DE558496C - Vorrichtung zum Entgasen von Tiermagen - Google Patents

Vorrichtung zum Entgasen von Tiermagen

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DE558496C
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61DVETERINARY INSTRUMENTS, IMPLEMENTS, TOOLS, OR METHODS
    • A61D1/00Surgical instruments for veterinary use
    • A61D1/14Devices for degassing animals' stomachs

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Description

  • Vorrichtung zum Entgasen von Tiermagen Vorrichtung zum Entgasen von Tiermagen sind bereits bekannt. Sie bestehen im wesentlichen aus einem elastischen Schlundrohr, dessen Mündungsende nach Einführen in den Magen mit Hilfe eines Seiles aufwärts gebogen werden kann. Es ist schon vorgeschlagen worden, dieses Seil außen längs des Schlundrohres verlaufen zu lassen und, um einer Verletzung des Tieres durch das Seil vorzubeugen, dieses durch eine gleichzeitig das Schlundrohr umfassende Muffe zu um= geben. In der Praxis konnte sich diese Konstruktion nicht einführen, weil das Seil und insbesondere die Muffe sowohl das Einführen des Schlundrohres erschweren als auch Verletzungen des Tieres herbeiführen können.
  • Um dem zu begegnen, ist man bereits dazu übergegangen, ein elastisches Seil im Innern des Schlundrohres unterzubringen und dieses Seil hinter dem Schlundrohrende mit einem Gelenk zu versehen, derart, daß beim Verdrehen des Seiles oder Stabes ein Aufrichten des Schlundrohrendes erfolgt. Die Bewegungsmöglichkeiten des Schlundrohres sind jedoch bei dieser Konstruktion beschränkt, so daß, was unbedingt erforderlich ist, das Schlundrohrende nicht an jeden Teil des Tiermagens zum Zwecke der Entgasung gebracht werden kann.
  • Die Erfindung trägt dieser Forderung dadurch Rechnung, daß ein in dem elastischen Schlundrohr. liegender elastischer Stab an seinem vorderen Ende aufgebogen ist und das vordere, in den Magen einzuführende Rohrende geringere, der sich daran anschließende Teil des Rohres größere Spannkraft besitzen als der Stab.
  • Die Zeichnung zeigt eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung, und zwar Fig. i einen Teil eines Schlundrohres im Längsschnitt, Fig. a ein Schlundrohr in Seitenansicht in den verschiedenen Stellungen, Fig. 3 das vordere Ende des in dem Schlundrohr befindlichen Stabes, Fig. ,4 die Anwendung des Schlundrohres bei einem Tier.
  • Ein an sich bekanntes Schlundrohr i, welches außen mit Gummi überzogen ist, hat an seinem einen Ende eine Düse a. Der sich an diese Düse anschließende Teil des Schlundrohres i ist durch eine schwächere Schraubenfeder 3 und der übrige Teil des Schlundrohres i durch eine stärkere Schraubenfeder 4. gebildet. Im Innern des Schlundrohres i ist ein elastischer Stab 5 geführt, dessen Spannkraft größer als die der Schraubenfeder 3, jedoch kleiner als die der Schraubenfeder q. ist. Wie aus Fig. 3 ersichtlich, ist das Ende 6 des Stabes 5 aufgebogen. Die Biegestelle ; des Stabes 5 ist abgeflacht. An seinem frei liegenden Ende ist der Stab 5 mit einem Handgriff 8 versehen, dessen Querbolzen 9 in Richtung des Rohres i eingebogen ist. Ein Rührstutzen io des Schlauches i dient dem Austritt der Gase.
  • Vor dem Einführen des Schlauches in (las Maul des Tieres wird der Stab 5 zurückgezogen (Fig. i), so daß das Ende 6 des Stabes 5 im Bereiche der stärkeren Sc:hraiibenfeder 4 des Schlundrohres i liegt. Da die Spannkraft der Schraubenfeder 4 größer ist als die des Stabes 5, so nehmen dieser und das Rohr i die aus der Fig. i ersichtliche, gestreckte Lage ein. Wie vielfache Versuche ergeben haben, ist das Rohr i in diesem Zustand immer noch elastisch genug, um in den Magen ii des Tieres 12 eingeführt werden zu können.
  • Befindet sich das Schlauchende 3 voilkommen im Bereich des Magens i i des Tieres, so wird der Stabs aus der in Fig.2 punktiert gezeichneten Lage in die in dieser Figur strichpunktiert gezeichneten Lage gebracht. Der Biegepunkt 7 des Stabes 5 wird hierbei in den Bereich der schwächeren Schraubenfeder 3 des Schlauches i gebracht, so daß, da der Stab 5 größere Spannkraft hat als die Schraubenfeder 3, das Schlauchende 2, 3 (Fig.4) in dem Magen i i aufgerichtet wird. Die Düse 2 des Schlauches i gelangt hierbei aus dem Bereich des unteren Teiles des Magens i i, in welchem sich das Futter befindet, und ragt in den die Gase enthaltenden oberen Teil des Magens i i, so daß die Gase unbehindert durch den übrigen Mageninhalt durch das Schlundrohr i entweichen können.
  • Wird der Stab 5 aus der strichpunktiert gezeichneten Stellung der Fig. 2 zweiter in Richtung des Schlauches i verschoben, so wird der aufrichtende Teil des Schlauchendes 2, 3 niedriger, wie aus Fig.2 (in ausgezogenen Linien dargestellt) hervorgeht. Es erhellt ohne weiteres, daß nicht nur die beiden in Fig. 2 veranschaulichten aufgerichteten Stelhmgen des Schlauchendes möglich sind, sondern je nach Verschieben des Stabes 5 eine Vielzahl von Zwischenstellungen, welche je nach der Größe des Tiermagens angewendet werden.
  • Durch die variable Hochstellung des Schlauchendes sowie die radiale Verdrehung des Schlauches, welche in rascher Bewegung ausgeführt werden muß, wird erreicht, daß sich das Futter immer wieder von den Gaseinzugsöffnungen (Düsenlöchern) wegschiebt und dadurch ein Verstopfen derselben unmöglich wird. Durch Verdrehen des Handgriffes & 9 kann dem aufrichtenden Teil des Schlauches naturgemäß eine beliebige Schrägstellung erteilt werden. Der umgebogene Teil des Griffteiles 9 läßt hierbei die jeweilige Schrägstellung des Schlauchendes ohne weiteres erkennen.
  • Eine andere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Entgasungsschlauches besteht darin, daß das Schlauchende von Natur aus die aufgerichtete Stellung einnimmt, der Stab 5 jedoch stets gestreckt ist und stärkere Spannkraft hat als das Schlauchende. Wird in diesem Fall der Stab vollkommen in den Schlauch hineingeschoben, so ist dieser gestreckt und kann dem Tier eingeführt werden. Wird nach dem Einführen der Stab zurückgezogen, so richtet sich das Schlauchende selbsttätig auf.
  • Nach Bedarf kann an den Rohrstutzen io auch eine Saugleitung angeschlossen werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zum Entgasen von Tiermagen, bestehend aus einem elastischen Schlundrohr mit in diesem liegenden elastischen Stab, dadurch gekennzeichnet, daß das Stabende (6) aufgebogen ist und das Rohrende (3) geringere, der sich, daran anschließende Teil (4) des Rohres (i) größere Spannkraft haben als der Stab (5).
DE1930558496D 1930-03-28 1930-03-28 Vorrichtung zum Entgasen von Tiermagen Expired DE558496C (de)

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