DE556948C - Elektrolytische Zelle fuer Halogenalkalielektrolyse nach dem Amalgamverfahren - Google Patents
Elektrolytische Zelle fuer Halogenalkalielektrolyse nach dem AmalgamverfahrenInfo
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- C25—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
- C25B—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES FOR THE PRODUCTION OF COMPOUNDS OR NON-METALS; APPARATUS THEREFOR
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Description
Die bisher bekannten elektrolytischen Zellen für Halogenalkalielektrolyse nach dem
Amalgamverfahren benötigen meist recht erhebliche Ouecksilbermengen oder erfordern
eine ständige Überwachung und Wartung.
Es sind Zellen bekannt geworden, bei denen die benötigte Ouecksilbermenge dadurch
verringert wird, daß man in einen Diaphragmenkasten als Stromzuleitung einen
ίο Metallklotz einführt und besondere Gefäße
am oberen Ende der Apparatur vorsieht, in denen sich Wasser befindet, das das Amalgam
zersetzen soll.
Durch das große Volumen des Metallklotzes wird tatsächlich eine Verringerung
der Ouecksilbermenge erreicht, aber es wird gleichzeitig die Berührungsfläche des Quecksilbers
mit dem Wasser sehr stark verkleinert, wodurch der ohnehin träge Umsetzungsprozeß
zwischen Amalgam und Wasser verzögert wird.
Dieser Mangel wird durch die erfindungsgemäße Sicherstellung einer großen Zersetzungsfläche
behoben. Das erfolgt durch die Einrichtung gemäß der Erfindung, bei der die Scheidewand (-wände) etwa bis zur Höhe
des Ouecksilberspiegels porös ist (sind) und die Ouecksilberspiegelfläche praktisch den
ganzen Querschnitt des Kathodenraumes einnimmt. Die neue Zelle kommt ebenfalls mit
einer minimalen Ouecksilbermenge aus, erfordert keine ständige Überwachung und gewährleistet
infolge der Begünstigung der Alkalibildung eine besonders hohe Wirtschaftlichkeit.
Es empfiehlt sich, das Diaphragma, welches zugleich als Träger für den undurchlässigen Teil der Scheidewand dient,
als geschlossenen, kreisförmigen Ring oder als Vieleck auszubilden und das Quecksilber
auf der Innenseite des Ringes bzw. Vieleckes anzuordnen. Die am besten ebenfalls ringförmige
bzw. vieleckige Anode befindet sich auf der Außenseite des Diaphragmas. Die Höhe des Quecksilbers wird etwas größer
gewählt als die Höhe des Diaphragmas. Vorzugsweise ist auch die Anode etwas höher als
das Diaphragma.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der neuen elektrolytischen Zelle dargestellt.
Abb. ι zeigt eine perspektivische Ansicht, teilweise im Schnitt. Abb. 2 ist ein
Querschnitt der Zelle nach Abb. 1.
In den langgestreckten, viereckigen Behälter ο aus Beton, imprägniertem Holz ο. dgl.
ist ein kleineres, ebenfalls viereckiges Gefäß b eingesetzt. Das Gefäß b dient als Kathodenraum,
während der restliche Raum im Elektrolyseur α als Anodenraum benutzt wird.
Im Gegensatz zu dem Behälter a, der vorzugsweise aus einem einzigen Baustoff besteht,
ist das Gefäß b aus mehreren verschiedenen Teilen zusammengesetzt. Auf eine
*) Von dem Patentsucher sind als die Erfinder angegeben worden:
Dr. Victor Engelhardt und Dr. Nikolaus Schön/'eldt in Berlin-Charlottenburg.
Bodenplatte c ist das nur einige Millimeter hohe Diaphragma d aufgesetzt, welches seinerseits
die erheblich höhere, undurchlässige Scheidewand e trägt. Die drei genannten
Teile c, d und e sind zweckmäßig zu einem gemeinsamen Ganzen miteinander baulich
vereinigt. Auf der Innenseite des Diaphragmas d ist eine Quecksilbermenge / angeordnet,
während auf der Außenseite des Diaphragmas sich die Anode g befindet. Die
Höhen der Ouecksilbermenge / und der Anode g sind etwas größer als diejenige des
Diaphragmas d. Als Stromzuführung für die Quecksilberkathode dient in dem Beispiel
*5 ein Gestell ]%, dessen z. B. aus Graphit bestehende
Füße i auf den Boden c des Behälters b aufgesetzt sind und somit in das Quecksilber
/ eintauchen. Gegebenenfalls kann man statt dessen auch das Quecksilber f bipolar
schalten in der Weise, daß eine Kathode, welche lediglich durch Aufhängen befestigt
ist, in einigem Abstand von dem Quecksilber sich befindet. In den Anodenraum A wird in der üblichen Weise die zu
elektrolysierende Halogenalkalilösung und in den Kathodenraum K am besten reines Wasser
eingebracht.
