig vom Drehsinn, und durch die Beschickung des Differentialrelais mit Hilfsstrom wird die Empfindlichkeit der Anordnung gesteigert. Die Betriebssicherheit der Anordnung ist dabei sehr hoch, zudem gestattet die Einrichtung in bisher nicht bekannt einfacher Weise eine selbsttätige Registrierung des Peilwinkels sowie eine mechanische, pneumatische o. dgl. Fernübertragung der jeweiligen Rahmenstellung an eine entfernte Beobachtungs- oder Re-Eine beispielsweise Schaltung, welche das: Wesentliche der Erfindung erkennen läßt, ist in der Abbildung wiedergegeben.
  • Der Peilempfänger P erhält in bekannter Weise Hochfrequenzenergie aus einer Rahmen- und einer ungerichteten Antenne. Eine Niederfrequenzspannung El moduliert die Rahmenhochfrequenz, wobei nach Superposition mit der Antennenenergie im Empfänger die mit El gleiche Niederfrequenz & herausgesiebt werden kann, deren Phase beim Durchlaufen der Rahmenminimumstellung um i 8o ° springt und deren Energie in diesem Moment gleich Null wird.
  • Die beiden Röhren R1 und R2 beziehen ihre ,Anodenspannung im Gegentakt aus E'1, während sie gitterseitig parallel geschaltet sind und aus E2 gespeist werden. Sie sind so stark negativ vorgespannt, daß für den Fall E2 - o kein Anodenstrom fließt. Wird E9 wirksam, so läßt nur jene der beiden Röhren R, oder R, Anodenstrom in das Differentialrelais D fließen, bei dem gleichzeitig auch die Anodenspannung positiv ist. D ist hiermit phasenempfindlich.
  • Zur Erzielung hoher Empfindlichkeit der Rahmendrehanordnung im Bereich der Rahmenminimumstellung für die drahtlos telegraphische Sendung sowie zur Erzielung großer Unempfindlichkeit der Rahmenstellung gegen kurze Impulse, wie sie atmosphärische Störungen darstellen, 'eignet sich beispielsweise das im unteren Teil des Schaltbildes wiedergegebene neue Verfahren. Das polarisierte Differentialrelais D ist labil eingestellt. Um zu vermeiden, daß es für den Fall E. = o dauernd an einem der Kontakte anliegt, und um den Einfluß der Lagerreibung klein zu halten, wird ihm ständig über den Kondensator K eine geringe Niederfreqüenzspannung aus dem Gegentakttransformator zugeführt, so daß die Relaiszunge in diesem Falle im Rhythmus von El hin und her vibriert, aber sofort fest anliegt; sobald E, > o wird und Anodenstrom in einer der Wicklungen zu fließen beginnt.
  • Zur Vermeidung von Funken an den Relaiskontakten sowie zur Erzielung der erforderlichen elektrischen Trägheit dienen die beiden Röhren R3 und R4, in deren Anodenstromkreis die beiden Steuerrelais S3 und S4 liegen, die die Drehung des Rahmens beeinflussen. R3 und R4 sind über die Hochohmwiderstände Ws und W4 so stark negativ vorgespannt, daß bei nichtanliegender Relaiszunge von D kein Anodenstrom fließen kann. Die beiden Blockkondensatoren C3 und C4 dienen als Pufferkondensatoren und bewirken im Zusammenarbeiten mit den Hochohmwiderständen Ws, W4 und W5 sehr starke Verzögerungen des Anzugs und Abfalls von S3 und S4. W5 muß kleiner als U',9 und W4 sein. Dann gleicht sich beispielsweise beim Anliegen der Zunge des Differentialrelais an den Kontakt 3 die negative Vorspannung des Pufferkondensators C3 langsam aus, bewirkt also verzögerten Anzug des betreffenden Steuerrelais S, Umgekehrt wird bei Aufhebung des Kontaktes 3 sich das Gitter des Rohres R, nur langsam wieder negativ aufladen können, da über den Hochohmwiderstand Ws sich der Pufferkondensator C3 nur langsam aufladen kann. S, erleidet hierdurch stark verzögerten Abfall.
