DE558788C - Vorrichtung zum Lueften und Drehen des Kuekens von Haehnen aus schlag- und stossempfindlichem Material durch zangenartig wirkende Hebel - Google Patents

Vorrichtung zum Lueften und Drehen des Kuekens von Haehnen aus schlag- und stossempfindlichem Material durch zangenartig wirkende Hebel

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DE558788C
DE558788C DED61829D DED0061829D DE558788C DE 558788 C DE558788 C DE 558788C DE D61829 D DED61829 D DE D61829D DE D0061829 D DED0061829 D DE D0061829D DE 558788 C DE558788 C DE 558788C
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DE
Germany
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chick
pliers
plug
turning
levers
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Expired
Application number
DED61829D
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English (en)
Inventor
Kurt Moegling
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Ton & Steinzeug Werke AG
Original Assignee
Ton & Steinzeug Werke AG
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16KVALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
    • F16K5/00Plug valves; Taps or cocks comprising only cut-off apparatus having at least one of the sealing faces shaped as a more or less complete surface of a solid of revolution, the opening and closing movement being predominantly rotary
    • F16K5/08Details
    • F16K5/14Special arrangements for separating the sealing faces or for pressing them together
    • F16K5/16Special arrangements for separating the sealing faces or for pressing them together for plugs with conical surfaces
    • F16K5/162Special arrangements for separating the sealing faces or for pressing them together for plugs with conical surfaces with the plugs or parts of the plugs mechanically pressing the seal against the housing

