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Vorrichtung zum Entgasen von Tiermagen Vorrichtung zum Entgasen von
Tiermagen sind bereits bekannt. Sie bestehen im wesentlichen aus einem elastischen
Schlundrohr, dessen Mündungsende nach Einführen in den Magen mit Hilfe eines Seiles
aufwärts gebogen werden kann. Es ist schon vorgeschlagen worden, dieses Seil außen
längs des Schlundrohres verlaufen zu lassen und, um einer Verletzung des Tieres
durch das Seil vorzubeugen, dieses durch eine gleichzeitig das Schlundrohr umfassende
Muffe zu um= geben. In der Praxis konnte sich diese Konstruktion nicht einführen,
weil das Seil und insbesondere die Muffe sowohl das Einführen des Schlundrohres
erschweren als auch Verletzungen des Tieres herbeiführen können.
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Um dem zu begegnen, ist man bereits dazu übergegangen, ein elastisches
Seil im Innern des Schlundrohres unterzubringen und dieses Seil hinter dem Schlundrohrende
mit einem Gelenk zu versehen, derart, daß beim Verdrehen des Seiles oder Stabes
ein Aufrichten des Schlundrohrendes erfolgt. Die Bewegungsmöglichkeiten des Schlundrohres
sind jedoch bei dieser Konstruktion beschränkt, so daß, was unbedingt erforderlich
ist, das Schlundrohrende nicht an jeden Teil des Tiermagens zum Zwecke der Entgasung
gebracht werden kann.
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Die Erfindung trägt dieser Forderung dadurch Rechnung, daß ein in
dem elastischen Schlundrohr. liegender elastischer Stab an seinem vorderen Ende
aufgebogen ist und das vordere, in den Magen einzuführende Rohrende geringere, der
sich daran anschließende Teil des Rohres größere Spannkraft besitzen als der Stab.
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Die Zeichnung zeigt eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung,
und zwar Fig. i einen Teil eines Schlundrohres im Längsschnitt, Fig. a ein Schlundrohr
in Seitenansicht in den verschiedenen Stellungen, Fig. 3 das vordere Ende des in
dem Schlundrohr befindlichen Stabes, Fig. ,4 die Anwendung des Schlundrohres bei
einem Tier.
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Ein an sich bekanntes Schlundrohr i, welches außen mit Gummi überzogen
ist, hat an seinem einen Ende eine Düse a. Der sich an diese Düse anschließende
Teil des Schlundrohres i ist durch eine schwächere Schraubenfeder 3 und der übrige
Teil des Schlundrohres i durch eine stärkere Schraubenfeder 4. gebildet. Im Innern
des Schlundrohres i ist ein elastischer Stab 5 geführt, dessen Spannkraft größer
als die der Schraubenfeder 3, jedoch kleiner als die der Schraubenfeder q. ist.
Wie aus Fig. 3 ersichtlich, ist das Ende 6 des Stabes 5 aufgebogen. Die Biegestelle
; des Stabes 5 ist abgeflacht. An seinem frei liegenden Ende ist der Stab 5 mit
einem Handgriff 8 versehen, dessen Querbolzen 9
in Richtung des Rohres i eingebogen
ist. Ein Rührstutzen io des Schlauches i dient dem Austritt der Gase.
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Vor dem Einführen des Schlauches in (las
Maul des
Tieres wird der Stab 5 zurückgezogen (Fig. i), so daß das Ende 6 des Stabes 5 im
Bereiche der stärkeren Sc:hraiibenfeder 4 des Schlundrohres i liegt. Da die Spannkraft
der Schraubenfeder 4 größer ist als die des Stabes 5, so nehmen dieser und das Rohr
i die aus der Fig. i ersichtliche, gestreckte Lage ein. Wie vielfache Versuche ergeben
haben, ist das Rohr i in diesem Zustand immer noch elastisch genug, um in den Magen
ii des Tieres 12 eingeführt werden zu können.
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Befindet sich das Schlauchende 3 voilkommen im Bereich des Magens
i i des Tieres, so wird der Stabs aus der in Fig.2 punktiert gezeichneten Lage in
die in dieser Figur strichpunktiert gezeichneten Lage gebracht. Der Biegepunkt 7
des Stabes 5 wird hierbei in den Bereich der schwächeren Schraubenfeder 3 des Schlauches
i gebracht, so daß, da der Stab 5 größere Spannkraft hat als die Schraubenfeder
3, das Schlauchende 2, 3 (Fig.4) in dem Magen i i aufgerichtet wird. Die Düse 2
des Schlauches i gelangt hierbei aus dem Bereich des unteren Teiles des Magens i
i, in welchem sich das Futter befindet, und ragt in den die Gase enthaltenden oberen
Teil des Magens i i, so daß die Gase unbehindert durch den übrigen Mageninhalt durch
das Schlundrohr i entweichen können.
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Wird der Stab 5 aus der strichpunktiert gezeichneten Stellung der
Fig. 2 zweiter in Richtung des Schlauches i verschoben, so wird der aufrichtende
Teil des Schlauchendes 2, 3 niedriger, wie aus Fig.2 (in ausgezogenen Linien dargestellt)
hervorgeht. Es erhellt ohne weiteres, daß nicht nur die beiden in Fig. 2 veranschaulichten
aufgerichteten Stelhmgen des Schlauchendes möglich sind, sondern je nach Verschieben
des Stabes 5 eine Vielzahl von Zwischenstellungen, welche je nach der Größe des
Tiermagens angewendet werden.
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Durch die variable Hochstellung des Schlauchendes sowie die radiale
Verdrehung des Schlauches, welche in rascher Bewegung ausgeführt werden muß, wird
erreicht, daß sich das Futter immer wieder von den Gaseinzugsöffnungen (Düsenlöchern)
wegschiebt und dadurch ein Verstopfen derselben unmöglich wird. Durch Verdrehen
des Handgriffes & 9 kann dem aufrichtenden Teil des Schlauches naturgemäß eine
beliebige Schrägstellung erteilt werden. Der umgebogene Teil des Griffteiles 9 läßt
hierbei die jeweilige Schrägstellung des Schlauchendes ohne weiteres erkennen.
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Eine andere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Entgasungsschlauches
besteht darin, daß das Schlauchende von Natur aus die aufgerichtete Stellung einnimmt,
der Stab 5 jedoch stets gestreckt ist und stärkere Spannkraft hat als das Schlauchende.
Wird in diesem Fall der Stab vollkommen in den Schlauch hineingeschoben, so ist
dieser gestreckt und kann dem Tier eingeführt werden. Wird nach dem Einführen der
Stab zurückgezogen, so richtet sich das Schlauchende selbsttätig auf.
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Nach Bedarf kann an den Rohrstutzen io auch eine Saugleitung angeschlossen
werden.