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fintrindungstrommel Der Betrieb der jetzt allgemein verwendeten offenen
Entrindungstrommeln, die meistens mit längsgehenden, mit kleineren oder größeren
Zwischenräumen angeordneten Profileisen versehen sind und die mehr oder weniger
versenkt in einem Wasserbehälter rotieren, nimmt infolge des großen Reibungswiderstandes
gegen die Umdrehung der schweren Trommel sehr viel Kraft in Anspruch. Infolge der
periodischen Rutschungen der in der Trommel befindlichen Hölzer entstehen auch mit
kurzen Zwischenräumen kräftige Rucke und Stöße in der Trans-Mission.
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Zweck der Erfindung ist, diese Übelstände zu vermindern, und zwar
dadurch, daß die Trommel in Form eines geschlossenen, an den Enden gegen- das Wasser
des Behälters abgedichteten Rohres ausgeführt wird, das in diesem Behälter zu solcher
Tiefe niedergesenkt wird, daß der Auftrieb der Trommel das Gewicht der Trommel nebst
Inhalt teilweise oder gänzlich aufwiegt.
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In der Praxis kann man "sich auf zweierlei Weise einrichten. Entweder
läßt man das Gewicht der Trommel nebst Inhalt größer sein als den Auftrieb, oder
man läßt den Auftrieb das Gewicht der Trommel mit Inhalt gänzlich überwinden. Im
ersten Falle wird die Trommel in am Boden des Wasserbehälters angeordneten Lagern
gelagert, oder man hängt-sie in bekannter Weise in Ketten auf.
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Im letzteren Falle wird die Trommel mittels oberhalb dieser gelagerter
Rollen, die das Auffließen der Trommel begrenzen, am Platze gehalten.
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In beiden Fällen kann der Betrieb der Trommel in gewohnter Weise mittels
Zahnkranz und Zahnrad, Kette und Kettenrad o. dgl. erfolgen.
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Durch die Entlastung des Trommelgewichtes durch den Auftrieb erzielt
man eine Verminderung des Reibungswiderstandes gegen die Umdrehung der Trommel.
Da dieser Widerstand mehr als der Hälfte des zur Umdrehung der gewöhnlichen Trommeln
erforderlichen Drehungsmomentes entspricht, wird der Kraftverbrauch der Trommelanlage
hierdurch erheblich vermindert.
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Gleichzeitig erzielt man eine Verminderung der Beanspruchungen der
Transmission, die durch die periodischen Rutschungen der Hölzerschicht innerhalb
der Trommel und die daraus folgende Verschiebung des Schwerpunktes der Trommel.
bewirkt werden. Diese Beanspruchungen treten in den gewichtsentlasteten Trommeln
abgedämpfter auf, und die
Stöße der Hölzer gegen die Rippen der
Trommel werden hier von dem gesamten Plattenmantel der Trommel aufgenommen und durch
diesen auf das sie umgebende Wasser übertragen.
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Die beiliegende Zeichnung stellt zwei beispielsweise Ausführungsformen
der Erfindung schematisch dar.
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Die Fig. i und 2 stellen im Seitenriß und im Querschnitt eine Trommel
dar, deren Auftrieb nicht hinreicht, um sie von den im Wasserbehälter angebrachten
Gleitklötzen abzuheben.
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Die Fig. 3 und 4 stellen in entsprechender Weise eine Trommel dar,
die durch den Auftrieb gegen die oberhalb dieser angeordneten Führungsrollen angedrückt
gehalten wind.
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Die Fig. 5 und 6 stellen Einzelheiten. dar. In den Fig. i und 2 ist
die dichte zylindrische Trommelhaut, die die längsgehenden Profileisen :2 umgibt.
Die Trommel wird wie gewöhnlich unter Vermittlung eines an ihrer Mitte angeordneten
Zahnkranzes 3 durch eine entsprechende Transmission angetrieben. Die Trommel ist
in einen wassergefüllten Behälter 6 niedergesenkt und von Gleitklötzen 7 unterstützt
und geführt, an denen die Gleitschienen 8 der Trommel gleiten.
