DE555970C - Verfahren zur Herstellung hellerer, asphaltartiger Erzeugnisse aus Erdoelrueckstaenden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung hellerer, asphaltartiger Erzeugnisse aus Erdoelrueckstaenden

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DE555970C
DE555970C DEB139358D DEB0139358D DE555970C DE 555970 C DE555970 C DE 555970C DE B139358 D DEB139358 D DE B139358D DE B0139358 D DEB0139358 D DE B0139358D DE 555970 C DE555970 C DE 555970C
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Germany
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asphalt
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lighter
asphaltenes
petroleum residues
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Expired
Application number
DEB139358D
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English (en)
Inventor
Jacobus Wilhelmus Le Nobel
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Bataafsche Petroleum Maatschappij NV
Original Assignee
Bataafsche Petroleum Maatschappij NV
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Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10CWORKING-UP PITCH, ASPHALT, BITUMEN, TAR; PYROLIGNEOUS ACID
    • C10C3/00Working-up pitch, asphalt, bitumen

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Working-Up Tar And Pitch (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung hellerer, asphaltartiger Erzeugnisse aus Erdölrückständen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von helleren, asphaltartigen Erzeugnissen aus Petroleumrückständen, Asphalt und ähnlichen Asphaltene enthaltenden Stoffen und besteht darin, diese Stoffe einer gegebenenfalls bei Anwesenheit von Verdünnungsmitteln, wie Benzin, Kerosin u. dgl., durchgeführten Behandlung zu unterwerfen, durch die die Asphaltene ganz oder zum größten Teil entfernt werden, worauf . die erhaltenen Produkte, falls sie noch nicht die gewünschte Asphaltpenetration besitzen, beispielsweise flüssig, halbflüssig oder noch nicht genügend hart sind, durch Konzentration, beispielsweise Wasserdampfdestillation bei gewöhnlichem oder erniedrigtem Druck, auf die gewünschte Asphaltpenetration gebracht werden. Die für das neue Verfahren erforderliche Behandlung zur vollständigen oder teilweisen Entfernung der Asphaltene, die unter Umständen auch zu einer Entfernung von wissenschaftlich noch nicht definierten Stoffen führt, die keine Asphaltene im eigentlichen Sinne darstellen, kann in verschiedenster Weise durchgeführt werden. So eignen sich beispielsweise alle die chemischen oder physikalischen Methoden, die in der analytischen Chemie zur Bestimmung des Asphal-t> von bituminösen: Flüssigkeiten bekannt sind. Die chemische Behandlung zur Entfernung der Asphaltene kann :eine Behandlung des asphalthaltigen Ausgangsmaterials mit Schwefelsäure, wasserfreiem Ferri-oder Stannichlorid, Borfluorid, Aluminiumchlorid u. dgl. sein. Die physikalische Behandlung kann mit aromatenarmen Kohlenwasserstoffen, wie aromatenarmes Leichtbenzin, Pentan oder ähnlichen Ausfällungsmitteln für Asphaltene oder mit Entfärbungspulvern, wie Bleichton, oder Adsorbentien, wie Entfärbungskohle, durchgeführt werden. Gegebenenfalls können auch mehrere der erwähnten Behandlungsweisen zur Entfernung der Asplialtene miteinander kombiniert werden,.
  • Bekanntlich haben fast alle Asphalte, die in natürlichem Zustande vorkommen oder auf künstlichem Wege erhalten werden, eine schwarze oder stark schwärzliche Farbe. Selbst wenn Licht durch sehr dünne Schichten von Asphalt hindurchgeht, zeigt dieser noch einen recht dunklen Ton. Für gewisse Zwecke ist jedoch .ein hellerer Asphalt erwünscht. So ist es z. B. wünschenswert, Asphalte von hellerer Farbe für die Herstellung von hellen Emulsionen oder Gelen oder für die Herstellung von Asphaltpapier und -pappe, Lacken, Firnissen, Asphaltfarben, Isoliermaterial, Linoleumersatz, Lederbindemitteln, Pflasterstreifen für die Verkehrsregelung, Fußböden, Straßendecken, Bedachungen, Klebmitteln, Kautschuk-Asphalt-Gemischen, plastischen Massen, Zierplatten u. dgl. zu erhalten. Bisher hatte man für diese Zwecke nur einen helleren Asphalt zur Verfügung, der bei der Destillation von gewissen Erdölen, die nur gelegentlich in der Natur angefunden werden, als Rückstand anfällt.
