DE55870C - Zugscfifufssi'gnaf mit Stange zum Entriegeln einer Weichenstrafse - Google Patents
Zugscfifufssi'gnaf mit Stange zum Entriegeln einer WeichenstrafseInfo
- Publication number
- DE55870C DE55870C DENDAT55870D DE55870DA DE55870C DE 55870 C DE55870 C DE 55870C DE NDAT55870 D DENDAT55870 D DE NDAT55870D DE 55870D A DE55870D A DE 55870DA DE 55870 C DE55870 C DE 55870C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- signal
- rod
- locking bolt
- movement
- bolt
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L21/00—Station blocking between signal boxes in one yard
- B61L21/06—Vehicle-on-line indication; Monitoring locking and release of the route
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Die Vorrichtung bezweckt, eine verschlossene Weichenstrafse erst dann bewegen zu können,
wenn der Schlufs des Zuges an den Merkzeichen der letzten Weiche vorbeigefahren ist,
macht es einerseits unmöglich, dafs eine Weiche unter dem Zug umgelegt werden kann, und
stellt andererseits gleichzeitig unzweifelhaft fest, ob ein Zug ganz und ungetheilt zwischen den
Merkzeichen der Endweichen eines Bahnhofes Aufstellung gefunden bezw. ob ein aus- oder
einfahrender Zug die letzte zu durchfahrende Weiche mit seinem Schlufswägen verlassen hat.
Alle besseren Stellwerke sind jetzt derartig eingerichtet, dafs bei der Bewegung der
Signalhebel zunächst die zu durchfahrenden, sowie .die feindlichen Weichen verschlossen
werden und dann erst das Signal auf »Fahrt« gestellt wird, und dafs umgekehrt bei der
Zurückstellung zunächst das Signal auf »Halt« gestellt und erst mit der letzten Strecke der
Hebelbewegung die Weichenstrafse wieder entriegelt wird.
In die Signaldrahtleitung wird nun neben dem Merkzeichen der Endweiche eine Hub-
und Verschlufsscheibe 5 eingeschaltet, welche bei Fahrstellung des Signals der Schlufsriegel R,
Fig. i, 4 und 8, so aufrichtet, dafs derselbe in das Normalprofil des lichten Raumes für
die freie Strecke, aber nicht in dasjenige für Bahnhöfe hineinragt, und welche zwar die
Zurückstellung des Signals auf »Halt« gestattet, dagegen diejenige Bewegung des Stellhebels,
durch welche die Weichenstrafse entriegelt wird, so lange unmöglich macht, bis der Schlufsriegel R durch die mit der Schlufs scheibe
des betreffenden Zuges verbundene Schlufsstange T niedergelegt worden ist.
An der Führungsstange für den Signalstellhebel wird an der Stelle, welche die Bewegung
für Haltstellung der Signale von derjenigen für Entriegelung der Weichenstrafse trennt, eine Einklinkung zur Feststellung des
Hebels gemacht. Eine weitere Aenderung am Stellwerk ist nicht erforderlich.
Die mit der Zugschlufsscheibe verbundene Schlufsstange T, welche in den Fig. 2 und 3
näher dargestellt ist, ragt aus dem Normalprofil für Bahnhöfe heraus, jedoch nicht aus
demjenigen für die freie Strecke. Nun wird zwar, nahezu wohl bei allen Bahnhöfen, an
den durchgehenden Geleisen das volle Normalprofil für die freie Strecke frei gehalten, gleichwohl
ist, um auf jeden Fall gesichert zu sein, der aus dem Profil für Bahnhöfe herausragende
Theil b-d so eingerichtet, dafs er nach beiden Seiten um die Achse e drehbar ist und bereits
bei leichtem Druck das volle Normalprofil für die freie Strecke freigiebt. Derselbe wird in
der gezeichneten Lage durch zwei einander entgegenwirkende Federn gehalten, welche nur
so stark zu sein brauchen, dafs der Schlufsriegel jR sicher umgelegt wird.
Gegen den Schlufsriegel R kann kein Theil irgend eines Betriebsmittels stofsen. Selbst ein
auf dem untersten Trittbrett stehender Schaffner bleibt noch genügend weit, davon entfernt.
