DE555942C - Dampfturbinenanlage mit Waermespeicher - Google Patents

Dampfturbinenanlage mit Waermespeicher

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DE555942C
DE555942C DEF68278D DEF0068278D DE555942C DE 555942 C DE555942 C DE 555942C DE F68278 D DEF68278 D DE F68278D DE F0068278 D DEF0068278 D DE F0068278D DE 555942 C DE555942 C DE 555942C
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steam
turbine
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DEF68278D
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GEORG FORNER DR ING
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GEORG FORNER DR ING
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01KSTEAM ENGINE PLANTS; STEAM ACCUMULATORS; ENGINE PLANTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; ENGINES USING SPECIAL WORKING FLUIDS OR CYCLES
    • F01K3/00Plants characterised by the use of steam or heat accumulators, or intermediate steam heaters, therein
    • F01K3/02Use of accumulators and specific engine types; Control thereof
    • F01K3/04Use of accumulators and specific engine types; Control thereof the engine being of multiple-inlet-pressure type

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Engine Equipment That Uses Special Cycles (AREA)

Description

  • Dampfturbinenanlage mit Wärmespeicher Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Dampfturbinenanlage mit Wärmespeicher. Es ist bekannt, einen Speicher zwischen einer Stufe der Frischdampfturbine und einer Niederdruckstufe, die von dem unmittelbar aus den höheren Druckstufen kommenden Dampf umgangen wird, derart anzuordnen, daß der aus einer Z«zschenstufe der Dampfturbine entnommene Dampf vor seiner Zuführung zum Speicher gänzlich oder teilweise zur Arbeitsleistung in einer Hilfsturbine herangezogen wird.
  • Eine derartige Anordnung hat verschiedene Nachteile. Der Druck in der Radkammer, aus der der für den Speicher bestimmte Dampf entnommen wird, ist der durch den Niederdruckteil der Hauptturbine fließenden Dampfmenge, also auch näherungsweise der Belastung der Hauptturbine ungefähr proportional. Sinkt diese unter einen bestimmten Wert, so sinkt der Druck in der Entnahmekammer unter den im Speicher herrschenden Druck. Also ist gerade in der Zeit, in der viel überschüssiger Dampf zur Verfügung steht, ein Laden des Speichers nicht möglich. Außerdem muß eine Turbine nach dieser Anordnung immer eine teure Spezialturbine sein, eine vorhandene normale Turbine läßt sich nicht derart umbauen, daß sie entsprechend der bekannten Anordnung betrieben werden könnte.
  • Die vorliegende Erfindung will diese Nachteile dadurch vermeiden, daß sie den zu speichernden Dampf in an sich bekannter Weise unmittelbar aus der Frischdampfleitung entnimmt, und daß parallel zur Ladeleitung zwischen Frischdampfleitung und Speicher eine besondere, nur während der Ladezeit beaufschlagte Gegendruckturbine derart geschaltet wird, daß der Speicher entweder durch Abdampf der Gegendruckturbine oder durch Frischdampf aus der Frischdampfleitung oder durch beide Dampfarten gleichzeitig geladen werden kann. Wenn, die Gegendruckturbine auf die Welle der Hauptturbine unmittelbar oder durch ein Vorgelege arbeitet, so erhält die Gegendruckturbine stets Ladedampf, selbst wenn die Turbine vollständig entlastet ist, indem dann der Leerlauf beider Turbinen von der Gegendruckturbine bestritten wird. Die Anordnung gemäß der Erfindung hat auch den Vorteil, daß als Gegendruckturbine eine solche normaler Bauart verwendet werden kann; auch die Hauptturbine kann eine bekannte, für gleichzeitige Zuführung von Frisch- und Speicherdampf eingerichtete Turbine sein; in vielen Fällen lassen sich auch normale Kondensationsturbinen, namentlich solche mit Düsenregelung oder solche, bei denen an irgendeiner Stufe ein für Zufuhr oder Entnahme von Dampf bestimmter Stutzen vorhanden ist, mit geringen Kosten für einen Betrieb gemäß der Erfindung umbauen.
