DE557841C - Mechanische Bremse zur Erzielung eines gleichbleibenden Antriebsdrehmomentes - Google Patents
Mechanische Bremse zur Erzielung eines gleichbleibenden AntriebsdrehmomentesInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B66—HOISTING; LIFTING; HAULING
- B66D—CAPSTANS; WINCHES; TACKLES, e.g. PULLEY BLOCKS; HOISTS
- B66D5/00—Braking or detent devices characterised by application to lifting or hoisting gear, e.g. for controlling the lowering of loads
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B66—HOISTING; LIFTING; HAULING
- B66D—CAPSTANS; WINCHES; TACKLES, e.g. PULLEY BLOCKS; HOISTS
- B66D2700/00—Capstans, winches or hoists
- B66D2700/03—Mechanisms with latches or braking devices in general for capstans, hoists or similar devices as well as braking devices actuated electrically or by fluid under pressure
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Description
Ein konstantes Drehmoment an der Antriebsseite wird dadurch erzeugt, daß dem
Lastmoment ein Bremsmoment zugefügt wird, derart, daß Lastmoment plus Bremsmoment
immer gleichbleiben.
Bekannte Ausführungen dieser Art benutzen zur Regulierung des Bremsmomentes
das Lastmoment in der Weise, daß entsprechend dem Lastmoment ein bestimmter
to verhältnisgleicher Druck auf die Bremse erzeugt wird, in einer derartigen Anpassung,
daß bei bestimmten Konstruktionsdaten und bei einem bestimmten Reibungskoeffizienten
der Bremse das zusätzliche Bremsmoment immer so groß ist, daß Lastmoment plus Bremsmoment konstant bleiben.
Bei gegebenen Konstruktionsdaten der Bremse ist nun aber das Bremsmoment
gleich Bremsdruck mal Reibungskoeffizient, woraus sich ohne weiteres ergibt, daß bei
verändertem Reibungskoeffizient das zusätzliche Bremsmoment und mithin auch das Antriebsmoment,
welches konstant bleiben soll, geändert wird. Eine weitere Fehlerquelle liegt noch darin, daß bei Abnutzung der
Bremse die Konstruktionsdaten nicht konstant bleiben.
Erfindungsgemäß werden diese Mängel dadurch vermieden, daß nicht die Lastseite,
sondern die Antriebsseite zur Regulierung benutzt wird, und zwar derart, daß ein
Federnsystem, welches dem Bremsdruck entgegenwirkt, bei konstant bleibendem Drehmoment
der Antriebsseite durch die Antriebsseite so weit angespannt wird, daß das ver-
bleibende Bremsmoment plus Lastmoment das Antriebsdrehmoment konstant erhält. Diese Regulierart enthält keinerlei Voraussetzungen
für Reibungskoeffizienten und Konstruktionsdaten der Bremse, arbeitet also auch richtig bei größter Veränderung dieser
Daten. Weiter kann die Last für dieselbe Drehrichtung positiv und negativ sein. Die
Konstruktion der Bremse braucht der Konstruktion des Getriebes in keiner Weise angepaßt
werden, sondern bildet eine in sich abgeschlossene Konstruktion.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Abb. ι stellt einen Schnitt und Abb. 2 eine Ansicht der Regulierbremse dar.
Abb. 3 ist eine innere Abwicklung der drehbaren Bremsscheiben 9 mit den daran
befindlichen Kurven 8 für die Spannung des Federnsystems 7. In dieser Abbildung ist
besonders die Wirkungsweise der gegeneinander arbeitenden Federn 7 und 15 in Verbindung
mit den Kurven 8 deutlich erkennbar.
Abb. 4 zeigt die Kurve 8 in größerem Maßstab mit Kräftediagramm für Federzug
7, dargestellt durch die Komponenten 24 bis 27, und resultierendem Antriebsdrehmoment,
dargestellt durch die Komponenten 20 bis 23. Die Komponenten 20, 21 und 22
zeigen hierbei deutlich, wie trotz steigendem
Federzug 7, der durch die Komponenten 24, 25 und 26 dargestellt ist, das Antriebsmoment gleichbleibt.
