DE558703C - Vorrichtung zum Bilden der Falze bei Briefumschlaegen, Flachbeuteln u. dgl. - Google Patents
Vorrichtung zum Bilden der Falze bei Briefumschlaegen, Flachbeuteln u. dgl.Info
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Description
- Vorrichtung zum Bilden der Falze bei Briefumschlägen, Flachbeuteln u. dgl. Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vervollkommnung der Vorrichtungen, die innerhalb von Falzmaschinen zur Herstellung von Briefumschlägen, Flachbeuteln und ähnlichen Werkstücken dazu dienen, diejenigen Klappen der Werkstücke zu falten, deren Falzkanten in der gleichen Richtung verlaufen, in der die Werkstücke durch die Maschine geführt werden. Das Umlegen dieser Klappen, deren Falze in den meisten Fällen vorher vor gebrochen sind, geschieht mittels Faltschlaufen oder beweglichen Schiebern, und es macht sich nach erfolgtem Umlegen der Klappen noch ein Anpressen des Falzes notwendig, um die Lage der umgelegten Klappen zu sichern. Wenn für das Anpressen der Falze zylindrische Walzen oder Rollen benutzt werden, die über dem Werksiück und dem betreffenden Falz laufen, zeigt sich sehr häufig der Nachteil, daß sich der Falz verlagert, indem die Anpreßwalzen oder -rollen einen falsch verlaufenden Falz erzeugen, der bei vorherigem Vorbrechen des Falzes neben der eigentlichen Vorbruchlinie, einen spitzen Winkel mit ihr bildend, liegt. Durch Anpreßrollen, die mit einem zylindrischen Teil auf der Unterwalze laufen, während das eigentliche Anpressen des Falzes durch einen an den zylindrischen Teil der Anpreßrollen sich anschließenden, in geringem Maße kegelig ausgebildeten Teil der Rollen geschieht, erbringen wohI eine Besserung : doch kann auch damit der erwähnte L'belstand nicht völlig beseitigt werden. Außerdem muß die Einstellung solcher Rollen äußerst genau vorgenommen werden und gestaltet sich daher sehr zeitraubend und umständlich.
- Gemäß der vorliegenden Erfindung wird zum Anpressen des Falzes nach erfolgtem Umlegen der Klappe eine in einer Führung mit geringem seitlichem Spielraum über dem Werkstück laufende Kugel aus Stahl oder anderem geeigneten Werkstoff benutzt, deren Einstellung so erfolgt, daß sie bei gleichem Spielraum in ihrer Führung nach beiden ,Seiten genau über dem anzupressenden Falz liegt und sich dieser daher zwischen der Kugel und dem unter dem Werkstück angeordneten Fördermittel befindet.
- Die Anwendung derartiger, lose in Führungen laufender Kugeln ist in Verbindung mit unter dem Werkstück laufenden Walzen oder Fördergurten bislang nur für den ausschließlichen Zweck der Förderung von Werkstücken innerhalb von Falz- und ähnlichen Maschinen bekannt geworden, und zwar vor allen Dingen in solchen Fällen, wo es sich darum handelt, dem Werkstück während seiner Förderung gleichzeitig eine Verschiebung innerhalb seiner Fördermittel, beispielsweise zum Zwecke seines Ausrichtens, zu ermöglichen.
- Bei der erfindungsgemäßen Benutzung von lose mit Seitenspiel in Führungen laufenden Kugeln zum Anpressen der Falze wurde von der Erfahrung ausgegangen, daß laufende Riemen oder Gurte das Bestreben haben, auf den höchsten Punkt der Scheiben oder Rollen aufzulaufen, über die sie geführt sind. Bei Ausnutzung dieser Erfahrung im umgekehrten Sinne hat sich ergeben, daß die Kugeln infolge ihres Seitenspieles in den Führungen ebenfalls das Bestreiben zeigen, auf den höchsten Punkt des unter ihnen entlang geführten Werkstückes und daher auf die eigentliche Falzkante der umgelegten Klappe eines Briefumschlages, Flachbeutels o. dgl. aufzulaufen: Die Wirkung der Kugeln ist daher keine starre und unnachgiebige; sie paßt sich vielmehr von selbst der Lage der Falzkante an, so daß bei richtiger Wahl des Kugelgewichtes ein genügendes Anpressen des Falzes gewährleistet ist und Fehlfalzungen mit Sicherheit vermieden werden.
