DE556661C - Stempel aus Stahl oder einem aehnlichen Metall zur Herstellung von Matrizen aus Messing o. dgl. und damit hergestellte Matrize - Google Patents
Stempel aus Stahl oder einem aehnlichen Metall zur Herstellung von Matrizen aus Messing o. dgl. und damit hergestellte MatrizeInfo
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Description
- Stempel aus Stahl oder einem ähnlichen Metall zur Herstellung von Matrizen aus Messing o. dgl. und damit hergestellte Matrize Die Erfindung betrifft einen Stempel aus Stahl oder einem ähnlichen Metall zur Herstellung von Matrizen aus Messing o. dgl., wie sie zum Abgießen von Typen Verwendung finden. Bei dem Prägen der Matrizen mittels des Stahlstempels ergibt sich der Nachteil, daß insbesondere die dünnen Teile des Stempels beim Eindringen in das Messing das Metall insbesondere am Boden der Buchstabenhöhlung und an den Seitenwänden so stark beanspruchen, daß an den zusammenlaufenden Linien Risse entstehen oder keilförmige Metallteile an diesen Stellen abgetrennt werden. In diese Risse dringt dann beim Gießen Metall ein, so daß derartige Matrizen unbrauchbar sind.
- Die Erfindung beseitigt nun dieses Rissebilden dadurch, daß insbesondere die dünnen Rippen des Stempel, mit welchen in den Matrizen die Haarlinien gebildet werden, stufenförmig abgesetzt sind. Es bilden sich dann auch in den Bildhöhlungen-der Matrizen entsprechende Stufen, und hierdurch wird das Metall seitlich so zusammengedrückt und gedichtet, daß das Bilden von Rissen ausgeschlossen ist.
- Es ist zwar bereits bekannt, bei dem Herstellen von Stereotypiematern aus Pappe die dazu verwendeten Typen oder Stempel stufenförmig abzusetzen; dort geschieht dies aber, um ein Verstärken der Seitenwände herbeizuführen und zu verhindern, daß bei dem nacheinanderfolgenden Einprägen der Typen in die Matrize beim Prägen des jeweils folgenden Buchstabens die schon vorhandene Seitenwand des vorher geprägten Buchstabens umgebogen oder eingedrückt wird: Es handelt sich also dort um einen ganz anderen Zweck, um ganz andere Materialien; auch ist der Verwendungsort ein ganz anderer, da Messingmatrizen in mechanischen Werkstätten hergestellt zu werden pflegen, während die Stereotypiematern in den Druckereien hergestellt werden.
- Die Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung, und zwar ist Abb. i eine vergrößerte Ansicht eines Stempels gemäß der Erfindung, Abb. 2 ein Ouerschnitt durch den Stempel in Richtung der-Linie 2 in Abb. i, Abb.3 ein Schnitt durch eine mit dem Stempel hergestellte Matrize, Abb. q. eine Aufsicht auf die Vorrichtung zum Halten der Matrizenblanketts während des Prägevorganges und Abb. 5 ein Schnitt nach der Linie 5-5 in Abb. d.
- Der in der Zeichnung dargestellte Stempel dient beispielsweise zur Herstellung einer Matrize, von welcher ein großes W abgegossen werden soll. Dieser Buchstabe besteht aus verhältnismäßig breiten und aus dünnen Linienteilen. Der Stempel 5 ist mit einem in die Matrizenblanketts eindringenden Teil. versehen, dessen äußere Fläche den Umrissen des Buchstabens entspricht, der von der Matrize abgegossen werden soll. Die Oberfläche des Stempels zeigt bei 6 und 7 die verhältnismäßig breiten bzw. dünnen Buchstabenteile.
- Die mit 8 bezeichneten Metallrippen an dem Körper des Stempels mit den verhältnismäßig breiten Flächen 6 haben im Querschnitt die übliche keilförmige Gestalt, und ihre Seitenflächen sind eben und ununterbrochen ausgeführt. Die mit 9 bezeichneten Rippen mit den schmalen Endflächen 7 jedoch sind stufenförmig ausgeführt, so daß der Stempel seitlich vorspringende Schultern io erhält, die, kurz nachdem der Stempel bei dem Prägevorgang in die seitlich gehaltenen Matrizenblanketts eingetreten ist, mit den Matrizenblanketts in Eingriff kommen und bei der Fortsetzung des Prägevorganges das Metall der Matrizenblanketts innerhalb der vorgesehenen Grenzen deformieren, so daß das Metall, in welches die typenbildende Formvertiefung eingeprägt wird, seine Festigkeit behält und eine vollkommen gut ausgebildete und dauerhafte Matrize erzielt wird.
