DE557607C - Verfahren zur Erzeugung und Nachbehandlung von kuenstlichen Faeden unter Benutzung von Faell- oder Nachbehandlungsbaedern bei hohen Abzugsgeschwindigkeiten - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung und Nachbehandlung von kuenstlichen Faeden unter Benutzung von Faell- oder Nachbehandlungsbaedern bei hohen Abzugsgeschwindigkeiten

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DE557607C
DE557607C DE1930557607D DE557607DD DE557607C DE 557607 C DE557607 C DE 557607C DE 1930557607 D DE1930557607 D DE 1930557607D DE 557607D D DE557607D D DE 557607DD DE 557607 C DE557607 C DE 557607C
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DE
Germany
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felling
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Expired
Application number
DE1930557607D
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English (en)
Inventor
Dipl-Ing Rudolf Etzkorn
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Glanzstoff AG
Original Assignee
Glanzstoff AG
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Publication date
Application filed by Glanzstoff AG filed Critical Glanzstoff AG
Application granted granted Critical
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01DMECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
    • D01D10/00Physical treatment of artificial filaments or the like during manufacture, i.e. during a continuous production process before the filaments have been collected
    • D01D10/04Supporting filaments or the like during their treatment
    • D01D10/0436Supporting filaments or the like during their treatment while in continuous movement

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Artificial Filaments (AREA)
  • Prostheses (AREA)