Und sollte schliefslich einmal ein besonders ' weit vorgestrecktes Schaifnerbein gegen den
Schlufsriegel treffen, so würde weiter nichts geschehen, als dafs der Riegel etwas zu früh
umgelegt würde. Von der entgegengesetzten Seite braucht der Schlufsriegel nicht umklappbar
angelegt zu werden, da von dieser Seite auf keinen Fall etwas gegen den Schlufsriegel
stofsen kann.
Die Schlufsstange T wird zwischen die Bufferstangen gespannt, zwischen denen sie
sich bei den verschiedensten Stärken der Bufferstange mittelst der Spiralfedern J1 selbstthätig
einstellt. Die Mitte der Bufferstangen darf nach den »Normen für die Eisenbahnen
Deutschlands« bei beladenen Wagen niemals niedriger als 0,940 m und bei leeren Wagen
niemals höher als 1,065 m über S. O. stehen. Für
die Schlufsstange beträgt somit die gröfste Abweichung von der mittleren Lage nur 6]/4 cm,
so dafs für die sichere Wirkung der Einrichtung ein durchaus genügender Spielraum verbleibt.
Die Handhaben h an der Schlufsstange ermöglichen eine bequeme Bedienung der Stangen.
Letztere können so leicht construirt werden, dafs sie mit Leichtigkeit von einem Arbeiter
gehandhabt werden können. Bei den leer fahrenden Maschinen, bei denen jetzt eine
der Locomotivlaternen umgedreht wird, um als Schlufszeichen zu dienen, können entweder
gleichfalls obige Schlufsstangen angewendet werden, oder es wird an den beiden Enden
der Lokomotive ein etwa 0,5 m langer, mit dem Schlufszeichen verbundener, umlegbarer Arm
angebracht, welcher direct vom Führerstande aus bedient werden kann, so dafs die Handhabung
noch einfacher wird wie bisher.
Der Anprall zwischen Schlufsstange und Schlufsriegel wird, abgesehen von den Federn
an der Drehachse e noch durch die Feder /2 an der Schlufsstange und die Feder f3 am
Schlufsriegel gemildert. Den Aufschlag des Schlufsriegels auf den Lagerstuhl mildert die
Feder /4. Zur weiteren Milderung der Stofswirkung
soll, falls es sich als nothwendig erweist, in dem Lagerstuhl ein passendes Zwischenmaterial
(Holz, Hartpapier oder dergleichen) eingelegt werden. Das Zurückschnellen des
Riegels soll nöthigenfalls durch eine federnde Klinke verhindert werden, welche hinterher
durch die Bewegung der Hubscheibe wieder gelöst wird.
Die in den Fig. 7 und 8 dargestellte Hub- und Verschlufsscheibe S ist für einen solchen
Schlufsriegel bestimmt, der für beide Fahrstellungen eines zweiflügeligen Signals oder für
zwei durch eine Drahtleitung bediente einflügelige Signale Gültigkeit haben soll. Bei
einer Drehung der Scheibe nach rechts trifft der Zapfen η gegen die Nase k am Schlufsriegel
R. Ein Drehen der Nase k wird durch den festen Ansatz g verhindert, so dafs bei
weiterer Drehung der Scheibe S der Schlufsriegel aufgerichtet wird. Nach entgegengesetzter
Richtung ist die Nase k so weit drehbar, dafs bei Ruhelage des Schlufsriegels der Zapfen η
bei einer Linksdrehung der Scheibe ungehindert vorbei kann. Eine leichte Feder stellt die Nase
in ihre ursprüngliche Lage zurück.
Wird die Hubscheibe aus der Ruhelage nach links gedreht, so wird der Schlufsriegel in
gleicher Weise dadurch gehoben, dafs der Zapfen nx gegen die Nase A1 stöfst.
Bei Fahrstellung des Signals braucht die
Scheibe nicht gerade die in Fig. 7 dargestellte Lage zu haben. Die Lage ist vielmehr je nach
Gröfse der Signaldrahtbewegung eine ganz beliebige. Stets wird bei der Rückwärtsbewegung,
falls der Schlufsriegel nicht inzwischen niedergelegt ist, der Ansatz α an der Hubscheibe
gegen den Ansatz g bezw. gx am
Schlufsriegel stofsen, so dafs die letzte Strecke der Bewegung so lange unmöglich bleibt, als
der Schlufsriegel R aufrecht steht. Die Gröfse dieser Strecke kann ganz beliebig gewählt werden.