- Abb.4 und 5 zeigen die Mittel, die zum Halten der Matrizenblanketts während des Stanzvorganges verwendet werden und die dazu dienen, das unbehinderte seitliche und nach abwärts gerichtete Fließen des Metalls während des Eindringens des Stempels zu verhindern. Diese Mittel sind von bekannter Bauart, so daß eine kurze Beschreibung ausreicht.
- Die Vorrichtung besteht aus einem Bett i i, auf denn ein Block 12 mittels Schrauben befestigt ist. Eine Ecke des Blockes ist, wie bei 13 gezeigt, ausgespart. Die Wände 14. und 15 dieser Aussparung liegen im rechten Winkel zueinander und sind mit Schienen 16 und 17 versehen, so daß der Block 12 die eine Backe eines Futters bildet, von dem die Matrizenblanketts gehalten werden. Die andere Backe 18 dieses Futters, die mit einem eckigen Teil i9 versehen ist, wird an ihrem äußeren Ende durch parallele Führungen 2o geführt; diese sind so angeordnet, daß sich die Backe aus der in Abb.4 gezeigten geschlossenen Stellung in die offene Stellung bewegen kann, und umgekehrt. Die äußere Ecke i9 der Backe 18 besitzt eine Nut 21, deren Seitenwand 22 parallel zu der inneren Fläche der Platte 16 verläuft. In dieser Nut 21 ist ein Block 22a vorgesehen, der durch eine Schraube 23 .in seiner Lage gehalten wird. Die äußere Fläche 24 des Blockes 22a liegt parallel zu der inneren Fläche der Platte 17. Auf diese Weise entsteht zwischen den Patten 16 und 17, der Wand 22 und der Fläche 24 des Blockes 22a eine Nut 25, in der das Matrizenblankett 26 gehalten wird.
- Der Boden des Blanketts 26 ruht auf einer fest angeordneten Grundplatte, die in dem vorliegenden Fall aus einer gehärteten Stahlplatte 27 besteht, die von dem oberen Teil eines Ausstoßers 28 getragen wird. Der Ausstoßer ist in dem Bett i i der Maschine gleitend geführt, er steht während des Prägevorganges in der in Abb. 5 gezeigten vorgeschobenen Stellung.
- Die Arbeitsweise der dargestellten Einrichtung ist folgende. Die Backe 18 wird aus der in Abb.4 gezeigten Stellung zurückgezogen, um das Einführen des Blanketts 26 in die Aussparung 25 zu ermöglichen. Hierauf wird die Backe 18 durch geeignete Mittel, z. B. durch Druckluft, nach innen in die in Abb. 4 gezeigte Stellung gedrückt, um das Blankett 26 festzuspannen, wobei die Seitenwände der Nut 25 und der Teil der Maschine, auf dem das Blankett aufruht, verhindern, daß das Metall während des Eindringens des Stempels 5 frei seitlich und abwärts entweicht.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Stempel aus Stahl o. dgl. zur Herstellung von Matrizen aus Messing oder einem ähnlichen Metall, dadurch gekennzeichnet, daß die dünnen, die Prägung ausführenden Rippen des Stempels stufenförmig' abgesetzt sind.
- 2. Mit einem Stempel nach Anspruch i hergestellte Matrize aus Messing oder einer ähnlichen Legierung, dadurch gekennzeichnet, daß die die Buchstabenhöhlung bildenden Seitenwände oder ein Teil dieser Seitenwände schulterartig abgestuft ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL76458D DE556661C (de) | 1929-10-15 | 1929-10-15 | Stempel aus Stahl oder einem aehnlichen Metall zur Herstellung von Matrizen aus Messing o. dgl. und damit hergestellte Matrize |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| DE556661C true DE556661C (de) | 1932-08-12 |
Family
ID=7283954
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEL76458D Expired DE556661C (de) | 1929-10-15 | 1929-10-15 | Stempel aus Stahl oder einem aehnlichen Metall zur Herstellung von Matrizen aus Messing o. dgl. und damit hergestellte Matrize |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE556661C (de) |
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1929
- 1929-10-15 DE DEL76458D patent/DE556661C/de not_active Expired
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