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Die Hölzer werden mittels einer Förderbahn 9 an die Einlaufrinne io
der Trommel abgegeben. An dem Auslaufende der Trommel werden die entrindeten Hölzer
über die schräge Ebene i i an die Förderbahn 12 Übergeführt.
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Gemäß der Erfindung sind an den Enden der dichten Trommel, wie an
sich bekannt, Dichtungsbänder 13 angebracht, die sich sowohl gegen die Trommelflansche
14 als auch gegen entsprechend geformte, an der Innenwand des Wasserbehälters 6
angebrachte Flansche 15 anlegen und dadurch die Trommel gegen .das Wasser dieses
Behälters abdichten, deren Wasserspiegel in der Fig. 2 als in Höhe mit der Oberkante
der Behälter-3v ände 16 stehend gestrichelt angedeutet ist.
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Zwecks Entfernens der Rinde, das der Hauptzweck der Trommelbehandlung
ist, wird, wie bekannt, Waschwasser in reichlicher Menge durch eine oder mehrere
Röhren 17 eingespritzt, .die zweckmäßig am Ablaufende der Trommel einmünden können.
Dieses Waschwasser strömt mit der ababgeschälten Rinde zusammen am Einlaufende der
Trommel ab, indem dort, wie ebenfalls bekannt, zu diesem Zweck große Schlitze 18
oder entsprechende Löcher vorgesehen sind. Diese Schlitze oder Löcher können z.
B. durch Fortlassen der Trommelhaut auf demjenigen Teil der Trommel hergestellt
tverden, der bis außerhalb der Dichtungsflänschen 14, 15 reicht, derart, daß die
Zwischenräume zwischen den längsgehenden Profileisen 2 freigelegt werden. .
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Vorzugsweise wird nicht mehr Holz in die Trommel gefüllt, als daß
das in reichlichen Mengen zugeführte Waschwasser innerhalb der Trommel zwischen
der Trommelwand einerseits und der schrägen Holzschicht andererseits eine schwache
Wasserrinne i9 (Fig.2) bilden kann. Längs dieser Rinne strömt .das Waschwasser in
Richtung gegen die Schlitze 18, die abgeschälten Rindenstücke mit sich nehmend.
Die Mischung von Wasser und Rinde kann aus dem außerhalb der Dichtungsflansche liegenden
Teil des Behälters in an sich bekannter Weise mittels eines Schöpfrades 20 (Fig.
i und 5), eines Rindensiebes o. dgl. entfernt werden.
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Wo es sich um das Entrinden sehr rindenreicher (z. B. vollgerundeter)
Hölzer handelt, wird die Trommel zweckmäßig als eine doppelwandige Trommel ausgeführt,
wie dies in den Fig. 3 bis 6 dargestellt ist.
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Die in den Fig. 3 und 4 dargestellte Trommel wird durch ihren Auftrieb
gehoben und gegen die Führungsrollen 21 angedrückt gehalten. Innerhalb der äußeren,
dichten Plattentrommel i ist eine innere Trommel 22 angebracht, die entweder aus
Profileisen oder aus perforierten Plattenwänden, und zwar mit einem im Verhältnis
zur äußeren Trommel erheblich reduzierten Durchmesser, gebildet wird, derart, daß
zwischen den beiden Trommeln ein Zwischenraum gebildet wird, der für die Aufnahme
der abgeschälten Rindenstücke genügt. Die die beiden Trommeln verbindenden Ringe
23 sind mit reichlichen Durchbrechungen versehen, um eine unbehinderte axiale Strömung
von Rinde und Wasser zu ermöglichen.
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Anstatt Führungsrollen 21 kann man selbstredend auch Gleitklötze verwenden.
Es lassen sich auch schraubenförmige Mitnehmer anbringen, die die Rinde in Richtung
gegen das Einlaufende der Trommel transportieren.
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Die Erfindung ist nicht an die dargestellten und beschriebenen Ausführungsformen
der Trommel gebunden, sondern umfaßt vielmehr jede abgedichtete Entrindungstrommel,
die in solcher Weise in einem Wasserbehälter niedergesenkt ist, daß deren Auftrieb
das Gewicht der Trommel nebst ihrem Inhalt von Holz und Waschwasser ganz oder teilweise
kompensiert.