Die Füße i sind vorzugsweise an einem Drahtnetz befestigt, welches seinerseits mit
dem negativen Pol der Stromquelle in Verbindung· steht. Man kann aber auch statt mit
dem Gestell h das Quecksilber direkt mit dem negativen Pol der Stromquelle verbinden. Als
Diaphragma werden poröse, in chemischer Hinsicht genügend widerstandsfähige Platten
benutzt, z. B. solche aus Chromoxyd, Aluminiumoxyd, Kieselgur, Hartgummi o. dgl. Auch ist es möglich, ins Quecksilber
Verdrängungskörper k zu tun, wodurch eine weitere große Ersparnis an Quecksilber er-ι
zielt werden kann. Zu diesem Zweck kann z. B. der Boden des Behälters entsprechende
Vorsprünge besitzen. Das Quecksilber kann dabei z. B. ringförmig angeordnet werden.
Die neue Zelle arbeitet, wie Versuche gezeigt haben, mit guter Wirtschaftlichkeit in einwandfreier
Weise, obwohl nur eine minimale Ouecksilbermenge benötigt wird.
Claims (4)
1. Elektrolytische Zelle für Halogenalkalielektrolyse
nach dem Amalgamverfahren, bei der die Bildung und Zersetzung des Amalgams in einem vom
Anodenraum durch eine senkrechte Scheidewand (-wände) abgetrennten Kathodenraum erfolgt, dadurch gekennzeichnet,
daß die Scheidewand (-wände) etwa bis zur Höhe des Quecksilberspiegels porös ist (sind), und daß die Quecksilberoberfläche
praktisch den ganzen Querschnitt des Kathodenraumes einnimmt.
2. Elektrolytische Zelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheidewand
(-wände) im Grundriß zu einem Ring oder Vieleck zusammengeschlossen ist (sind), wobei die Quecksilberfläche die
entsprechende Form anzunehmen gezwungen ist.
3. Elektrolytische Zelle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
poröse und der undurchlässige Teil der Scheidewand (-wände) getrennte Stücke bilden, die erst während der Montage baulich
vereinigt werden.
4. Elektrolytische Zelle nach Anspruch 1 oder den Unteransprüchen, dadurch gekennzeichnet,
daß innerhalb des Quecksilbers Verdrängungskörper aus nichtleitendem Material angeordnet sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1908134X | 1929-12-18 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE556948C true DE556948C (de) | 1932-08-17 |
Family
ID=7748757
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930556948D Expired DE556948C (de) | 1929-12-18 | 1930-07-09 | Elektrolytische Zelle fuer Halogenalkalielektrolyse nach dem Amalgamverfahren |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US1908134A (de) |
| BE (1) | BE374974A (de) |
| DE (1) | DE556948C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE949049C (de) * | 1952-07-22 | 1956-09-13 | Dr Alfred Wurbs | Elektrolysenzelle fuer das Amalgemverfahren mit geneigten, von Quecksilber ueberflossenen Kathoden |
| DE953161C (de) * | 1951-06-06 | 1956-11-29 | Hooker Electrochemical Company | Verfahren und Vorrichtungen zur Elektrolyse von waessrigen Alkalichloridloesungen |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3325382A (en) * | 1962-03-01 | 1967-06-13 | Pullman Inc | Process for electrolysis of alkaline earth metal compounds in a mercury cell |
-
0
- BE BE374974D patent/BE374974A/xx unknown
-
1930
- 1930-07-09 DE DE1930556948D patent/DE556948C/de not_active Expired
- 1930-11-14 US US495692A patent/US1908134A/en not_active Expired - Lifetime
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE953161C (de) * | 1951-06-06 | 1956-11-29 | Hooker Electrochemical Company | Verfahren und Vorrichtungen zur Elektrolyse von waessrigen Alkalichloridloesungen |
| DE949049C (de) * | 1952-07-22 | 1956-09-13 | Dr Alfred Wurbs | Elektrolysenzelle fuer das Amalgemverfahren mit geneigten, von Quecksilber ueberflossenen Kathoden |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| BE374974A (de) | |
| US1908134A (en) | 1933-05-09 |
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