Je gröfser dieselbe sein soll, um so breiter ist der Ansatz α zu machen.
Ist die Drahtleitung mit zwei Signalen verbunden, von denen nur eins für den Schlufsriegel Geltung hat,- oder wird mit der Drahtleitung
überhaupt nur ein Signal gezogen, so fallen entweder die Ansätze η g und k oder
H1 g1 und Ar1 fort, so dafs nach der einen Seite
hin die Bewegung der Scheibe todt läuft.
In der Zeichnung ist angenommen, dafs die beiden Seiten der Hub- und Verschlufsscheibe
symmetrisch ausgebildet werden. Man kann aber auch die Scheibe in zwei Theile theilen
und jeden Theil in eine besondere Signaldrahtleitung einschalten, so dafs man den
Schlufsriegel ohne Weiteres mit vier verschiedenen Signalstellungen verbinden kann.
Wird in einem besonderen Fall die Bewegung eines Signals durch das Einschalten einer
Hubscheibe in die Drahtleitung zu sehr erschwert, so kann auch die Hubscheibe durch
einen besonderen Hebel bewegt werden, der dann wiederum die Bewegung des Signalhebels
in irgend einer Weise verschliefst. Man kann hierfür zwar auch dieselbe Hubscheibe verwenden
, besser wird jedoch in diesem Fall eine Scheibe nach Art von Fig. 6 angewendet,
bei der nicht nur die letzte Strecke der Rückwärtsbewegung verschlossen ist, sondern gleich
der Anfang der Bewegung verhindert wird.
An der verlängerten Drehachse des Schlufsriegels R sind die beiden Arme m und Jw1
angebracht, Fig. 5, welche farbiges Glas oder Milchglas von bestimmter Form je nach Stellung
des Schlufsriegels vor die eine oder andere Seite der Laterne / halten. . Hierdurch wird
nach beiden Seiten auf weite Entfernung die Stellung des Schlufsriegels sichtbar gemacht.
Steht der Schlufsriegel R an einer Stelle, wo ein Umlegen desselben aus Versehen oder
Muthwillen zu fürchten steht, so sollen die in Fig. 6 bis 8 dargestellten Hub- und Verschlufsvorrichtungen
nur auf einer Seite der Hubscheibe 5 angebracht und auf der anderen
Seite die in Fig. 9 und ι ο dargestellten Vorrichtungen zur Feststellung des Schlufsriegels
vorgesehen werden.
Die am Lagerstuhl befestigte Klinke 0 wird durch eine Feder in Richtung des^ daneben
gezeichneten Pfeiles gedreht. Die Bewegung wird begrenzt durch den Ansatz β am Lagerstuhl.
Beim Niederlegen des Schlufsriegels schnappt der Ansatz q hinter die Klinke, so
dafs der Riegel nicht wieder gehoben werden kann. ,
Beim Drehen der Hubscheibe 5 wird die Klinke ο durch den anp der Hubscheibe befindlichen
Ansatz ρ bezw. P1 so lange gehoben
, bis der Schlufsriegel aufgehoben ist. Hierauf wird die am Lagerstuhl befestigte, um
den Zapfen t drehbare Klinke s durch den an der Hubscheibe sitzenden Zapfen u bezw. M1
hinter den Vorsprung r am Schlufsriegel gedruckt, wobei der mit der Druckschiene χ verbundene
Kniehebel n> die in Fig. 10 gezeichnete Stellung einnimmt und ein Rückschnappen
der Klinke s verhindert. Die Klinke s wird durch eine Feder in der Pfeilrichtung gedreht.
Begrenzt wird die Bewegung durch den Ansatz γ am Lagerstuhl. Die Druckschiene χ
wird durch die Feder y nach oben gedruckt. Begrenzt wird die Bewegung durch den Kniehebel
w bezw. durch den Ausschnitt in der Klinke s.