  • Als Beispiel sei eine Turbinenanlage nach Patent 386 879 gewählt, bei der die Hauptturbine sowohl Frischdampf als auch Speicherdampf verarbeiten kann. Abb. i zeigt die Dampfmengen in der Zeiteinheit abhängig von der Zeit aufgetragen, Abb.2 eine schematische Darstellung der Schaltung. Die Betriebsweise einer derartigen Anlage gemäß der Erfindung ist folgende: Die Linie A-M-N-C-E sei die konstant gedachte Dampflieferung G. der Dampfquelle q, z. B. einer Dampfkesselanlage. Die gebrochene Linie A-B-C-D-E sei die von der Turbinenanlage in der Zeite'mheit entsprechend der jetveiligen Belastung verbrauchte Dampfmenge G. Zur Zeit o sei gerade G=G,"; hierbei fließt die gesamte vom Kessel g gelieferte Dampfmenge G," durch das Regelventil u zur Hauptturbine t und von dort durch den Kondensator k, in dem sie .niedergeschlagen wird, als Kondensat in Kondensatsammelleitung 1. Die Ventile v, w, x und y sind hierbei geschlossen, während das Ventil z geöffnet ist, so daß die mit der Hauptturbine gekuppelt gedachte Gegendruckturbine g leer im Vakuum mitläuft. In der Zeit o bis 2 sinke der Dampfbedarf der Turbinenanlage bis auf einen Mindestwert 2B, wobei sich das Ventil u allmählich schließe. Da in dieser Zeit die Dampflieferung Qm größer als der Dampfbedarf G ist, muß ein Teil von G"" dem -Speicher zur späteren Wiederverwendung zugeführt werden, und zwar gemäß der Erfindung zunächst in seiner Gänze. durch Ventil v, Gegendruckturbine g und Ventil w hindurch. Das Ventil z muß hierbei geschlossen sein. Die Gegendruckturbine erzeugt hierbei einen Teil der von der Turbinenanlage geforderten Leistung, und von der gelieferten Dampfmenge G," fließt der Teil Glt durch die Hauptturbine t in den Kondensator und der Rest G. - Gk durch die Gegendruckturbine g in den Speichers. Da aber das Gefälle der Gegendruckturbine wesentlich (beispielsweise um 70 %) kleiner ist als das Gefälle der Hauptturbine und außerdem die G.egendruckturbine wegen ihrer kleineren Leistung einen schlechteren Wirkungsgrad als die Hauptturbine hat, erzeugt die Dampfmenge G," - Gk in der Gegendruckturbine eine wesentlich (beispielsweise um 7.5 0/0) kleinere Leistung, als sie in der Hauptturbine erzeugen würde. Durch die infolge der Leistung der Gegendruckturbine eintretende Entlastung der Hauptturbine wird das Ventil u vom Regler weiter geschlossen, das Ventil v weiter geöffnet und die Dampfmenge G," - Gk weiter vergrößert, bis sich schließlich ein Beharrungszustand derart einstellt, daß die Summe der von der Dampfmenge Gk in der Hauptturbine und der von der Dampfmenge G," - Gk in der Gegendruckturbine erzeugten Leistungen gleich der Belastung der Turbinenanlage ist. Wäre keine Gegendruckturbine vorhanden, so würde dieDampfmenge G durch die Hauptturbine in den Kondensator und G," - G in den Speicher fließen. je tiefer die Belastung der Turbinenanlage sinkt, um so mehr Dampf Cm - Gk fließt durch die Gegendruckturbine g, und um so größer wird ihr Anteil an der ganzen Turbinenleistung, bis schließlich zur Zeit i die Gegendruckturbine g allein. die ganze Leistung der Turbinenanlage übernimmt und die gesamte gelieferte .Dampfmenge G," durch sie hindurchfließt. Die Hauptturbine t läuft hierbei leer mit, und Ventil u ist ganz geschlossen. Von der geringen Dampfmenge, die zur Verhütung des Lufteintrittes und zur Abführung der Radventilation die Hauptturbine t durchströmen muß, ist hierbei abgesehen. In der Zeit o bis i ist also die Dampfmenge o A i in den Kondensator geflossen, während die Dampfmenge A i M im Speicher a aufgespeichert worden äst. In der Zeit i bis 2 sinke die Belastung der Turbinenanlage weiter bis auf ,einen Mindestwert. In dieser Zeit würde die gesamte gelieferte Dampfmenge G", in der Gegendruckturbine g mehr Leistung erzeugen, als gefordert ist. Infolgedessen schließt sich das Ventil v etwas, während sich Ventil x allmählich .