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Patronenpackung In den Militärstaaten sind allgemein die bekannten
Patronenladestreifen eingeführt, bei welchen meist fünf Patronen oder auch acht
in einem Streifen aufgereiht sind, der U-förmig nach oben und oben nach innen gebogene
Längsränder hat, von denen die nach innen gerichteten Vorsprünge in die Rillen der
Patronen ein- oder über die Ringränder am Patronenboden hinweggreifen. Eine in Längswellen
gewölbte Feder drückt von unten her auf die Patronen und hält sie in ihrer Lage
in dem Ladestreifen fest. Diese Streifen sind in außerordentlich großen Massen vorhanden,
dazu auch die Nebenverpackungsmittel für Aufbewahrung und den Transport der Munition.
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Aus den Ladestreifen -werden die Patronen in die für die Waffen, Selbstlade-
oder Maschinenwaffen bestimmtsn Magazine von Hand oder durch geeignete Vorrichtungen
übergeführt. Die Magazine, die hier in Betracht kommen, nehmen in sich gewöhnlich
den Inhalt mehrerer Ladestreifen auf und sogar einer größeren Anzahl von solchen,
wie z. B. die Ansteckmagazine. Es ist einerseits lästig, in solchen Fällen aus den
einzelnen Ladestreifen mit fünf oder vielleicht auch acht Patronen die letzteren
einzeln zu entnehmen und in die Magazine hineinzudrücken oder die gefüllten Ladestreifen
einzeln für sich an die Magazine immer gesondert heranzubringen und durch Herausschieben
je eines Streifeninhaltes aus dem Patronenstreifen zu entleeren. Diese Unbequemlichkeit
hat man bereits durch Ladeplatten mit mehreren parallel nebeneinander angeordneten
Patronenreihen zu beseitigen gesucht. Andererseits ist es aber auch erwünscht, die
Patronen wie bisher zunächst in Ladestreifen zusammenzufassen bzw. zu belassen und
die gleiche Art und Größe von Ladestreifen sowohl für die Magazine von gleichem
Fassungsraum als auch für solche zu verwenden, die einen Fassungsraum für eine mehr-
oder vielfach größere Anzahl von Patronen haben, ohne an den üblichen und eingeführten
Ladestreifen etwas zu ändern.
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Die Erfindung trägt diesen Umständen Rechnung und ermöglicht, -unter
Beibehaltung der Ladestreifen eingeführter Größe und Art die Patronen doch in größerer
Menge in einer Fassung zusammengeschlossen auf einmal an das Magazin heran- und
an diesem anzubringen, woselbst sie unter Benutzung einer geeignet gebauten Patronenzuführungsvorrichtung
aus diesen Packungen leicht und schnell heraus- und in das Magazin herübergeschoben
werden.
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Zu diesem Zweck werden in einem besonderen Halter zwei, drei oder
mehr Ladestreifen der üblichen oder eingeführten Art, die der Regel nach bei Einbringung
in den Halter mit Patronen gefüllt sein würden, parallel zueinander ebenfalls in
der Anzahl von zwei, drei oder mehr nebeneinander so angebracht und gehalten, daß
die Patronen ohne Veränderung der Lage der Streifen im Halter aus jedem Ladestreifen
und damit aus dem
Halter herausgeschoben werden können. Da Wert
darauf zu legen ist, nach Gebrauch einer Patronenpackung ihre Teile weiter zu benutzen,
sorgt die Sonderausbildung der Mittel zum Festhalten der Ladestreiten in den Haltern
dafür, daß die entleerten Ladestreifen (aber auch die gefüllten) leicht ausgewechselt
werden können, wodurch der Wieder- und Weitergebrauch sowohl der Ladestreifen als
auch der Halter ermöglicht ist.
