DE557739C - Verfahren zur Zerlegung von Mineraloelen - Google Patents

Verfahren zur Zerlegung von Mineraloelen

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DE557739C
DE557739C DE1930557739D DE557739DD DE557739C DE 557739 C DE557739 C DE 557739C DE 1930557739 D DE1930557739 D DE 1930557739D DE 557739D D DE557739D D DE 557739DD DE 557739 C DE557739 C DE 557739C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G21/00Refining of hydrocarbon oils, in the absence of hydrogen, by extraction with selective solvents
    • C10G21/06Refining of hydrocarbon oils, in the absence of hydrogen, by extraction with selective solvents characterised by the solvent used
    • C10G21/12Organic compounds only
    • C10G21/20Nitrogen-containing compounds

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Description

  • Verfahren zur Zerlegung von Mineralölen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Zerlegung von Mineralölen. wie Erdölen oder den aus ihnen durch Destillation, Spaltung oder irgendeine andere physikalische oder chemische Behandlung erhaltenen Minerälölprodukten, durch Extraktion mit stickstoffhaltigen organischen Lösungsmitteln und besteht darin, daß die Mineralöle mit aliphatischen Kohlenwasserstcffen, die als Substituenten die N itro- oder die Nitrilgruppe, gegebenenfalls neben anderen Substituenten, enthalten, oder Gemischen dieser aliphatischen stickstoffhaltigen Verbindungen extrahiert werden. Dabei kann noch in Anwesenheit von Verdünnungsmitteln, wie Benzol. Äther o. dgl., gearbeitet werden.
  • :Man hat bereits vorgeschlagen, Petroleumkohlenwasserstoffe, insbesondere Benzin, durch Behandlung mit einer aromatischen Nitroverbindung oder einer Mischung von aromatischen Nitroverbindungen von Aromaten zu befreien. Aromatische Nitroverbindungen sind aber nicht besonders geeignete Extraktionsmittel für Benzin, Kerosin und Spindelölfraktionen, weil sie vollkommen oder in hohem Maße mit den niedrig siedenden Produkten, wie Benzin oder Kerosin, mischbar sind, während andererseits eine Trennung des Raffinates von den darin gelösten Nitroverhindungen wegen des hohen Siedepunktes und der Schwerflüchtigkeit der Nitroverbindungen nur sehr schwer durchzuführen ist. Außerdem geben geringe Spuren von im Raffinat zurückbleibenden aromatischen Nitroverbindungen den Kohlenwasserstoffen einen penetranten Geruch. Schließlich ist das besonders empfohlene Arbeiten mit höher nitrierten Aromaten wegen ihrer Explosivität nicht ohne Gefahr.
  • Alle diese Nachteile werden bei dem neuen Verfahren vermieden. Die aliphatischen Nitroverbindungen oder Nitrile von Kohlenwasserstoffen sind sehr gute selektive Lösungsmittel sowohl für leichte als auch für schwere Kohlenwasserstoffe. Auch nimmt ihre Selektivität bei höheren Temperaturen nur langsam ab. Ferner sind sie durch ihren niedrigen Siedepunkt leicht von den behandelten ölen abzutrennen. Endlich ist das Arbeiten mit ihnen vollkommen ungefährlich. Außerdem hat sich herausgestellt, daß die genannten aliphatischen Verbindungen durch ihre selektiv lösende Wirkung besonders dazu geeignet sind, aus Mineralölen bestimmte unerwünschte aromatische Verbindungen zu entfernen, deren Anwesenheit in Mineralölen ihre Beständigkeit gegen oxydative Einflüsse herabsetzt. Beispiel.e t 1. Ein durch Behandlung mit flüssigem Schwefeldioxyd raffiniertes Mineralöl, das 35,3 Gewichtsprozent sulfonierbare Bestandteile enthält und einen Brechungskoeffizienten WI') = 1,4969 besitzt, wird bei 1o0° C mit Nitromethan extrahiert. Das Raffinat hat einen Brechungskoeffizienten n;° = I,4880 und enthält 23,9 Gewichtsprozent sulfonierbare Bestandteile, während der Extrakt einen Brechungskoeffizienten n;; - I,5Igz besitzt und 6i,2 Gewichtsprozent sulfonierbare Bestandteile enfhält. Das Ausgangsöl zeigt nach 60o Stunden eine Verteerungszahl von o,12 und eine Säurezahl von 0,o8. Das Raffinat hat nach 60o Stunden eine Verteerungszahl von'o,o4 und eine Säurezahl von 0,05, stellt also ein gutes Transformatorenöl dar, für das nach 60o Stunden eine Verteerungszahl von 0,07 und eine Säurezahl von 0,o6 gefordert wird.
  • z. Das gleiche Z51 wie im Beispiel i wird bei 73° C mit 1000 °/o Propionnitril extrahiert; es werden 17 Gewichtsprozent Extrakt erhalten. Der Extrakt hat einen Brechungskoeffizienten nL - 1,5132 und enthält etwa 54,5 Gewichtsprozent sulfonierbare Bestandteile. Das Raffinat ist ein beständigeres 01 als das Ausgangsöl.
  • 3. Das gleiche 01 wie im Beispiel 1 wird bei g8° C mit 50o Gewichtsprozent Monochloracetonitrilextrahiert; es werden 16,g Gewichtsprozent Extrakt erhalten. Der Extrakt enthält etwa 6o Gewichtsprozent sulfonierbare Bestandteile und hat einen Brechungskoeffizienten nL = 1,5I18.
  • 4. Ein durch destruktive Hydrierung von Zylinderöl erhaltenes Produkt mit einem Brechungskoeffizienten n;° = 1,4954 und 29,6 Gewichtsprozent an sulfonierbaren Bestandteilen wird bei 85°C mit 50o Gewichtsprozent Monochloracetonitril extrahiert. Der 17,2 Gewichtsprozent betragende Extrakt hat einen Brechungskoeffizienten n" = 1,5158.
  • An Stelle der in den Beispielen genannten Nitroverbindungen oder Nitrile können auch andere aliphatische Verbindungen, wie Acetonitril, Monochlornitromethan, Nitroacetonitril u. dgl., verwendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Zerlegung von Mineralölen durch Extraktion mit stickstoffhaltigen organischen Lösungsmitteln, dadurch gekennzeichnet, daß die Mineralöle, gegebenenfalls unter Zusatz von Verdünnungsmitteln, mit aliphatischen, insbesondere niedrigmolekularen Kohlenwasserstoffen, die als Substituenten die Nitro-oder die Nitrilgruppe, gegebenenfalls neben anderen Substituenten, enthalten, oder Gemischen dieser aliphatischen stickstoffhaltigen Verbindungen extrahiert werden.
DE1930557739D 1930-01-09 1930-12-25 Verfahren zur Zerlegung von Mineraloelen Expired DE557739C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1117249B (de) * 1959-03-13 1961-11-16 Dr Georg Kowalski Verfahren zur Extraktion von Mineraloelen durch Behandlung mit Nitrilen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1117249B (de) * 1959-03-13 1961-11-16 Dr Georg Kowalski Verfahren zur Extraktion von Mineraloelen durch Behandlung mit Nitrilen

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