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Pipe Accessories (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
23. SEPTEMBER 1932
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JVr 558788 KLASSE 47g GRUPPE
D 6182p
Patentiert im Deutschen Reiche vom 4. September 1931 ab
In großem Umfange werden in Leitungen zur Förderung von korrodierend wirkenden Flüssigkeiten Hähne aus Werkstoffen verwendet, die diesen Korrosionsbeanspruchungen widerstehen. Die hierfür in erster Linie in Frage kommenden Werkstoffe, wie Steinzeug oder Porzellan, ferner auch Ferrosilicium, haben jedoch die Eigenschaft gemeinsam, daß sie empfindlich gegen Schlag- bzw. Stoßbeanspruchungen sind und aus diesem Grunde eine Gewaltanwendung in dem Sinne, wie sie unter Umständen erforderlich wird, um ein festsitzendes Hahnküken zu lösen bzw. einen solchen Hahn mit schwergängigem Küken überhaupt zu betätigen, nicht aushalten. Die bei Hähnen aus anderen, weniger empfindlichen Werkstoffen geübte Methode, das festgeklemmte Hahnküken durch einen Hammerschlag zu lösen, ist daher bei Hähnen
ao aus den genannten Werkstoffen nicht durchführbar, insbesondere auch, weil außer der Bruchgefahr noch die damit verbundene Gefährdung des Bedienungspersonals durch die beim Zerbrechen des Hahnes ausspritzende Flüssigkeit hinzutritt.
Es sind daher bereits eine Reihe von Vorschlägen gemacht worden, die darauf hinzielen, festsitzende Hahnküken bei solchen Hähnen in sicherer Weise zu lockern. Beispielsweise ist eine Vorrichtung bekannt geworden, bei der das gesamte Hahngehäuse von einem Bügel umgeben wird, von dem aus eine Preßschraube auf ein elastisches Zwischenlager aus Gummi o. dgl. wirkt und hierdurch in der Ruhelage den Hahn auf seinen Sitz festpreßt, während die Lockerung des Kükens zwecks Betätigung des Hahnes durch eine auf der anderen Seite des Bügels angeordnete, von unten auf das Küken wirkende Schraube erfolgt. Diese Vorrichtung hat aber den großen Nachteil, daß der durch die Schraube auszuübende Druck beim Lösen des Kükens unkontrollierbar ist, ferner daß häufig vergessen wird, die Schraube wieder zurückzudrehen und daher das Küken nach erfolgter Betätigung des Hahnes nicht wieder dicht wird, ferner daß sie infolge der austretenden Säuredämpfe usw. sehr schnell verrostet und dann überhaupt nicht mehr zu betätigen ist.
Andere Vorrichtungen ähnlicher Art, die beispielsweise eine mechanische Klopfwirkung genau begrenzter Art auf das Küken von unten ausüben, haben ähnliche Nachteile. Die weiterhin bekannten, wesentlich komplizierteren Vorrichtungen, z. B. diejenigen, die mit Hilfe des Reaktionsdruckes zwischen einem Drehgriff und einem Lüftungshebel die Lüf-
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Kurt Mögling in Berlin-Wilmersdorf.
tung des Kükens und anschließende Drehung bewirken, ohne einen Druck auf das Hahngehäuse auszuüben, haben trotz ihrer unleugbaren Vorteile den Nachteil der komplizierten Konstruktion und damit des hohen Preises.
Eine bekannte Hahnlüftungsvorrichtung für Steinzeughähne sieht eine zangenartige Ausbildung der Lüftungsvorrichtung vor. Die Zange ist jedoch mit dem Küken fest verbunden, so daß die vorteilhafte Anwendung einer Zange bei verschiedenen Hähnen nicht vorhanden ist. Infolge der festen Verbindung zwischen Küken und Hahn ist die Gefährdung des Werkstoffes durch zu große Kraftanwendung beim Drehen in vollem Umfange vorhanden, die erst durch die bei der vorliegenden Erfindung vorhandene Reibungsübertragung ausgeschieden wird.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich demgegenüber auf eine außerordentlich einfache und billige Vorrichtung zur Lüftung und Betätigung des Kükens, die in absolut betriebssicherer Weise arbeitet. Diese Vorrichtung gestattet es, insbesondere den auszuübenden Druck auf das Hahnküken genau zu kontrollieren, bewirkt ferner, daß das Küken nach erfolgter Betätigung sofort wieder auf seinen Sitz zurückgepreßt wird, und ermöglicht es vor allem, den erzielbaren Hub des Kükens genau zu begrenzen, so daß in jedem Falle ein Austreten der Förderflüssigkeit durch den evtl. entstehenden Spalt zwischen Küken und Gehäuse des Hahnes vermieden wird.
Die neue Vorrichtung besteht ähnlich wie einige bekannte, dem gleichen Zweck dienende Vorrichtungen ebenfalls aus einem das Hahngehäuse vollkommen umgebenden Bügel, in dessen Oberteil eine Druckschraube angeordnet ist, durch die unter Zwischenschaltung eines Gummistopfens o. dgl. das Küken auf seinen Sitz gepreßt wird. Dieser Gummistopfen ist jedoch mit einer Metallfassung in der Weise umgeben, daß zwischen dem unteren Rande der Fassung und der oberen Fläche des Hahnkükens bzw. dem Hahngriff ein kleinerer Zwischenraum verbleibt, der das Maß des maximal in Frage kommenden Hubes darstellt, weil bei Anlüften des Kükens der Gummipuffer nur so weit zusammengepreßt werden kann, bis die Metallfassung die obere Kükenfläche berührt.
Abweichend von den bekannten Vorrichtungen ist bei der neuartigen Sicherung auf der unteren Seite des Bügels eine Druckschraube nicht vorhanden; diese wird vielmehr ersetzt durch eine zangenähnliche, mit der eigentlichen Sicherung überhaupt nicht in Verbindung stehende Vorrichtung, bei der an einem Schenkel der Zange eine bewegliche Platte mit einem Belag aus Blei oder anderem Werkstoff von hohem Reibungskoeffizienten befestigt ist. Diese Zange ist, wie bereits gesagt, mit einem Handgriff aus der Sicherung herausnehmbar und kann für Hähne verschiedener Größe verwendet werden. Will man das Küken lösen, so setzt man-die Zange zwischen den unteren Bügelteil und das untere Ende des Kükens ein, drückt nun die beiden Hebel der Zange zusammen und damit die beiden Schenkel auseinander. Hierbei wird die mit Blei ο. dgl. belegte Platte unter das Küken gepreßt und hebt dieses hoch, wodurch infolge der Reibung zwischen der Bleiplatte und dem Küken nunmehr durch Drehung der Zange auch die Betätigung des Hahnes erfolgen kann, und zwar nicht nur, wie bei den bekannten Sicherungen ähnlicher Art, um 900 bzw. i8o°, sondern in jeder Richtung und beliebiger Weise, wenn man die Zange mehrmals anzieht und wieder nach- R · läßt. In dem unteren Bügel wird zweckmäßig eine Vertiefung angeordnet, in die der eine Zangenschenkel eingesetzt wird. Weiterhin ist der untere Bügel so angeordnet, daß derselbe im Ruhezustande seitlich hochgeklappt wird, so daß er der Korrosionsgefahr durch abtropfende Säure entzogen wird.
Die neuartige Vorrichtung ist außerordentlich leicht und sehr einfach herzustellen und belastet den Hahn bzw. das ganze Hahngehäuse in keiner Weise. Sie ist in einer grundsätzlichen Ausführungsform in der Abbildung dargestellt. In dieser ist h das Hahngehäuse, k das Küken und b der das Gehäuse allseitig umgebende Bügel, in dessen oberem Teil sich die Druckschrauben? befindet, die unter Zwischenschaltung der elastischen Gummi- bzw. dgl. Stopfen^·, der durch die Metallfassungm überkappt ist, das Küken auf seinen Sitz drückt; ζ ist .der Zwischenraum zwischen der Metallkappe und dem oberen Kükenteil, der die Hubbegrenzung darstellt. Mit α ist die Zange bezeichnet, die an ihrem einen Schenkel s1 die mit Blei ο. dgl. belegte Platte ρ trägt, mit der sie bei Betätigung auf den unteren Teil des Kükens drückt; der andere Schenkel der Zange s2 wird in eine Vertiefung ν im unteren Bügelteil eingesetzt.
Infolge ihrer außerordentlich einfachen Ausführung bei trotzdem absolut zuverlässiger und betriebssicherer Arbeitsweise stellt die neue Vorrichtung dem Bekannten gegenüber einen erheblichen technischen und wirtschaftlichen Fortschritt dar.

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    i. Vorrichtung zum Lüften und Drehen des Kükens von Hähnen atis schlag- und stoßempfindlichem . Material durch zangenartig wirkende Hebel, wobei das Hahngehäuse von einem Bügel umgeben ist, in
    dessen oberem Teil eine Druckschraube sitzt, die das Küken auf seinen Sitz preßt, dadurch gekennzeichnet, daß an dem einen Schenkel der Zange eine Platte o. dgl. aus einem Werkstoff mit hohem Reibungskoeffizienten befestigt ist, die sich gegen eine entsprechende, am Küken sitzende Fläche legt, so daß bei Drehung der Zange das angelüftete Küken mitgenommen wird.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, da- io· durch gekennzeichnet, daß zur Begrenzung des Kükenhubes die zwischen der Druckschraube und dem Küken befindliche elastische Packung von einer unelastischen Kappe überdeckt ist, die zwischen sich und dem Kükenoberteil einen dem größten Hube des Kükens entsprechenden Spalt frei läßt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen
DED61829D 1931-09-04 1931-09-04 Vorrichtung zum Lueften und Drehen des Kuekens von Haehnen aus schlag- und stossempfindlichem Material durch zangenartig wirkende Hebel Expired DE558788C (de)

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