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Der die Patronenstreifen aufnehmende und aneinanderreihende Halter
ist eine ebene oder schwach gekrümmte Blechplatte (ohne oder mit Durchbrechungen),
die an den beiden Längsrändern Haltemittel für die Ladestreifen hat, wobei durch
Federkraft der Blechplatte die Haltemittel auf die zwischen ihnen eingereihten Patronenstreifen
einen Druck ausüben können, derart, daß die Längsränder der Ladestreifen selbst
aneinandergedrückt werden. Die deshalb zwischen den äußeren Ladestreifen und den
Haltemitteln und zwischen den Längsrändern der Ladestreifen selbst auftretende Reibung
kann genügend groß erzeugt werden, um ein Verschieben der Streifen gegeneinander
und gegenüber dem Halter zu verhindern. Es können auch allein die Haltemittel im
ganzen federnd oder zu einem Teil federnd ausgebildet sein, so daß durch deren Feder-
und Druckwirkung auf die eingeklemmten Patronenladestreifen die gleiche Wirkung,
Aneinanderdrücken und Erzeugung von Reibung an den Längsseiten der an den Haltemitteln
anliegenden Ladestreifen und zwischen den einzelnen Ladestreifen, hervorgerufen
wird. In dem Falle, in welchem die einzelnen Ladestreifen etwa einander nicht berühren,
sondern durch auf dem Halterbleoh aufstehende Zwischenwände mit Halterändern voneinander
getrennt sind, oder zusätzlich zu der Sicherung durch Reibung können an dem Halter
auch an den beiden Stirnseiten- in der gleichen Anzahl, wie Ladestreifen in dem
Halter untergebracht sind, Haltelappen angebogen sein. .Sie können so ausgebildet
sein, daß jeder mit einer Seitenkante über einen der seitwärts liegenden, von der
Bodenfläche nach oben gerichteten Längsvorsprünge der Ladestreifen greift, mit der
anderen Seitenkante den anderen Vorsprung frei läßt und mit seinem Mittelteil vor
dem Querende des Streifens liegt. Damit wird erreicht, daß durch seitliches Herüberschieben
des Endes eines äußeren Ladestreifens die Sicherung gelöst wird und dieser und danach
die anderen Ladestreifen aus dem Halter nach oben hin entfernt werden können. Diese
Ausbildung der Quersicherungen kann auf beiden S tirnenden Ues Halters getroffen
sein, sie braucht aber nur auf der einen Querseite der Halter so zu sein; an dem
gegenüberliegenden Querrand. können die Haltelappen die unteren Vorsprünge der Ladestreifen
beide übergreifen.
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Die Haltemittel an den Ladestreifenhaltern der Patronenpackungen können
zunächst nur an einem Längsrand und an einem Querrand angebogen sein; diese schließen
dann beim Füllen der Halter das ungewollte Herausgleiten der aneinandergefügten
einzelnen Ladestreifen nach den Richtungen aus, in denen die Haltemittel schon fertig
angebracht sind. Der andere Teil der Haltemittel wird: dann nach vollendetem Einbringen
der Ladestreifen durch Umbiegen aus der Ebene oder Fläche des Halterbleches gebildet.
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Die Halter für die beschriebenen Patronenpackungen können auch aus
mehreren Teilen bestehen, so z. B. aus zwei Längshälften oder Querteilen. Es werden
dann in den einen Teil alle Patronenstreifen eingebracht, und der zweite Teil wird
als Schlußteil an den gefüllten herangebracht und mit ihm verbunden. Es kann auch,
wenn es sich um zwei Teile handelt, von denen jeder für sich mehrere Ladestreifen
aufnimmt, jeder der Teile gefüllt und danach die Vereinigung der beiden Teile zu
einem Ganzen vorgenommen werden.
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Auf der Zeichnung ist in den Fig. i bis 6 schaubildlich die Erfindung,
z. B. für Pistolenmunition, veranschaulicht. Das Pistolenmagazin, für welches die
Patronenpackung beispielsweise bestimmt ist, hat einen Fassungsraum für zweiunddreißig
Patronen. Dementsprechend ist die Patronenpackung, also der Halter, zur Aufnahme
von vier Ladestreifen eingerichtet, von denen jeder acht Patronen enthält.
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In Fig. i ist links der aus dünnem Blech bestehende Halter a, dessen
Bodenfläche etwas gekrümmt ist, für die neue Patronenpackung, beispielsweise für
Pistolenmunition, rechts ein .Patronenladestreifen b der üblichen Art dargestellt.