Description

  • Verfahren zur Erzeugung und Nachbehandlung von künstlichen Fäden unter Benutzung von Fäll- oder Nachbehandlungsbädern bei hohen Abzugsgeschwindigkeiten Bei der Herstellung von Kunstseide nach dem I@Taßspinnverfahren, wo der erzeugte Faden durch Fällbäder oder Nachbehandlungsbäder hindurchgeführt werden muß, treten bei hoher Abzugsgeschwindigkeit, insbesondere über ioo m pro Minute, große Schwierigkeiten auf, indem einerseits der abziehende Faden große Mengen an Flüssigkeit aus den Fäll- und Nachbehandlungsbädern mit sich reißt, und zwar unter Umständen in einem solchen Ausmaße, daß die bezeichneten Bäder in kürzester Zeit erschöpft werden. Andererseits treten an den rotierenden Organen, mit welchen man den abziehenden Faden weiterleitet, nachbehandelt oder ihn darauf aufwickelt, infolge der hohen Geschwindigkeit große Schleuderkräfte auf, so daß die mitgeführten Flüssigkeiten des Fadens von diesen Organen abgeschleudert und verspritzt werden. Dieses Abspritzen ist schon bei Wasser, besonders aber bei sauren Spinnbädern unangenehm und im letzteren Fall gefährlich. Das Arbeiten wird aber aus hygienischen und ökonomischen Gründen unmöglich, wenn man bei solchen Umständen mit stark sauren Bädern oder Alkalien vorzugehen hat.
  • Es ist gefunden worden (Patent 542 3C8), daß man unter solchen Umständen auch bei hoher Abzugsgeschwindigkeit das Mitreißen großer Flüssigkeitsmengen durch den Faden aus den Fäll- und Nachbehandlungsbädern verhindern und auf das normale Maß zurückführen kann, wenn man den Faden in der Nähe der Badoberfläche, wo er aus einem bestimmten Bad abzieht, durch eine ringförmige, feststehende Fadenleitvorrichtung hindurchführt. Diese ringförmige Fadenleitvorrichtung hat zweckmäßig die Gestalt eines offenen, übereinandergreifenden Ringes (Schweineschwänzchen) und wird zweckmäßig senkrecht zur Laufrichtung des Fadens gelegt, und zwar so, daß der abziehende Faden, ohne den Ring praktisch zu berühren, in lotrechter Richtung durch die bezeichnete Fadenleitvorrichtung hindurchgeht. Mit solchen ringförmigen Fadenleitern, welche, wie gefunden wurde, für gewöhnliche Kunstseidenfäden Leitöffnungen von 2 bis 7 mm besitzen und aus Rundstäben von wenigstens etwa q.mm Stärke aus Glas, Metall, keramischen Massen, Kunstprodukten hergestellt sein können, ist es möglich, in der bezeichneten Weise den Kunstseidenfaden aus den bezeichneten Bädern herauszuführen, ohne daß er, auch bei diesen hohen Abzugsgeschwindigkeiten, wesentlich mehr Flüssigkeit mit sich reißt, als ihm natürlicherweise anhaftet, bzw. nicht mehr, als er bei ganz geringen Geschwindigkeiten erfahrungsgemäß mitzunehmen pflegt.
  • Aber es ist beobachtet worden, daß bei den bezeichneten hohen Abzugsgeschwindigkeiten auch bei Anwendung der bereits beschriebenen Erfindung noch nicht alle Übelstände beseitigt sind. Auch unter diesen Umständen, noch viel mehr bei Vernachlässigung derselben, haben die rotierenden Organe, welche die nassen Fäden abziehen, transportieren oder aufwickeln, die Neigung, die anhaftende Flüssigkeit abzuschleudern und zu verspritzen. Es ist weiter gefunden worden, daß dieses Abschleudern und Verspritzen der auf diesen Organen (Spulen, Walzen, Galetten, Rollen, Haspeln) und dem Faden haftenden Flüssigkeiten unterdrückt werden kann, wenn man die Zentrifugalbeschleunigung an der Oberfläche dieser Organe unter einem bestimmten Maß hält, welches zu etwa a5oo cmjsec-= bestimmt worden ist. Um nach der Erfindung die Zentrifugalbeschleunigung bei diesen hohen Abzugsgeschwindigkeiten unterhalb dieses Grenzwertes zu halten, wird der Durchmesser oder der Radius der bezeichneten rotierenden Organe nach der zu verwendenden Oberflächengeschwindigkeit bemessen, d. h. man verwendet rotierende Organe, welche einen unteren Grenzwert des Durchmessers bei entsprechender Oberflächengeschwindigkeit nicht unterschreiten dürfen. Nach dem, was gefunden worden ist, kann der untere Grenzwert des Radius R der rotierenden Organe für jede Oberflächengeschwindigkeit v in Zentimeter der Formel entnommen oder aus dem in der Zeichnung dargestellten Kurvenbild abgelesen werden. Insbesondere in Verbindung mit dem eingangs beschriebenen ringförmigen Fadenleiter gelingt es, bei der beschriebenen Bemessung der zentrifugalen Beschleunigung an der Oberfläche der bezeichneten rotierenden Organe, das Naßspinnv erfahren auch bei diesen hohen Abzugsgeschwindigkeiten über ioo pro Minute so zu gestalten, daß keine nennens-,verten Mengen an Badflüssigkeit abgeschleudert, verspritzt oder versprüht werden, so daß es selbst ohne besondere Schutzvorrichtungen, Prallflächen -u. dgl. möglich ist, mit stark sauren oder stark alkalischen Flüssigkeiten ohne Gefahr und ökonomisch zu arbeiten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Erzeugung und Nachbehandlung von künstlichen Fäden unter Benutzung von Fäll- oder Nachbehandlungsbädern bei hohen Abzugsgeschwindigkeiten des Fadens über ioo m pro Minute, dadurch gekennzeichnet, daß man das Mitreißen größerer Mengen an Flüssigkeit dadurch verhindert, daß die Fäden beim Austritt aus den Fäll- oder Nachbehandlungsbädern durch feststehende, ringartige Leitorgane hindurchgeführt werden, und daß das Abschleudern der noch anhaftenden Flüssigkeit von den rotierenden Abzugs-, Leit- und Aufwickelorganen dadurch unterbunden wird, daß durch entsprechend große Bemessung des Radius dieser rotierenden Organe die Zentrifugalbeschleunigung an deren Oberfläche unter dem Grenzwert von 2500 cmlsec = gehalten wird.
DE1930557607D 1930-09-18 1930-09-18 Verfahren zur Erzeugung und Nachbehandlung von kuenstlichen Faeden unter Benutzung von Faell- oder Nachbehandlungsbaedern bei hohen Abzugsgeschwindigkeiten Expired DE557607C (de)

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DE1930557607D Expired DE557607C (de) 1930-09-18 1930-09-18 Verfahren zur Erzeugung und Nachbehandlung von kuenstlichen Faeden unter Benutzung von Faell- oder Nachbehandlungsbaedern bei hohen Abzugsgeschwindigkeiten

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DE (1) DE557607C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2551646A (en) * 1944-02-29 1951-05-08 American Viscose Corp Method of and apparatus for the liquid treatment of artificial continuous filamentary materials

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US2551646A (en) * 1944-02-29 1951-05-08 American Viscose Corp Method of and apparatus for the liquid treatment of artificial continuous filamentary materials

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