- In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigen Abb. i einen senkrechten Querschnitt durch die Kugelführung und Abb. z die Draufsicht auf die Vorrichtung. Von dem Werkstück i ist in der Zeichnung nur der die Verschlußklappe 2 enthaltende Teil sowie die zum Umlegen und Anpressen dieser Klappe dienende Vorrichtung dargestellt, da dies für die Erläuterung des Erfindungsgegenstandes genügt. Für die zwangsweise Förderung des Werkstückes i dienen die Unterwalzen 3, q. und 5. sowie die darüber angeordneten, an den federnden Hebeln 6 gelagerten Rollen 7, 8 und 9. An der Querschiene io ist in dem auf ihr sich führenden, einstellbaren Gleitstück i i der Holm 12 verschraubt, der an seinem unteren Ende die Faltschlaufe 13 trägt. Wenn das Werkstück i vor der Faltschlaufe 13, d. h. vor deren in Abb. 2 oberen Ende 13' anlangt, liegt die Verschlußklappe 2 noch geöffnet in der Werkstückebene. Das Ende 13' der Faltschlaufe 13 ist unter die Scheitelfläche der Walzen 3 bis 5 niedergebogen, so daß die Verschlußklappe 2 auf dieses Ende der Faltschlaufe aufläuft. Bei der weiteren Vorwärtsbewegung des Werkstückes wird dann die Verschlußklappe 2 durch die Verwindung der Faltschlaufe umgelegt, und zwar zeigt die Verschlußklappe naturgemäß das Bestreben, sich in dem, bereits vorher angebrachten Vorbruch für ihren Falz 2' umzulegen. Unmittelbar nach dem Auslauf des Verschlußklappenfalzes 2' aus der Faltschlaufe 13 muß sein Anpressen vorgenommen werden, damit die Verschlußklappe ihre umgelegte Lage beibehält. Erfindungsgemäß ist hierfür die nachstehend beschriebene Einrichtung getroffen.
- Auf der Querschiene io ist ein zweites verschiebbares Gleitstück 1 ¢ und in diesem ein Holm 15 befestigt. Der Holm 15 trägt an seinem unteren Ende eine ringförmige Führung 16, die eine Stahlkugel 1 7 so aufzunehmen vermag, daß diese auf der Unterwalze 5 ruhen kann und dabei ein geringes seitliches Spiel aufweist. Eine Schraube 18 verhindert ein Herausspringen der Kugel 1 7 aus ihrer Führung 16.
- Die Einstellung der Kugel 17 geschieht durch entsprechende Verschiebung des Gleitstückes 14 auf der Querschiene io so, daß bei genauem Aufliegen der Kugel auf dem Verschlußklappenfalz 2' diese nach beiden Seiten hin gleichen Spielraum hat. Sie kann sich alsdann bei der Bewegung des Werkstückes i so an die durch den Vorbruch des Verschlußklappenfalzes 2' gegebene natürliche Lage der umgelegten Verschlußklappe 2 anpassen, daß sie, ohne einen unnachgiebigen Druck auf die Verschlußklappe und ihren Falz auszuüben, ein genügendes Anpressen des letzteren bewirkt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vorrichtung zum Bilden der Falze bei Briefumschlägen, Flachbeuteln und ähnlichen Werkstücken, dadurch gekennzeichnet, daß zum Anpressen des Falzes (2') nach erfolgtem Umlegen der Klappe (2) eine über dem Falz (2') laufende Kugel (17) angewendet wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW86432D DE558703C (de) | 1931-07-08 | 1931-07-08 | Vorrichtung zum Bilden der Falze bei Briefumschlaegen, Flachbeuteln u. dgl. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW86432D DE558703C (de) | 1931-07-08 | 1931-07-08 | Vorrichtung zum Bilden der Falze bei Briefumschlaegen, Flachbeuteln u. dgl. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE558703C true DE558703C (de) | 1932-09-10 |
Family
ID=7612374
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW86432D Expired DE558703C (de) | 1931-07-08 | 1931-07-08 | Vorrichtung zum Bilden der Falze bei Briefumschlaegen, Flachbeuteln u. dgl. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE558703C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1085174B (de) * | 1956-10-22 | 1960-07-14 | Sun Printers Ltd | Rotationsfalzmaschine |
-
1931
- 1931-07-08 DE DEW86432D patent/DE558703C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1085174B (de) * | 1956-10-22 | 1960-07-14 | Sun Printers Ltd | Rotationsfalzmaschine |
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