In den Abbildungen stellt 1 die fest auf dem Wellenstumpf 2 des Antriebsmotors aufgekeilte
Kupplungsnabe dar, welche an den Armen 3 die Führungen 4 für die Gleitstücke
5 besitzt, an denen die Rollen 6 und Federn 7 befestigt sind. Die Rollen 6 bewegen
sich auf den Kurven 8 der drehbaren Scheiben 9, die über die Zapfen 10, Rohre 11
und Arme 12 mit der Nabe 13 verbunden sind. Nabe 13 ist fest auf die Welle 14 des
angetriebenen Teiles aufgekeilt. Zwischen den drehbaren Scheiben 9 befinden sich die
Druckfedern 15. Die drehbaren Scheiben 9 werden durch die Druckfedern 15 gegen die
feststehenden Bremsscheiben iö gepreßt, welche durch Stellschrauben 17 mit Links-
und Rechtsgewinde eingestellt werden können. Auf diesen Stellschrauben 17 sind Kettenräder
18 angebracht, die in Verbindung mit einer Kette 19 das gemeinsame Verstellen
der Stellschrauben 17 und damit ein gleichmäßiges Anziehen und Lösen der feststehenden
Bremsscheiben 10 ermöglichen. Die freien Enden der Kette 19 führen zu einer
Verstellvorrichtung.
Die Wirkungsweise der Bremse ist nun wie folgt: Bei Stillstand bzw. abgeschalteter
Antriebskraft befinden sich die Rollen 6 mit den Teilen 5 und den Federn 7 in der tiefsten
Stellung der Kurven 8. In dieser Stellung sind die Federn 7 am weitesten entspannt
und die Federn 15 üben den größten Bremsdruck aus. Wird die Antriebskraft
eingeschaltet, so nimmt der Teil 3 die Gleitstücke 5 mit und die Rollen 6 werden entgegen
der Wirkung der Federn 7 auf die Kurven 8 geschoben. Dabei werden die Federn 7 gespannt und heben je nach der
Größe der Verdrehung die Wirkung der Bremsdruckfedern 15 mehr oder weniger auf,
und zwar so weit, bis Lastmoment plus dem ♦5 verbleibenden Bremsmoment gleich dem
Drehmoment des Antriebes sind.
Das Drehmoment des Antriebsmotors, welches für die Verdrehung des Federnsystems
5, 6, 7 gegen die Kurven erforder-Hch
ist, bestimmt sich nun aus der Zugkraft der Feder und dem Steigungswinkel der Schrägflächen, wird also bei gleichbleibendem
Steigungswinkel proportional mit der Anspannung der Feder steigen, und zwar so lange, bis Lastmoment plus Reibungsmoment
der Bremse gleich dem Drehmoment des Motors sind. Das Drehmoment des Motors würde also hierbei noch in gewisser Abhängigkeit
von der Belastung und dem Zustand der Bremse (Reibungskoeffizient und Abnutzung) stehen. Um diese Abhängigkeit
zu beseitigen, wird das Drehmoment des Motors für den Regulierbereich der Bremse
konstant gehalten, was ohne weiteres zu erreichen ist, wenn man bedenkt, daß dieses
Drehmoment sich mit der Zugkraft der Feder 7 und dem Steigungswinkel der Kurven 8 ändert. Man braucht also nur die
Kurve entsprechend auszubilden.
Durch dieses Konstanthalten des Drehmomentes während des Regulierbereiches ist
die absolute Unabhängigkeit von der Last und dem Zustand der Bremse gewährleistet.