Von dem herankommenden Zuge wird die Druckschiene heruntergedrückt. Der Kniehebel
w und die Klinke s bekommen dabei die in Fig. 9 gezeichnete Lage und verbleiben
in dieser Stellung, da der Ausschnitt in der Klinke s dementsprechend geformt ist.
Die Zapfen w und U1 werden durch Federn·
gegen die Ansätze ν und V1 gedrückt. Nach
der anderen Seite sind die Zapfen drehbar, schnappen jedoch mittelst der Federn zurück.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine selbsttätig wirkende Entriegelungs-Vorrichtung für eine verschlossene Weichenstrafse, bestehend aus einer am Zug-Schlufssignal befestigten Stange, der Schlufsstange T, in Zusammenwirkung mit einem am Ende der Weichenstrafse angebrachten Verschlufsriegel R, welcher durch eine in eine Signaldrahtleitung eingeschaltete oder durch eine besondere Drahtleitung zu bewegende Scheibe S bei Fahrstellung des betreffenden Signals aufgerichtet wird und durch obige Schlufsstange wieder niedergelegt sein mufs, bevor die Scheibe 5 wieder zurückgedreht werden kann.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE55870C true DE55870C (de) |
Family
ID=330365
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT55870D Expired - Lifetime DE55870C (de) | Zugscfifufssi'gnaf mit Stange zum Entriegeln einer Weichenstrafse |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE55870C (de) |
-
0
- DE DENDAT55870D patent/DE55870C/de not_active Expired - Lifetime
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1002656B (de) | Vorrichtung zum Bewegen und Verriegeln waagerecht schiebbarer Fluegel von Tueren oder Fenstern | |
| DE55870C (de) | Zugscfifufssi'gnaf mit Stange zum Entriegeln einer Weichenstrafse | |
| WO2010004039A2 (de) | Gepäckablage für ein passagierflugzeug | |
| DE3042345C2 (de) | Verschlußvorrichtung für Schiebeflügel von Fenstern, Türen o.dgl. | |
| DE8435367U1 (de) | Sperreinrichtung zum Sperren eines Ausstellarmes für parallel abstellbare Schiebeflügel von Fenstern, Türen oder dgl. | |
| CH456667A (de) | Aufschneidbarer Spitzenverschluss für Eisenbahnweichen | |
| DE60104263T2 (de) | Treibstangenverschluss, insbesondere für Lastkraftwagen-, Anhänger- oder Behältertüren oder dergleichen | |
| CH696245A5 (de) | Ausstellvorrichtung eines Flügels, insbesondere für Fenster oder Lüftungseinrichtungen. | |
| DE9102351U1 (de) | Automatischer Bodenriegel für bewegliche Trennwände | |
| DE10104122C2 (de) | Gehäuse mit einer Tür oder Klappe | |
| DE69206817T2 (de) | Sicherheitsschliessvorrichtung für aufzugskabine | |
| EP2348165A2 (de) | Lösbare Verriegelungsvorrichtung für Deckenelemente | |
| DE102018129520A1 (de) | Klappladen, Fassadenanordnung und Verfahren hierfür | |
| DE558075C (de) | Verschluss fuer Doppelschiebetueren | |
| DE38140C (de) | Vorrichtung zum Oeffnen und Schliefsen von Zaunthoren | |
| DE106888C (de) | ||
| DE1755299C3 (de) | Abstützvorrichtung für eine Mittelpufferkupplung an einem Schienenfahrzeug | |
| DE306176C (de) | ||
| DE1653982C3 (de) | Türverschluß für eine um zwei Achsen schwenkbare Kraftfahrzeugtür | |
| DE527930C (de) | Selbsttaetige Kupplung fuer Spielzeugeisenbahnwagen | |
| DE1159808B (de) | Treibstangenverschluss, insbesondere fuer Ladeschiebetueren von Eisenbahnwaggons | |
| DE464331C (de) | Wagenaufhaltevorrichtung | |
| DE1505355A1 (de) | Verriegelungsvorrichtung fuer schwenkbare Fahrerhaeuser von Fahrzeugen | |
| DE64651C (de) | Vorrichtung zum selbstthätigen Abschliefsen des Spaltes unter Thüren und Fenstern | |
| DE1747C (de) | Weichenverschlufs mit selbstthätigem Signal |