öffnet, so daß der Teil des gelieferten Dampfes, der zur Erzeugung der geforderten Leistung in der Gegen.-druckturbine -nicht nötig ist, durch die Leitung a und das Ventil x unmittelbar in- den Speicher s strömt.
  • In der Zeit 2 bis ¢ findet derselbe Vorgang wie in der Zeit o bis 2 statt, nur in umgekehrter Reihenfolge.
  • Zur Zeit 4 ist wieder der Anfangszustand vorhanden, bei dem der Dampfverbrauch der Hauptturbine t gleich der gelieferten Dampfmenge G," ist. Hierbei sind wieder die Ventile u und z offen, während die Ventile v, w, x und y geschlossen sind.
  • In der Zeit 4 bis 6 sei die Belastung der Turbinenanlage so groß, daß die gelieferte Dampfmenge G" nicht mehr ausreicht. In dieser 'Zeit öffnet sich in bekannter Weise Ventil y und läßt dem Dampfmehrbedarf einer beliebigen Stufe oder nacheinander beliebigen Stufen der Hauptturbine t, in denen der Dampfdruck niedriger als im Speicher ist, zuströmen.
  • Die gesamte, in der Zeit o bis 6 in den Kondensator geflossene Dampfmenge wird durch die Summe der Flächen o A i und 3 0 4, die gesamte, in den Speicher geflossene Dampfmenge durch die Fläche i A M N C 3 dargestellt. Diese Fläche ist angenähert gleich der dem Speicher entnommenen Dampfmenge, die durch die Fläche C D E dargestellt ist. Wäre keine Gegendruckturbine vorhanden, so wäre in den Kondensator die durch die Fläche o A B C 4 dargestellte Dampfmenge während der Ladezeit in den Kondensator geflossen, und in den Speicher wäre nur die durch die Fläche A M N C E dargestellte Dampfmenge geflossen. Da diese Fläche wesentlich kleiner als die Spitzenfläche C D E ist, hätte sie zur Deckung der Spitze nicht ausgereicht; die vom Kessel zu liefernde Dampfmenge hätte also größer als Qm sein müssen.
  • Die Arbeitsweise nach der Erfindung hat also gegenüber den bekannten, Arbeitsweisen ohne Gegendruckturbine .den Vorteil, daß die zum-Laden des Speichers verwendete Dampfmenge auch während der Ladezeit zum Teil zur Energieerzeugung herangezogen -wird, so daß der gesamte Frischdampfverbrauch niedriger und die in den Kondensator fließende Dampfmenge kleiner wird.
  • Die beiden Turbinen t und g können auf getrennten Wellen, aber auch auf einer gemeinschaftlichen Welle arbeiten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Dampfturbinenanlage mit Wärmespeicher, bei der der Wärmespeicher mit dem zur Zeit geringeren Dampfbedarfes der Hauptturbine überschüssigen Frischdampf bis auf Frischdampfdruck geladen werden kann und zur Zeit höheren Dampfbedarfes der Hauptturbine den erforderlichen Dampfbedarf einer beliebigen, auch vom Hauptarbeitsdampf beaufschlagbaren Stufe der Hauptturbine zuführt, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zur Ladeleitung (a) zwischen Frischdampfleitung (f) und Speicher (s,) eine nur während der Ladezeit durch ein Regelventil (v) beaufschlagte Gegendruckturbine (g) derart geschaltet ist, daß der Speicher entweder mit Abdampf der Gegendruckturbine durch ein Regelventil (w) oder mit Frischdampf aus der Frischdampfleitung durch ein Regelventil (x) oder durch beide Dampfarten gleichzeitig geladen werden kann.
DEF68278D 1929-04-27 1929-04-27 Dampfturbinenanlage mit Waermespeicher Expired DE555942C (de)

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