Die Bremse wird jeweils nur soweit gelüftet, daß Lastmoment plus Bremsmoment gleich
dem Drehmoment des Motors sind. Es ist hierbei gleichgültig, wo das Lastmoment herrührt,
ob von einem Hubwerk, Fahrwerk oder einem sonst gearteten ortsfesten Antrieb, das gleichbleibende Drehmoment wird
in jedem Falle gewahrt. Bei Umkehrbetrieben kann hierbei auch das Drehmoment für
beide Drehrichtungen verschieden gewählt werden. Die Federn 7 und 15 können durch
entsprechende Stellschrauben einreguliert werden.
Da nun ein gleichbleibendes Drehmoment des Motors bei elektrischem Antrieb auch
bei einfacher Widerstandsschaltung auf allen Regulierstellungen eine eindeutige Regulierung
ergibt, ist hiermit eine einfache eindeutige Regulierung für wechselnde Belastung
geschaffen.
Drehmomente, die das Regulierdrehmoment übersteigen und die besonders beim
Anfahren für die Beschleunigung der Massen erforderlich sind, können ohne weiteres durch
Kurven mit entsprechenden Steigungswinkeln, die sich an die Kurven der Regulierzone
anschließen, aufgenommen werden.
Ein zu scharfes Einfallen der Bremse beim Stillsetzen wird dadurch verhindert,
daß das Schwungmoment des Motors bestrebt ist, die Bremse geöffnet zu halten, und
so das volle Einfallen verzögert. Diese Wirkung kann evtl. noch dadurch verstärkt werden,
daß vor die Schrägflächen der Regulierzone noch Schrägflächen mit kleineren Steigungen
gelegt werden, die es ermöglichen, mit kleineren Drehmomenten die Bremse bis no
zu einem bestimmten Grad zu lüften.
Handelt es sich um größere Hube, die in der Hauptsache mit größter Geschwindigkeit
durchfahren und nur auf kleineren Strecken reguliert werden sollen, so wird die Regulier- u5
bremse vorteilhaft in Verbindung mit einem Bremslüftmagneten verwendet, derart, daß
in den letzten Kontrollerstellungen, also bei voller Fahrt, der Bremslüftmagnet eingeschaltet wird, der dann die Bremse lüftet.
In dem angeführten Ausführungsbeispiel ist die Ausführung so gedacht, daß der
Bremslüftmagnet in entsprechender Weise mit den freien Enden der Kette 19 gekuppelt
wird, die über Kettenräder 18 und Verstellschrauben 17 die Bremsscheiben 16 derartig
verstellt, daß ein Bremsen nicht mehr stattfinden kann.
Claims (4)
- Patentansprüche:to i. Mechanische Bremse zur Erzielungeines gleichbleibenden Antriebsdrehmomentes, dadurch gekennzeichnet, daß die voll vorbelastete Bremse durch ein vom gleichbleibenden Antriebsdrehmoment gespanntes Federnsystem (7), welches während der Einstellung auch als Ausgleich zwischen Lastmoment plus Bremsmoment und dem gleichbleibenden Antriebsmoment wirkt, auf ein solchesao Bremsmoment eingestellt wird, daß Lastmoment plus Bremsmoment gleich dem gleichbleibenden Antriebsdrehmoment sind.
- 2. Mechanische Bremse nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwei durch Federn (15) an feste Bremsscheiben (16) gepreßte drehbare Scheiben (9) in ihrer Achsrichtung Kurven (8) tragen, auf denen mittels Federn (7) verbundene, mit dem Antrieb gekuppelte Rollen (6) laufen.
- 3. Mechanische Bremse nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die drehbaren Scheiben (9) mit der getriebenen Welle drehfest verbunden sind.
- 4. Mechanische Bremse nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die festen Bremsscheiben (16) in ihrem Abstand voneinander verstellbar sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE557841T | 1930-09-02 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE557841C true DE557841C (de) | 1932-08-29 |
Family
ID=6565206
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930557841D Expired DE557841C (de) | 1930-09-02 | 1930-09-02 | Mechanische Bremse zur Erzielung eines gleichbleibenden Antriebsdrehmomentes |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE557841C (de) |
-
1930
- 1930-09-02 DE DE1930557841D patent/DE557841C/de not_active Expired
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