  • Beim Vibrieren der Zunge des Differentialrelais ziehen S9 und S4 gleichzeitig an. Gemäß dem Erfindungsgedanken ist die Schaltung so getroffen, daß in diesem Falle der Arbeitsstromkreis der Hilfsanordnung, welche den Rahmen in Drehung versetzen kann, unterbrochen wird, der Rahmen also tatsächlich stehenbleibt. Es ist für das Verfahren gleichgültig, ob diese Rahmendrehvorrichtung, wie im vorliegenden Beispiel angenommen, ein motorisch angetriebenes magnetisches Wendegetriebe, ein in seiner Drehvorrichtung steuerbarer elektrischer, pneumatischer o. dgl. Motor ist.
  • An einem Teilkreis T, der starr oder über mechanische Zwischenglieder mit der Rahmenachse verbunden ist, kann der Peilwinkel abgelesen werden.
  • Zur Fernübertragung der Winkelstellung des Rahmens kann mit der Rahmenachse ein, elektrischer Übertrager angebracht werdenz. B. ein( i' wobei ein Dreh spulindikator oder ein Kreuzspulinstrument am Beobachtungsort verwendet wird oder auch ein Drehstromphasenwähler finit einem Phasenzeiger am Empfangsort.
  • Durch Verwendung mehrerer Peilanlagen mit Fernübertragung kann am Beobachtungsort im Schnittpunkt der zugehörigen Zeiger auch der Aufstellungsort des Senders erkannt werden.
  • Wird mit der Rahmenachse direkt oder über mechanische Zwischenglieder eine Schreibvorrichtung, z. B. ein Tintenschlreiber, verbunden, so kann auf einem vorbeilaufenden Papierstreifen die Rahmenstellung registriert werden. Ebenso kann unter Verwendung vorbeschriebener elektrischer' Zwischenglieder registriert werden, wobei die Registriergeräte der Starkstromtechnik für Gleich- und Wechselstrom zur Anwendung kommen können.
  • Endlich können auch bekannte pneumatische Übertragungsverfahren verwendet werden.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Direkt zeigendes Peilverfahren, bei welchem die niederfrequent modulierte Hochfrequenz eines Drehrahmens mit der einer ungerichteten Hochantenne derart superponiert wird, daß die dem angeschlossenen Empfänger samt Verstärker entnommene Niederfrequenz den Phasensprung der Rahmenenergie bei Durchlaufen des :Minimums mitmacht und ihr Wert im Minimum gleich Null wird, dadurch gekennzeichnet, daß eine Phasenrelaisanordnung über ein labil eingestelltes, von zusätzlichem Niederfrequenzstrom durchflossenes Differentialrelais und anschließende Verzögerungsrelais eine doppelsinnig arbeitende kahrnendrehanordnung so steuert, daß bei vorhandener Rahmenenergie die vorher vibrierende Zunge des Differentialrelais gemäß der Phasenlage fest an denjenigen Kontakt gelegt wird, der die Rahmendrehachse auf kürzestem Wege ins Minimum führt, während, wenn der Rahmen keine Energie bringt, also auch im Empfangsminimum, die vibrierende Zunge des Differentialrelais wegen der Verzögerung der anschließenden Relais die Rahmendrehachse ruhen läßt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die jeweilige Stellung der Rahmenachse durch mechanische, pneumatische oder elektrische Verfahren an einen entfernten Beobachtungsplatz fernübertragen wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstellung von zwei oder mehreren entfernt aufgestellten, direkt zeigenden Peilgeräten an einen Beobachtungsplatz fernübertragen wird und daß die Drehachsen der zugeordneten Zeiger an den Stellen einer Karte angeordnet sind, die den Orten, an welchen sich die Peilgeräte befinden, entsprechen, so daß bei Einstimmung der Peilgeräte auf den gleichen Sender aus dem Schnittpunkt der Zeiger über der Karte der jeweilige Ort des Senders geschlossen werden kann. .
  4. 4. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Drehachse direkt oder über mechanische Zwischenglieder eine registrierende Schreibvorrichtung verbunden ist, die auf einem vorbeilaufenden Papierstreifen den Betrag des Peilwinkels registriert.
DE1930555826D 1930-07-13 1930-07-13 Direkt zeigendes Peilverfahren Expired DE555826C (de)

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DE (1) DE555826C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE767320C (de) * 1936-04-02 1952-05-26 Lorenz A G C Einrichtung zur Feststellung reflektierender Objekte
DE757346C (de) * 1938-03-19 1953-04-16 Rca Corp Nachlaufpeiler

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE767320C (de) * 1936-04-02 1952-05-26 Lorenz A G C Einrichtung zur Feststellung reflektierender Objekte
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