  • Nach der vorliegenden Erfindung gelingt es, aus irgendeinem beliebigen Asphalt, selbst aus den dunkelsten und schwersten natürlichen Asphalten und aus künstlichem Asphalt, d. h. aus den Rückständen bei der Destillation oder Krackdestillation von Erdöl oder synthetischen, beispielsweise durch Druckhydrierung von Kohle erhaltenen, erdölähnlichen Erzeugnissen oder aus den höher siedenden, durch Konzentrierung Asphalte -oder asphaltähnliche Erzeugnisse liefernden Fraktionen von Erdölen oder erdölähnlichen: Produkten asphaltähnliche Erzeugnisse herzustellen, die eine hellere Farbe als die ursprünglichen) Asphalte oder die aus den Rohstoffen herstellbaren Asphalte besitzen, ohne daß die Eigenschaften, die Asphalt für industrielle Zwecke haben soll, bei den nach der Erfindung hergestellten Erzeugnissen beeinträchtigt ist. Die nach der Erfindung erhaltenen Erzeugnisse sind den bekannten, obenerwähnten hellen Asphalten gleichwertig; es gelingt sogar, Erzeugnisse zu erhalten, die noch heller sind und die die höchsten Anforderungen, die an Asphalte gestellt werden, erfüllen. Beispiel Ein Javaasphalt wird erhitzt, bis eine dicke Flüssigkeit entsteht; dann werden Zoo % Benzin der geschmolzenen Masse zugesetzt. Unter Rühren setzt man diesem Gemisch dann 2 Gewichtsprozente Schwefelsäure, bezogen auf das Gewicht des Asphalts, zu. Man läßt die Masse absitzen und (entfernt den Säureteer und die von diesem eingeschlossenen Stoffe. Unter Rühren werden dann 3 % Bleichton (Terrana) zugesetzt, während die Masse auf etwa 6o° C gehalten wird. Man läßt die Masse dann durch eine Filterpresse hindurchgehen, um auf diese Weise den Bleichton und den Schlamm zu entfernen. Schließlich wird das Benzin abdestilliert und der Asphalt durch Dampfdestillation auf die gewünschte Penetration gebracht. Die Farbe des erhaltenen hellen Produkts ähnelt in jeder Beziehung derjenigen der bekannten hellen Asphalte.
  • Es müssen natürlich für jeden Rohstoff verschiedene Mengen der Behandlungsmittel angewendet werden, die man in jedem Falle vorher durch Versuche bestimmt. Die Mengen der Behandlungsmittel hängen im wesentlichen vom Asphaltengehalt des Ausgangsmaterials ab. Es können jedoch selbst die schwersten und dunkelsten Asphalte mit nur verhältnismäßig geringen Mengen der genannten Behandlungsmittel in hellere Erzeugnisse umgewandelt werden.
  • Verwendet man ein höher siedendes Erzeugnis, z. B. Kerosin, als Verdünnungsmittel, so empfiehlt es sich, dessen Abdestillation mit Hilfe von Wasserdampf vorzunehmen, wodurch die Farbe des Enderzeugnisses günstig b;eeinfiußt wird.
  • Teere, Teeröle und ähnliche Stoffe hat man zwecks Pechherstellung bereits mit Sch-,vefelsäure behandelt oder erhitzt, ohne aber eine Trennung von Ausgefälltem und nicht Ausgefälltem vorzunehmen. Daß man, wie es gemäß der Erfindung der Fall ist, durch Entfernung der für Asphalte charakteristischen Asphaltene aus Asphalten u. dgl. ohne Schwierigkeiten hellere Erzeugnisse erhält, die ihren Asphaltcharakter nicht geändert haben, ist überraschend, denn man mußte annehmen, daß durch Entfernung der Asphaltene den behandelten Stoffen der Asphaltcharakter genommen worden sei.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung hellerer, asphaltartiger Erzeugnisse aus Erdölrückständen, Asphalt und ähnlichen Asphaltene enthaltenden Stoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man diese Stoffe einer gegebenenfalls bei Anwesenheit eines Verdünnungsmittels durchgeführten Behandlung unterwirft, durch die die Asphaltene ganz oder zum größten Teil entfernt werden, und die erhaltenen Produkte, falls sie noch nicht die gewünschte Asphaltpenetration besitzen, durch Konzentration, - heispielsweise Wasserdampfdestillaiion bei gewöhnlichem oder erniedrigtem Druck, auf die gewünschte Asphaltpenetration bringt.
DEB139358D 1928-06-11 1928-09-18 Verfahren zur Herstellung hellerer, asphaltartiger Erzeugnisse aus Erdoelrueckstaenden Expired DE555970C (de)

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