Der Halter hat an seinen Längsrändern die aufstehenden, an ihm angebogenen Haltestreifen
a1. Der Haltestreifen an der linken Seite ist an dem in der Zeichnung unteren Ende
a2 längs der Umbiegungsstelle von der Bodenstelle losgetrennt und nach der Mitte
des Halters einwärts gebogen. Beim Füllen des Halters a mit den Patronenstreifen
wird er aus der Winkelstellung nach innen heraus in die Gerade gebogen und liegt
danach federnd an dem Halterinhalt, d. h. an dem linken äußersten Ladestreifen b,
an; er drückt die Ladestreifen mit einer kleinen Pressung an den Längsseiten aneinander,
wie es in der allgemeinen Beschreibung mit der Z%v eckangabe ausgeführt ist. Im
Verein damit kann eine dem Bodenteil des Halters a gegebene Federung im gleichen
Sinne wirken,
indem die vorher stärker gekrümmte Bodenfläche durch
das Einbringen der Ladestreifen a zu einer Ebene oder in eine der Ebene sich nähernde
schwächer gekrümmte Form gestreckt wird. An dem gezeichneten Halter, der zur Aufnahme
von vier mit der entsprechenden Munition gefüllten Ladestreifen eingerichtet ist,
sind an den Querrändern die Haltemittel (Haltelappen) a, und a4 angebogen. Die an
der oberen Seite des Halters in Fig. i vorgesehenen Haltemittel a3 sind so breit
gehalten, daß sie mit beiden Seitenkanten die von der unteren Fläche der Haltestreifen
nach innen aufwärts gerichteten Vorsprünge übergreifen. Die schmaleren Haltemittel
a.4 an dem gegenüberliegenden Querrand des Halters a. sind kürzer als die Haltemittel
a3 und greifen nur mit ihrer nach links gelegenen Seitenkante über den einen von
der Bodenfläche nach innen gerichteten Längsvorsprung b2 der Ladestreifen, während
sie an ihrer anderen Seitenkante den gegenüberliegenden, nach innen oben gerichteten
Vorsprung des Ladestreifens frei lassen. Der Ladestreifen b (Fig. i) hat die übliche
Ausbildung, so die nach oben und dann nach innen umgebogenen Längsseitenränder b1,
die in die Rillen oder über die Ränder der Patronen greifen, und von der Bodenfläche
aus erstrecken sich der Länge nach die nach innen oben gerichteten, seitlich liegenden
Längsvorsprünge b., über welche an den Querrändern des Halters die einwärts gebogenen
Haltemittel a3, a4 mit beiden Seitenkanten bzw. mit einer Seitenkante herübergreifen.
In der Mitte des Streifens liegt die bekannte der Länge nach gewellte Längsfeder,
die die eingereihten Patronen mit ihrem Rillenrand oder mit ihren vorspringenden
Rändern nach oben gegen die seitwärts nach innen gebogenen Vorsprünge drückt.
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Fig. 2 zeigt den Halter nach Fig. i mit drei völlig eingeschobenen
Ladestreifen unter Fortlassung der Munition. Diese Figur soll den Vorgang des Einbringens
der Ladestreifen erläutern. Sie sind unter die Ouerhaltemittel a3 geschoben, die
sich über beide Längsvorsprünge an der Bodenfläche des Ladestreifens legen und in
ihrer ganzen Breite dessen Mittelteil überdecken. Gegenüberliegend erscheinen die
Ladestreifen noch nach links verschoben in einer Lage, in der sie gegen Hochheben
noch nicht gesichert sind. Ein vierter Ladestreifen ganz links ist schon unter den
Haltelappen a3 geschoben und befindet sich noch in einer Winkellage zu der Fläche
des Halters a. Beim vollständigcnHerunterklappen des Ladestreifens wird der federnde
Seitenteil a:= am Halter nach außen hin gebogen; der Ladestreifen legt sieh auf
die Bodenfläche des Halters, und er und mit ihm die übrigen drei Ladestreifen werden
durch die Federwirkung des Seitenteils a, gegebenenfalls unterstützt durch die Federung
des Halteblechs, nach rechts geschwenkt, so daß ihre linken Längsvorsprünge, wie
Fig. 3 zeigt, unter die linken Enden des Ouerhaltelappens a4 greifen.
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Durch Verschieben der unteren Enden der Ladestreifen nach links können
diese in Bedarfsweite wieder vom Halter gelöst werden.
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In den Fig. q., 5 und 6 ist die bereits erwähnte Ausführungsform eines
sonst gleich wie in den anderen Figuren geformten Halters dargestellt, bei welchem
dieser aus zwei Teilen besteht; er ist der Quere nach in zwei Hälften zerlegt, die
in der Form miteinander übereinstimmen und aneinander- und zusammengeschoben werden
können, nachdem die eine Hälfte mit Patronen enthaltenden Ladestreifen gefüllt ist.
Die zweite Hälfte bildet dann den Schlußteil für die erste. In diesem Falle brauchen
die Haltemittel a3 und a4 an den Querrändern des Halters sich nicht voneinander
zu unterscheiden, können beide Bodenvorsprünge der eingeschobenen Ladestreifen übergreifen
und die ganze Breite der Ladestreifen decken.
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Die Fig. 4. zeigt die beiden Teile. des zerlegbaren Halters getrennt
voneinander. Die Fig. 5 zeigt -den zerlegbaren Halter mit eingesetzten Ladestreifen
unter Fortlassung der Patronen im zusammengeschobenen Zustand von oben gesehen,
und Fig. 6 ist ein Längsschnitt durch den Halter nach Fig. 5.